Aussenansicht der World Explorer / © Quark Expeditions

Brutale Walmassaker – Warum halten Reedereien an den Färöern fest?

Es sind grausame Bilder die immer wieder um die Welt gehen. Auf den Färöer hat einmal mehr ein so genannter Grindadràp sein Ende gefunden

Die Färöer Inseln mögen noch so schön sein, doch was sich dort mehrmals im Jahr abspielt ist einfach nur abscheulich. Die Rede ist vom Grindadràp, hierbei werden Wale auf brutalste Weise getötet – weil man es schon immer so gemacht hat. Doch es gibt einen Unterschied, denn zu früheren Zeiten wurde der Grindadràp durchgeführt, um Nahrung zu erhalten, heute werden die Tiere einfach nur aus Tradition getötet, weil man es schon immer so macht. 

Es wird kein Halt vor Jungtieren oder Schwangeren Wale gemacht, den Jägern ist es egal, welches Tier an der Stelle getötet wird. Im abschließenden Blutbad sind immer wieder ungeborene Baby-Wale zu sehen. Ein brutales und abscheuliches Schauspiel. Das Blutbad färbt das Wasser rot, Kinder und Jäger spazieren zwischen getöteten Walen. Bei der letzten Jagd, wurden innerhalb von fünf Stunden 94 Grindwale auf ekelhafteste Art und Weise getötet. 

Um die Wale zu bekommen, werden sie von den Jägern in Booten in Landnähe getrieben und mit Stricken gefangen, um sie am Strand zu töten. In Knie hohem Wasser werden den Walen Stäbe in die Blaslöcher gerammt, um ihnen den Orientierungssinn zu nehmen, im Anschluss werden die Kopfarterien mit Messern durchschnitten, sodass die Wale bei ihrem ganzen Bewusstsein verbluten müssen. 

Im Wesen der Tiere ist verankert, dass ein Sterbendes Mitglied nicht zurückgelassen wird, die Tiere bleiben bei dem Sterbenden. Das vereinfacht die „Arbeit“ der Jäger enorm. Weltweit wird Grindadràp kritisiert. 

Warum halten die Reedereien an den Färöer Inseln fest? 

Trotz dieser grausamen Taten halten einige Reedereien weiterhin an den Färöer Inseln fest, natürlich handelt es sich um fantastische Reiseziele, das Ausbleiben des Tourismus würde den Grindadràp wohl nicht verhindern, doch muss man eine derartige Insel trotzdem finanziell vorantreiben? Ich glaube nicht. 

Die Färöer Inseln bieten den Gästen eine schöne Destination auf dem Weg in den Norden, als Alternative käme eigentlich nur ein Seetag in Frage, doch diese sind bei den meisten Gästen eher unliebsam. Und so halten viele Reedereien noch an den Färöer Inseln fest. Aktuell haben mindestens 13 Reedereien Hafenaufenthalte auf den Färöern in ihrem Programm. 

Morgen wird die World Explorer, das erste Hochseeschiff für nicko Cruises, in Torshavn auf den Färöer Inseln festmachen. An Bord befinden sich hauptsächlich deutsche Gäste. Auch wir hätten im letzten Jahr auf den Färöer Inseln mit der MS Ocean Majesty gehalten, wenn ein Sturm das nicht verhindert hätte. Wir wären sowieso nicht von Bord gegangen, da wir das dortige Treiben nicht unterstützen möchten. 

Welche Reedereien haben derzeit die Färöer Inseln auf dem Plan?

Es gibt nicht mehr all zu viele Reedereien die die Färöer Inseln ansteuern und das ist auch gut so. Nach den Schiffen von AIDA Cruises, TUI Cruises, Costa Kreuzfahrten oder auch MSC Kreuzfahrten sucht man hier vergeblich, denn sie steuern die Färöer Inseln nicht mehr an. Dafür aber andere, vorwiegend amerikanische Reedereien. Aber mit der World Explorer wird morgen auch ein Schiff des deutschen Marktes dort halten. Und auch bei der MS Berlin und der MS Magellan von TransOcean Kreuzfahrten stehen die Färöer Inseln noch auf dem Plan. Die Aufenthalte dieser Schiffe sind allerdings alle erst für 2020 geplant. Mindestens 84 Kreuzfahrten werden in 2020 und 2021 auf die Färöer Inseln führen. 

Diese Reedereien werden die Färöer Inseln in den Jahren 2019 – 2021 ansteuern: 

  • Nicko Cruises
  • Transocean Kreuzfahrten
  • Princess Cruises
  • Silversea Cruises
  • Seabourn Cruise Line
  • FTI Cruises
  • Regent Seven Seas Cruises
  • Cunard Line
  • Windstar Cruises
  • Pullmantur Cruises
  • Holland America Line
  • P&O Cruises
  • Oceania Cruises 

Sollten die Reedereien auf diese Anläufe in Zukunft verzichten, wird die Walschlachtung nicht zwingend ein Ende haben, doch wie erwähnt, man sollte in unseren Augen derartiges Treiben nicht noch finanziell untermauern. 

Da wir die Verschreckenden Bilder hier nicht zeigen möchten, aber dennoch auch nicht auf die Möglichkeit verzichten möchten, kannst du hier ein Video des aktuellen Grindatràp auf Youtube sehen. Nicht für Kinder oder schwache Nerven geeignet. 

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4 Kommentare gepostet

  1. Danke für den Beitrag. Ich hoffe, dass noch viele Reedereien folgen und diese Insel mit den dort lebenden Barbaren (denn nichts anderes sind solche Menschen) zukünftig nicht mehr ansteuern.

    Viele Grüße,
    Sebastian

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