Ehepaar von Bord geworfen wegen Seenotrettungsübung


    Ein älteres Ehepaar, Er 90 und Sie 84 Jahre alt wurden von dem Luxusschiff „Seabourn Sojourn“ am Samstag vor dem Auslaufen auf die Strasse gesetzt, nachdem die Frau sich weigerte, an der obligatorischen Sicherheitseinweisung (Seenotrettungsübung) teilzunehmen die vor dem Auslaufen stattfindet. Die Gäste der Kabine 627 wurden nach mehrmaligem Aufruf von der Besatzung an der Pier abgesetzt und das Schiff lief ohne die beiden Gäste auf die 12 Tage Kreuzfahrt aus. 

    Seabourn Sojourn / © Seabourn

    Seabourn Sojourn / © Seabourn



    Der Kapitän hat wohl vor dem Musterdrill angekündigt alle Gäste die nicht an der Seenotrettungsübung teilnehmen wieder von Bord zu schicken, das Ehepaar nahm die Drohung wohl nicht ernst und der Kapitän hat sein Versprechen eingelöst, das Ehepaar steht jetzt entweder 12 Tage an der Pier in Lissabon oder sind nun wieder Zuhause, dort ist keine Seenotrettungsübung notwendig und wenn sie ihre Miete bezahlt haben dürfen sie da auch sicher bleiben. ;) Der alten Dame ging es laut eigener Aussage nicht gut, dann ist so ein Kreuzfahrtschiff vielleicht auch nicht der sinnvollste Platz wenn man medizinische Hilfe benötigt und bei der Einschiffung gesundheitliche Probleme hat. Zudem waren sie über mehrere Kreuzfahrten an Bord und waren der Meinung das eine einmalige Seenotrettungsübung ausreichend ist, das ist es aber nicht da bei jeder neuen Abfahrt einer Kreuzfahrt mit Passagierwechsel eine SNRÜ mitgemacht werden muss.



    Das ist bereits der zweite Verweis von einem Kreuzfahrtschiff durch einen Kapitän der Gäste vom Schiff verwiesen hat weil die Pasagiere sich weigerten an der Rettungsübung teilzunehmen die laut IMO Pflicht für jeden Gast ist.

    Der erste Verweis wurde von einem Kapitän der Holland America Line ausgesprochen im Februar 2012 kurz nach dem Unglück der Costa Concordia im Januar 2012.




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