Reisebericht Queen Mary 2: August 2012 Southampton nach Hamburg


    Autor: Stefan S. – Schnupperkreuzfahrt Queen Mary2 vom 10.8-12.8.2012 | Tag1: Der Tag und die Vorfreude begannen gegen 6 Uhr, da wir ca 2 Std vor Abflug am Düsseldorfer Flughafen sein sollten. Leere Autobahnen, ein voller Koffer für 2 glanzvolle Abendessen, gute Laune und blauer Himmel, was wollte man mehr. Am Flughafen angekommen suchten wir uns erstmal den Schalter um unser Gepäck (einen Monsterkoffer voll) los zu werden. Freundliches Personal und immer mit einem Lächeln wurde unser Koffer dann auf die Reise geschickt.

    Im Duty Free noch schnell etwas Geld gelassen, gings anschließend zu einem Bistro. War doch etwas früher und schmerzloser von statten gegangen als vorher gedacht.



    Der Flug startete relativ pünktlich ohne große Aufreger. Turbolenzfrei und mit einer schönen Runde über das olympische London setzten wir auch schon nach ca 60min in London-Heathrow auf. Kaum zu glauben wie riesig das Areal dort ist. Etwas unbeholfen und nervös suchten wir dann die richtigen Wege in der Fremde. Aber auch dort das Bodenpersonal freundlich und hilfsbereit.

    Nachdem wir unseren „Monster“-Koffer wieder bei uns hatten ging es zum Ausgang wo wir schon von mehreren Mitarbeitern von Cunard empfangen wurden. Wir bekamen einen gelben Punkt aufs Hemd/Bluse um uns zuordnen zu können. Nach kurzer Sammelzeit ging es dann zum Bus ca 5 Gehminuten. Der Bus setzte sich auch zügigst in Bewegung, da man ja schließlich nach Southamton wollte. 2Std mit Stau und zähflüssigem Verkehr vergingen dennoch zügig, da man ja eine gewisse Vorfreude hatte. Im Hafenbereich von Southamton dann wieder Staus aber mit der Vorbeifahrt an der der AZURA und der ORANIA.

    Dann war es soweit, die Queen Mary2 tauchte auf. Erst das schöne Heck mit den verschiedenen Pooldecks und schließlich der komplette mächtige dunkle Rumpf. Ein Anblick der schon mächtig Eindruck hinterlässt. Hatten man doch des Öfteren in Hamburg am Hafen gestanden und gedacht: Nur einmal…

    Nun wurde uns dieser Traum erfüllt. Dank des einjährigen Jubiläums von Schiffe-und-Kreuzfahrten.de und deren Sonderverlosungen hatten wir das Glück, die richtige Frage zur richtigen Zeit beantwortet zu haben. DANKE hierfür nochmals an dieser Stelle. Ihr habt uns damit einen kleinen Traum erfüllt.

    Nun ging es über einen Rampenaufgang einer Lagerhalle, was weniger Prunkvoll war als zu erwarten, zum Check In. Hier waren ca 10 Doppelschalter an denen wir zügig und stressfrei abgefertigt wurden. Sinnvoll war hier, dass man uns sofort das Abrechnen über Kreditkarte anbot um am Ende der Reise nicht am Purser´s Point abrechnen zu müssen.

    Mit einem freundlichen Lächeln wiederum wurden wir auf dem Schiff begrüßt. Etwas unbeholfen weil alles neu für uns war wurde uns schnell der Weg gewiesen, zur Not auch eine deutschsprachige Mitarbeiterin hinzugeholt. Alles wunderbar beschrieben den richtigen Aufzug gefunden und auf Deck10 wieder raus. Und jetzt??? Hmm rechts oder links?? 100m recht oder links?? und schwups wieder ein freundlich lächelndes Crewmitglied der uns den Weg wies. Bis hierher wurde uns an jeder Stelle freundlich geholfen.

    Die Kabine gefunden mit der Nummer 10077 wurde das Monster irgenwie aufs Bett gewuchtet zum Auspacken. Extra für solche Koffermonster ist ein sinnvoller Schonbezug auf dem Bett, der am Abend wie von Geisterhand wieder verschwunden war.

    Und nun hieß es erst einmal Schiff erkunden, da für 16Uhr die Seenotrettungsübung angesetzt war.
    Was wir schon außen für groß und beeindruckend hielten wurde im Inneren dann auch bestätigt. Viel Prunk und very Britisch und in einer Art Oldstyle gehaltenen Ausstattung mit vielen Highlights
    von Deck zu Deck.

