Virus auf der AIDAaura: volles Bordkrankenhaus


    Auf der Adriakreuzfahrt der AIDAaura vom 11.05 – 18.05.2014 scheint es einen Virus an Bord gegeben zu haben. Ein Passagier der auf dieser Reise war, hatte sich dazu recht umfangreich auf einer Bewertungsplattform geäußert. Er sah die „unvergesslichen Momente“ von AIDA, aber nahm sie nicht so positiv auf wie sie AIDA gerne gesehen hätte. So berichtet er davon das zu Beginn alles in Ordnung war, es sei sauber gewesen, das Personal nett und freundlich wie immer.

    Am dritten Tag kamen dann die „unvergesslichen Momente“ als seine Tochter krank wurde und gebrochen hat. Man suchte das Bordhospital in der Nacht auf und stellte fest das dort laut seiner Aussage „eine unmenge an Passagieren“ mit gleichen Symptomen warteten. Die Anzahl soll sich stündlich erhöht haben von Passagieren die von einem Magen- und Darmvirus betroffen gewesen sein sollten. So seien die Passagiere sogar in Schlafanzügen vor dem AIDA Bordhospital erschienen. Er führt aus das man am Bordhospital überfordert gewesen sein soll und gibt an das bis zu 400 Passagiere betroffen gewesen sein sollen. Hier muss man natürlich sagen das der Bordfunk schon öfter mal utopische Zahlen vermeldet hat, eine offizielle Aussage hierzu gibt es nicht. Auch wenn der Verfasser des Berichts erwähnt das es sich wohl noch um mehr Passagiere gehandelt habe.



    AIDAaura / © AIDA Cruises

    AIDAaura / © AIDA Cruises



    Zwei Tage nach seiner Tochter, hatte der Virus dann auch seine Frau heimgesucht, er selbst war bis dahin nicht betroffen – er war dann laut eigener Aussage am Abreisetag dran. Die betroffenen Gäste durften ihre Kabinen nicht verlassen, entsprechend auch das Schiff im Hafen nicht. Die Landausflüge wurden kulant storniert und erstattet für die betroffenen Personen. Hierzu sollte man sich ein Attest vom Arzt besorgen – welches selbst zu zahlen war, berichtet der Verfasser.

    Das Fazit des Verfassers war, das er mehr Geld für das Bordhospital als für Unternehmungen und Freizeit ausgegeben hat. Er berichtet davon das am Ende der Reise in Triest große Rollen an Teppichböden entsorgt wurden, ebenso seien LKW´s aus Deutschland vor Ort gewesen die neue Matratzen an das Schiff transportiert haben sollen.

    Neben dieser Bewertung und weiteren Informationsquellen wie hier, oder hier wurde das Thema auch in den Social Networks angesprochen. Dort sind auch Zahlen von weit über 400 Passagieren kommuniziert worden, das die Crew nicht mehr in die Public Area durfte, außer jene die eben dort zu arbeiten haben und weitere nicht verifizierte Details.

    Letztlich ist kein Schiff vor dem Befall eines solchen Virus befreit, aber es wundert mich doch schon außerordentlich wieso die ganzen Qualitätsjournalisten sich immer auf Royal Caribbean, Norwegian Cruise Line und Co. einschießen wenn dort der Norovirus am wüten ist, aber wenn bei AIDA ein Virus im Umlauf ist schweigen sich alle aus. Ich hätte da ja meine ganz eigene Interpretation, aber wie sagte Opa immer so schön: „Manchmal ist es besser die Klappe zu halten…“

    Interessant fand ich die offensive Kommunikation von AIDA auf Nachfrage eines Gastes der sich über den Virus und eine Folgereise informierte auf Facebook (Link)

    Frage:

    AIDA Aura 10.5.-17.5.2014 Virusinfektion über 400 Gäste betroffen? Im Internetforum fand ich o. g. Info.
    Ist die Reise ab 15..06.2014 gefährdet?

    Antwort von AIDA:

    Hallo XXX, diese Meldung können wir nicht bestätigen. Wir haben uns extra für Sie nochmal an Bord erkundigt. Aktuell gibt es keine vermehrten Fälle von Erkrankungen. Seien Sie versichert, die Gesundheit unserer Gäste und Crew hat für AIDA Cruises stets oberste Priorität. Alle AIDA Schiffe unterliegen strengsten Hygienestandards. Unsere kontinuierlichen Kontrollen und Maßnahmen liegen weit über den an Land gültigen Vorschriften.

    Da jetzt auch nach der darauffolgenden Reise mehrfach von Gästen bestätigt wurde das es dort wohl „heiss“ herging, finde ich es schon spannend das man so antwortet. Etwas mehr Ehrlichkeit die von AIDA ja auch immer erwartet wird, hätte ich mir da schon erhofft. Aber stattdessen gibt es Textbausteine mit Standardfloskeln. Natürlich bezieht sich der Gast auf eine andere Reise, aber ein oder zwei Worte das nach dem Vorfall wieder alles ok sei hätten sicherlich auch nicht wehgetan.

    Immerhin hat mat man die beliebten Wasserspender in den Gängen abgeschaltet aufgrund des Virusbefalls an Bord. Darüber wurde sich natürlich entsprechend echauffiert, das Wasser ist ja auch so unheimlich teuer an Bord. :)

    Protipp: Immer schön die Hände waschen und desinfizieren. Ihr dürft auch gerne die anderen Passagiere darauf hinweisen. Wenn es im Zweifelsfall die Reedereien nicht aktiv tun, dann können die Passagiere sich da ja untereinander helfen. Ich glaube das niemand Spaß daran hat im Urlaub mehr vor und auf dem Topf zu verbringen als an Land, auf dem Pooldeck oder, oder, oder!

     

     

     

     



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