Ostsee-Zeitung: AIDA flüchtet nicht vor Terrorgefahr


    Die Ostsee-Zeitung titelte unmittelbar nach den Terroranschlägen in Paris, dass AIDA Cruises wegen Terrorgefahr die AIDA Kreuzfahrtschiffe aus dem Mittelmeer abzieht. Der Artikel erschien online am 14.10.2015 morgens um 06:13 Uhr. Hierbei handelt es sich um Sensationshascherei und vor allem um eine konstruierte Geschichte.

    AIDA Cruises hatte bereits vor einem Jahr mit dem letzten Katalog das Routing vorgestellt, aus dem ganz klar hervorgeht, dass im Mittelmeer in diesem Winter die Kapazitäten runtergefahren werden auf eigentlich ein Schiff. Man hat zum einen die Kapazitäten auf den Kanaren erhöht und zum anderen die Kapazitäten in der Karibik.



    AIDA Flotte / © AIDA Cruises

    AIDA Flotte / © AIDA Cruises



    Ostsee-Zeitung - Terrorgefahr / © Screenshot: http://www.ostsee-zeitung.de/Region-Rostock/Rostock/Wirtschaft/Terrorgefahr-und-wenig-Sonne-Aida-verlaesst-das-Mittelmeer

    Ostsee-Zeitung – Terrorgefahr / © Screenshot: http://www.ostsee-zeitung.de/Region-Rostock/Rostock/Wirtschaft/Terrorgefahr-und-wenig-Sonne-Aida-verlaesst-das-Mittelmeer

    Konstruierte Überschrift

    Die übermittelte Headline der Ostsee-Zeitung: „Terrorgefahr und wenig Sonne: Aida verlässt das Mittelmeer“ soll also in erster Linie Klicks bringen und Leser. Inhaltlich ist der Artikel mehr als schwach und eben auch falsch. Man suggeriert, dass AIDA Cruises vor Terroristen und deren Anschlägen flüchtet, was hier komplett falsch ist.

    Routen werden Jahre im voraus geplant

    Die Routenplanungen für den aktuellen Katalog fanden bereits vor mindestens 2 bis 3 Jahren, vielleicht auch 4 Jahren statt, daher gibt es in Fällen von Sicherheitsproblemen auch immer kurzfristige Routenänderungen, die man langfristig gar nicht berücksichtigen kann. Ein Schiff war für das Mittelmeer geplant, AIDAstella, welche ja bekanntlich AIDAprima ersetzt im Orient.

    Zu dem war mit AIDAprima ein Ganzjahres-Schiff im Nordland geplant, was es zu füllen galt, aus diesem Grund hat man auch bewusst die Kapazität aus dem Mittelmeer genommen um die Passagiere auf die AIDAprima zu lenken die ab Hamburg die Metropolenroute fährt beziehungsweise in der zweiten Planungsphase dann im Orient, wo jetzt AIDAstella die AIDAprima ersetzt. AIDAstella war ursprünglich für das westliche Mittelmeer geplant, wurde aber aufgrund des Ausfalls von AIDAprima in den Orient umgeroutet, dass geschah allerdings schon vor einigen Monaten und hat keinerlei Bezug zur aktuellen Situation.

    Nun fehlt in der Tat ein Schiff von AIDA Cruises in unseren Breitengraden und daher auch Kapazität, dass liegt aber nicht an den Terroranschlägen in Paris, der Terrorgefahr im Gesamten oder der Sicherheit in diversen Ländern, sondern einfach nur daran, dass Mitsubishi Industries die AIDAprima nicht fristgerecht geliefert hat und AIDA nicht wieder alle Pläne umwerfen konnte.

    Man spricht von den Reisewarnungen vom auswärtigen Amt nach Lybien und Algerien, ich müsste mich täuschen wenn AIDA jemals in einem lybischen oder algerischen Hafen gelegen hätte. Daher ist die Argumentation, dass potenzielle AIDA-Gäste unsicher wären wegen der Sicherheitslage, auch eher ein Versuch weitere Angst zu schüren.

    Richtig hingegen ist, dass die Gäste natürlich lieber Sonne haben, als ein dürftiges Wetter im Mittelmeer, aber auch das ist und war nicht der Grund für AIDA Cruises bereits vor Monaten und Jahren die Routenplanung so durchzuführen wie sie aktuell durchgeführt wird. Das war noch immer der Ausbau der Nordeuropa-Aktivitäten mit Ganzjahres-Schiffen.

     

     

     



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