    Um 16 Uhr bat dann der Kapitano zur Rettungswestenunterweisung. Auch hier wieder freundliches und lächelndes Personal, die immer wieder die Hinweise wiederholten: BITTE DIE RETTUNGSWESTEN NICHT ANLEGEN. BITTE WARTEN BIS ZUM ENDE DER ANWEISUNGEN!!!. Und trotzdem fanden es diverse „Vielfahrer“ belustigend, sie trotzdem schon Siegessicher an zu haben. Naja das ganze dauerte nicht lange und es ging schnell zur Kabine. Wobei schnell dann relativ langsam war, weil Deck10 und jetzt?? rechts oder links??? keiner da. Hmpf also sinnlicher Weise den Deckplan eingesehen und schon waren die Westen weg und der Weg frei zum Pooldeck. Auslaufen war angesagt. Und so ging es dann auch gegen 16:30Uhr los.

    Aber was man vermisste war das Typhon der Queen… Naja später wurden wir dann einige Kilometer weiter doch noch geweckt. Das übliche Dreimal Signal geben und das ca 30m neben unseren Ohren. Danke Kapitän. Zum Glück wusste man spätestens zu diesem Zeitpunkt, dass das Luftdruckgräusch das Typhon ankündigt!!! (Die Queen Mary 2 ist mit insgesamt vier Schiffshörnern ausgestattet. Zwei davon befinden sich an den Seiten des Schornsteins, zwei weitere am Mast und am Bug. Das Horn auf der Steuerbordseite des Schornsteins stammt von der Namensvorgängerin Queen Mary. Es handelt sich dabei um das Modell Tyfon 575 des schwedischen Herstellers Kockum Sonics, das ursprünglich mit Dampf betrieben wurde. Das zweite Exemplar am Schornstein ist ein Nachbau. Die Hörner sind etwa 2 Meter lang und werden mit 30 bar Druckluft aus der Starteinrichtung der Dieselmotoren betrieben. Sie haben eine Reichweite von über zehn Meilen. Die Notation ist „A“ (55 Hz). Während das Schiff auf See ist, werden die Hörner täglich um die Mittagszeit getestet.)

    Während dem Auslaufen wurden wir mit Abstand von der Oriana und etwas später auch von der AZURA verfolgt.

    So nu musste erstmal etwas Handfestes her für Leib und Seele. Im Kings Court befindet sich ein Buffet-Restaurant mit wechselnden Themen. Mal Sushi, mal Italienisch oder typisch amerikanisch.

    Satt wurde man immer. Egal wo. Nach weiteren Erkundungen des Schiffs musste man doch feststellen, dass schon Zeit war zum Umziehen. Gegen 18 Uhr machten wir uns über einige Umwege auf den Weg zur Kabine. Da um 18:30Uhr die erste Raubtierfütterung starten sollte kamen uns die ersten „elegant“ gekleideten Herrschaften entgegen. A

    n dummen Kommentaren kamen wir in den Kabinengängen dann auch nicht vorbei. So äußerte sich eine „Dame“ doch sehr brüskiert, dass wir nach 18 Uhr doch tatsächlich noch in Jeans übers Schiff gingen. Wir konnten Sie beruhigen, wir waren auf dem Weg zum Umziehen. Schmeckte uns ja schon, tagsüber hielt die „Dame“ ihre Falten unbekleidet in die Sonne, aber abends dann auf Chic und vornehm. Naja zum Glück waren noch ein paar Hundert andere Gäste an Bord. Gegen 20:15Uhr gingen wir dann auch „gestylt“ Richtung Britannia Restaurant. Nach einem freundlichen GUTEN ABEND and Welcome wurden wir zu unserem Tisch geleitet, die Serviette wurde uns vorgelegt und ein Glas Eiswasser eingeschenkt. Der für unseren Tisch zuständige Getränkefachberater empfahl uns einen Wein. Hmm lecker Tröpfchen dachte ich noch so, als einer unserer Tischnachbarn um ein Winemenü bat. Nach seiner Auswahl konnte ich es mir nicht nehmen lassen, dann doch mal zu schauen, was uns der gute Mann denn so verkauft hat. MAN LERNE: LASSE DIR DIE KARTE GEBEN BEVOR DU BESTELLST!!!! – Diese Lehre hat mich nun $101 gekostet. Aber lecker war er…

