MS Deutschland Reisebericht: von Hamburg nach Esbjerg und Sylt


    MS Deutschland – Kurzreise 440 – Hamburg-Esbjerg-Sylt-Hamburg – oder auch „Traumreise auf dem Traumschiff“ von Rotina Mihai

    Donnerstag, 12. Juni 2014 – Anreise Wien-Hamburg, Einschiffung Hamburg
    Die zeitige Anreise von Wien nach Hamburg mit Austrian Airlines verläuft problemlos und nach Plan. Mit einem im Vorhinein online gekauften 9-Uhr-Gruppenticket für die öffentliche Verkehrsmittel fahren wir – das sind meine Tante Elisabeth und meine Mama Gertrude sowie meine Wenigkeit – mit der S1 vom Flughafen zum Hamburger Hauptbahnhof, um dort unsere Koffer in den Gepäckschließfächern zu verstauen. Nachdem auch dies erledigt ist, geht es weiter zum Hamburger Hafen, wo wir mit der Fähre 62 Richtung Finkenwerder bereits das erste Mal „unsere“ Deutschland im Cruise Center Altona wiedersehen.



    MS Deutschland am Kreuzfahrtterminal in Hamburg

    MS Deutschland am Kreuzfahrtterminal in Hamburg



    Nachdem wir bereits im August 2013 bei unserer ersten Kurzreise, die uns damals von Travemünde über Wismar nach Kopenhagen und wieder zurück nach Travemünde führte, wirklich schwer begeistert vom Traumschiff waren, steht dieses Mal die Route Hamburg-Esbjerg-Sylt-Hamburg auf dem Programm.

    Erfreulicherweise hatten wir in den per Post zugesandten Reiseunterlagen entdeckt, dass wir auch bei unserer zweiten Kreuzfahrt wieder ein (kostenfreies) Upgrade unserer Außenkabine von Deck 4 auf Deck 5 erhalten hatten.

    Aber nun wieder zurück zur eigentlichen Reise.
    Gestärkt von Hamburger Spezialitäten im Restaurant Hoppe und einem Spaziergang beim Museumshafen Övelgönne fahren wir mit der Fähre und der S-Bahn zurück zum Hauptbahnhof, um unsere verwahrten Koffer von dort abzuholen und auch gleichzeitig den Shuttle zum Schiff wahrzunehmen.

    Obwohl wir rechtzeitig vor Ort sind, kann uns leider der restlos überfüllte Shuttlebus nicht mehr aufnehmen. So müssen wir eine weitere geschlagene halbe Stunde am nicht sehr attraktiven Hauptbahnhofbereich warten. Als dann der nächste Shuttlebus ebenfalls ohne uns abfahren will, reicht es meiner mittlerweile sehr angespannten Tante, denn sie will keine weitere halbe Stunde (es wären dann insgesamt 1,5 Stunden gewesen!) mehr warten, nur weil egoistische Alleinreisende nicht einen, sondern zwei Plätze beanspruchen. So bekommen wir nach einer kurzen Diskussion doch noch die letzten drei freien Plätze im Shuttlebus. Dies ist aber auch die einzige Beanstandung während dieser Reise!

    Endlich beim Schiff angekommen, checken wir rasch ein und stoßen mit einem Glas Champagner auf unsere gemeinsame Reise an.
    Da die Koffer bereits vor der Kabine stehen, packen wir schnell aus, stellen die leeren Koffer für die Verwahrung während der Reise wieder vor die Kabine und bereiten uns für die Seenotrettungsübung vor (wieder mal fehlt die dritte Rettungsweste, aber ich erhalte eine dann auf dem Weg zum Rettungsboot). Das Ablegen aus Hamburg beobachten wir im Außenbereich vom „Alten Fritz“ am Heck bei einem weiteren Glas Champagner und der aus dem Fernsehen bekannten Traumschiff-Melodie. Wie schon beim ersten Mal ein sehr sentimentaler Moment bei meinen beiden Damen.

    Wir sind wieder auf dem Traumschiff zuhause!

    Nach dem obligatorischen Außenrundgang übers Schiff gehen wir uns fürs Abendessen im Restaurant Berlin umziehen.

    Nach einem hervorragenden, mehrgängigen Menü ist es nach 22.00 Uhr draußen noch immer hell. Da meine heuer 70ig Jahre alt gewordene Tante dies bisher noch nie zuvor erlebt hat, bleibt sie solange am Außendeck bis die Sonne endlich untergegangen ist. Gottseidank sind wir nicht noch nördlicher unterwegs … sonst würde sie nach Mitternacht noch immer munter sein.

    Freitag, 13. Juni 2014 – Esbjerg/Dänemark

    Nach einer trotz leichtem Wellengang angenehmen Nacht in unserer Dreierkabine stehen wir gemütlich auf und gehen wieder ins Restaurant Berlin zum Frühstück.
    Da es regnet, bleiben wir an Bord und erkunden das Schiffsinnere.

    Auf der MS Deutschland findet man 150 Kunstwerke und viele wunderschöne Ecken und Bereiche, wo man herrlich relaxen kann, zB die inkludierte Sauna am Heck und der Wellnessbereich auf Deck 3; nur diverse Behandlungen sind kostenpflichtig.

    Nach einem kleinen Mittagshappen beginnt unser, über die Reederei Deilmann gebuchter Ausflug nach Ribe, in die älteste Stadt Dänemarks, leider bei durchzogenem Wetter.

