„NABU Kreuzfahrt Ranking 2017“ – Die Willkür ist zurück!

Der NABU hat mal wieder zugeschlagen. Mir ist heute das Kreuzfahrt-Ranking 2017 vor die Nase gefallen, welches am morgigen Dienstag (05.09.2017) in Hamburg erst präsentiert wird. Ich musste erst laut lachen, dann wollte ich weinen. Es ist unglaublich, wie willkürlich und sinnlos die Schiffe da untereinander gelistet werden, in der Aufstellung der vermeintlich saubersten Kreuzfahrtschiffe.

Der Nabu provoziert die Kreuzfahrtwelt schon seit Jahren. Angefangen hatte seinerzeit alles mit der Kampagne „Mir stinkts – Kreuzfahrtschiffe sauber machen“. Bei der Kampagne die mitunter von Lucienne Damm die heute bei TUI Cruises arbeitet arrangiert wurde, hatte man korrekterweise daraufhin gewiesen, dass Kreuzfahrtschiffe Dreck machen. Allerdings in einer polarisierenden, lächerlichen Art und Weise, das man irgendwann jede Achtung vor dem Nabu verlieren musste, anders ging es nicht, auch wenn die Message im Kern schon richtig ist.


Der Nabu hat begonnen, jährlich ein Ranking aufzustellen mit den saubersten Kreuzfahrtschiffen. Allerdings ist es absolut nicht nachzuvollziehen, anhand welcher Fakten das passiert. Denn beispielsweise wurde die AIDAprima im letzten Jahr mit drei Schrauben noch groß gefeiert – in meinen Augen zurecht, da sie in allen Häfen mit LNG versorgt wird. Dieses Jahr, es hat sich nichts an den Gegebenheiten verändert, hat sie nur noch eine Schraube und ist auf dem Papier dreckiger als die „neue“ Mein Schiff Flotte, die Mein Schiff 3, Mein Schiff 4, Mein Schiff 5 und Mein Schiff 6.

Ebenso ist die Europa 2 jetzt sauberer als das Schiff, welches in der kompletten Woche mit LNG versorgt wird in all den Häfen die angelaufen werden. Dicht gefolgt von den alten Schiffe „MS Bremen“, „MS Hanseatic“ und „MS Europa“ von Hapag Lloyd Cruises mit einer halben Schiffsschraube. Die Schiffe wissen nicht mal mehr was Abgasreinigung ist – demnach haben sie auch keine, sollen aber sauberer sein, als einige Neubauten, die danach erst aufgelistet werden.

(Update: Der NABU rankt die drei Schiffe besser, weil siekein Schweröl in der Arktis einsetzen, an anderen Stellen dann aber doch auf Schweröl nicht verzichten. In der Arktis mischen viele Schiffe Gasoil dem Schweröl unter, da bei den geringen Wassertemperaturen das Aufheizen des Schweröls auf Betriebstemperatur gar nicht so einfach ist. Kann also durchaus auch eine Reaktion darauf sein, habe auch keine Idee wer und ob das kontrolliert wird, was da verbrannt wird. Im übrigen sind die Schiffe von Hapag Lloyd Cruises, nicht die meiste Zeit im Jahr in der Arktis, so dass man da vielleicht darauf abzielen könnte.)

Wie man darauf kommt, das würde ich gerne mal wissen. (Update: Unten ist die Nabu Argumentation zu finden.) Auch wieso Schiffe von 2016 auf 2017 sämtliche Plätze im Ranking verlieren ist absolut nicht nachzuvollziehen. Es hat sich bei den ganzen Gegebenheiten nichts verändert, aber die Schiffe wurden nach hinten durchgereicht, während andere nach vorne geschoben wurden.

Die Costa Diadema ist ein junger Neubau, die MS Koningsdam ist ein Neubau, die MSC Meraviglia ist ein Neubau, die P&O Britannia ist ein Neubau, die Le Lyrial ist ein Neubau, die Silver Muse – alle sollen dreckiger sein als die Schiffe von Hapag Lloyd Cruises, dem Schwesterunternehmen von TUI Cruises.

