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Seit Stornierung der Orientsaison 2027/28 mit AIDAperla vor wenigen Tagen haben AIDA und Mein Schiff, die zwei größten deutschen Kreuzfahrtmarken, keine Orient-Kreuzfahrten mehr im Angebot. Das bisher jährlich befahrene Winterfahrtgebiet verschwindet bis auf Weiteres aus den Fahrplänen. Grund dafür ist die Sicherheitslage im mittleren Osten und die Blockade der wichtigen Straße von Hormus.
Die deutschen Kreuzfahrtreedereien setzten stattdessen auf planbare Winterdestinationen wie die Karibik, Kanaren, das Mittelmeer, den Indischen Ozean und Südostasien. Auch Winter-Kreuzfahrten ab Deutschland verzeichneten in den letzten Jahren steigende Beliebtheit, wobei die Kreuzfahrten im kalten Nord- und Westeuropa kaum als direkter Ersatz für den sonnigen und warmen Orient dienen können.
Für den kommenden Winter 2026/27 plant keine internationale Kreuzfahrtreederei Orient-Kreuzfahrten. Die Sicherheitslage mit wiederkehrenden Angriffen zwischen Iran, Israel und den USA, bei denen teils auch andere Golfstaaten attackiert werden, sowie die Blockade der Straße von Hormus erlauben keinen Kreuzfahrttourismus. AIDA setzt die AIDAprima nächsten Winter alternativ auf den Kanaren und ab Kiel ein. Mein Schiff fährt mit der neuen Mein Schiff Flow ebenfalls ab Deutschland und hat ein neues Programm aus Ostsee-, Skandinavien- und Westeuropa-Kreuzfahrten sowie Langzeitreisen zusammengestellt.
In der Wintersaison 2027/28 wird es laut aktuellen Stand auch keine Orient-Kreuzfahrten mit einer deutschen Reederei geben. AIDAperla wird genauso wie AIDAprima in den vorherigen Wintern ab Kiel eingesetzt. TUI Cruises verzichtete bisher auf die Verkündung der Wintersaison 2027/28 von Mein Schiff Flow. Das zweite Schiff aus der InTUItion Klasse war vermutlich für den Orient vorgesehen, dürfte aber in absehbarer Zeit ein neues Programm für den Winter 2027/28 erhalten. Orient-Kreuzfahrten sind so gut wie ausgeschlossen. Dazu müsste sich die geopolitische Lage am Persischen Golf zunächst maßgeblich verbessern.
Bis Kreuzfahrtschiffe in eine vorherige Kriegs- und Krisenregion zurückkehren vergehen erfahrungsgemäß mehrere Jahre. Die Fahrpläne werden meist mindestens zwei Jahre im voraus erstellt und der Orient kann dabei derzeit nicht berücksichtigt werden. Keine Reederei wird bei der Rückkehr ein Risiko eingehen, da die Schiffe keinesfalls wie unter anderem Mein Schiff 4, Mein Schiff 5 und MSC Euribia vor ein paar Monaten in einem Kriegsgebiet festsitzen sollen. Vereinzelt planen Reedereien noch mit dem Orient im Winter 2027/28. Ob diese Reisen durchgeführt werden können, ist allerdings vollkommen offen.
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