Es war nun also so weit, der letzte Tag an Bord der Princess Daphne war angebrochen, ein Tag auf See, ein Tag an dem man genügend Zeit hatte die Kreuzfahrt durch die Norwegischen Fjorde ein wenig Revue passieren und die Eindrücke sacken zu lassen. Doch bevor wir uns erlauben ein abschließendes Fazit abzugeben möchten wir euch noch mitnehmen auf die Nordsee, bei nicht mehr ganz so strahlendem Wetter in Richtung Bremerhaven.
Ein letztes Mal hieß es an diesem Tag Rückengymnastik mit Hanne-Lore und “Walk a Mile” mit Axel rund ums Schiff, Programmpunkte die sicherlich der eine oder andere vermissen wird sobald es wieder dauerhaft festen Boden unter den Füßen gibt. Man gewöhnt sich ja sehr schnell an Dinge, vor allem wenn man sie in so äußerst netter Gesellschaft erlebt.
Nach dem Frühstück wurde es dann zum ersten Mal Zeit sich mit der Abreise am nächsten Tag zu beschäftigen, die Gepäckbanderolen für die Koffer lagen im Bodreisebüro bereit. Grün für individuell abreisende Gäste, rot für den Bustransfer zum Hauptbahnhof Bremen und viele weitere bunte Farben für die Reisegruppen die mit an Bord waren. An dieser Stelle sollte auch einmal eine ganz spezielle Reisegruppe erwähnt werden, eine Gruppe von Menschen, die ein gemeinsames Schicksal teilten: Parkinson! Ich finde es toll, wenn Menschen sich von ihrer Krankheit nicht unterkriegen lassen und eine solche Reise unternehmen. Zwar gibt es auf Kreuzfahrtschiffen, so auch auf der Princess Daphne, ein Hospital so dass eine gewisse medizinische Versorgung gewährleistet ist, allerdings birgt es natürlich immer ein gewisses Risiko mit sehr speziellen Krankheiten solche Reisen zu unternehmen. So wie ich es mitbekommen habe, konnte die Gruppe auf der Daphne eine unbeschwerte Zeit an Bord genießen während die Crew auf unaufdringliche Art und Weise auf die besonderen Bedürfnisse der Gruppe Rücksicht nahm.
Doch nun weiter im Programm, denn das war am Seetag noch lange nicht zu Ende, hier noch ein bisschen Sport, dort noch ein kleines Quiz und dann konnte man sogar was gewinnen – eine Medaille am Pool bei der Bord Olympiade! Feiern und Anstoßen konnte man danach natürlich auch, beim besten Bier der Welt, dem Freibier! Es war Frühschoppen-Zeit auf dem Pooldeck, wo auch für das leibliche Wohl in Form von Weißwurst, Brezeln und Leberkäs gesorgt wurde. Leider war der Wettergott ein wenig traurig über die Tatsache, dass wir uns schon wieder auf der Rückreise befanden, so dass er unsere Freiluft-Party mit diversen Regenschauern beendete. Aber so schlimm war das nicht, denn wer noch nicht satt war konnte im Restaurant das letzte Mittagessen der Reise genießen.
Im Anschluss wurde es dann auch Zeit zum ersten Mal ganz offiziell einen Rückblick zu machen, so stellte der Kameramann Thomas in der Admiral’s Lounge das Logbuch der Kreuzfahrt vor, oder einfach gesagt, den gedrehten Film zur Reise, den man natürlich auch käuflich erwerben konnte.
Und während sich die einen nach Kaffee und Kuchen wieder sportlich betätigten mit Kegeln oder Beckenbodengymnastik, so trafen sich die Betroffenen zu einem Vortrag von Detlev Friedriszik “Alles vorbei? – Diagnose: Parkinson”
Wir machten uns derweil schick für den Abend, denn der Kleidungsvorschlag für den heutigen Abend war festlich und so langsam wurde glaube ich jedem klar, dass die Kreufahrt gen Ende ging. Beim Abendessen verabschiedeten sich die Kreuzfahrtdirektorin Linda Brummer und der Kapitän Jose Valente von den Passagieren, begleitet von einem stimmungsvollen und festlichen Auftritt der Crew. In diesen Momenten wurde wohl jedem Gast an Bord bewusst wie eng verbunden die Crew miteinander ist und wieviel Spaß die Damen und Herren bei der Arbeit haben. Hier wurde gefeiert und gelacht, gejubelt und angefeuert – ein wirklich schöner Anblick!
Anschließend ging es dann noch zur großen Abschieds-Show, wo die Künstler der Reise Eric Emanuele, Sarah Laux, Klaus-Peter Grap, das Duo Harmony und die Clipper Band nochmal ihr bestes gaben, nachdem zuvor die Seekarte der Kreuzfahrt verlost wurde.
Nun hieß es Abschied nehmen, von allen den netten Menschen, die man auf der Reise kennen gelernt hatte, und die man vielleicht am nächsten Morgen nicht mehr sehen würde, wenn es dann endgültig in Bremerhaven “Good bye Princess Daphne” heißt!
- MS Princess Daphne: Tag 2 – Erholung auf See
- MS Princess Daphne: Tag 1 – Leinen los in Bremerhaven
- MS Princess Daphne: Tag 3 – Sognefjord und Flam
- Flam: Flambahn nach Myrdal
- MS Princess Daphne: Tag 4 – Storfjord und Geirangerfjord
- Geiranger: Berg Dalsnibba und Adlerkehre
- MS Princess Daphne: Tag 5 – Molde und Andalsnes
- MS Princess Daphne: Tag 7 – Ein Seetag Richtung Heimat
- 8 Tage Südnorwegen mit der MS Princess Daphne – Mein Fazit
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