
Reisebericht: Kurzreise mit MS Amadea nach Amsterdam und Texel
MS Amadea Reisebericht: „Kurzurlaub mit dem Traumschiff“ vom 6. bis 10. Mai 2024 Autor: Jan Klostermann Im Rahmen einer Pressereise habe ich die Chance die
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Was hat Le Havre eigentlich außer dem Hafen oder einem Ausflug nach Paris zu bieten? Lohnt sich ein aktiver Ausflug mit einer Wanderung an Frankreichs Kreidefelsen?
Im Mai 2026 ging es für mich auf die klassische Metropolentour ab Hamburg an Bord von AIDAperla. Als ich überlegte, was ich wohl unternehmen möchte, wurde mir schnell klar: Ich möchte die lange Fahrt nach Paris nicht auf mich nehmen und möchte auch etwas außerhalb der Metropolen entdecken. Daher entschied ich mich für den Ausflug nach Étretat, wo mich eine hoffentlich schöne Wanderung erwarten würde!
Den Ausflug hatten wir bereits vor Reisebeginn vorgebucht. Es gab die Möglichkeit, ihn am Vormittag oder am Nachmittag zu machen. Als wir an diesem Tag in Le Havre anlegten, waren wir kurzzeitig etwas besorgt, da sich das Wetter doch eher grau zeigte und es nach Regen aussah. Nichtsdestotrotz freuten wir uns sehr und zogen uns zur Sicherheit wind- und wetterfest an, um für alles gerüstet zu sein.
Bevor wir zu den Ausflugsbussen gingen, machten wir nochmal einen Abstecher zum Pier 3 – hier kann man sich nämlich an Bord von AIDAperla und AIDAprima kostenfrei belegte Brötchen zum Mitnehmen holen. Da bei diesem Ausflug keine Mahlzeiten mit berechnet waren und wir ja auch wandern würden, gingen wir also auf Nummer sicher und holten uns jeweils ein bis zwei Brötchen für den kommenden Tag.
Weiter ging es dann von Bord. An der Gangway mussten wir einen Moment warten, da dort eine Frau gestürzt war und erst einmal versorgt werden musste. Nachdem sich die Crew aber um sie gekümmert und sie wohlbehalten wieder an Bord begleitet hatte, konnten wir das Schiff verlassen.
Wie immer waren die Ausflugsbusse gut ausgeschildert, sodass wir den korrekten Bus bald finden konnten. Erkennen kann man das immer an einem Schild mit dem Ausflugsnamen, das einmal hinter der Frontscheibe des Busses steckt und meistens auch nochmal von einem AIDA Mitarbeitenden davor in der Hand gehalten wird. So war es auch an diesem Tag. Die AIDA Mitarbeiterin kontrollierte dann nochmal unseren Boarding Pass und dass wir den Ausflug gebucht hatten und dann konnten wir einsteigen.
Da der Bus längst nicht voll war und unsere Gruppe nicht allzu groß, fanden wir ganz ohne Probleme Platz, was ich wirklich sehr angenehm fand. Auch bereits im Bus war unserer Reiseleiter: Der fröhliche und absolut mitreißende Ulrich. Er war ein echter Sympathieträger, der uns von Anfang an mit seiner lockeren Art und seinen vielen Geschichten über die Historie der Normandie einfach nur mitriss. Während der etwa 50minütigen Fahrt zu unserem Wander-Startpunkt erzählte er so allerlei über die Hintergründe der Gegend, sodass man viel dazulernen konnte. Auch kamen wir unterwegs an vielen typischen, französischen Steinhäusern vorbei und konnten eine schöne Aussicht genießen.
Als wir dann angekommen waren, gab es für alle nochmal die Möglichkeit, die Toilette im Bus zu benutzen, da es während der Wanderung keine weiteren Möglichkeiten für einen Toilettengang geben würde. Sobald dies erledigt war, wanderten wir dann als Gruppe los. Ulrich erzählte auch während der Wanderung immer wieder Interessantes und schon bald konnten wir das Meer und die ersten Kreidefelsen sehen. Schon der erste Blick war atemberaubend schön und ich war hingerissen von der Schönheit der Natur. Es war recht windig, wenn auch trocken, aber gerade das Wetter im Zusammenspiel mit der rauen Natur standen im perfekten Zusammenspiel und machten das Bild perfekt.
Wir machten einen Stopp am Kiesstrand und wanderten von dort weiter die Felsen hinauf. Es war ziemlich steil und steinig, aber der Aufstieg lohnte sich absolut, denn von oben war die Aussicht noch besser. Die Kulisse mit Blick auf die berühmten Felsen war einfach nur traumhaft und ich verstand nach und nach, warum die Kreidefelsen von Étretat ein so beliebtes Motiv vieler berühmter Maler wie etwa Monet war. Wir stoppten immer wieder an verschiedenen Aussichtspunkten und erfuhren einige Infos von Ulrich. Bald kam dann aber auch die Stadt ins Blickfeld und wir begaben uns talabwärts in das schöne Städtchen von Étretat.
