Video: AIDA Rettungsinseln – so funktioniert es


    Wer sich schon immer mal fragte wie Rettungsinseln, im Fachjargon auch MES (Marine Evacuation Systems) funktionieren, der kann sich das hier mal ansehen wie das im Falle von AIDA Kreuzfahrten so abläuft. Im Januar 2010 war die AIDAblu noch an der Ausrüstungspier der Meyer Werft, vor der Übergabe werden da auch immer fein die Rettungsmittel getestet und die Crew gleichzeitig geschult. So wurden auf der Werft die AIDAblu Rettungsinseln zu Wasser gelassen und einige Crewmitglieder sind einmal herunter gerutscht in die selbstaufstellenden und überlebenswichtigen Rettungsflöße.

    Zwar hat jedes Kreuzfahrtschiff natürlich auch Rettungsboote, aber es gibt immer wieder Eventualitäten wo diese nicht mehr genutzt werden können, das sah man gerade bei der Costa Concordia ganz gut, da war die Schlagseite so schwer durch das lange Abwarten, dass man letztlich die Boote nicht mehr runterbekommen hat – gleiches Dilemma bei der MS Oceanos. Hier waren die MES beziehungsweise Rettungsinseln mehr als wichtig. In eine solche Rettungsinsel passen im übrigen durchaus auch über 100 Menschen, je nach Ausführung. Auf der AIDAblu haben die Rettungsinseln wie man sieht eine Kapazität von 101 Personen. Wenn ich richtig gezählt habe sind pro Seite 3 Rettungsinseln angebracht was einer zusätzlichen Kapazität von 303 Rettungsplätzen pro Seite entspricht, im Gesamten demnach 606. Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch die Rettungsboote.



    Beispielsweise kann die AIDAprima 4350 Passagiere bei Vollauslastung befördern, dazu kommen dann noch etwa 1000 Besatzungsmitglieder. Im Gesamten darf die AIDAprima 5300 Menschen befördern. Die AIDA Prima hat 14 Rettungsboote mit einer Kapazität von 313 Sitzplätzen, was einer Gesamtkapazität von 4382 Sitzplätzen oder Rettungsplätzen entspricht. Darüber hinaus gibt es natürlich mehr als ausreichende Rettungsinseln und Rettungsflöße an Bord die wie man sieht auch absolut benötigt werden. In Gesamtsumme sind die Kapazitäten der Rettungsmittel an Bord in Form von Rettungsbooten und Rettungsinseln immer deutlich höher als die Gesamtanzahl der Personen die befördert werden darf. Das ist im übrigen nicht nur bei AIDA so, sondern durch die SOLAS vorgeschrieben und daher auf allen Kreuzfahrtschiffen so.

    AIDAsol am Ausrüstungskai, Test der Rettungsboote

    AIDAsol am Ausrüstungskai, Test der Rettungsboote



    AIDA Cruises: Rettungsinseln werden getestet – Rettungsflöße im Werfthafen

    Das Video zeigt wie im Notfall das Marine Evacuation System – die Rettungsinseln funktionieren und wie man dort reinkommt. In ein Rettungsboot einsteigen ist das ja im Regelfall weniger schwierig und wer schonmal auf einer Route tendern durfte, der weiss ja wie simple das funktioniert. Das mit den Rettungswesten wird ja immer zu den Seenotrettungsübungen gezeigt, eine Rettungsaktion mit Rettungsinseln allerdings nicht. Für viele ist das schwer vorstellbar wie das aussieht, die meisten kennen – wenn überhaupt – nur die weissen Rollen auf den Außendecks. Daher fand auch ich persönlich das mal sehr spannend zu sehen wie das im Detail aussieht und im Ernstfall funktionieren wird oder auch funktionieren soll.

    Letztlich ist die Schifffahrt eine sehr sichere Angelegenheit, dennoch ist es gut zu wissen das Rettungssysteme funktionieren und in Fällen die hoffentlich nie eintreffen Menschenleben retten können.

    Cornelis Rümmler der hier im Video noch Security Officer der AIDAblu war, ist heute im übrigen mit seinen 32 Jahren einer der jüngsten, wenn nicht sogar der jüngste AIDA Kapitän. Er ist aktuell auf der AIDAstella und steuert sie auf den Kanaren-Routen.

    Zum Ende hin seht ihr auch noch wie die Crew bei einer neuen Schiffseinführung angekleidet wird. Ist sicher auch sehr spannend für alle Mitarbeiter an Bord die passende Kleidung zu finden beziehungsweise diese in einem relativen kurzen Zeitfenster anzupassen. Bisher hat das denke ich immer funktioniert, hab noch niemanden von der Crew schlecht gekleidet gesehen. :)

     

     



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