Kreuzfahrt: Gutschein statt Rückzahlung wird wohl kommen wenn EU Kommission mitspielt!

Kreuzfahrt: Gutschein statt Rückzahlung wird wohl kommen wenn EU Kommission mitspielt!

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Gutschein statt Rückzahlung zur Unterstützung der Touristik

Wie die dpa heute (u.a. in der FAZ) berichtet, soll das Corona-Kabinett einer Gutschein statt Rückzahlungspflicht Lösung für Reisen zugestimmt haben. Laut der Presseagentur stammen die Informationen aus Regierungskreisen, die Gutscheine sollen ihre Gültigkeit bis Ende 2021 bewahren. Entsprechend würde dies natürlich im Bereich der Reise für alle abgesagten Kreuzfahrtbuchungen gelten. 

Weiterhin heißt es, dass weitere Eu-Mitgliedsstaaten eine ähnliche Lösung suchen würden, dem müsste zuvor aber die EU-Kommission zustimmen. Derzeit soll sich die Bundesregierung noch in Gesprächen mit der Kommission befinden. 

Ziel der Maßnahme solle sein, dass Veranstalter und Reisebüros vor einem gesamten Zusammenbruch gerettet werden sollen, dennoch solle der Gutschein staatlich abgesichert werden. Sollte das Gutscheinmodell schlussendlich doch nicht zum tragen kommen, so müssten die Veranstalter laut eines Gutachtens, das der Quelle vorliegt, innerhalb der kommenden Wochen 3,5 Milliarden Euro zurückzahlen. Dies könnte für zahlreiche Unternehmen das Aus bedeuten. 

Auch die Kreuzfahrt ist an dieser Stelle betroffen, immer lauter werden die Rufe nach Rückzahlungen in Richtung AIDA Cruises, TUI Cruises, MSC Cruises und den anderen Reedereien. MSC Cruises verweist mittlerweile darauf, dass man die Gutscheine gemäß italienischem Recht ausgeben würde. Auch AIDA Cruises und viele weitere Reedereien beharren darauf, dass die Kunden im besten Fall umbuchen. Dies dient der Liquidität der Unternehmen. 

Pressemitteilung der Bundesregierung

1. Pauschalreisen und Flugtickets:
Die zuständigen Ressorts sollen an die Kommission mit dem dringenden Anliegen einer kurzfristig praktikablen Gutscheinlösung herantreten. In einem Brief soll die Kommission im Namen der Bundesregierung aufgefordert werden, unverzüglich zu handeln und für eine einheitliche europäische Regelung zu sorgen.

a. Pauschalreisen
BMJV, BMWi und BMF richten das Schreiben über den zuständigen Kommissar der DG Just Reynders an die Kommission. Die Regelung soll die Möglichkeit der Reiseveranstaltenden vorsehen, den Buchenden bei Pandemie-bedingten Absagen von vor dem 08.03.2020 gebuchten Reisen anstelle der binnen 14 Tagen fälligen Erstattung einen Gutschein zu geben, der folgende Bedingungen erfüllen soll:

  • Insolvenzabsicherung, ggf. staatliche Rückversicherung
  • Härtefallklausel für Fälle, in denen für den Buchenden der Gutschein unzumutbar ist
  • Gültigkeit des Gutscheins: 31.12.2021 – ist der Gutschein bis zu diesem Zeitpunkt nicht eingelöst, ist der Wert zu erstatten

b. Flugtickets
BMVI, BMWi und BMJV richten das Schreiben über die zuständige Kommissarin der DG Move Valean an die Kommission. Die Regelung soll den Airlines bereits kurzfristig (denkbar über eine normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift im Form einer Auslegungshilfe), aber auch mittelfristig durch Anpassung der Fluggastrechteverordnung die Möglichkeit geben, den Buchenden bei Pandemie-bedingten Absagen von vor dem 08.03.2020 gebuchten Flügen anstelle der binnen 7 Tagen fälligen Erstattung einen Gutschein zu geben, der folgende Bedingungen erfüllen soll:

  • Härtefallregelung
  • Gültigkeit bis 31.12.2021 – ist der Gutschein bis zu diesem Zeitpunkt nicht eingelöst, ist der Wert zu erstatten.

Hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung.

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68 Kommentare zu „Kreuzfahrt: Gutschein statt Rückzahlung wird wohl kommen wenn EU Kommission mitspielt!“

  1. Wenn die gutscheinregelung kommt werde ich keine Pauschalreise mehr buchen. Es ist für mich schon erstaunlich wie sich Regierung und EU immer wieder gegen die Verbraucher stellen. Dann können sie die Firmen ja gleich verstaatlichen. Das unternehmerische Risiko wird voll auf die Kunden abgewälzt.

    1. Pascal Wepner

      Sorry, aber wer bei einer Pandemie auf ein unternehmerisches Risiko verweist, während einem Großteil der Wirtschaft die Geschäftsgrundlage entzogen wird, hat den Schlag nicht gehört und hat vielleicht auf Reisen auch tatsächlich nichts verloren.

      1. Es gibt vielleicht auch Privatleute die einem grossen Unternehmen wie z.b. MSC nicht ihr sauer verdientes Geld als zinsloses Darlehen geben können bzw. wollen!Für mich ist so ein Verhalten extrem rücksichtslos gegen die eigenen Kunden! Wir werden sollte unsere Reise im August nicht stattfinden klagen durch alle Instanzen! Wir haben nicht ohne Grund in Deutschland ein verschärftes Reiserecht.

      2. Die Verbraucher sind jetzt mit Kurzarbeit konfrontiert. Bennenen sollte man ein Grund sie Verständnis aufbringen müssen für solvente Unternehmen, die im Fall von MSC über 300 profitable Frachtschiffe betreiben und im Grunde genommen sich sträuben ihre Rückstellungen anzuzapfen, um den Kunden ihre Reisegelder zu erstatten. Obendrein wollen wir nicht mehr eine Kreuzfahrt machen, weil unsere Urlaubspläne haben sich geändert.

