Ocean Dream, ex MS Flamenco vor Laem Chabang gesunken


    Das seit mehr als einem Jahr vor Laem Chabang, in Thailand liegende Kreuzfahrtschiff Ocean Dream, von der Ocean Dream Cruises, ist am 27.02.2016 gesunken. Vor allem die Umweltbehörden machten sich große Sorgen um eine eventuelle Umweltverschmutzung, und das zurecht, denn das Wrack hinterließ einen 5,2 Quadratkilometer großen Ölteppich auf dem Meer. Am Vortag wurde das Schiff an Fischer übergeben, diese meldeten sofort eine Linksneigung der Ocean Dream.

    Die Behörden setzten sich direkt mit dem Eigentümer in Kontakt, um einen Plan auszuarbeiten, das Schiff wieder zu stabilisieren, doch der Plan scheiterte folglich, das Schiff sank etwa zwei Kilometer vor der Küste Laem Chabangs. Da das Wasser an dieser Küste nicht tief ist, ging das Schiff nicht ganz unter, sondern legte sich quasi auf die Seite. Die vorherigen Aufforderungen, das Schiff von der Küste zu entfernen, wurde vom neuen – chinesischen Eigentümer, aber völlig ignoriert. Im vergangenen Jahr befand sich das Schiff wohl frei von jeglicher Besatzung und Wartung vor der Küste.



    Die gesunkene Ocean Dream - ex MS Flamenco von Festival Cruises vor Laem Chabang / ©

    Die gesunkene Ocean Dream – ex MS Flamenco von Festival Cruises vor Laem Chabang / © /englishnews.thaipbs.or.th/content/152733



    Die gesunkene Ocean Dream - ex MS Flamenco von Festival Cruises vor Laem Chabang / ©

    Die gesunkene Ocean Dream – ex MS Flamenco von Festival Cruises vor Laem Chabang / © englishnews.thaipbs.or.th/content/152733

    1972 wurde die Ocean Dream unter dem Namen Spirit of London in Italien gebaut. Ursprünglich sollte die Ocean Dream als eines von zwei Schwesterschiffen unter dem Namen Seaward an die Norwegian Cruise Line übergeben werden. NCL sprang allerdings 1970 ab, da sich die Bauwerft Cantieri Navali del Tirreno& Riunti in finanzielle Schwierigkeiten begab. P&O Cruises kaufte den unfertigen Bau und gab dem Schiff den Namen Spirit of London.

    1974 wurde sie bereits nach nur zwei Dienstjahren weiterverkauft und reiste fortan als Sun Princess für Princess Cruises. Ganze vierzehn Jahre bereiste die Sun Princess die Meere für ihre neue Reederei. 1988 folgte der nächste Transfer, diesmal der Verkauf an Premier Cruises, ihr neuer Name lautete Starship Majestic. Für Premier Cruises reiste sie lediglich sechs Jahre, denn bereits 1994 erfolgte der Verkauf an die CTC Lines. 1998 wurde sie als Flamenco an Festival Cruises verkauft. 2004 wurde sie aufgrund einer Insolvenz an Cruise Elysa versteigert. 2007-2008 diente sie Club Cruises als Wohnschiff in Neukaledonien, die Gesellschaft ging 2008 in Insolvenz. Im Anschluss lag das Schiff fast zwei Jahre in Singapur auf, bis es 2010 zum Abwracken nach Alang verkauft wurde. Überraschenderweise wurde dann 2012 bekannt, dass die Runfeng Ocean Deluxe Cruises das Schiff gekauft und modernisiert haben soll, um sie als Ocean Dream einzusetzen. Der Erfolg blieb aus, noch im selben Jahr wurde sie wieder ausgemustert, ein Jahr später ein letztes mal verkauft. Seitdem lag die Ocean Dream vor Laem Chabang und stand zum Verkauf.



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