Neuer Seenotkreuzer „Pidder Lüng“ auf Sylt getauft


    Die Seenotretter von der DGzRS haben am letzten Samstag ihren jüngsten Seenotkreuzer getauft. Die Pidder Lüng folgt auf die Minden und wurde von Fernanda de Sousa Dibaba getauft. Sie ist die Ehefrau eines ehrenamtlichen DGzRS-Botschafters. Die Pidder Lüng ist nicht nur auf Sylt getauft worden, sondern wird auch dort auf List fest stationiert sein. Das kleine Arbeitsboot an Bord der Pidder Lüng wurde auf den Namen Michel getauft von der Ehefrau des Listers Vormann Claus Dethlefs – Bärbel Dethlefs.

    Der neue Sylter Seenotkreuzer wurde wie alle Schiff durch Spenden finanziert. Allein der Wettbewerb „Reetdach gegen Reeperbahn!“ in dem die Hamburger gegen die Sylter Bevölkerung angetreten ist beim „Wettspenden“ hat eine Spendensumme von knapp 1,4 Millionen Euro eingebracht. Die Sylter haben den Wettbewerb im übrigen mit etwa 10.000 Euro Vorsprung für sich entscheiden können.



    Taufe der PIDDER-LÜNG auf Sylt / © DGzRS

    Taufe der PIDDER-LÜNG auf Sylt / © DGzRS



    Auch die Pidder Lüng ist auf der Fassmer Werft in Berne gebaut worden. Dort wurden zuletzt auch andere Seenotkreuzer und auch das Greenpeace Schiff Rainbow Warrior II gebaut. Die Fassmer Werft baut im übrigen auch Rettungsboote und Tenderboote für die Meyer Werft und deren Kreuzfahrt-Neubauten.

    Der jüngste Flottenzuchwachs ersetzt die in 1985 gebaute Minden die bis zuletzt ihren Dienst auf Sylt getan hat. Mit 22 Knoten werden ab sofort drei Mann der Seenotrettung unterwegs sein. Mit einem sehr geringen Tiefgang von nur 1,30 Metern kann die Pidder Lüng auch in flacheren Revieren eingesetzt werden wo zuvor immer die Beiboote genutzt werden mussten.

    Zu den Highlights an Bord gehört eine umfassende Ausrüstung für die medizinische Erstversorgung wie auch eine Feuerlöschpumpe mit einer Förderleistung von 2300 Litern pro Minute. Auch die Pidder Lüng besitzt die Fähigkeit binnen weniger Sekunden nach dem durchkentern wieder stabil im Wasser zu liegen. Dazu findet ihr hier ein Video:

    Die Pidder Lüng hat kein Wohndeck wie man es bisher von den Seenotkreuzern kannte. Die Besatzungen der 20-Meter-Klasse der DGzRS greift hier auf nahegelene Stationsgebäude zurück die unweit zu den Schiffen am Hafen liegen. Dazu wurde in List die DGzRS-Station umfangreich mit großem Anteil von eigener Arbeit umgebaut.

    Auch ist das Tochterboot „Michel“ nicht geschlossen wie auf anderen Seenotkreuzern, sondern offen. Das hat Platz und Gewichtsgründe und ist dem geringen Tiefgang geschuldet der als wichtiger erachtet wird als ein geschlossenes Beiboot. Der kleine Michel schafft es auf eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 55 km/h – das entspricht 30 Knoten.



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