      3. Es ist ein Unternehmerisches Risiko, welches in dieser Art halt Existenzbedrohend ist für viele Unternehmen und diese kommen nicht nur aus der Reisebranche.

        Es ist die Aufgabe einer Regierung in einer sozialen Marktwirtschaft eine praktikable Lösung zu finden um solche Existenzbedrohenden Situationen im Sinne der Gemeinschaft abzufedern.

        In der sozialen Marktwirtschaft kennen wir die Solidarität als eines der Kernprinzipien unserer Gesellschaftlichen Ordnung. Dieses solidarische Prinzip funktioniert nur, wenn auch jeder einen Teil dazu beiträgt und dazu gehört eben für die Rederei, dass sie Möglichkeiten schaffen, dass die Gäste ohne Verlust von Geld eine Reise, wenn auch nicht zum gewünschten Termin, antreten können und für den Gast, dass er eben jene Möglichkeit auch akzeptiert und sein Los trägt eben nicht den Reisepreis erstattet zu bekommen. Für die Regierung und den Steuerzahler bedeutet es aber auch den Schiffsbetrieb durch Kredite und Bürgschaften zu sichern und so es den Gästen zu ermöglichen die Reise zukünftig auch in Anspruch zu nehmen.

        Jeder trägt einen Teil dazu bei und Egoismus ist in dieser Situation nicht mehr angebracht.

        Die Gutschein Lösung ist in doppelter Hinsicht gut, denn sie sorgt auch dafür, dass das Geld nicht nur beim Veranstalter bleibt, sie sorgt auch dafür das die Reisebüros schnell wieder Provisionen bekommen. Als Gast mit Gutschein ist es sogar sehr schlau möglichst zeitnah seinen Gutschein wieder in eine Buchung umzuwandeln. Mit einer Buchung bekommt man einen neuen Sicherungsschein und dieser ist wieder gegen Insolvenz versichert. Der Gutschein wiederum wäre im Falle einer Insolvenz nur ein Stück Papier.

        1. Nein, soziale Marktwirtschaft heißt nicht, dass der Kunde Unternehmen rettet, sondern umgekehrt. Der Staat muss die Unternehmn retten, nicht der Kunde. Zudem darf der Staat nicht rückwirkend Recht ändern, die Gutscheinlösung ist rechtlich daher nur für zukünftige Reisen gültig, alles andere werden die Gerichte kassieren. Es gibt nur eine rechtlich zulässige Lösung, wenn der Staat die reisebranche retten will, der Staat muss mit Krediten und Fianzhilfen die Reiseunternehmen retten, alles andere ist illegal.

          1. Pascal Wepner

            Du weisst aber schon, wer das bezahlt, wenn der Staat da Milliarden reinpumpt oder zahlst Du per se keine Steuern? Dann betrifft Dich das natürlich nicht.

        2. Hagenbucher

          Gutschein annehmen, fahren und dann in Quarantäne, keine Beatmungsgeräte, keine Intensivstation, Häfen dürfen nicht
          angefahren werden. Der reinste Horror im Urlaub, Gutschein erledigt, Konzern gerettet. Der Virus begleitet uns
          noch nächstes Jahr.

          1. Pascal Wepner

            Kann natürlich ausschließlich und nur auf Kreuzfahrt passieren. Ich hoffe Du hast ein schönes Zuhause…

      4. Dann wird endlich mal die Advocard genutzt.

        Wir Kunden sind keine Bank!

        Der „Gutschein“ ist nichts anderes, als ein Zwangskredit für Unternehmen, geht’s eigentlich noch?

        Wer kann mor sagen, wie die Situation nach der Corona Krise ist? Werden die Flugpreise in die Höhe gehen und am Ende, zahle ich alleine 2000€ für den Flug? Unter diesen Umständen würde ich nämlich nicht buchen!! Somit muss ich die Zeit verstreichen lassen und gewähre dem Unternehmen, mit meinem Geld zinsfrei zu arbeiten! Das kann nicht sein und ich hoffe, der Verbraucherschutz setzt sich ausgiebig dagegen ein.

    2. Christiane Reuter

      Sehe ich auch so ich habe lungenkr und wollte noch einmal eine Kreuzfahrt mit machen ich weiß nicht wie lange ich lebe.

      1. Pascal Wepner

        Du wirst dann wohl unter die Härtefälle zählen. Da muss man mal abwarten, wie die genauen Parameter ausschauen.

    3. Karl Heinz Piebrock

      Habe mit der gesamten Familie 3 Luxuskabinen bei AIDA über den 5.6
      20 gebucht. An diesem Tag sollte GOLDENE HOCHZEIT gefeiert werden. Mit einer Gutscheinlösung kann ich nichts anfangen. Also Erstattung sonst nie wieder Kreuzfahrt.

        1. Hr. Wepner, gerne übernehme ich für Sie die Aufklärung, da Sie ja selbst ein sehr aufklärender Mensch sind. Auch AIDA bietet Suiten an. Das ist bei einem begrenzen Raumangebot auf dem Schiff dann Luxus!

          1. Pascal Wepner

            Naja, die Suiten bei AIDA als Luxus zu bezeichnen ist schon ein wenig lustig, aber ok. Je nach dem von welchem Standpunkt man schaut kann das für einen selbst so sein. Die Penthouse Suite von Nova und Cosma würde ich in dieser Richtung sehen, alles andere halt nicht.

  2. Gerd Habersack

    Ob eine solche Regelung vor Gerichten Bestand (Rückwirkungsverbot)haben wird, möchte ich mal dahingestellt lassen.

    So wie es im Beitrag formuliert ist, wäre aber zumindest der Kunde besser abgesichert.

    Bisher sind Gutscheine nicht durch die Sicherungsscheine abgedeckt, das soll ja verpflichtend werden. Ob das die Reedereien wirklich erfreut, ist eine andere Sache, denn die Versicherungsunternehmen werden sich dies sicher mit sofort fälligen zusätzlichen Versicherungsraten vergüten lassen, die dürften nicht gerade günstig sein, da es jetzt ja um ein bekanntes beträchtliches Versicherungsvolumen geht.

