Rostock-Warnemünde bekommt Backpfeife von Pullmantur


    Der Rostocker Hafen rühmt sich in diesem Jahr immer öfter damit das man mit knapp 200 Kreuzfahrtanläufen, im Detail wird es auf 198 hinauslaufen der größte Kreuzfahrthafen in Deutschland sein wird. 40 Schiffe haben sich in 2013 im Kreuzfahrthafen Warnemünde angemeldet und die ersten Abmeldungen und Stornierungen für 2014 sind auch schon gemeldet worden. Pullmantur Cruises hat 10 Anläufe im Seebad Warnemünde abgesagt weil sie keine Lust haben den Ausweichhafen, den nicht unbedingt beliebten Überseehafen anzulaufen. Bei dreifach- und vierfach-Anläufen müssen auch immer Schiffe am Überseehafen liegen, da will aber niemand hin. Gegenüber dem normalen Liegeplatz wo man direkt aus dem Schiff ins Vergnügen kommt ist man am Überseehafen einfach viel zu weit weg.

    MS Empress / © Pullmantur

    MS Empress / © Pullmantur



    Da man in Rostock nicht nur bei der Georg Büchner unbedingt rühmlich gehandelt hat, hat nun auch der Hafen ein Problem beim Ausbau. Der Hafenbetreiber würde gerne Ausbauen und mit seinem Gewinnüberschuss sowie Fördermitteln den Hafen ausbauen, der Bürgermeister findet aber eine Gewinnausschüttung interessanter weshalb dann auch die Fördermittel gestrichen werden und unterm Strich dann kein Geld für den Ausbau der Infrastruktur da ist.



    Pullmantur ist nun das erste Kreuzfahrtunternehmen überhaupt, welches in Rostock gebuchte Liegeplätze storniert hat, man rechnet mit rund einer Millionen Euro Verlust durch den Wegfall der zehn Anläufe von der Empress. Das betrifft aber allein nur die Hafeneinnahmen. Die 10 Anläufe der Empress wurden von Warnemünde nach Wismar verlegt.

    Auch irgendwo verständlich die Empress sollte wohl mehrfach an den Überseehafen umgeleitet werden, dann ist Kiel, Hamburg, Bremerhaven oder wie in diesem Fall Wismar, bedeutend schöner als in der letzten Ecke zu liegen.



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