AIDAaura in Hamburg / © Jens Hagens

AIDA schmeisst Rückvergüter raus – Diverse Reisebüros können keine AIDA Reisen mehr verkaufen

Für viele Reisebüros ist kurz vor 12 was ihren Abverkauf an AIDA Kreuzfahrten betrifft, nur mit der Tatsache, dass der Zeiger nicht stehen bleiben wird und schon in wenigen Tage Feierabend ist!

Was ist passiert?

 

Sparkassen-Kunden und auch Kunden der VR Banken konnten bisher auf speziellen Reiseportalen ihrer Banken bis zu 7% Rückvergütung auf ihre AIDA Reise erhalten. AIDA Cruises, Marktführer in Deutschland, hat da nun aber offensichtlich die Reißleine gezogen, wie man aktuell den sozialen Netzwerken entnehmen kann. Immer häufiger ist die Rede davon, dass das eigene Reisebüro oder die Banken ihre treuen Kunden darüber informierten, dass man ab dem 1. März 2019 Kreuzfahrten mit AIDA nicht mehr im Programm hätte.

Wir sind natürlich der Sache direkt auf den Grund gegangen und haben verschiedene Reise-Callcenter von Banken angerufen sowie diverse Reisebüros, die aus den sozialen Netzwerken dafür bekannt sind einen Teil ihrer Provisionen durch Rückvergütungen oder Bordguthaben an die Kunden weiter zu geben, und haben in nahezu allen Fällen die Bestätigung bekommen, dass AIDA nur noch diesen Monat verkauft werden kann. Hierzu sei an dieser Stelle erwähnt, dass der Prozentsatz der Rückvergütung an die Kunden oft höher ausfällt, als andere Vertriebspartner überhaupt an Provision erhalten.

Während einige Endkunden hierüber wahrscheinlich unglücklich sein werden, da sie sich nur auf Grund der Rückvergütung an ein Reisebüro gewandt haben, trägt diese Entscheidung von AIDA Cruises aber für eine positive Entwicklung des Marktes bei. Die Reisebüros werden nun wieder gezwungen sich mit Service und guter Beratung am Markt zu behaupten und nicht darüber, wer dem Kunden am meisten Cashback gibt. Die Rückvergüter schaden nicht nur den wenigen wirklich guten Kreuzfahrt-Reisebüros, die eine starke Expertise aufweisen können, da sie sich fortbilden und die ausgezahlten Provisionen in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, sondern auch dem Gesamtmarkt.

Wir begrüßen diese Entscheidung, der Markt wird sich mehr und mehr sondieren im Reisebüroumfeld, die Beratungsqualität wird steigen, die Kunden besser informiert und der Verlust der Kunden die man an die Rückvergüter verliert geht auch zurück. Denn bisher war es ja doch auch oft so, dass sich die Gäste haben gut beraten lassen an verschiedenen Stellen und sind letztlich zu den Rückvergütern gelaufen um ihr Bordguthaben abzustauben.

Faktisch wird eine Provision nicht dafür gezahlt, dass man den Kunden davon was abgibt, damit man überhaupt Kunden bekommt. Auf diese Art und Weise arbeiten viele Reisebüros, kaum Beratungskompetenz, aber viel Cashback. Das macht für die Reedereien keinen Sinn das zu finanzieren und ist auch nicht fair gegenüber allen Unternehmen die ehrlich und sauber arbeiten ohne ihre Provision zu verschenken.

PS: Grüße an dieser Stelle gehen raus an Udo Lutz den Vertriebschef von TUI Cruises – Mein Schiff, der sich im letzten Jahr öffentlich zu den Rückvergütern geäußert hat, auch er war nicht glücklich. Jetzt muss TUI Cruises nicht mehr den ersten Schritt machen. Es stellt sich die Frage ob TUI Cruises fair mitspielt und ebenfalls den Rückvergütern den Hahn abdreht oder es als Wettbewerbsvorteil für sich nutzt.

