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Barcelona erhöht Steuern auf Kreuzfahrtanläufe weiter und will damit Kurzbesuche von Kreuzfahrtschiffen unattraktiver machen. Gleichzeitig wird die Stadt mit einer jüngst vereinbarten Erhöhung der Kreuzfahrtsteuer auf 24 Euro pro Gast bei weniger als zwölf Stunden Liegezeit weitere Einnahmen generieren. Die neuste Maßnahme wurde bereits im Wirtschafts- und Finanzausschuss beschlossen.
Wie aus spanischen Medienberichten hervorgeht, scheint die Umsetzung der Steuererhöhung nun reine Formsache zu sein. In Debatten über die Steuerverordnung innerhalb der Stadtpolitik herrscht wohl Einigkeit bezüglich der 24 Euro Kreuzfahrtsteuer. Ursprünglich war eine schrittweise Erhöhung bestehender Abgaben bis 2029 geplant. Nun kommt es jedoch zu einer zeitnahen Umsetzung. Laut Stimmen aus Barcelona belasteten Kreuzfahrttouristen die Stadt in hohem Maße.
Gemäß aktueller Vereinbarungen werden die Reedereien voraussichtlich bald eine Gebühr in Höhe von 30 Euro für normale Tagesbesuche in Barcelona zahlen müssen. Dieser Betrag setzte sich aus dem gesetzlich erlaubten Höchstmaß von 24 Euro für die Kreuzfahrtsteuer und weiteren kommunalen Zuschlägen und Gebühren zusammen. Über den Umgang der Reedereien mit anstehenden Kostensteigerungen ist bislang noch nichts bekannt. Eine Weitergabe von Mehrkosten an die Gäste, wie dies auch andernorts der Fall ist, liegt im denkbaren Bereich.
Barcelona ergreift in den letzten Jahren verschiedenste Maßnahmen zur Beschränkung des Kreuzfahrttourismus, bleibt aber dennoch einer der am stärksten frequentierten Häfen in ganz Europa. Die zweitgrößte Stadt Spaniens ist ein wichtiger Ein- und Ausschiffungshafen für internationale Reedereien und gleichzeitig ein beliebtes Ziel für Schiffe europäischer Kreuzfahrtmarken. Der Effekt deutlich steigender Gebühren pro Gast lässt sich derzeit kaum abschätzen. Denkbar sind schlicht Preissteigerungen für Kreuzfahrten mit Barcelona oder auch die Verlegung von Anläufen in naheliegende Alternativziele wie Valencia, Tarragona oder Palamós.
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