Verband Deutscher Reeder: Maritimer Standort Deutschland mehr denn je gefährdet


    Im sechsen Jahr der weltweiten Schifffahrtskrise ist die Wettbewerbsfähigkeit des maritimen Standorts Deutschland mehr denn je gefährdet“, erklärte Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Reeder (VDR) anlässlich der Vorstellung einer Schifffahrtsstudie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). „Die Auslastung der Schiffe ist nach wie vor völlig unbefriedigend. Die Erlöslage, gerade in der Containerschifffahrt, bleibt äußerst schwierig. Deswegen müssen die Unternehmen alle Möglichkeiten zur Kostensenkung nutzen, um im Markt zu bleiben.“

    Wie die PwC-Studie zeigt, gehören dazu der Verkauf von Schiffen und Investitionen in neue, kostengünstigere und effizientere Schiffe. Aber auch die Verlagerung von Unternehmensaktivitäten ins Ausland muss von immer mehr Unternehmen aufgrund des hohen Kostendrucks am Standort Deutschland ins Auge gefasst werden. Besonders betroffen davon sind der Personaleinsatz, das Organisieren von Ladung für die Schiffe und die Instandhaltung der Flotte.



    Verband Deutscher Reeder in Hamburg / © VDR

    Verband Deutscher Reeder in Hamburg / © VDR



    „Dies alles sind für die Beschäftigung in Deutschland sensible Bereiche“, so Nagel. „Sie drohen vom hiesigen Standort zu verschwinden. Wir müssen jetzt – wie in anderen europäischen Ländern auch – mehr tun, um die Branche besser zu unterstützen. Es geht darum, den Kostennachteil zwischen der Beschäftigung deutscher und ausländischer Seeleute auszugleichen.“ Claus Brandt, Leiter des Kompetenzzentrums maritime Wirtschaft bei PwC, hatte zuvor erklärt, dass die bisherige Schifffahrtsförderung in Deutschland noch nicht ausreiche, um die Nachteile im europäischen Wettbewerb auszugleichen.



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