Genau da wo die ex-Initiatorin der ursprünglichen Nabu-Kampagne als „Umweltchefin“ sitzt, aber so gut wie nichts sinnvolles von dem umgesetzt hat, was sie zuvor gefordert hat. Zeit und Möglichkeiten gab es genug. Immerhin baut TUI Cruises seit Jahren neue Schiffe. Es gibt zwar Abgas-Nachbehandlungssysteme, wie bei anderen Reedereien auch. Ob die funktionieren, ich weiss es nicht, ich kann es nicht nachprüfen – bei keiner Reederei.

Während andere Reedereien auf LNG umschwenken, hält Tui Cruises weiter an Schweröl in Kombination mit Filter und Nachbehandlung fest. Kann man machen, aber sieht halt komisch aus als vermeintlich sauberste Reederei, während nahezu alle Mitbewerber in den nächsten Jahren reine LNG-Neubauten in den Markt bringen.

Viel hatte sie gefordert beim Nabu - Lucienne Damm - in die Umsetzung bei Tui Cruises kam davon allerdings nicht viel / © NABU Viel hatte sie gefordert beim Nabu – Lucienne Damm – in die Umsetzung bei Tui Cruises kam davon allerdings nicht viel / © NABU


Der Nabu will also erklären, dass die Kreuzfahrtschiffe die Anfang der 90er Jahre gebaut wurden, sauberer sind, als Schiffe die 25 Jahre später in Dienst gestellt worden sind, mit neuester Umwelttechnologie und neuester Technologie die man sich in der damaligen Zeit wohl noch nicht mal vorstellen konnte.

Ich würde gerne mal wissen, was man dafür leisten muss um bei dem Ranking oben mitspielen zu dürfen. Denn rein nach Faktenlage, scheint man hier in meinen Augen nicht zu agieren. Mir fällt nur mehr und mehr auf, dass der Nabu, die Reederei Tui Cruises mit Luciene Damm als Ex-Mitarbeiterin durchaus „in Frieden“ lässt – wie jetzt auch mal „hofiert“, während sie auf andere Reedereien einschlagen, als seien es Massenmörder.

Das Kreuzfahrt Ranking 2017 vom Nabu

Cruise Ship Ranking 2017 - die angeblich saubersten Kreuzfahrtschiffe / © NABU Cruise Ship Ranking 2017 – die angeblich saubersten Kreuzfahrtschiffe / © NABU

Um die Lächerlichkeit zu komplettieren: Das Ranking 2016

Das Nabu-Ranking der saubersten Kreuzfahrtschiffe im letzten Jahr / © NABU Das Nabu-Ranking der saubersten Kreuzfahrtschiffe im letzten Jahr / © NABU

LNG-Kreuzfahrtschiffe

Im nächsten Jahr wird AIDAnova in Dienst gestellt. Das erste LNG Kreuzfahrtschiff überhaupt. In den Jahren danach bis 2026 folgen mindestens 15 weitere LNG Kreuzfahrtschiffe von AIDA Cruises, MSC Kreuzfahrten, Royal Caribbean, Disney Cruise Line, Norwegian Cruise Line usw. – richtig gelesen, TUI Cruises setzt weiterhin auf Schweröl und Filter bei der neuen Mein Schiff 1 und der neuen Mein Schiff 2. Da darf man sich schon fragen was in den nächsten Jahren dann im Ranking forciert wird, Schweröl oder LNG. Heute hat LNG auch wenn es nur Dual-Fuel-Motoren sind, das Nachsehen gegenüber den Schweröl-Dampfern mit Filteranlage.

Die Erklärung vom NABU

05. September 2017 – Auch in der siebten Auflage des Kreuzfahrtrankings ist weiterhin kein einziges Kreuzfahrtschiff in Europa aus Umweltsicht uneingeschränkt empfehlenswert. Die beiden deutschen Anbieter TUI und Hapag-Lloyd Cruises belegen nun gemeinsam die Spitzenposition, da sie immerhin einen Stickoxidkatalysator verwenden. Die Anbieter AIDA und Costa Cruises stürzen hingegen ab, weil sich ihre Angaben zu Abgassystemen aus dem Jahr 2016 als Luftnummer erwiesen. Besonders schwer wiegt auch der Umstand, dass alle Reedereien weiterhin auf das giftige Schweröl als Kraftstoff setzen und keinen Rußartikelfilter zur Minderung gesundheitsgefährdender Feinstaubemissionen einsetzen. Die klaren Schlusslichter bilden die Branchenriesen Costa, MSC und Royal Caribbean, die keinerlei relevante Aktivitäten zum Schutz von Umwelt und Gesundheit erkennen lassen.