    Im Prinzip sollen die Gutscheine ja nicht verfallen, sondern am Ende der Frist bei Nichteinlösung ausgezahlt werden, d.h. die Reedereien schleppen eine beträchtliche finanzielle Bürde mit in die Zukunft. Der Idee, durch Preissteigerungen bei Umbuchungen einen Teil der Gutscheinpreise durch nachzuzahlende Aufpreise wieder hineinzubekommen, dürfte damit begrenzt sein, gehen die Kunden nämlich durch Buchungen nicht darauf ein, wären Anfang 2022 umso stärkere Finanzabflüsse zu verkraften. Ein Mangel an üblichen Sonderangeboten würde für die Reedereien dann möglicherweise nicht ungefährlich.

    Im Prinzip bleiben damit die finanziellen Lasten der Reederein bestehen, werden nur zeitlich gestreckt. Da nun mehr Rücklagen gebildet werden müssen, dürfte der Wachstum der Kreuzfahrtbranche durch noch mehr Neubauten erstmal gebremst sein, die möglichen Überbrückungskredite zum Ausgleich der ausgefallen Fahrten müssen ja auch getilgt werden.

    Was die Härtefallregelung angeht, muss man die Bestimmungen mal abwarten, sie dürfte vermutlich die Anbieter im Massenmarkt stärker treffen als den Luxusmarkt.

    Wenn es so bleibt wie angekündigt, ist die Regelung für die Kunden eigentlich besser als für die Reedereien. Interessante Frage wird auch sein, ob die Regelung auch auf die Kunden anwendbar ist, die schon einen Gutschein akzeptiert und damit ihre rechtlichen Ansprüche nach bestehendem Recht aufgegegeben haben. Die stehen dann möglicherweise genau so dumm da wie diejenigen, die kurz vor den Absagen durch die Reedereien selbst storniert haben.

  3. Es gibt zwischen tui cruises und mir einen Vertrag, in dem der Storno eindeutig geregelt ist. Die Rückzahlungsfrist ist im BGB ebenfalls unmissverständlich geregelt. Lange nach Vertragsabschluss sollen nun diese Regelungen einseitig außer Kraft gesetzt werden, was in meinen Augen ein klarer Rechtsbruch ist. Was sind AGBs und die Gesetze im BGB noch wert, wenn man sie rückwirkend einseitig ändern kann?
    In meinem Fall scheint es so, als ob tui cruises die Rückzahlung bewusst hinauszögert. Trotz meines Hinweises auf die gesetzliche Rückzahlungsfrist habe ich innerhalb dieser Frist kein Geld erhalten.
    Wie wäre tui cruises wohl mit mir verfahren, wenn ich storniert und nicht rechtzeitig bezahlt hätte?
    Ade Rechtsstaat

    1. Jürgen Hesse

      Geht mir ganz genau so ! TUI mauert und verzögert.Falls diese Regelung kommt werde ich nie wieder eine Reise buchen, die ich vorher bezahlen muss und nie wieder TUI Cruises! Ggf. sollten wir eine Sammelklage erwägen hier wird rückwirkend geltendes Recht gebrochen.
      EU Kommission hin oder her!

      1. Pascal Wepner

        Sammelklage ist super. Nach dem die sich den Coronavirus einfallen lassen haben, weltweit die Wirtschaft zum erliegen gebracht haben sehe ich auch keine andere Wahl als eine Sammelklage. Oder vielleicht sogar ein operativer Angriff durch das Militär.

          1. Pascal Wepner

            Nun, ich stelle mich individuell auf jeden Kommentar ein. Das macht mir auch nichts aus, die Niveauleiter hoch und runter zu klettern.

    2. Jürgen DÜERKOPP

      Hallo Rene, ich bin genau Deiner Meinung! Wir waren auf Gran Canaria-kombitour-1Woche Hotel u. dann auf Aida 1 Woche Kanaren Kreuzfahrt. Kreuzfahrt wurde abgesagt, offizielle Nachricht ist immer noch nicht erfolgt-auf mail kommt keine Antwort u. dann sollen wir Gutscheine akzeptieren. Da bin ich nicht dabei, denn vor Abflug haben wir am 06.März eine Stornierung gegen Gutschein angeboten. Wurde abgelehnt……Storno möglich, aber wir sollten die kompletten Stornogebühren zahlen. Ich habe das Gefühl, dass da ein Schneeballsystem zusammenbricht!

  4. Unfassbar das wir Kunden jetzt den Unternehmen aus unserem Geld zinsfreie Darlehen geben sollen. Sind hgleich von 2 Reisen betroffen. Die Entscheidung wer meine nächste Reise Veranstaltet hat doch nicht der Staat zu bestimmen,gehts noch? Keine Leistung bekommen,Geld zurück.
    Ist ja nicht so das ich dann ein anderes mal fliegen darf,NEIN wenn dann der Flug teurer wird(gehen wir mal von aus) soll ich eine Differenz zahlen,lustige Idee. Fair wäre zu sagen unabhängig vom Preis darf ich meinen Flug an meinem Wunschdatum nutzen,OHNE Aufpreis,egal wann. Wir sollen Kulanz zeigen ,unser Gegenüber aber nicht???

    1. Die Bücher sollten offen auf den Tisch gelegt werden. Falls einer Reederei tatsächlich die Insolvenz droht, könnte wir als Familie da Verständnis aufbringen und Gutscheine akzeptieren. Jedoch hat beispielsweise MSC Cruises angekündigt ab 01.06.2020 Kreuzfahrten zu fahren. Wieviele Kunden von MSC können das von sich behaupten?? Absolute Ungewissheit, Kurzarbeit, finanzielle Sorgen breiten sich aus. Und ich soll für mein Bares, was jetzt zum Überleben meiner Familie gebraucht wird, eintauschen für Makulatur??!! Mein Anwalt und ich wurden von MSC gebeten bis zum 20.04.2020 zu warten. Sollte keine Erstattung stattfinden werden wir nie wieder bei MSC buchen und ich werde auch jedem abraten mit der MSC auf Kreuzfahrt zu gehen.