In der Stadt hatten wir dann Zeit zur freien Verfügung. Schon beim Ankommen konnten wir viele alte Häuser, Boote und eine über dem Ort thronende Seemannskirche sehen und ich war sofort beeindruckt. Nachdem wir doch etwas Hunger bekommen hatten und unsere Brötchen snackten, machten wir uns dann auf den Weg in den Ortskern.
Dort gab es viele historische Fachwerkhäuser zu entdecken und man konnte in verschiedenen Souvenirshops diverse Souvenirs erstehen. Hier war von dem typischen Kitsch bis hin zu wirklich liebevoll Handgemachtem alles dabei. Chantal kaufte sich hier ein paar sehr schöne Magneten zum Andenken und wir gingen weiter zum Marktplatz. Dort war die berühmte alte Marktkirche zu sehen. Im ersten Weltkrieg diente diese sogar als Krankenhaus. Heute kann man im Inneren für die Normandie typische Souvenirs, Kleidung und viel Weiteres kaufen. Wir schlenderten etwas durch die Gassen und mussten uns dann aber nach etwa einer Stunde wieder auf den Weg zum Bus machen.
Auf dem Weg dorthin kamen wir noch am ehemaligen Haus des berühmten Autoren Maurice Leblanc vorbei und fuhren dann aber auch bald mit dem Bus wieder zurück Richtung Schiff, wo wir etwas müde, aber sehr glücklich von diesem gelungenen Tag ankamen!
Der Ausflug war rückblickend ein wirklich sehr schönes Erlebnis, bei dem ich besonders die wahnsinnig schöne Natur genossen habe! Die Wanderung war zwar etwas anstrengend, aber mit gutem Schuhwerk und einer Grundfitness absolut zu bewältigen. Man wurde in jedem Fall mit traumhaft schönen Ausblicken belohnt, für die sich der Aufstieg in jedem Fall lohnte.
Das Highlight des Ausflugs neben den beeindruckenden Kreidefelsen war aber ganz klar der Reiseleiter Ulrich. Er war eine so gelungene Mischung aus sympathisch, informativ und witzig, dass er wahrscheinlich jeden Ausflug zu einem lohnenswerten Erlebnis gemacht hätte. Mir wurde wieder klar, wie viel so ein Reiseleiter einfach ausmachen kann und ich war ruckblickend sehr glücklich über unseren wirklich guten Treffer an diesem Tag.
Natürlich hätte das Wetter etwas sonniger sein können – besonders dann stelle ich mir die Kreidefelsen in goldenem Licht nochmal wunderschön vor. Dennoch hat dies dem Ausflug keinen Abbruch getan und – wie bereits gesagt – führte das raue Wetter zu einer besonderen und fast mystischen Atmosphäre!
Schade fand ich, dass wir in der Stadt selbst nur etwa eine Stunde Zeit hatten. Das Örtchen ist zwar nicht groß, ich wäre aber beispielsweise noch sehr gerne einmal hoch zur Seemannskirche gelaufen, was wir zeitlich jedoch nicht hätten schaffen können. An sich war es sehr schön, Étretat als Städtchen nochmal zu erkunden, vorranging beeindruckend fand ich allerdings die Wanderung!
Alles in Allem hat mir dieser Ausflug dennoch wahnsinnig gut gefallen und ich lege ihn allen ans Herz, die gerne mal außerhalb der Großstadt unterwegs sind und in der Natur wandern gehen. Die Ausblicke lohnen sich zu hundert Prozent und es ist mehr als schön, sich mal abseits der Massen etwas Wind um die Nase wehen zu lassen. Um ein Fazit zu ziehen: Dieser Ausflug lohnt sich auf jeden Fall und ist eine absolute Empfehlung für einen Stopp in Le Havre!
Ausflug LEH17: Hoch über den Kreidefelsen Wandern in Étretat
„Die weißen Kreidefelsen vor Étretat heben sich vor dem tiefblauen Meer ab. Vor dieser Kulisse wandern Sie auf dem Küstenpfad zur Pointe de la Courtine. Unterwegs bieten sich Ihnen spektakuläre Aussichten auf die Felsformationen Porte d’Aval und La Manneporte. Anschließend bummeln Sie durch das Seebad Étretat, das schon immer ein beliebtes Motiv für Gemälde war. Vielleicht spüren Sie die wohltuende Wirkung dieser spektakulären Farben und Formen.
Dauer: 4 Stunden
Schwierigkeitsgrad: Sportlich
Mahlzeiten/Getränke: Keine
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