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Celebrity Solstice: Luftwaffe rettet Gast vor Kanadas Küste

Celebrity Solstice auf See / © Celebrity Cruises
Celebrity Solstice auf See / © Celebrity Cruises
Zuletzt aktualisiert: 17.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf der Celebrity Solstice kam es in der Nacht zum 12. September 2026 zu einem schweren medizinischen Notfall.
  • Das Schiff befand sich rund 200 Kilometer vor Port Hardy (British Columbia), mitten auf einer Alaska-Kreuzfahrt ab Vancouver.
  • Die kanadische Luftwaffe rettete den Gast mit einem CH-149-„Cormorant“-Hubschrauber und flog ihn nach Comox.
  • Neben dem Patienten wurden auch eine Begleitperson und ein Mitglied der Bordcrew mit ausgeflogen.
  • Celebrity Cruises bestätigte den Vorfall als „medizinische Ausschiffung“.

Celebrity Solstice hat vergangene Woche einen echten Schreckmoment erlebt! In der Nacht zum 12. September musste ein Gast mit einem schweren medizinischen Notfall vor der Küste von British Columbia ausgeflogen werden – und dafür rückte gleich die kanadische Luftwaffe mit zwei Maschinen an. Ich zeige euch, was genau passiert ist und warum mir dieser Fall zeigt, wie wichtig eine gute Reiseversicherung gerade auf Alaska-Kreuzfahrten wohl ist.

Nach übereinstimmenden Berichten ging der Notruf um 3:51 Uhr Ortszeit bei der Rettungsleitstelle der kanadischen Luftwaffe ein. Die Celebrity Solstice befand sich zu diesem Zeitpunkt rund 200 Kilometer vor Port Hardy an der Nordspitze von Vancouver Island – mitten auf einer siebentägigen Alaska-Kreuzfahrt ab Vancouver, wie sie die Reederei in dieser Saison mehrfach anbietet. Ein Gast an Bord war so schwer erkrankt, dass die Bordmediziner eine Ausschiffung auf See für zwingend notwendig hielten.

So lief die Rettungsaktion ab

Die kanadische Luftwaffe schickte ihre 442 Transport and Rescue Squadron vom Stützpunkt 19 Wing Comox los – gleich mit zwei Maschinen: einem CH-149-„Cormorant“-Rettungshubschrauber, der auch auf offener See winden kann, und einer CC-295-„Kingfisher“ zur Unterstützung bei der Koordination. Rund dreieinhalb Stunden nach dem ersten Notruf, gegen 7:25 Uhr, erreichte die Crew die Celebrity Solstice. Vom Deck aus wurden der erkrankte Gast, eine Begleitperson und ein Mitglied des Bordmedizinteams gehievt – insofern war es keine reine Einzelrettung, sondern gleich ein kleines Team, das von Bord musste. Der Hubschrauber flog die Gruppe anschließend rund 290 Kilometer weiter nach Comox auf Vancouver Island, wo der Patient in kritischem Zustand an den Rettungsdienst von British Columbia übergeben wurde.

Celebrity Cruises bestätigte den Vorfall und teilte mit: „Ein Gast erlitt während der Reise einen medizinischen Notfall. Da zusätzliche Versorgung nötig war, haben wir eine medizinische Ausschiffung ermöglicht.“ Zum Gesundheitszustand des Gastes machte die Reederei erwartungsgemäß keine weiteren Angaben.

Warum solche Notfälle auf Alaska-Kreuzfahrten besonders heikel sind

Was diesen Fall für mich besonders macht: Die Strecke zwischen Vancouver und Alaska zählt zu den abgelegensten Kreuzfahrtrouten weltweit. Zwischen den Häfen liegen oft hunderte Kilometer offenes Wasser oder dünn besiedelte Küstenabschnitte ohne nennenswerte Kliniken – KEINE Selbstverständlichkeit, wenn man an die üblichen Mittelmeer- oder Karibikrouten mit ihren engmaschigen Häfen denkt. Genau deshalb braucht es in solchen Regionen eingespielte Search-and-Rescue-Einheiten wie die 442 Squadron, die auch nachts und bei Seegang binnen weniger Stunden vor Ort sein können.

Medizinische Notausschiffungen sind auf Kreuzfahrten im Übrigen keine Seltenheit – ich berichte hier regelmäßig über solche Fälle, etwa als die AIDAstella wegen eines Notfalls nach Lissabon zurückkehren musste. Der Unterschied bei der Celebrity Solstice: Weil auf der Alaska-Route kein Hafen in erreichbarer Nähe lag, blieb nur der Weg über die Luft.

Das bedeutet der Fall für eure nächste Alaska-Kreuzfahrt

Ehrlich gesagt: Einen Vorfall wie diesen kann niemand verhindern, und Panik ist hier fehl am Platz – die Rettungskette hat in diesem Fall gut funktioniert. Trotzdem nehme ich solche Meldungen immer wieder zum Anlass, es klar zu sagen: Wer auf Alaska, in die Arktis oder generell auf entlegene Routen fährt, sollte VOR Reiseantritt prüfen, ob die eigene Reise- oder Auslandskrankenversicherung auch einen Rücktransport per Helikopter oder Ambulanzflug abdeckt. Diese Kosten liegen schnell im fünf- bis sechsstelligen Bereich, wenn Versicherer nicht einspringen.

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Häufige Fragen zu dieser Meldung

In der Nacht zum 12. September 2026 erlitt ein Gast an Bord einen schweren medizinischen Notfall. Das Schiff befand sich rund 200 Kilometer vor Port Hardy in British Columbia, sodass eine Ausschiffung nur per Hubschrauber möglich war.

Die kanadische Luftwaffe übernahm die Rettung mit der 442 Transport and Rescue Squadron aus 19 Wing Comox – mit einem CH-149-„Cormorant“-Rettungshubschrauber und einer CC-295-„Kingfisher“ zur Unterstützung.

Der Patient wurde in kritischem Zustand nach Comox geflogen und dort dem Rettungsdienst von British Columbia übergeben. Weitere Angaben zum Gesundheitszustand hat Celebrity Cruises nicht gemacht.

Achtet unbedingt darauf, dass eure Reise- oder Auslandskrankenversicherung auch medizinische Rücktransporte per Helikopter oder Ambulanzflug abdeckt – gerade auf abgelegenen Routen wie Alaska kann das im Ernstfall entscheidend sein.

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