AIDA sagt dazu:

Wir gehen unseren vor Jahren eingeschlagenen und der Branche inzwischen bekannten Weg konsequent weiter und stehen auch in der Zukunft für fairen Vertrieb ohne Rückvergütungen.

Wir bitten im übrigen um Verständnis, dass wir zu Verträgen grundsätzlich keine Details mitteilen.

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7 Kommentare zu „AIDA schmeisst Rückvergüter raus – Diverse Reisebüros können keine AIDA Reisen mehr verkaufen“

  1. Tja, so ist es nun mal mit Monopolisten. Aida und TUI sind in Deutschland die einzigen Kreuzfahrtgesellschaften. Phönix und Hapag-Lloyd fallen für die meisten Gäste ja aus. Mal sehen, ob sich durch den Wegfall des Cash-Back die Buchungen ändern werden.

    Wenn ich buche, sage ich bei einem dieser „Reisebüros“ das Schiff, das Datum und die Kabinennummer. Da konnte ich doch Problemlos bei diesen „Reisebüros“ ohne jegliche Beratung aber dafür mit 7% Rückerstattung buchen. Wo ist da das Problem?

    1. Das Problem ist, dass die Reisebüros eine Provision erhalten für die Beratung von Gästen, nicht für das Verschenken von der selbigen. Da kann sich die Reederei das Geld auch sparen und wird auch nicht mehr unterboten. Wenn die paar Prozenten das absolute Buchungskriterium sind, weiss ich auch nicht weiter was ich sagen soll. Dachte es geht um das Produkt, das Konzept, die Route.

      1. Ja, Sie haben recht. Es geht bei der Buchung um das Produkt und um die Rute die ich für mich ausgewählten habe. Da hat das Reisebüro gar keinen Einfluss. Bei meiner letzten Buchung wurde ich sogar von der Mitarbeiterin gefragt, ob Sie das Schiff überhaupt buchen kann, da sie den Namen noch nicht gehört hatte.

        Warum soll ich für so eine „Beratung“ nicht auch die Provision dafür zurück erhalten?
        Mein Reisebüros hat (leider) nicht die geringste Ahnung von meinen Kreuzfahrtschiff.
        Wenn ein Kunde eine Beratung benötigt, ist er bei meinem Reisebüro völlig falsch. Dafür gibt es aber Cash-back.

        1. Wieso solltest Du dann die Provision bekommen? Das macht doch gar keinen Sinn.

          Die Frage ist doch wieso die Reederei dafür eine Provision zahlen soll. Daher ist es nur richtig den Leuten die Agenturverträge zu kündigen. Siehst ja was dadurch passiert, die verdienen keine Kohle weil sie bis zu 80% ihrer Provision weitergeben und haben von Nichts ne Ahnung.

          Das ist doch höchstpeinlich für die Reedereien und die müssen dafür noch Geld zahlen.

    2. Hallo zusammen,
      Für mich als Endverbraucher und als Vielfahrer ist dieses nicht wirklich nachvollziehbar.
      Ich wage zu behaupten das 90 % der Gäste bei Aida oder/und Tui Cruises Wiederholungstäter sind und daher keine Beratung benötigen.Ich buche doch dann lieber bei jemanden der mir ein großzügiges Bordguthaben gewährt als bei jemanden wo ich den gleichen Preis zu zahlen habe und nichts bekomme.

      1. Pascal Wepner

        Korrekt. Und die Reedereien können sich dann eben auch die Provisionen sparen und die Leute rausschmeissen die nicht beraten und für Neukunden sorgen und stattdessen nur das Geld aus dem Fenster werfen.

  2. Birgit Wendland

    Hallo zusammen, werden die Rückerstattung für die Abfahrten im Maerz jetzt doch nicht wie erst auf der Tuicruises Seite im Internet erfolgen. Sollte ja nach dem 30.4.erfolgen.Dauert das jetzt laenger? So mach Tuicruise sich keine Freunde…

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