Fischer wurde von den Seenotrettern aus der Nordsee gerettet

Für zwei Fischer ist am Donnerstagabend, 3. April 2014, ihre Fangreise westlich des Eidersperrwerkes im Schlepp des Seenotrettungsbootes PAUL NEISSE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu Ende gegangen: Ihren manövrierunfähigen Kutter schleppten die freiwilligen Seenotretter der Station Eiderdamm sicher in den Hafen des Eidersperrwerkes. Fast zeitgleich verhinderte der Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP südlich der Nordseeinsel Borkum das Auflaufen eines Fischkutters – ebenfalls mit zwei Fischern an Bord.

Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte die freiwilligen Seenotretter der Station Eiderdamm gegen 16.30 Uhr: Der Krabbenkutter „Atlantik“ (Heimathafen Tönning) trieb manövrierunfähig etwa zehn Seemeilen (rund 18,5 Kilometer) westlich des Eidersperrwerkes – ein Tampen hatte sich im Propeller verfangen. Der Kutter drohte mit zwei Fischern an Bord bei nordöstlichen Winden der Stärke fünf (bis 38 km/h) und einem Seegang von einem halben bis einem Meter auf eine Untiefe aufzulaufen.


Krabbenkutter im Schlepp / © DGZRS Krabbenkutter im Schlepp / © DGZRS


Bereits kurze Zeit später traf die PAUL NEISSE vor Ort ein. Dort hielt ein anderer Kutter die „Atlantik“ provisorisch auf Position, aber aufgrund seiner zu geringen Maschinenleistung konnte er die 16 Meter lange „Atlantik“ nicht in Schlepp nehmen. Für die nur zehn Meter lange PAUL NEISSE war dies dank ihrer leistungsstarken 320-PS-Maschine kein Problem: Nachdem die Seenotretter schnell und routiniert eine Leinenverbindung hergestellt hatten, brachten sie den Krabbenkutter sicher in den Hafen des Eidersperrwerkes.

Ebenfalls für zwei Fischer war der Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP/Station Borkum am Donnerstagabend im Einsatz. Bei der Rückfahrt von einem anderen Einsatz bemerkten die Seenotretter den manövrierunfähigen Fischkutter „Odysseus“ (Heimathafen Greetsiel), der etwa vier Seemeilen (rund 7,5 Kilometer) nördlich von Eemshaven auf die Untiefe Möwensteert zutrieb und aufzulaufen drohte.

Sofort setzte die ALFRIED KRUPP bei nordöstlichen Winden der Stärke vier (bis zu 28 km/h) und einem halben Meter Seegang ihr Tochterboot GLÜCKAUF aus, um den 17 Meter langen Kutter aus seiner misslichen Lage zu befreien. Die Seenotretter schleppten die „Odysseus“ aus der Gefahrenzone auf die östliche Seite der Fahrrinne. Dort war es den Fischern aufgrund der Wetterlage möglich, sicher zu ankern und den Schaden an der Maschine selbst zu reparieren.




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Über den Verfasser
Pascal
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