Die deutschen Seenotretter (DGzRS) erhält 10-Euro Gedenkmünze


    Bundesregierung beschließt Zehn-Euro-Gedenkmünze zum Jubiläum der Seenotretter – 150 Jahre DGzRS – Die Bundesregierung hat am Mittwoch, 20. August 2014, beschlossen, eine Zehn-Euro-Gedenkmünze zum 150-jährigen Bestehen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im kommenden Jahr prägen zu lassen und auszugeben. Damit ehrt die Bundesrepublik Deutschland die unabhängige, eigenverantwortliche und rein spendenfinanzierte Arbeit der Seenotretter seit anderthalb Jahrhunderten auf See.

    In seiner Sitzung vom 20. August hat das Bundeskabinett die Ausgabe der Münze für den Jubiläumsmonat der Seenotretter beschlossen: Die Sonderprägung soll ab 7. Mai 2015 erhältlich sein. Am 29. Mai 2015 begeht die DGzRS ihren 150. Geburtstag mit Festakt und Taufe eines neuen Seenotrettungsbootes in Bremen (mehr Informationen: www.150-jahre-seenotretter.de).



    Mit dieser Zehn-Euro-Gedenkmünze würdigt die Bundesrepublik Deutschland das 150-jährige Bestehen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Foto: BADV; Künstler: Jochen Dimanski, Halle (Saale)

    Mit dieser Zehn-Euro-Gedenkmünze würdigt die Bundesrepublik Deutschland das 150-jährige Bestehen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Foto: BADV; Künstler: Jochen Dimanski, Halle (Saale)



    „Diese Münze würdigt die lange bewegte und bewegende Geschichte einer Gesellschaft, deren Rettungsmänner und -frauen immer dann zum Einsatz kommen, wenn auf Nord- und Ostsee Menschen in Gefahr sind“, heißt es anerkennend in einer entsprechenden Mitteilung des Bundesfinanzministeriums.

    Motiv der Gedenkmünze ist das bekannte, Rettung verheißende Hansekreuz der Seenotretter. In Rot und Weiß ist es an den Aufbauten der Rettungseinheiten weithin sichtbar und zudem in Form der offiziellen Dienstflagge der DGzRS an Bord dauerhaft gesetzt, um die ständige Einsatzbereitschaft der Rettungsflotte rund um die Uhr und bei jedem Wetter zu dokumentieren.

    Auf der Bildseite der Münze verschmilzt das Hansekreuz mit einem Bootsrumpf zu einer Einheit. Der Entwurf stammt von dem Künstler Joachim Dimanski aus Halle (Saale). In der Begründung der Jury für die Entscheidung heißt es: „Der Entwurf überzeugt durch eine sehr klare Gestaltung, sowohl die formale Komposition als auch die inhaltliche Aussage betreffend. Auf der Bildseite verschmelzen Hansekreuz und Rettungsboot zu einer Einheit, die, leicht angeschnitten im Münzgrund, zu einer strengen, fast abstrakten Gestalt wird. Dennoch bleiben die Kernsymbole der Rettung – Schiff und Hansekreuz – klar erkennbar.“

    Die Wertseite der Münze zeigt einen Adler, den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, Wertziffer und Wertbezeichnung, das Prägezeichen „J“ der Hamburgischen Münze, die Jahreszahl 2015 sowie die zwölf Europasterne. Der glatte Münzrand enthält in vertiefter Prägung die Inschrift: „FREIWILLIG • UNABHÄNGIG • SPENDENFINANZIERT“.

    Die Gedenkmünze ist innerhalb Deutschlands gesetzliches Zahlungsmittel. Sie soll in zwei Prägequalitäten und Legierungen geprägt werden: Die Münze in Stempelglanzqualität aus einer Kupfer-Nickel-Legierung (CuNi25) mit einem Gewicht von 14 Gramm wird ab 7. Mai 2015 in den Filialen der Bundesbank und in vielen Banken und Sparkassen zum Nennwert erhältlich sein. Die Ausführung in höherwertiger Spiegelglanzqualität aus einer Legierung von 625 Tausendteilen Silber und 375 Tausendteilen Kupfer mit einem Gewicht von 16 Gramm wird über die Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland zu beziehen sein. Ihr Ausgabepreis wird vom dann aktuellen Silberpreis abhängen.

    Die 1865 gegründete DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Ihre 180 fest angestellten und mehr als 800 freiwilligen Seenotretter fahren mit 60 Rettungseinheiten fahren Jahr für Jahr mehr als 2.000 Einsätze auf Nord- und Ostsee, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Die gesamte Arbeit der Seenotretter wird nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.



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