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Mit den zurückliegenden Neubau-Bestellungen von AIDA Cruises und TUI Cruises kann davon ausgegangen werden, dass die Kapazitäten der beiden größten deutschen Kreuzfahrtreedereien zu Anfang der 2030er Jahre deutlich wachsen. AIDA Cruises besitzt aktuell eine Flotte aus elf Schiffen und die Mein Schiff Flotte von TUI Cruises umfasst ab Sommer 2026 insgesamt neun Schiffe, sodass 20 Schiffe für die größten deutschen Kreuzfahrtmarken fahren.
AIDA Cruises beauftragte am 7. April 2025 zwei Neubauten mit Auslieferung in den Jahren 2030 und 2031 bei Fincantieri in Italien. Die gleiche Werft liefert seit diesem Jahr auch Schiffe an TUI Cruises aus. Im Frühjahr kam mit Mein Schiff Relax das erste Schiff aus der InTUItion Klasse auf den Markt. Nächsten Sommer wächst die Flotte mit Mein Schiff Flow auf neun Schiffe. Jüngst bestellte TUI Cruises noch zwei weitere Schwesterschiffe mit Auslieferung in den Jahren 2031 und 2032 nach, die voraussichtlich auch Teil der Wohlfühlflotte werden.
Während von 2027 bis 2029 voraussichtlich keine Neubauten für den deutschen Markt kommen, steht Anfang der 2030er Jahre ein deutliches Kapazitätswachstum mit jeweils zwei Neubauten für AIDA Cruises und TUI Cruises an. Zur neuen AIDA Schiffsgeneration liegen bisher noch nicht viele Informationen vor. Mit etwa 2.100 Kabinen und Platz für 4.200 Gäste bei Doppelbelegung werden sich diese Schiffe in einer Größenordnung zwischen der Hyperion Klasse mit AIDAprima und AIDAperla und der Helios Klasse mit AIDAnova und AIDAcosma bewegen. Die Schwesterschiffe der Mein Schiff Relax dürften Platz für knapp unter 4.000 Gäste bieten.
Die Gästekapazität der beiden größten deutschen Kreuzfahrtmarken steigt somit von 2030 bis 3032 um rund 16.000 Betten, sofern im Gegenzug keine Schiffe die Flotten verlassen. Bei AIDA Cruises sind Schiffsabgänge zu Anfang der 2030er Jahre so gut wie ausgeschlossen. Die ältesten Schiffe aus der Selection Generation (auch: Sphinx-Klasse) werden bis 2028 im Zuge der AIDA Evolution umfangreich modernisiert und könnten im Anschluss noch über 15 Jahre für die Rostocker Reederei fahren. Die heutige Mein Schiff Flotte wurde ab 2014 gebaut, sodass selbst die ältesten Schiffe für einen Abgang zu Anfang der 2030er Jahre noch ziemlich jung wären.
Bemerkenswert ist, dass AIDA und Mein Schiff mit Fincantieri auf eine italienische Werft setzen. Die Baukapazitäten der Meyer Werft in Papenburg und Chantiers de l’Atlantique im französischen Saint-Nazaire sind etwa bis 2029/2030 von anderen Reedereien ausgelastet und Meyer Turku hat einen langfristigen Vertrag mit Royal Caribbean International bis 2036 geschlossen. Die Fincantieri-Gruppe mit mehren Werftstandorten in Italien sammelte zuletzt zahlreiche Aufträge aus der Kreuzfahrtbranche bis Mitte der 2030er Jahre.
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