Kutter sinkt südlich von Fehmarn – Besatzung wohlauf


    Bei einem Schiffsuntergang sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonnabend, 11. Mai 2013, in der Ostsee im Einsatz gewesen: In der Nähe der Sagasbank südlich von Fehmarn sank ein ehemaliger Fischkutter im Schlepp eines Traditionsseglers – die Besatzung ist wohlauf. Zudem wurden in der Holnisenge der Flensburger Förde zwei Segler gerettet.

    Auf dem Seenotkreuzer HARRO KOEBKE/Station Sassnitz der DGzRS landet der Rettungshubschrauber „Christoph 47“, um einen Notarzt abzusetzen © DGzRS

    Auf dem Seenotkreuzer HARRO KOEBKE/Station Sassnitz der DGzRS landet der Rettungshubschrauber „Christoph 47“, um einen Notarzt abzusetzen © DGzRS



    Kurz nach 19.30 Uhr hatte die WERNER KUNTZE /Station Langballigau ein Notruf erreicht: Ein 5,5 Meter langes Segelboot aus dem dänischen Svendborg war in der Holnisenge in einer Gewitterböe gekentert. Die beiden dänischen Besatzungsmitglieder waren über Bord gestürzt. Die freiwilligen Seenotretter liefen sofort aus. Zwischenzeitlich hatten sich die beiden Segler auf die Seite ihres Schiffes retten können und wurden von einem in der Nähe fahrenden Motorboot aufgenommen. Am Einsatzort angekommen, nahmen die Seenotretter die leicht unterkühlten Dänen an Bord und versorgten sie mit trockener Kleidung. Aufgrund des stabilen Zustandes der Geretteten wurde der alarmierte Rettungshubschrauber nicht mehr benötigt. Den gekenterten Havaristen nahmen die Seenotretter auf den Haken und schleppten ihn in die dänische Marina Minde ein.



    Die Besatzung des Seenotkreuzers VORMANN JANTZEN /Station Großenbrode befreite den 27 Meter langen Traditionssegler „Hansine“ gegen 20.30 Uhr aus einer misslichen Lage: Er hatte eine Schleppleine in den Propeller bekommen und trieb manövrierunfähig in der Nähe der Sagasbank (sechs Seemeilen nordöstlich von Dahme). Zuvor hatte der Segler versucht, dem ausgemusterten Fischkutter „Anna“ zu helfen, der nicht mehr aus eigener Kraft fahren konnte und „Wasser machte“. Doch plötzlich erhöhte sich die eindringende Wassermenge sehr schnell und die 12 Meter lange „Anna“ begann zu sinken. Daraufhin kappte die vierköpfige Crew der „Hansine“ die Schleppleine und fischte die beiden von Bord gesprungenen Besatzungsmitglieder des Kutters aus dem Wasser. Diese waren wohlauf und benötigten keine ärztliche Hilfe.

    Als die VORMANN JANTZEN vor Ort eintraf, war der Fischkutter bereits gesunken. Den manövrierunfähigen Segler nahm der Seenotkreuzer längsseits und brachte ihn sicher in den Hafen von Burgstaaken auf Fehmarn. Die Unfallstelle wird gegenwärtig vom Bundespolizeiboot „Neustrelitz“ abgesichert.



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