Seenotretter kommen brennender Yacht zu Hilfe


    Die Seenotretter der DGzRS kamen gestern einer brennenden Yacht beim Flügger Leuchtturm zu Hilfe. Dabei konnte Sie den Skipper der Yacht schnell in Sicherheit bringen. Nach der Rettung begannen die Seenotretter der DGzRS mit dem löschen der brennende Yacht.



    Tochterboot CHRISTIAN des Seenotkreuzers HERMANN RUDOLF MEYER der DGzRS bei der internationalen Seenotrettungsübung „Baltic SAREX“ in der Ostsee vor Bornholm auf dem Weg zu einem „Havaristen“, dargestellt von einem dänischen Mehrzweckschiff © DGzRS

    Tochterboot CHRISTIAN des Seenotkreuzers HERMANN RUDOLF MEYER der DGzRS bei der internationalen Seenotrettungsübung „Baltic SAREX“ in der Ostsee vor Bornholm auf dem Weg zu einem „Havaristen“, dargestellt von einem dänischen Mehrzweckschiff © DGzRS



    Gegen 13 Uhr hörte die Seenotleitung Bremen der DGzRS auf dem internationalen Sprechfunknot- und Anrufkanal 16 den Notruf. Nachdem eine elfeinhalb Meter lange Segelyacht etwa zehn Seemeilen westlich des Flügger Leuchtturms in Brand geraten war, hatte der Skipper seine Rettungsinsel bestiegen. Eine zweite Yacht in der Nähe hörte den Notruf mit. Sie nahm den Skipper der Yacht aus der Rettungsinsel zunächst auf. Weitere Menschen waren nicht an Bord des Havaristen.

    Die Seenotleitung Bremen der DGzRS alarmierte die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes HEILIGENHAFEN der gleichnamigen Station und den Seenotkreuzer BERLIN/Station Laboe. Ganz in der Nähe des Unglücksortes befand sich ein Schießgebiet-Sicherungsboot der Marine. Es traf als erstes beim Havaristen ein und begann mit der Brandbekämpfung. Kurz nach dem Eintreffen konnte die Besatzung der HEILIGENHAFEN den Skipper der Yacht an Bord nehmen. Die Seenotretter brachten den Mann nach Heiligenhafen und übergaben ihn an einen Rettungswagen, der ihn zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus fuhr.

    Der Seenotkreuzer BERLIN übernahm mit ihrer leistungsstarken Feuerlöschanlage die Brandbekämpfung. Vor Ort waren ferner noch ein Zoll- und ein Wasserschutzpolizeiboot sowie ein Tonnenleger. Das Tochterboot STEPPKE der BERLIN nahm die Segelyacht zunächst auf den Haken, musste die Schleppreise aber unterbrechen, weil der Brand an Bord wieder aufflammte. Der Seenotkreuzer löschte entsprechend nach. Die Yacht soll nach Heiligenhafen gebracht werden. Die dortige Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

    Zur Unfallzeit herrschten in der Hohwachter Bucht schwache nordwestliche Winde um drei Beaufort und gute Sicht.



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