Insgesamt ist die Umweltbilanz der Kreuzfahrtreeder weiterhin schlecht. Insbesondere Costa, MSC und Royal Caribbean verweigern sich mit ihrer bestehenden Flotte komplett dem Umwelt- und Klimaschutz. Enttäuschend ist aber auch die Unverfrorenheit, mit der beispielsweise AIDA Cruises medienwirksam Investitionen in Abgassysteme ankündigt, ohne diese dann auch umzusetzen. Denn auch über ein Jahr nach Indienststellung der neuen Schiffsgeneration ist bei der AIDA Prima kein Abgasfilter im Einsatz.

Weitere Informationen:

Symbolträchtig ist auch die mangelnde Transparenz: Keine einzige Kreuzfahrtreederei reagierte auf die schriftlichen Fragebögen des NABU. Stattdessen versendete der Branchenverband CLIA unaufgefordert ein allgemein gehaltenes Schreiben, das keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Schiffe der Mitgliedsunternehmen erlaubt. Der NABU wertet dieses Verhalten als bewusste Verschleierungstaktik, mit dem Ziel, sich durch Intransparenz und Dialogverweigerung aus der Verantwortung zu ziehen. Zudem operierte der Branchenverband mit falschen Zahlen. So sprach CLIA noch im vergangenen Jahr davon, dass 23 Kreuzfahrtschiffe mit einem Rußpartikelfilter ausgerüstet seien. Diese Zahl wurde nun ersatzlos und ohne Begründung im Antwortschreiben an den NABU gestrichen. Fakt ist, dass kein einziger Rußpartikelfilter in Betrieb ist.

Die folgenden Maßnahmen wurden positiv im Hinblick auf die Emissionen bewertet:

  • TUI Mein Schiff 3 / 4 / 5 / 6: SCR-Katalysator, Scrubber wird auch außerhalb der SECA genutzt
  • Hapag-Lloyd Europa 2: SCR-Katalysator, Schwerölverzicht während Fahrt in der Arktis
  • AIDAprima/perla*: alternative Energieversorgung im Hafen
  • AIDAsolVerwendung von Landstrom im Hafen
  • Hapag-Lloyd Bremen / Hanseatic / Europa: Schwerölverzicht während Fahrt in Arktis

Das Kreuzfahrtranking des NABU bewertet aktuell am europäischen Markt befindliche Schiffe hinsichtlich ihres drängendsten Umweltproblems. Sämtliche Schiffe, die mit Schweröl fahren und ihre Abgase allenfalls mit Hilfe eines Scrubbers (Abgaswäscher) auf das gesetzlich zulässige Maß an Schwefelemissionen bringen, werden mit vier roten Schiffsschrauben bewertet. Für jede darüber hinausgehende, zusätzliche Maßnahme erhalten die einzelnen Schiffe anteilig grüne Schiffsschrauben, wodurch sie sich im Ranking vor ihren Wettbewerbern platzieren können. So gibt es grüne Schiffsschrauben etwa für den (partiellen) Verzicht auf Schweröl, die Installation eines Rußpartikelfilters oder Stickoxid-Katalysators sowie die Verwendung von Landstrom.

*AIDAprima und AIDAperla verfügen über Rußpartikelfilter und Katalysator diese sind aber nach Unternehmensangaben leider aber nicht einsatzbereit.

Meine Meinung

Spannend hierbei ist, dass von einem Stickoxidkatalysator gesprochen wird, der vorhanden sein soll, aber Niemand weiss ob er auch funktioniert. Auch AIDA hat Schiffe mit Filtern, Scrubbern und so weiter ausgerüstet – ebenso wie andere Reedereien. Es gibt aber von keinen Reedereien mir bekannte Dokumentationen von dritter Seite, die auch überhaupt in der Lage sind festzustellen ob die Dinge arbeiten und wenn wie und wie sauber.