      1. Pascal Wepner

        Da es alle Reiseveranstalter weltweit betrifft, wird es dann in deinem Leben sehr schwierig mit Urlaub. Das geht dann nur noch komplett individuell ohne Veranstalter. Ist hart aber machbar.

        Und ganz ehrlich: Wer jetzt zum Anwalt rennt und dem Geld gibt, weil es einem ja so schlecht geht und das Geld unbedingt braucht, verarscht sich auch bisschen selbst oder?

        1. Wepner: Gott sei Dank habe Ich eine Rechtschutzversicherung und einen guten Anwalt der sich gerne mit MSC auseinander setzt!

  5. Clevere Regierung. Pleitewelle statt dieses Jahr dann am 31.12.21. Verbraucher werden gezwungen zinslose Bank zu spielen und geraten selbst dadurch in finanzielle Notlagen. Aber hey, Hauptsache multinationale Millardenkonzerne sind geschützt.

  6. Wie weltfremd ist denn dieses Argument. Haben Sie auch gerade für mehrere tausend Euro gebucht und können dies als zinslosen Kredit einem Veranstalter überlassen? Das ist dann Ihre Entscheidung ! Und nur so wäre es okay,
    der Kunde entscheidet. Mein Mann und ich sind in 100% Kurzarbeit, keiner weiß wie lange und die Verbindlichkeiten laufen weiter.

  7. Wenn die Gutscheine stückelbar, übertragbar, tausch- und handelbar wären, könnte ich mich notfalls damit abfinden. Dann könnte man sie z.b. In der Familie weitergeben, verschenken oder (mit Abschlag) verkaufen. Oder eben bis Ende 21 aufheben und sich dann auszahlen lassen. Bei mir geht es um 8000 EURO, also kein Pappenstiel. Kreativität und Verständnis sind jetzt gefragt.

  8. Jürgen Rickers

    Eine absolute Schweinerei!!! Hier wird den Unternehmen einfach ein Kredit auf Kosten der Verbraucher gegeben!

  9. Ich sehe das anders, ich werde hiermit dazu gezwungen dem Unternehmen einen zinslosen Kredit einzuräumen. Wenn ein Unternehmen die gebuchte Leistung nicht anbieten kann, muss es die Gelder dafür zurückerstatten, wenn es das nicht mehr kann, hat es Insolvenz anzumelden. Nur weil in der Reisebranche Vorrauszahlung die Regel ist, heißt das nicht, dass diese bei der Regelung der Rückerstattung plötzlich andere Maßstäbe anlegen können. Der Staat zwingt mich ja auch nicht einem Restaurant das ich potenziell besucht hätte einen Gutschein über den Wert des evtl. später gekauften Mittagessens abzukaufen. Genau das tut er durch diese Regelung aber bei Reisen, womit es sich um eine ungerechte Lage handelt. Wenn der Staat die Unternehmen stützen möchte, dann kann er das gerne durch Steuerstundungen etc. tun, aber die Kunden zur Gewährung von Krediten zu verpflichten, und vor allen Dingen die Rechtslage auch für bereits bestehende Verträge so zu ändern hat für mich nichts mit einer freien Marktwirtschaft zu tun.

    1. Pascal Wepner, wer bist du eigentlich? Ich habe das Gefühl, dass du das Sprachrohr der Touristikbranche bist.
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Die Gutscheine sollen nach Italienischen Recht vergeben werden. Wer kennt sich denn mit dem Recht aus.
      Ausserdem sollte man dem Kunden schon die Wahl lassen, bei wem er eine neue Buchung, wann auch immer, tätigt. Abgesehen davon, dass viele erstmal wahrscheinlich keine Reisen mehr aus finanziellen Gründen tätigen können, da auch sie erhebliche Einbussen durch die Krise haben und sich erstmal erholen müssen.

      1. Pascal Wepner

        Ich bin jemand der lesen kann. Es gibt einen Vorschlag mit vielen Details die fehlen. Insofern ist überhaupt gar nichts geklärt und ihr redet über Dinge die noch gar nicht beschlossen sind. Insofern ist die Frage, wer bist Du Tina, dass Du über Dinge sprechen kannst die weder existent noch beschlossen sind?

  10. Fast wäre ich Kapitän geworden

    Wird Zeit das Bundeskanzlerin Merkel zurück kommt.
    Dann ist vorbei mit lustig,dann wird gehandelt.

  11. Wenn die Gutscheinlösung durchgeht werden andere Branchen das gleiche fordern. Die Autohändler haben derzeit die gleichen Probleme. Keiner kauft ein Auto und die bereits verkauften Autos können nicht zugelassen werden weil die Zulassungsstellen geschlossen haben. Also könnte man doch dort auch eine Gutscheinlösung einführen. Anstelle des bezahlten Auto bekommt man einen Gutschein. Das ließe sich auf viele weitere Branchen ausdehnen. Wenn die Reedereien etwas vernünftiger mit ihren Kunden umgingen dann wäre das doch kein Problem. Ein großzügiges Bordguthaben oder einen guten Rabatt, eine Buchungsgarantie, eine Insolvenzabsicherung oder überhaupt einfach mal Anfragen beantworten und schon wären viele Reisende bereit Gutscheine zu akzeptieren.
    Aber wie ist die Realität? Die Reedereien antworten nicht, die Reedereien vera… die deutschen Kunden gegenüber beispielsweise den US-Amerikanern, die Reedereien sind zu keinem Zugeständnis bereit. Da wird gerade viel Vertrauen verspielt und deshalb wird eine Klagewelle kommen.

    Gleiches Recht für alle. Vielleicht können wir Bürger dem Finanzamt bei der nächsten Steuerzahlung auch einen Gutschein geben?