    Die 5 Gänge waren sehr vornehm angerichtet, wobei man dachte, wovon soll man satt werden. ABER man wurde satt. Leider habe ich nach dem Jeans Anrantzer vorher vorsichtshalber die Kamera nicht mitgenommen. Gegen 22:30 waren wir dann raus und dank netter Tischnachbarn auch gut unterhalten. Da der Tag um 6 Uhr begann, war an Unterhaltungsprogarmm um die Zeit nicht mehr zu denken. Unser Kingsize-Bett war uns da sehr willkommen. Das Bett war aufgeschlagen, der Schonbezug weg und ein Betthupferl lag auch bereit. Na denn, Gute Nacht Tag1….
    .
    Der zweite Tag begann Wettertechnisch leider nicht sooooo schön wie der letzte, aber das war auch gut so. Denn nach dem sehr guten Frühstück im Kings Court Buffet-Restaurant, da uns im Britannia- Restaurant das chi chi mit A-La-Card Bestellung nicht wirklich ansprach und wir lieber in JEANS Frühstücken wollten, konnte man angenehm die Deckrunden drehen um die Leckereien des Vortages nicht allzu sehr ansetzen zu lassen. Gegen Mittag erklang dann wiedermal das Typhon. 12Uhr und Zeitumstellung auf unsere gute deutsche Zeit und schon war eine Stunde weg, mal eben so. Nach dem Mittagessen im Kings Court Buffet-Restaurant wollte meine bessere Hälfte mal etwas auf dem Pooldeck Augenpflege betreiben. Bitteschön, kann sie haben und ich ab auf Entdeckertour die zweite!!! Auf der Queen Mary2 ist für jeden etwas geboten. Sei es das Casino für Zocker, Lesebereich mit und ohne Musik, Bars oder ein Bereich für Brettspiele und Puzzels für Jung und Alt. Bars mit Live Musik, Fitness-Wellness-Spa Bereiche, Shops für den gehobenen Geldbeutel. Ein chickes Theater das „Royal Court Theater“ für ca 1000 Gäste, einen Winter Garden etc….

    Das Illumination, das Planetarium war wohl defekt oder halt außer Betrieb, schade denn darauf hatte ich mich schon etwas gefreut. Naja bei dem Angebot auf dem Schiff war das auch schnell vergessen. Die Hauptgänge zur Grand Lobby sind geziert mit Wandtafeln von ca 3x5m großen Holzschnitzbildern. Zum einen mit den 4 Jahreszeiten, zum anderen mit Kontinent Darstellungen.

    Am Vormittag fielen mir einige hektische Deutsche auf, was wohl mit der Anwesenheit von Birgit Schrowange und Reiner Calmund zusammenhing. Es gab wohl eine Diskussionsrunde der beiden und eine Autogrammstunde bzw Signierstunde von „Calli“, der sein Buch promotete…
    Als er dann auch noch am Nachmittag auf dem Pooldeck erschien zu einem Interview konnte auch ich nicht den Finger von der Kamera lassen. Naja mehr als ein Foto wurde es dann auch nicht.

    So ging der Tag denn seinem Highlight entgegen, dem festlichen Dinner. Aber bis dahin habe auch ich mal die Liege getestet und die Bar mit Calli geteilt. Ohne Smalltalk, da ich Sonne, blauen Himmel und die Liege neben meiner besseren Hälfte bevorzugte.

    Nachdem wir uns zurecht gemacht hatten flanierten wir zum Aufzug und danach zum Britannia-Restaurant. Nach dem eingießen des Eiswassers kam der Herr des Weines um zu empfehlen, aber ich hatte ja gelernt und bat um das Winemenü. Und siehe da, es ging auch „günstig“ und ohne Flaschenzwang. Nach wiedermal 5 Gängen und netter Unterhaltung ging es dann ins Royal Court Theater zur Show „Singers in Concert“. Da ich schon am Nachmittag bei der Generalprobe vorbei geschaut hatte, konnte es nur gut werden und unseren Erwartungen wurde Folge geleistet. Nach der Show hieß es allerdings nicht mehr Party machen, so wie es ein Moderator vorschlug, sondern ab auf die Kabine, Koffer packen. Denn die wurden bis Mitternacht abgeholt um am Morgen in der Gepäckhalle in Hamburg aufgereiht zu werden. So ging dann unser Monster kurz vor Mitternacht vor die Türe.

    Ernüchternd der Sonntagmorgen. Keine Zeit für Glanz und Gloria, 6 Uhr Wecker, um 7 Uhr beim Frühstück und um 8 Uhr waren wir schon von Bord, da das Schiff Deckweise den Checkout durchlief. 8:30Uhr fuhr dann auch der Bus zum Hamburger Hbf. Am Sonntagmorgen 8:40Uhr war unser Traum von der Queen Mary2 vorbei und wir wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück.

    Nach einem sonnigen Vormittag mit noch einigen Stops in Hamburg und Mittagessen bei Schweinske im Hauptbahnhof ging um 14:46Uhr unser Zug in die Heimat. Wenn ich nun noch die Rechnung von Cunard bekomme werde ich endgültig wieder in der Realität ankommen.

    Mein Fazit: Ein schönes Schiff mit viel Pump und Glemmer, top Service und viele Angebote. Für eine etwas finanzstärkere Passagiergruppe gedacht und gemacht, für besondere Anlässe ein schöner Rahmen, schöner Oldstyle mit der moderne der Technik verbunden. Wir haben es gesehen und genossen, ob wir wiederholen…. we will see…

    © Autor: Stefan S. – Schnupperkreuzfahrt Queen Mary2 vom 10.8-12.8.2012




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