Der Nabu will also nun sagen: Bei AIDA funktioniert Nichts, bei Tui Cruises und bei Hapag Lloyd aber schon – die im übrigen auch in den Häfen Schweröl verbrennen hier in Europa, wieso sie das glauben und als Fakt verkaufen findet man leider nicht. Ich bleibe dabei, es ist die reinste Willkür, dass Tui Cruises jetzt auf einmal sauberer sein soll, obwohl sie auch in Häfen Schweröl verbrennen.

AIDA hat bereits auf den NABU reagiert: Hier die Meldung

Informationen zum Stand der Umwelttechnologie an Bord der AIDA Flotte

Eine der zentralen Herausforderungen, denen sich AIDA Cruises als Marktführer in Deutschland stellt, ist, Kreuzfahrten noch nachhaltiger zu gestalten. AIDA Cruises investiert Jahr für Jahr Millionen von Euro in die Entwicklung und praktische Umsetzung neuer Umwelttechnologien an Bord der Flotte. Sowohl im Bereich des Einsatzes von emissionsarmem Flüssigerdgas (LNG) als auch der Nutzung von Landstrom hat AIDA Cruises in der Kreuzfahrt Pionierarbeit geleistet und eine Vorreiterrolle übernommen. Dank des wegweisenden Konzeptes „Green Cruising“ wird die vollständige Nutzung von LNG in der Kreuzschifffahrt bereits 2018 Realität.

Ab 2018: Erstmals vollständiger LNG-Betrieb eines Kreuzfahrtschiffes

Die Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) stellt aktuell die umweltfreundlichste Lösung im Schiffsbetrieb dar. Als weltweit erste Reederei wird AIDA Cruises seine nächste Schiffgeneration zu 100 Prozent mit LNG betreiben können – im Hafen und auf See. Die beiden Kreuzfahrtschiffe, die in der Meyer Werft in Papenburg entstehen, werden im Herbst 2018 und im Frühjahr 2021 die AIDA Flotte verstärken. Die ersten Reisen von AIDAnova sind bereits buchbar.

AIDA Cruises hat bereits früh in die Erforschung und Erprobung von Anwendungen zur Nutzung von LNG in der Kreuzfahrt investiert. Im Vergleich zur Nutzung von herkömmlichem Marinegasöl mit 0,1 Prozent Schwefelanteil werden die Emissionen bei der Energieerzeugung mittels Flüssigerdgas erheblich gesenkt. Die Emission von Stickoxiden verringert sich um bis zu 80 Prozent, der Ausstoß von Kohlendioxid um weitere 20 Prozent. Feinstaub und Schwefeloxide werden fast vollständig vermieden.

Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) durch Kreuzfahrtschiffe im Hafenbetrieb

Bereits heute können AIDAprima und AIDAperla – dank ihres Dual-Fuel-Motors – als weltweit erste Kreuzfahrtschiffe während der gesamten Hafenliegezeit ihre Energie emissionsarm aus LNG produzieren. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Luftqualität, denn 40 Prozent seiner Betriebszeit verbringt ein Kreuzfahrtschiff durchschnittlich im Hafen.

Voraussetzung ist die Verfügbarkeit von LNG im jeweiligen Hafen. In Hamburg, Rotterdam, Le Havre, Southampton und Zeebrügge kann AIDAprima während der Liegezeiten bereits mit LNG betrieben werden. Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet AIDA Cruises daran, die Technologie auch in weiteren Häfen in Europa verfügbar zu machen.

Erforschung weiterer alternativer Formen der Energieerzeugung

Das Potenzial von LNG als umweltfreundlicher Kraftstoff ist damit noch nicht erschöpft. Neue Methoden der Energiegewinnung wie „Power to Gas“ haben das Potenzial, LNG zukünftig vollständig CO2-frei zu gewinnen und damit der klimaneutralen Schifffahrt noch näher zu kommen. Wir unterstützen die Weiterentwicklung dieser Ansätze in verschiedenen Forschungsprojekten.

9 von 12 Schiffen der AIDA Flotte verfügen bereits heute über einen Landstromanschluss

Seit Ende April 2017 wird AIDAsol in Hamburg Altona während der Liegezeit über eine Landstromanlage zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt. Dadurch werden die Hauptmaschinen während der gesamten Liegezeit von AIDAsol im Hamburger Hafen abgeschaltet – die Emissionen reduzieren sich auf nahezu Null. Dies ist ein großer Schritt in Sachen Klimaschutz und Verbesserung der Luftqualität in der Hansestadt.