  12. „Gutschein statt Rückzahlung zur Unterstützung der Touristik“ ist doch nur kurzsichtig und sinnfrei. TuiCruises gibt mir einen Gutschein, ich möchte aber demnächst z.B. AIDA fahren. Kann ich aber nicht, da TuiCruises mir MEIN Geld nicht auszahlt. Und umgekehrt, was macht jemand mit seinem AIDA-Stornogutschein, wenn er TuiCruises buchen möchte?
    Wenn’s dumm läuft warten alle -incl. AIDA und TuiCruises- bis Ende 2021 die Kunden wieder frei über ihr Geld verfügen können.
    Und das Vertrauen ist im Eimer.

    1. Pascal Wepner

      Im besten Fall sind die Gutscheine handelbar. Aber wenn man jetzt TC gebucht hat wieso muss man dann zwingend im Nachgang AIDA fahren wollen? Man kann sich Probleme ja auch immer selbst schaffen wenn man möchte, ne? ;)

  13. @Pascal: AiDA war nur ein Beispiel. Ich selbst fahre äußerst selten mit TC, sondern bevorzuge Celebrity, Royal Caribbean und NCL. Dort gilt der Gutschein nicht und meine Kohle hat TuiCruises evtl. bis 12/2021, so dass ich dieses Geld nicht bei den anderen Cruise Lines ausgeben kann.

    1. Pascal Wepner

      Aber Du hast ja die TC Fahrt nicht gemacht, insofern kannst Du die ja nachholen. Wie gesagt, man kann sich auch selbst noch mehr Probleme machen als da sind.

  14. Thomas Dittenberger

    Die angedachte rückwirkende Gesetzesänderung wirkt sowohl verfassungsrechtlich als auch europarechtlich sehr bedenklich.

    Der Wunsch der Branche zu helfen in allen Ehren, aber jetzt so ein Schnellschuss Gesetz, dass die Kunden massiv benachteiligt hilft nicht und wird im Zweifelsfall vom BVerfG oder dem EuGH wieder einkassiert. Alle die das fordern können ja beim Herrn Scheuer nachfragen, wie das so mit der Maut gelaufen ist…

    1. Pascal Wepner

      Naja, besondere Zeiten brauchen besondere Taten. Man kann natürlich auch alles den Bach runter gehen lassen. Dann gibt es weder Geld, noch Gutschein noch danach Urlaube. Das kann für sich ja am Ende jeder selbst entscheiden. Ich hoffe tatsächlich, dass die Masse es versteht um was es geht. Denn das große und Ganze Problem ist weit dramatischer als jedes Problem dass sich der Kreuzfahrer der eine Reise gebucht hat gerade selbst vormacht.

      1. Sie wollen nicht verstehen, dass hier gerade der Rechtsstaat abgeschafft wird. Sie vertreten also die Meinung, wenn es der Branche hilft, dann kann man den Rechtstaat ja auch abschaffen. Das hatten wir schon einmal vor 75 Jahren, da heiligte der Zweck die Mittel. Nein, der Staat darf bei uns viel, aber nicht alles, der Rechtsstaat ist immer zu wahren. Der Staat soll die Reisebranche finanziell unterstützen, das ist die einzige rechtlich zulässig Lösung. Es kann doch nicht wahr sein, dass TUI und Lufthansa mit Steuergeldern geholfen wird, aber der Steuerzahler dann den Unternehmen auch noch einmal Kredit geben soll. Ich hoffe, dass diese rechtswidrige Lösung ncoh gestoppt wird.

        1. Pascal Wepner

          Ich vertrete die Ansicht, dass man dem Kollektiv helfen muss und nicht dem Einzelnen. Gibt man Dir ein paar Euro zurück rettet man nichts. Gibt man für die Gesamttouristik Gutscheine aus, rettet man eine Branche mit 3 Millionen Mitarbeitern nur in Deutschland. Im übrigen verliert man durch den Gutschein auch überhaupt gar nichts.

          Halte ich für sinnvoller. Und ja es gibt Recht und Gesetz, es ist gibt aber auch die aktuelle Realität die das nicht hergibt.

  15. Ich will keinen Gutschein sondern mein eingezahltes Geld zurück! Die Unternehmen haben Milliarden an Gewinne gemacht und drücken sich das eigezahlte Geld zu erstatten. Nicht nur ich brauche das Geld jetzt zurück und nicht erst im Jahr 2022 oder später. Als 79 jähriger Kleinrentner kann ich auf das Geld nicht verzichten, ein Gutschein ist für nich unakzeptabel,basta!

    Peter Emden

    1. Pascal Wepner

      Wäre die Reise vor Corona passiert, wäre aber jetzt alles gut?

      Die Gewinne fließen komplett in den massiven Wachstum und in das „billig, billig, billig“ was die Gäste erwarten.

      1. Die Gäste erwarten für ihr eingezahltes Geld die entsprechende Gegenleistung. Kann diese nicht erbracht werden, muss das Geld zurück erstattet werden ,ohne wenn und aber!Das gilt für alle Wettbewerber ohne Ausnahme!

        1. Pascal Wepner

          Du, das Recht ist mir bekannt. Die Realität aber auch. Wenn das Recht in der Realität nicht umgesetzt werden kann, sollte man dafür sorge tragen, dass alle sauber durchkommen. Die Gegenleistung wird auch nicht ausgeschlagen, nur verschoben weil es die Realität eben akut nicht hergibt die Leistung zu erbringen. Auch wenn Du dein Geld zurückbekommst kannst Du NIRGENDWO die Leistung erhalten.

          Aber man kann auch die gesamte Touristik ins Nirwana jagen, ebenfalls nichts bekommen und eben viele Jahre keinen Urlaub in altbewährter Form mehr machen. Kann für sich ja jeder auf sein Ziel hinarbeiten. Ich hoffe die Masse macht das mit Verstand und zum Allgemeinwohl.

