Seenotretter im Weltall: Alexander Gerst zeigt Flagge für DGzRS


    Im Raumschiff für die Seenotretter Flagge gezeigt – Videobotschaft: ESA-Astronaut Alexander Gerst gratuliert zum DGzRS-Jubiläum

    Flagge zeigen für die DGzRS im Weltall: Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst hat das Zeichen der Seenotretter mit ins Weltall genommen.



    Wenn Anfang Juni 2015 Seenotretter aus aller Welt in Bremerhaven tagen, wird eine außergewöhnlich weit gereiste Flagge bei ihnen sein: Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst hat das besondere Stück Stoff mit dem bekannten rot-weißen Hansekreuz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit auf die Internationale Raumstation ISS genommen. Im Herbst kehrte er zur Erde zurück. In einer im All aufgezeichneten Videobotschaft grüßt er zum 150-jährigen Bestehen der deutschen Seenotretter ihre Jubiläumsgäste.

    ISS-Astronaut Alexander Gerst mit DGzRS-Flagge im All / © DGzRS

    ISS-Astronaut Alexander Gerst mit DGzRS-Flagge im All / © DGzRS



    Ein Jahr vor dem 150. Geburtstag der DGzRS startete Gerst Ende Mai 2014 zur ISS. Im Gepäck hatte er ein Stückchen Stoff mit dem Logo der Seenotretter – als Symbol für ihre Arbeit über Grenzen hinweg. Damit zeigte er im Weltall Flagge für die DGzRS, während er in mehr als 400 Kilometern Höhe im Raumschiff über das Einsatzgebiet der Seenotretter-Schiffe hinwegflog.
    Astronauten und Seenotretter verbindet einiges: Satelliten helfen den Seenotrettern dabei, Schiffe in Not zu finden und Schiffbrüchige zu retten. Und nicht zuletzt musste Alexander Gerst vor seinem Abflug ein Überleben-auf-See-Training für den Fall absolvieren, dass seine Raumkapsel bei der Rückkehr zur Erde im Meer landet.

    „Genau wie Astronauten sind Seenotretter für Extremsituationen ausgebildet. Auf meine Mission habe ich mich sehr gut vorbereitet. Die Seenotretter bereiten sich ebenso sorgfältig auf ihre oft gefahrvollen Einsätze vor. Deshalb habe ich großen Respekt vor der Arbeit der Seenotretter. Besonders beeindruckt mich, dass ihre gesamte Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge finanziert wird“, sagt Gerst. Sein Jubiläumswunsch: „Den Seenotrettern wünsche ich vor allem das, was auch wir Astronauten uns gegenseitig wünschen: stets eine sichere Heimkehr!“ Die vollständige Videobotschaft ist zu sehen unter www.seenotretter.de/weltraumflagge.

    Erst zum zweiten Mal in der 150-jährigen Geschichte der DGzRS tagen in diesem Jahr Seenotretter aus aller Welt in Deutschland. Der alle vier Jahre stattfindende World Maritime Rescue Congress (WMRC) der International Maritime Rescue Federation (IMRF) schließt sich vom 1. bis 4. Juni 2015 in Bremerhaven direkt an die Jubiläumsfeierlichkeiten der DGzRS an. Mehr Informationen: www.150-jahre-seenotretter.de und www.international-maritime-rescue.org.

    Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. 180 fest angestellte und rund 800 freiwillige Seenotretter fahren Jahr für Jahr mehr als 2.000 Einsätze. Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen fast 82.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr des Rettungswerkes ist der Bundespräsident.



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