Neben dem Landstromanschluss an Bord von AIDAsol verfügen auch AIDAprima und AIDAperla über je zwei Landstromanschlüsse. Alle sechs weiteren Schiffe, die zwischen 2007 und 2013 in Dienst gestellt wurden, sind ebenfalls für einen Landstromanschluss vorbereitet. Noch ist diese Infrastruktur nur in wenigen Häfen weltweit verfügbar. Hamburg ist in Deutschland bisher der einzige Hafen, der über einen Landstromanschluss verfügt. Hier braucht es weltweit einheitliche technische Standards sowie weitere Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur. Für die Nutzung von Landstromanlagen durch AIDA Schiffe braucht es auch ein ausreichendes Angebot an Ökostrom.

Abgasnachbehandlungsanlagen: Bereits 6 von 12 Schiffen der AIDA Flotte ausgerüstet

AIDAprima und AIDAperla verfügen über ein komplexes System zur Abgasnachbehandlung, dem sogenannten EGCS (Exhaust Gas Cleaning System). Auf vier weiteren Schiffen unserer Flotte (AIDAluna, AIDAmar, AIDAdiva, AIDAvita) haben wir Systeme dieser Anlage nachgerüstet. Damit verfügt bereits heute die Hälfte aller Schiffe der AIDA Flotte über ein System zur Abgasnachbehandlung, das die Emissionen von Feinstaub, Stickoxiden sowie Schwefeloxiden um 90 bis 99 Prozent reduziert. Der Ausstoß von Kohlenmonoxid wird um 70 Prozent und die Emissionen von unverbrannten Kohlenwasserstoffen um 85 Prozent gesenkt. Die technischen Zulassungen der Abgasnachbehandlungssysteme sind auf allen sechs Schiffen erfolgt. Wo wir die Genehmigung zum Betrieb der Systeme in unseren weltweiten Fahrtgebieten bzw. Häfen haben, werden diese auch genutzt.




21 Kommentare gepostet

  1. Wenn man das Ranking von vor zwei Jahren hinzunimmt wird es noch lächerlicher.
    Damals erhielt man zumindest noch eine Infomration darüber, was welche Wertung bedeutet, was nun irgendwie immer undurchschaubarer wird.

    Ich habe immer stärker den Eindruck, dass der NABU nur Angst hat, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, wenn alle Schiffe saber sind und es nichts mehr zu kritisieren gäbe sodass man jetzt eben aus Populismuspedal treten muss.

    Eine Anregung zum Nachdenken noch zum Schluss: Wer ist es, der neue Technologien etabliert? Der NABU, oder doch eher Konzerne wie Carnival?

    Als NGO kann man viel fordern, aber man übersieht schnell, dass die achso bösen Unternehmen auch am Markt überleben müssen. Und eben deshalb auch verstärkt auf Umweltschutz setzen muss, aber in einem wirtschaftlich sinnvollen Rahmen.

    • PS: Langfristig wird der NABU in der Bedeutungslosigkeit versinken. Vor zwei Jahren hielt ich das ja noch einigermassen für sinnvoll, auch wenn ich grundsätzlich schon Kritik geäußert habe. Aber mittlerweile weiss ich, dass diese Kampagne nicht sinnvoll ist, sondern kontraproduktiv.
      Aber tatsächlich befindet sich der NABU in einem Dilemma: Wenn man Erfolge anerkennt, ist langfristig das eigene Überleben gefährdet. Wenn alles sauber ist, gibt es keinen Grund mehr für einen Verein wie den NABU. Wenn man aber unsachlich und mit Lügen argumentiert und sich selber wiederspricht, geht man langfristig auch unter, sofern die Leser einigermassen intelligent sind. Offenbar ist dem NABU das eigene Überleben wichtiger als ihr offizielles Anliegen.

  2. Vielleicht hätten Sie auf die Veröffentlichung des Rankings warten sollen um die relevanten Informationen zu bekommen? Dann hätten sich vielleicht auch Ihre Fragen beantwortet. Man kann vom Nabu halten was man will, aber selbst Experten aus der Branche sagen, dass ohne deren Kampagne sich so schnell nichts Richtung LNG bei Kreuzfahrtschiffen getan hätte.