  16. …ich kann die Position jedes Einzelnen an dieser Stelle verstehen – sind auch von der Situation betroffen! Transreise von Dubai – Kreta MS5 zu einem besonderen Anlass, deshalb auf eine Junior Suite gespart…
    Die Situation ist für ALLE maximaler Mist! Ich denke, was die meisten in dieser Situation stört und auch wenig Verständnis erzeugt – 1. Die Mauertaktik bei den Absagen 2. Keine offene Kommunikation, nur Frasen gedresche im Umgang mit der Situation 3. Die komplette Tourismusbranche spielt auf Zeit und hofft, dass die Regierungen/ EU die Kohlen aus dem Feuer holen 4. WIR Kunden, fühlen uns nicht mehr als Kunden, sondern nur noch als zinslose Geldgeber, werden jedoch mit unseren Problemen gefühlt stehen gelassen, dann dieses Gefühl, dass ANDERE über mein Geld entscheiden und verfügen.
    Im übrigen gibt es auf Spiegel online einen Artikel mit dem Titel: EU- Kommision gegen Gutscheine für Reiseausfälle -03.04.2020 13:04 Uhr also ist es doch mal nicht so eben….!!!
    Und wenn es dann noch so läuft wie bei TUI Cruises, man bucht um und bekommt zur Belohnung die Anzahlung nochmals abgezogen – statt zu verrechnen, braucht sich niemand über fehlendes Verständnis beim „ehemaligen Kunden“ beschweren, da können wir noch so oft den #Wir halten zusammen zitieren -ist dann auch nur eine Worthülse!

    1. Christof Haust

      Völlig richtig. Die Reiseveranstalter scheuen dabei auch nicht vor bewussten Unwahrheiten zurück. MSC Deutschland beruft sich bei seiner Rückzahlverweigerung auf Italienisches Recht, dabei weiß MSC in München ganz genau, dass für sie nur deutsches Recht gilt. Die Schreiben von MSC grenzen daher an Betrug. Und so einem Veranstalter soll man jetzt auch noch Kredit gewähren? Never, ever!

        1. Der Imageschaden und der Vertrauensverlust wird gigantisch sein. Es wird sich Zeit verschafft zu Lasten der eigentlich wertvollen Kundenbeziehungen. Diesmal sind es aber nicht nur einzelne Kunden die vom kundenunfreundlichen Problemmanagement der Reedereien betroffen sind und sich abwenden werden. Diesmal trifft es Millionen. Auch wenn der Markt groß ist in Deutschland- unendlich ist er nicht. Habe dieses Jahr 4 Reisen bei AiDA gebucht. 2 sind von den aktuellen Absagen betroffen. Die Art und Weise wie AiDA mit dem Problem umgeht hat diesmal Konsequenzen. Dies hängt aber auch an Erfahrungen von über 30 Reisen mit dem Unternehmen. Probleme durfte man mit AiDA Touren/ Buchungen in der Vergangenheit schon nicht haben. Damit konnte ich aber leben. Aber die Art und Weise, wie man jetzt mit den Kunden umgeht, ist der absolute Höhepunkt. Ich habe meine Konsequenzen gezogen. Zum Glück gibt es viele Kunden, die so denken und handeln. Ohne Vertrauen und Kunden kein Geschäft. Vielleicht plant das Management schon die Verlagerung der Schiffe in den Boom Markt Nr. 1. Das AiDA Logo kann bestimmt auch in Chinesischen Schriftzeichen Abends beleuchtet werden. Ansonsten wird diese Management Entscheidung zum riesigen Bommerang, wenn man glaubt, dass das nicht nachhaltig massiv Kundenbeziehungen kosten wird. Ich werde es beobachten und bin gespannt wie das Ganze ausgehen wird. Das Geld ist zwar wichtig. Viel wichtiger ist aber wie AIDA mit mir als Kunden umgeht. Hoffe aber für alle, die das Geld grade wirklich brauchen, dass sie es so schnell bekommen wie möglich. Stay healthy.

          1. Pascal Wepner

            Ich weiss ja nicht ob Du das nicht mitbekommen hast, aber Du versteifst Dich hier voll auf AIDA während andere Veranstalter MINDESTENS das Gleiche tun, aber es auch deutlich schlimmer noch machen in dem man Telefonleitungen abschaltet usw.

            Also müssten deiner Weitsicht nach dann nirgendwo mehr irgendwelche Kunden buchen, der Deutsche macht nie wieder Urlaub mit einem Veranstalter sondern nur individuell mit seinem Zelt am Strassenrand und die Kreuzfahrtschiffe fahren im Konvoi in China?

            Kann ich mir so alles nicht vorstellen. Die akute Realität sieht auch anders aus. Ich sehe Dich mit deinen Aussagen nicht in der Masse wenn ich den Gesamtmarkt und deren Kunden betrachte.

            1. Wolfgang Hühn

              Wollten unserer Enkeltochter die Kreuzfahrt zur Jugendweihe schenken. Am16.3.. kam die Absage.. Die Jugendweihe wurde auf den 15.August verschoben. Ein Anruf bei Reisebüro brachte keinen Erfolg. Am gleichen Tag kam bei Sonnenklar.TV ein Angebot: Rundreise , Westen der USA vom 16. bis 27. 8.mit L.A. ,Las Vegas und mit einer Woche Badeurlaub auf Hawaii zum gleichen Preis wie auf mein Schiff 1 . Sofort buchte ich die Reise als Ersatz. Die Anzahlung habe ich schon gemacht in der Hoffnung das Geld zurück zu bekommen. Was nun ????

              1. Pascal Wepner

                Sonnenklar.TV gehört zu FTI. Die haben gerade eine dicke Finanzspritze bekommen. Ich nehme an, dass auch die mit Gutscheinen arbeiten. Wenn die Reise nicht stattfinden wird, wirst Du über die Alternativen aufgeklärt wenn es soweit ist.

      1. Hagenbucher

        Höhere Instanzen aufsuchen und nicht schon an der Rezeption aufgeben. Stress und Ausdauer sind angesagt.
        Vielleicht werden den Gutscheinbesitzern auch noch Bereitstellungsgebühren für die Kosten der stillgelegten
        Schiffe abgezogen. Die Prozeßkosten müssen auch noch untergebracht werden.
        Wenn sich die Firmen Tretboote kaufen und die Flotte verkaufen, können sie vielleicht die Kreuzfahrt noch retten.

