Carnival Corporation bereitet sich auf „Worst-Case-Szenario“ vor

Carnival Corporation bereitet sich auf „Worst-Case-Szenario“ vor

Carnival Victory / Carnival Cruise Line
Carnival Victory / Carnival Cruise Line

Carnival Corporation bereitet sich auf das Schlimmste vor

Nachdem viele Reedereien und Unternehmen sich zu Beginn der Coronakrise noch sehr optimistisch gezeigt hatten, werden die Aussagen ebendieser immer kleinlauter. So hat sich die wichtige Meyer Gruppe bereits geäußert, dass man bis mindestens 2023 mit keinen neuen Bestellungen von Kreuzfahrtschiffen rechnet und man leider davon ausgehen kann, dass Personal abgebaut werden muss. Um den Betrieb am laufen zu halten, soll das aktuelle Auftragsbuch gestreckt werden, das würde dazu führen, dass die aktuell geplanten Kreuzfahrtschiffe wohl teilweise mit starker Verschiebung auf den Markt gebracht werden. 

Auch die Reedereien zeigen sich immer weniger positiv, haben auch keinerlei Einfluss auf das Geschehen, denn sie müssen sich an die politischen Regularien aller Länder halten. So hat die amerikanische CDC bereits beschlossen, dass es in den USA keine Anläufe bis einschließlich 23.07.2020 geben wird, Alaska und Kanada lassen bis Anfang Juli 2020 keine Anläufe zu. In der Folge haben mehrere Reedereien bereits die Alaska Saison zahlreicher Kreuzfahrtschiffe abgesagt. 

Nun hat sich auch Arnold Donald, CEO der Carnival Corporation, dem größten Kreuzfahrtkonzern der Welt, zu Wort gemeldet. Er berichtete in amerikanischen Medien, dass sich die Carnival Corporation auf ein absolutes Worst-Case-Szenario vorbereitet. Doch auch hier wird kein Zeitraum genannt, die Rede war in dieser Stelle, dass man sich darauf vorbereitet habe und vorbereiten wird, dass einige Zeit keine Einnahmen generiert werden können. Die Carnival Corporation hat sich bereits umfassende Kreditlinien gesichert und suche derzeit nach weiteren Liquiditätsoptionen zum Beispiel in Konjunkturpaketen von Regierungen. 

Ebenso soll Donald gesagt haben, dass man an einer Stundung der vorhandenen Schulden und Verbindlichkeiten arbeite. Auf die vorgeschlagenen Branchenrichtlinie, dass beispielsweise nur noch unter 70-jährige vorübergehend auf Kreuzfahrt gehen sollten, soll Donald geantwortet habe, dass derzeit definitiv nicht gewiss sei, welche Regularien in Zukunft in Kraft treten werden. 

Weiterhin soll Donald berichtet haben, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass ganze Flotte direkt wieder in Betrieb genommen werden. Er gehe davon aus, dass man einzelne Schiffe in einzelnen Destinationen zu Beginn wieder einsetzen könne, aber definitiv keine ganzen Flotten. Auch soll Donald auf die bestehende Auftragslage im Bezug auf Neubauten auf den Werften reagiert haben. Hier antwortete er ähnlich wie zuvor die Meyer Gruppe und deutete an, dass man versuche, die 18 Bestellungen gemeinsam mit den Werften neu zu datieren. Weiterhin gehe die Carnival Corporation durch die verringerte Arbeit auf den Werften davon aus, dass sich zahlreiche Neubauten verspäten werden. 

Zu den Marken der Carnival Corporation gehören AIDA Cruises, Costa Kreuzfahrten, Cunard Line, Holland America Line, P&O Cruises, P&O Australia und die Seabourn Cruise Line. 

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2 Kommentare gepostet

  1. Es stand irgendwo in Finanzmedien, dass die weltgroesste Kreuzfahrtgesellschaft Capnival plc eigentlich schon im November 2019 etwa 20 Milliarden Schulden insgesamt hatte. So mag es sein, dass die Corona Kriese nur als Verdeckung benutzt wird, um zahlreiche Fehler von Corporate Management geheim zu halten.

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