    • Ich weiss nicht von welchen Experten Du sprichst Hannes, aber als die Kampagne begonnen hat, war die Prima/Perla mit Dual-Fuel bereits geplant und LNG-Schiffe im Bau – da zwar nur Fähren aber die Kreuzfahrt-Reedereien waren da auch schon in ihren Planungen.

      Ich weiss allerdings, dass deine IP-Adresse die gleiche ist, wie die von Susanne. Komisch, oder? :D

    • Ein Ranking wäre sinnvoll, wenn es auch richtig wäre, was es nicht ist.

      Komisch ist auch das dein Kommentar zu dem Kommentar von Hannes Mauer gehört? Seid ihr beides Fakes oder sitzt ihr nur am selben IP-Anschluss?

      • Womit die ganze Aktion ziemlich sinnlos ist. Selbst wenn Kreuzfahrtschiffe gar keine Emissionen ausstoßen würden, würde das ja fast gar nichts bringen, wenn man die Frachtschiffe nicht berücksichtigt.

        Anscheinend hat der NABU kein Interesse an Umweltschutz.

  3. Was für eine arme Wurst, dieser Pascal Wepner. Der Penner muss sich wie ein Speichellecker an die Industrie heften und ihr nach der Nase tanzen. Aber selbst die wollen nichts mit ihm zu tun haben. Er ist letztlich halt ein pubertärer Affe, mit dem man nichts zu tun haben möchte.

    • Wundervolles Kommentar, von einem Menschen der Angst hat seine Identität bekanntzugeben und mit Fakenamen und Fake-Adressen arbeitet, das muss man natürlich ernst nehmen.

      Danke für deine Aufmerksamkeit. Dein Hass muss größer sein als die Liebe meiner Kinder. Komm gerne mal vorbei, heule Dich richtig aus. Ich kann auch gerne einen Psychologen für Dich einladen. <3

      Dass Reedereien nichts mit mir zu tun haben wollen, würde ich jetzt so nicht unterschreiben, magst Du mal herkommen und unsere Kommunikation nur einen Tag verfolgen? Dann heulst Du noch viel lauter und wirst noch verzweifelter sein, als Du es schon bist.

      Ps: Deine 3 anderen Kommentare mit gleicher IP und anderen Namen und noch weiteren Beleidigungen habe ich mal gelöscht und meinem Anwalt weitergegeben. Kannst hier gerne sachlich heulen und jammern, aber nicht in einer solchen Art und Weise.

  4. Ich bin der Meinung das man das Problem Stickoxide schon angepackt wird, jede Rederei trägt ihren Beitrag dazu ein.
    Meiner Meinung nach ist beim Nabu einerseits die Perspektive vorhanden das man das Problem, mit diesem teilweise sehr speziellen Ranking, indem ich nicht alles für vollkommen nachvollziehbar halte, anpacken muss. Was aber klar zu Kritisiere gilt das man nicht die Gesamte Schifffahrt anguckt, sondern , dass man, nur auf die Vergleichsweise meist sauberen Kreuzfahrtschiffe „rumhackt“ , da man dort Wahrscheinlich meint, das dies bei den Meisten Menschen ankommt. Ich war schon mehrfach mit Aida Cruise unterwegs und dort wurde Transparent in der nautischen Fragestunde drüber gesprochen. Dort nannte der erste Offizier auch das Aida immer, wenn es möglich ist an Landstrom geht. Ebenfalls wurde uns genannt inwiefern die Abgase gereinigt werden.
    Ich würde sagen, dass es gesamt eine wichtige Aufgabe ist, die vom Nabu zu extrem Kritisiert wird

    • Moin Jan,

      grundsätzlich ist es richtig darüber zu sprechen, ja. Auch darauf hinzuweisen. Aber nicht in dieser Art und Weise.

      Man muss das Ranking darauf aufbauen, was die Technologie heute hergibt. Und da ist in erster Linie „LNG“ das derzeit sauberste Mittel, Brennstoffzellentest gibt es bereits.

      Falsch ist es, Schiffe die im Hafen mit Landstrom und LNG betrieben werden, schlechter zu ranken als Schiffe die im Hafen Schweröl verbrennen aber einen Filter haben. Das kann nicht das Ziel sein. Der Nabu fordert weg von Schweröl und sagt dann: Ne Schweröl im Hafen mit Filter finden wir super. LNG und Landstrom im Hafen ist dreckiger. Das macht keinen Sinn und damit verarscht man sich doch selbst.

