Michael Thamm, CEO der Costa Group mit einem sorgenvollen Brief an die Regierung bezüglich der Kreuzfahrt-Situation

Michael Thamm, CEO der Costa Group mit einem sorgenvollen Brief an die Regierung bezüglich der Kreuzfahrt-Situation

Michael Thamm: ex AIDA President ist aktueller Costa CEO und übernimmt nun auch den Posten des Carnival ASIA Ceo / © Carnival Corp
Michael Thamm / © Carnival Corp

Costa Gruppen-Chef mit großer Sorge um die Kreuzfahrtbranche 

Seit Mitte März 2020 befanden sich nahezu alle Kreuzfahrtschiffe der Erde im Stillstand. Die Kreuzfahrtbranche liegt auch heute, obwohl einige Schiffe wieder Fahrt aufgenommen haben, am Boden. Nur sehr langsam ist eine Besserung in Sicht. Doch die immer wieder neuen Regelungen der Regierungen, auch der deutschen Bundesregierung, bedeuten einen immer wiederkehrenden Nackenschlag für die Kreuzfahrtbranche. Jeden Moment könnten die Lichtblicke, die die Kreuzfahrtbranche sich hart erarbeitet hat, wieder im Keim erstickt werden. Hierzu benötigt es lediglich neue Erklärungen zu Risikogebieten. 

Michael Thamm, Chef der Costa Gruppe (Costa Kreuzfahrten / AIDA Cruises) hat sich nun mit einem Brief an Heiko Maas und Jens Spahn gerichtet haben. In diesem Brief bringt Thamm seine Sorgen zum Ausdruck und erbittet Unterstützung durch die Bundesregierung.

Der Brief gibt an, dass die Branche um ihre Existenz kämpfe und sich weiterhin 80% der Mitarbeiter in Kurzarbeit befinden würden. Es sei im letzten halben Jahr bereits ein Einnahmeverlust von 1,5 Milliarden Euro entstanden. 

Weiterhin hat Thamm eindeutige Forderung zur Unterstützung an die Regierung gestellt, unter anderem heißt es, er erbitte, die Risikogebiets-Erklärung der Kanaren aufzugeben – insofern der dortige Positivtrend erhalten bleibe. Dies wäre vor allem für AIDA Cruises äußerst relevant, denn der deutsche Marktführer möchte Anfang November mit zwei Kreuzfahrtschiffen Kanaren Kreuzfahrten anbieten. Geplant sind Reisen an Bord von AIDAmar und AIDAperla. Kurz nachdem diese Reisen zur Buchung freigegeben wurden, wurden die Kanaren zum Risikogebiet erklärt. Weiterhin habe Thamm innerhalb des Briefs auch Unterstützung bei den Gesprächen mit den Regierungen in Spanien und Kanaren erbeten. 

Einer der wichtigsten Punkte bei Thamms Forderungen ist, dass er auch gebeten hat, dass die Regierung die Reisewarnung bei Kreuzfahrten noch einmal überarbeiten möchte. Dies hat vor allem den Hintergrund, dass die Reedereien für ihren Neustart umfassende Hygienekonzepte erarbeitet haben. Diese werden derzeit beispielsweise bei Costa Deliziosa und Costa Diadema in Italien umgesetzt. Auch an Bord der AIDAblu, die am 17.10.2020 ab / bis Italien starten soll, wird es ein derartiges Konzept geben.

Hinzu kommt, dass die Reedereien ihre Gäste in einer Art Blase behalten. Auch auf gebuchten Landausflüge werden Kontakte zur Außenwelt strengstens untersagt und auch unterbunden. Mit diesen Maßnahmen wird ein möglicher Infektionshers an Bord frühzeitig unterbunden. Auch bestehen bei den Kreuzfahrten von AIDA und Costa Testpflicht vor der Abfahrt. 

Innerhalb des Briefs soll Michael Thamm auch die umfassenden Konzepte der Reedereien vorgestellt haben. 

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8 Kommentare zu „Michael Thamm, CEO der Costa Group mit einem sorgenvollen Brief an die Regierung bezüglich der Kreuzfahrt-Situation“

  1. AIDA hätte, wie auch TUI Cruises, im August die Chance gehabt, mit Kreuzfahrten ohne Landgängen ab/bis deutschen Häfen zu starten. Das haben sie nicht auf die Reihe gebracht. Und jetzt macht ein CEO mehr oder weniger die Regierung für 1,5 Mrd EUR Verlust verantwortlich?
    Einfach nur lächerlich.

    Die Pandemie ist für alle hart. Und ich kann es noch brutaler ausdrücken. Es gibt bei sowas immer Gewinner und Verlierer. Vermutlich gehört AIDA wohl zu den zweiten. ..

    1. Ist das so? Vielleicht befasst Du Dich mal mit der gesamten Situation und allen Eventualitäten mit der sich Aida und Co in Italien aussetzen mussten. Es macht schon einen deutlichen Unterschied ob die Malta-Flagge oder die italienische Flagge am Heck weht.

            1. Ne, da die Kanaren nicht die Werte haben, bei denen sonst die Warnungen ausgerufen werden. Aber das sind Dinge die sind sehr einfach nachvollziehbar für Jedermann. In Teilen ist das wahnsinnig willkürlich was da passiert.

              1. Sie meinen also, dass das RKI und die Bundesregierung die Kanaren zum Risikogebiet erklären, nur um AIDA oder anderen Reiseveranstaltern zu schaden?

                1. Nun, solange die Türkei offen ist, kann man in den Raum stellen, das man mit zweierlei Maß misst. Aber das mit den Kanaren erledigt sich wohl die Tage.

                  Ps: Es geht um Länder, nicht um Touristikunternehmen.

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