  17. Wir haben mit drei Personen bei TUI Cruises eine 14 tägige Kreuzfahrt gebucht und sollten heute eigentlich in Grenada (Karibik) sein.
    Es brauchte eineinhalb Jahre Vorlaufzeit um mit unseren Arbeitgebern einen Zeitraum zu finden in dem wir gleichzeitig genehmigten Urlaub erhalten haben.
    Jetzt sitzen wir alle zu Hause.

    Im August 2020 haben wir noch über einen Zeitraum von 14 Tagen gemeinsam Urlaub.
    Leider passt in diesen Zeitraum nur ein Kreuzfahrtangebot von TUI Cruises über sieben Tage im Mittelmeer. Andere Kreuzfahrten starten entweder vor unserem Urlaubsbeginn, enden nach unserem Urlaubsende oder gehen nach Nordeuropa was uns aber gar nicht zusagt.
    Von den sieben angefahren Häfen auf der Mittelmeertour kennen wir zwei bereits ausgiebig. Ein Dritter liegt in Italien und ich bezweifle dass der im August für Kreuzfahrten schon geöffnet sein wird. Wirklich prickelnd sind diese Umbuchungsmöglichkeiten für uns also nicht.

    Eine weitere Möglichkeit wäre die jetzt ausgefallene Tour in der Karibiksaison 2021/22 nachzuholen. Schwierig wird da wieder die Urlaubsplanung um uns drei unter einen Hut zu bringen. Und laut Katalog 2021/22 ist die Route der Tour geändert. Die für uns sehr interessanten ABC-Inseln werden dann nicht mehr angefahren. Das reduziert die Attraktivität der Tour für uns erheblich.

    Es ist auch nicht möglich einen Gutschein von TUI Cruises für einen bei TUI gebuchten Hotelurlaub einzusetzen. (Aussage von Reisebüro)

    Mit Gutschein bleibt unser voll bezahlter Reisepreis dann wohl bis 31.12.2021 als zinsloser Kredit bei TUI Cruises und es bleibt die Hoffnung den Reisepreis in 2022 zurück zu bekommen. In 2020 und 2021 fallen Reisen für uns dann mangels Barmitteln aus.
    Wir hoffen also dass TUI Cruises bei ihrer derzeitigen Aussage bleibt und alle bis zum 30.04.20 entfallenen Reisen kurzfristig nach diesem Termin und ohne unser Zutun vollständig rückerstattet.
    Damit wären wir dann frei in unserer Entscheidung in 2020 und/oder 2021 je einen Hotelurlaub zu buchen und das Geld das derzeit bei TUI Cruises fest hängt an anderer Stelle in die Reisebranche zu investieren. Bei Hotelurlauben ist man i.d.R. mit (fast) täglichen An- und Abreiseterminen recht frei in der Terminwahl was unsere Urlaubsplanung erheblich vereinfachen würde.

    Eine Gutscheinlösung wäre für uns nur dann eine gute Lösung wenn man den Gutschein bei jedem Reiseveranstalter einlösen könnte der jetzt Gutscheine verteilt und nicht nur bei dem der den Gutschein ausgestellt hat.

    1. Pascal Wepner

      Naja, Du könntest Dich auch einfach von dem Dreierpack lösen und in 21 etwas anderes machen, 22 ist auch gerade eröffnet worden. Gibt schon auch Alternativen wenn man sich nicht mit Händen und Füssen dagegen wehrt.

  18. Ich bin durchaus für Solidarität, aber diese sollte nicht erzwungen werden. Nur bei TC und auch weiteren Veranstaltern finde ich einiges mehr als unverschämt. Als ich umbuchen wollte, da ich zur Risikogruppe gehöre, wurde ich auf AGB verwiesen. TC hat sich bis gar nix mehr ging geweigert, auch nur im geringsten Rücksicht auf ihre Kunden zu nehmen. Selbst Als die Häfen auf den Kanaren geschlossen hatten, hat TC noch weiter versucht, ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, obwohl doch da schon längst klar war, dass das was gebucht war nicht mehr einzuhalten ist.
    Jetzt wird hinausgezögert mit Rückzahlung, in der Hoffnung das die Gutscheinregelung durchgeht. TC vergisst, dass jetzt noch geltendes Recht besteht. Und das hinauszögern läuft dann auch noch stillschweigend. Das ist für mich die volle Verarsche!!! Also null entgegenkommen, aber nun Solidarität erwarten. Nein, danke.

  19. Gerd Habersack

    Aktuell ist Abwarten sicher keine schlechte Option, juristisch ist der Kunde in keiner schlechten Lage.

    Die EU scheint ja nicht auf den Wunsch der deutschen Regierung einzugehen, Gutscheine generell zuzulassen.
    Statt dessen wird Freiwilligkeit empfohlen, sofern die jeweiligen Mitgliedsstaaten staatliche Gutscheinabsicherungen einführen.
    In Deutschland wären dann Gutscheine vermutlich finanziell besser abgesichert als die deutschen Sicherungsscheine mit ihrer Deckelung (wobei letztere im übrigen EU-Vorgaben widerspricht).

    Es erscheinen damit mehrere Szenarien denkbar:

    1) Wenn schon genügend Gutscheine (bisher ohne Absicherung) akzeptiert worden sind, reichen möglicherweise die Finanzmittel, um die verbliebenen „Standhaften“ gemäß bestehender Rechtsgrundlage (an der die EU nichts verändern will) auszahlen zu können.
    2) Die deutsche Regierung spannt einen staatlichen Sicherungsschirm über die Gutscheine auf, dann steht man mit den Gutscheinen sogar besser abgesichert da als mit den aktuell bestehenden Sicherungsscheinen. Eine Annahme von Gutscheinen wäre dann sogar dann empfehlenswert, wenn man nicht mehr reisen möchte.
    3) Es ändert sich rechtlich nichts oder nicht rechtzeitig (die Reedereien sind ja bei nicht wenigen Reisenerstattungen juristisch schon im Verzug), dann muss mit Insolvenzen gerechnet werden, danach kommen die bestehenden Sicherungsgscheine in Anwendung. Dies dürfte allerdings finanziell bei weitem nicht ausreichen, da in Deutschland ja entgegen EU-Richtlinien eine Deckelung der Versicherungsleistung akzeptiert wurde. Man könnte dann den Rest als Staatshaftung einklagen (da EU-Recht nicht umgesetzt wurde, bei der Cook-Pleite wurde dies ja als gegeben bejaht), aber wann dann endlich die Kunden ihr Geld ausgezahlt bekommen, ist eine andere Frage (man muss kein Prophet sein, da eher mit Jahren zu rechnen).

