AIDA Cruises beantragt Millionen-Kredit – Gespräche laufen bereits

AIDA Cruises beantragt Millionen-Kredit – Gespräche laufen bereits

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AIDA Cruises soll einen Antrag auf einen 400 Millionen Euro Kredit gestellt haben 

Dass es der Kreuzfahrtbranche seit dem absoluten Kreuzfahrt-Stopp im März noch immer nicht gut geht, liegt auf der Hand. Die Unternehmen kämpfen derzeit um den Erhalt der Wirtschaftlichkeit, es wurden Schiffe verkauft, Kredite aufgenommen, Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Dies sind nur wenige der zahlreichen Maßnahmen die weltweit von den Kreuzfahrtanbietern ergriffen wurden. 

Nun soll auch die AIDA Cruises, die seit März gerade einmal zwei Kreuzfahrten absolvieren konnte (zwei einwöchige Abfahrten der AIDAblu ab 17.10. in Italien), einen Antrag auf „Staatshilfe aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfond“ gestellt haben, so ndr.de.

Laut NDR 1 Radio MV soll es im Detail gar um einen Kredit in der Höhe von 400 Millionen Euro gehen. Der Antrag sei demnach von einem Bankenkonsortium eingereicht worden sein. Weiterhin berichtet die Quelle, dass auch eine Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns im Gespräch sei dennoch sei die KfW IPEX wie bei derartigen Vorgängen gewohnt, federführend. Auf Anfrage habe AIDA Cruises die Gespräche bereits bestätigt. 

AIDA Cruises ist die deutsche Tochter der Costa Gruppe, diese wiederum gehört zum größten Kreuzfahrtkonzern der Welt, der amerikanischen Carnival Corporation. Insgesamt sind der Carnival Corporation neun Kreuzfahrtmarken unterstellt. 

In der aktuellen Situation geht es auch dem größten Kreuzfahrtkonzern der Welt nicht gut. Insgesamt wurden im Laufe der Pandemie bereits 18 Kreuzfahrtschiffe der Marken verkauft. Ob es zu weiteren Schiffsabgängen kommen wird, ist vollkommen abhängig der Situation. Erst im September berichtete Orlandoweekly.com, dass die Carnival Corporation durch den Stillstand über 17.000 US-Dollar pro Minute verliere. Die Carnival Corporation selbst meldete bereits einen Verlust von über 4,4 Milliarden Dollar in der Zeit der Pandemie. Zwischenzeitlich dürfte diese Zahl noch einmal gestiegen sein. 

AIDA Cruises hatte im Oktober den Neustart endlich gewagt, nach der ersten Reise musste AIDAblu in Italien allerdings wieder umgeroutet werden, es entstanden während der ersten Kreuzfahrt vom 17.10. – 24.10.2020 neue Risikogebiete in Italien. Nach der zweiten Kreuzfahrt ab dem 24.10.2020 war dann für AIDAblu wieder Schluss, aufgrund des neuen Lockdowns in Deutschland entschiede AIDA Cruises den November zu pausieren – obwohl auch AIDAmar und AIDAperla in diesem Monat hätten auf den Kanaren starten sollen. 

Nun liegen die Hoffnungen darauf, dass es im Dezember deutlich besser laufen wird. 

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