      Das Ranking wäre richtig wenn Plätze 1-10 gar nicht belegt wären, dann die Schiffe mit Dual-Fuel-Motoren kommen. Dann hätte das Ganze eine Aussagekraft. So ist es einfach nur ein jährlich sich wiederholendes Geifern nach Aufmerksamkeit.

      Und korrekt, die kommerzielle Gesamtschifffahrt mach in etwa 98% der Schiffe aus – ohne die Kreuzfahrtschiffe. Dazu habe ich in dem Zusammenhang noch überhaupt nichts vom Nabu gehört. Vielleicht ändert sich das, wenn Carnival oder Aida in das Frachtsegment vorstossen, auf die Beiden schlägt der Nabu ja besonders gerne ein. ;)

  5. Warum baut der NABU nicht selbst seine eigene Flotte auf, macht alles super umweltfreundlich, usw. Dann können die mal den sauberen Vorreiter abgeben. Dann versteht man vielleicht besser, was für Faskoren denen wichtig sind.

    • Ich glaube da scheitert es an vielen Faktoren. Denn wenn sie Kompetenz hätten, würden sie die ja einfließen lassen und den Reedereien beratend zur Seite stehen, wie man die Schiffe schnell sauber bekommt. Gibt ja durchaus Spezialisten die sich seit Jahren mit dem Thema befassen und Fortschritte machen, aber eben nur langsam. Siehe Scrubber, Filter, Dual-Fuel-Motoren usw.

  6. Eine weitere Sache macht mich stutzig: Es geht nur um Schiffe auf dem europäischen Markt. Was in anderen Regionen passiert ist egal oder wie? Wenn man schon Umweltschutz betreiben will, dann auch konsequent.
    Andere Schiffe sind offenbar trotzdem enthalten. Die Ovation otS beispielsweise wird doch nicht auf dem europäischen Markt angetrieben, oder liege ich da falsch?

  7. O mann, mann kann sich aber auch alles so zurechtbiegen, dass es das gewünschte Bild ergibt: „Insbesondere Costa, MSC und Royal Caribbean verweigern sich mit ihrer bestehenden Flotte komplett dem Umwelt- und Klimaschutz.“

    Mal überlegen, welche Reedereien kürzlich LNG-Kreuzfahrtschiffe bestellt haben. Was die bestehende Flotte angeht stimmt das schon eher, aber auch das ist größtenteils Unsinn.

    • MSC, Royal Caribbean, Norwegian Cruise Line, AIDA, Costa, P&O Cruises, Disney Cruise Line und Carnival Cruise Line haben LNG Kreuzfahrtschiffe bestellt. Dein Zitat stammt vom NABU, ist also obsolet und stimmt faktisch nicht, denn auch die aktuellen Neubauten haben Scrubber/Filter bekommen.

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Über den Verfasser
Pascal
Gründer von Schiffe und Kreuzfahrten. Befasst sich nahezu rund um die Uhr mit Kreuzfahrten und der Pflege des Portals.AIDAperla, AIDAsol, AIDAdiva, AIDAmar, AIDAstella, AIDAvita, AIDAbella, AIDAcara, AIDAprima, AIDAluna, AIDAblu, Mein Schiff 1, Mein Schiff 2, Mein Schiff 3, Mein Schiff 4, MS Europa, Queen Mary 2, Queen Elizabeth, MS Delphin, Princess Daphne, MS Berlin, MS Astor, MS Astoria, MS Hamburg, MS Artania, MS Albatros, MS Deutschland, MS Ocean Majesty, Color Fantasy, Costa neoRomantica, Costa Fascinosa, Costa Diadema, MSC Divina, MSC Splendida, MSC Preziosa, MSC Lirica, Disney Fantasy, Norwegian Breakaway, Norwegian Getaway, Norwegian Epic, Norwegian Escape, Celebrity Silhouette, Celebrity Reflection, Harmony of the Seas, Liberty of the Seas, Ovation of the Seas, Quantum of the Seas, Independence of the Seas, A-Rosa Silva, MS Ariana, Celestyal Nefeli und weitere Schiffe.
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