    Mit einem bequemen, modernen Reisebus, wo wir einen Platz mit einem Tisch für 4 Personen ergattern, fahren wir ca. 30 min. von Esbjerg nach Ribe, wo uns die deutschsprachige Reiseleiterin aus Dänemark bereits etwas über den Ausflug, über Ribe und Dänemark im Allgemeinen erzählt.

    Unser erster Stopp ist das Wikingermuseum, welches wir selbstständig erkunden und eine Kaffeepause machen können. Zu Fuß geht es dann über die älteste Straße von Ribe und einen sehr idyllischen Park ins Stadtzentrum, wo wir verschiedene alte Backstein-/Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter, einige Innenhöfe und den Dom zu Ribe besichtigen. Über den alten Hafen und sehr romantische Straßenzeilen geht es zurück zum Busparkplatz. Leider sind die 4 Stunden vom Ausflug auch schon wieder vorbei. Schade, Ribe ist eine entzückende Kleinstadt, die man sich unbedingt anschauen sollte, falls man in der Nähe sein sollte.

    Zurück an Bord relaxen wir ein bisschen bis zum Abendessen, welches wir wieder im Restaurant Berlin einnehmen. Unsere österreichische Kellnerin weiß bereits, was wir trinken und bringt uns einen österreichischen Weißwein aus dem Burgenland.

    Heute Abend steht nicht nur die Welcome-Show im Kaisersaal auf dem Programm, wo sich Kapitän Andreas Greulich und auch alle Offiziere ihren Gästen vorstellen, sondern auch der Gala-Abend, der doch ein wenig anders als im Fernsehen ist, denn es gibt kein Captainsdinner, dafür aber die berühmte Eisparade.
    Ein Foto mit dem Kapitän ist natürlich auch Pflicht für meine Damen.

    Anschließend lassen wir im windgeschützten und mit Deckenheizstrahlern versehenen Bereich vom „Alten Fritz“ am Heck diesen wunderschönen Tag Revue passieren.

    Samstag, 14. Juni 2014 – List/Sylt
    Heute steht Sylt als Reise-Highlight (zumindest für uns) auf dem Programm.

    MS Deutschland auf Reede vor Sylt

    MS Deutschland auf Reede vor Sylt

    Wir haben uns ja genau diese Reise ausgesucht, weil meine Damen immer schon mal nach Sylt wollten.
    Pünktlich bei Ankunft erwartet uns nicht nur das Tenderboot für das Übersetzen zum wieder über die Reederei gebuchten Ganztagesausflug, sondern auch die Sonne. Herrlichstes Juniwetter auf Sylt!

    Mit dem Reisebus geht es von ganz im Norden über die komplette Insel bis ganz in den Süden. Dabei erfahren wir Interessantes über diese wunderschöne Insel, besichtigen eine Kirche, fahren an den ältesten Häusern von Sylt sowie an den teuersten Häusern in Kampen vorbei, lernen Westerland und Hörnum kennen und halten auch am roten Kliff mit herrlichem Ausblick auf die Nordsee und dem weißen Strand mit den berühmten Strandkörben.
    Der allerdings spannendste Moment für uns ist der Besuch der Sylter Royal-Austernfarm der Familie Dittmeyer, denn bisher hat nur meine Tante schon mal Austern gegessen. Nur so viel dazu: ja, ich mag seither Austern, aber okay, viel frischer als dort kriegt man diese ja gar nicht, vor allem nicht bei uns in Österreich.

    Zurück an Bord bereiten wir uns für eine Informationsveranstaltung im Kaisersaal mit Häppchen und Champagner vor, bei der Kapitän Andreas Greulich u.a. über die nautischen Details auf dieser Reise informiert. Danach gehen wir wieder ins Restaurant Berlin zum Abendessen und genießen danach unseren letzten Abend an Bord im Außenbereich vom „Alten Fritz“ bzw. packen wieder unsere Koffer zusammen.

    In der letzten Nacht vor dem Ausschiffen in Hamburg kreuzt bzw. „rollt“ das Schiff wieder durch die Wellen, so werden wir sanft in unseren Schlaf gewiegt.

    Sonntag, 15. Juni 2014 – Ausschiffung Hamburg, Heimreise nach Wien
    Nach dem Frühstück verlassen wir wehmütig, aber mit einem lieben Abschiedsgruß von der österreichischen Kreuzfahrtdirektorin unser zeitlich limitiertes Zuhause auf der „MS Deutschland“ – wir kommen wieder, bereits Ende Mai 2015 – dann geht’s von Civitavecchia über Korsika an die Cote d’Azur nach St. Tropez, Monaco und Nizza.

    Den restlichen Tag in Hamburg verbringen wir nach dem Kofferverstauen am Hauptbahnhof mit einem kleinen Rundgang durch das Hamburger Rathaus, einem Spaziergang am Jungfernsteg/in den Esplanaden, an der Binnenalster inkl. 2-stündiger Kanalfahrt und einem kurzen Treffen mit einer ehemaligen Schulfreundin von mir, die uns dann zum Hauptbahnhof bringt. Von dort aus geht es dann wieder mit der S1 zum Flughafen, wo wir pünktlich um 19:50 Uhr wieder mit der Austrian Airlines zurück nach Wien fliegen.

    Immer eine Handbreit Wasser unter’m Kiel … „unserer“ Deutschland!

    Bilder vom Schiff:




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