    Option 2 wäre damit sicherlich nicht die schlechteste, Ende 2021 wäre das Geld dann fällig (entweder über die Reederein direkt oder über die staatliche Absicherung). Aber man sollte abwarten, bis die Regelungen feststehen, juristisch steht man aktuell besser da als die Reedereien (finanziell ist eine ganz andere Frage).

    1. Pascal Wepner

      Geht bestimmt irgendwie weiter. Ich nehme aber an, dass das zu anderen Konditionen passiert. Es wird vorbei sein mit billig-billig-billig und dem nachfolgenden „Aber das ist mein Recht“. Es wird wohl richtig teuer werden, damit dann jeder auf seiner Ich-Ich-Ich-Welle weiter reiten kann und das Recht dann auch in der Realität ohne Probleme Anwendung finden kann.

      Wenn man für 399 Euro seine Reisen immer bucht, kann man sich ja selbst ausdenken wie viel Spielraum da für Pandemien über ist.

      Und Gerd, nein Du bist nicht explizit gemeint – ich weiß, dass Du in einer anderen Preisklasse fährst.

  20. Wäre fast Kapitän geworden

    Hallo Aide,warum ist die Fahrt am 09.Mai nach Norwegen noch nicht abgesagt? Habt ihr ein Impfstoff gefunden oder ist es die geringe Wertschätzung eurer Gäste?

  21. Gerd Habersack

    Hallo Pascal,
    ja, ich fahre in einer anderen Preisklasse, weil mir persönlich meine vorhandenen Costa und Aida-Erfahrungen nicht so sehr gefallen haben, ohne dabei aber nun ein Urteil über Aida-Begeisterte fällen zu wollen, dies steht mir nicht zu. Primär geht es mir dabei auch weniger um die Preisklasse, sondern mehr um die Schiffsgröße. Ich finde es halt schöner, wie 2012 mit dem Schiff die Themse bis nach London zu fahren, statt mich von Dover auf eine längere Bustour (übliche Straßenstaus eingerechnet) zu begeben. Ist aber in der von Dir genannten Preisklasse nicht zu machen.

    Ich bin allerdings der Meinung, dass auch ohne Corona die Wachstumsphase der Kreuzfahrtindustrie sich ihrem Ende genähert hätte. Immer mehr und immer größere Schiff bei gleichbleibender oder schrumpfenden Zahl von Destinationen (viele schöne Häfen sind ja für die Riesenschiffe nicht erreichbar, weitere Restriktionen schon angekündigt, nicht selten liegt man in Containerhäfen) konnte nicht mehr lange gutgehen. Es ist eigentliche elementare Mathematik.

    Und das eine Pandemie unvorhersehbar gewesen sei, kann ich als Naturwissenschaftler auch nicht so stehen lassen. Eine RKI-Studie hat 2010 ziemlich genau das jetzige Geschehen vorhergesagt, wollte nur keiner in seiner Wachstumsbegeisterung zur Kenntnis nehmen.

    Ja, es wird sicher weitergehen, aber wahrscheinlich nicht einfach so wie bisher. Ob man es auch bei schrittweisen Lockerungen der Einschränkungen aber schon verantworten wird, noch in diesem Jahr mehrere Tausend Reisende auf einem Schiff zusammenzubringen, ist eine andere Frage. Entscheidend wird sein, wann ein Impfstoff zur Verfügung steht, da wird es mit dem Sommergeschäft (wenn überhaupt noch 2020) wohl auch nichts mehr.

    Ja, man hätte schon gerne eine Glaskugel, um darin zu sehen, wo die Kreuzfahrtbranche in einem Jahr stehen wird.

    Bis dahin: Gesund bleiben!

  22. Habe einer Kundin geraten (Abfahrt 31.05.20) über ihre Bank die bereits geleistete Anzahlung bei TC zurückbuchen zu lassen. Sie hatte Lastschriftverfahren und war zum Glück noch zeitlich im Bereich, wo eine Rückbuchung möglich ist. Die Abbuchung vom Restbetrag wird ebenfalls unterbunden. Man kann davon ausgehen, dass diese Cruise eh nicht stattfinden wird, und selbst wenn? Wo kann man in dieser Zeit denn überhaupt von Bord gehen??? Die meisten Häfen sind immer noch dicht und lassen keine Urlauber an Land. Warum also noch länger warten bis der VA die Kreuzfahrt storniert und einen Gutschein statt Rückzahlung anbietet? Ein Gutschein ist viel zu unsicher, da man nicht weiß, ob besagter VA später überhaupt noch existiert. Die Kundengelder sind ja angeblich abgesichert, aber das waren sie beim Neckermann-Konkurs ja auch (haha..) und da haben die wenigsten Urlauber den vollen Reisepreis zurückerhalten, da die Insolvensabsicherung mit 110 Millionen viel zu niedrig war…(das war übrigens auch schon seit langem bekannt, und dagegen wurde nichts unternommen…) Ich kann nur jedem raten, sofern es zeitlich und technisch noch möglich sein sollte, sich seine Anzahlung/Restzahlung auf diese Weise zurückzuholen. Wir wissen nicht, was passieren wird, und es sieht nicht gut aus auf dem Reisemarkt. Einige werden auf der Strecke bleiben, leider…Ich hoffe es zwar nicht, aber…

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