Carnival Corporation will mindestens sechs Kreuzfahrtschiffe in den nächsten 90 Tagen abgeben

Carnival Corporation will mindestens sechs Kreuzfahrtschiffe in den nächsten 90 Tagen abgeben

Costa Victoria auf hoher See / © Costa Crociere
Costa Victoria auf hoher See / © Costa Crociere

Carnival Corporation wird zeitnah einige Kreuzfahrtschiffe abstoßen

Die Carnival Corporation, der größte Kreuzfahrtkonzern der Welt, soll bekanntgegeben haben, dass man die zeitnahe Abgabe von mindestens sechs Kreuzfahrtschiffen plane, so Cruiseindustrynews. Bei diesen Kreuzfahrtschiffe handele es sich demnach um Schiffe, die ohnehin in den nächsten Jahre hätten abgestoßen werden sollen. Die Abgabe der Kreuzfahrtschiffe soll demnach in den nächsten 90 Tagen erfolgen, derzeit arbeite man daran, passende Abnehmer für die Schiffe zu finden, oder auch die Deals zu vervollständigen.

Die Abgabe der Schiffe, die nicht namentlich genannt wurden, sei ohnehin geplant gewesen, durch die aktuelle Corona-Pandemie wolle man diese aber nun schneller abstoßen als ursprünglich geplant. Der erste Name, der einem nach den letzten Tagen in den Kopf schießt, ist an dieser Stelle Costa Victoria, bei der bereits weitestgehend sicher war, dass sie gegen Ende des Jahres die Flotte verlassen würde, aber scheinbar jetzt schon verkauft wurde. 

Es ist davon auszugehen, dass Costa Victoria auch nicht das einzige Kreuzfahrtschiff von Costa Crociere sein wird, dass in diesem Rahmen die Flotte verlassen wird, denn bereits seit längerem ist ein Plan bekannt, der vorgibt, dass insgesamt fünf Kreuzfahrtschiffe von Costa abgegeben werden sollen. Den Anfang dieser fünf Abgaben machte bereits Costa neoRiviera, die zu AIDAmira umgebaut wurde. Auch bekannt war bereits, dass Costa Mediterranea ab Mai 2021 nicht mehr für Costa eingesetzt wird. Auch hier ist denkbar, dass die „Medi“ nach dieser Meldung keine Reise mehr für Costa Kreuzfahrten absolvieren könnte. 

Rein spekulativ wären somit zwei Costa Schiffe schon bald nicht mehr im Dienst der Reederei. Damit hätte Costa bereits drei der fünf geplanten Schiffe abgestoßen. Bei den beiden anderen Schiffen, die Costa abgeben möchte, wird es sich um Costa Atlantica (2003 / schon seit April zum Umbau in Asien) und Costa neoRomantica (1993) handeln. Bei Costa Atlantica schien die Lage zuletzt relativ unklar zu sein, es sieht allerdings danach aus, dass sie mehr oder weniger bereits etwas früher als geplant abgegeben wurde. Schon im April befand sie sich in einer Werft in Asien. Hier wird wohl der Umbau begonnen worden sein. 

Die genannten „mindestens sechs“ Kreuzfahrtschiffe würden also demnach wohl aus drei Costa Schiffen bestehen: Costa Atlantica, Costa Victoria und Costa Mediterranea. Costa Atlantica war im April bereits in einer asiatischen Werft, soll nach Asien abgegeben werden. Auch Costa Mediterranea befindet sich in Asien, soll allerdings als nächstes Mittelmeerkreuzfahrten anbieten. Daher ist es denkbar, dass auch sie verfrüht an den neuen Eigner abgegeben wird. 

Bei AIDA Cruises wäre es zwar möglich, dass ein Schiff aus der Selection Flotte abgestoßen werden könnte, ist allerdings eher nicht denkbar, da diese schließlich erst mit AIDAmira verstärkt wurde. Mit der Fantasy-Klasse hat auch die Carnival Cruise Line, Eigenmarke der Carnival Corporation, zahlreiche Kreuzfahrtschiffe, die vor 2000 bzw. teils gar vor 1995 gefertigt wurden. Auch hier wäre eine Abgabe eines Kreuzfahrtschiffes vorstellbar. Für die Carnival Cruise Line wird derzeit mit der Mardi Gras ein erstes LNG Kreuzfahrtschiff gefertigt. 

Dass die Cunard Line eine ihrer drei Queens abgeben wird, ist wohl ausgeschlossen. Auch die Schiffe der Holland America Line scheinen relativ sicher zu sein. Spannender wird es wieder bei der P&O Cruises, oder besser gesagt bei der P&O Australia, denn hier ist die Abgabe zweier Kreuzfahrtschiffe bereits bekannt. In 2021 sollen nämlich die Pacific Aria (Künftig: Ida Pfeiffer) und die Pacific Dawn (Künftig Amy Johnson) abgegeben werden. 

Bei Seabourn Cruise Line erscheint eine Abgabe eines Schiffes absolut unwahrscheinlich, denn das älteste Schiff der Flotte wurde an dieser Stelle im Jahr 2009 gefertigt, somit kommt eine Abgabe hier sicherlich nicht in Frage, denn die Abgaben erfolgen unter anderem im Rahmen der Flottenverjüngung. Die Princess Cruises hat innerhalb seiner Flotte vier Kreuzfahrtschiffe mit Baujahr vor 2000, auch hier könnte möglicherweise ein abgegeben werden. 

Es gilt zu beachten, dass es sich hier an vielen Stellen um unbestätigte Spekulationen handelt. Fakten sind jedoch, dass Pacific Aria, Pacific Dawn, Costa Atlantica, Costa Victoria und Costa Mediterranea bereits mehr oder weniger abgegeben wurden oder die Abgabe bereits angekündigt wurde. Durch die genannte Anzahl von mindestens sechs Kreuzfahrtschiffe, die sowieso abgegeben werden sollen, ist es also sehr wahrscheinlich, dass diese Schiffe (vor allem Costa Atlantica und Costa Victoria) nun früher bzw. etwas früher abgegeben werden oder im Falle der Atlantica wurden. 

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2 Kommentare gepostet

  1. Hört sich viel dramatischer an, als es ist. Atlantica gehört sowieso zu Costa Asia und war (leider) für Europäer nicht mehr buchbar. NeoRiviera ist schon seit einem Jahr bei AIDA, neoRomantica ist ebenso in Asien und Medi und Vici sind schon länger geplant gewesen. Für uns Europäer bleibt also beinahe alles gleich, ausser das Vici und Medi ein paar Monate früher verschwinden.

    Neben den Neubauten Smeralda und Toscana, kommt angeblich der Neubau Firenze nach Europa!

    Zuverlässige Quelle!

  2. „In 2021 sollen nämlich die Pacific Aria (Künftig: Ida Pfeiffer) und die Pacific Dawn (Künftig Amy Johnson) abgegeben werden.“
    Nur wenn CMV keine neuen Kredite mehr bekommt, wird sich dass wohl nicht realisieren lassen.

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