Coronafälle im Zusammenhang mit Kreuzfahrtschiffen

Coronafälle im Zusammenhang mit Kreuzfahrtschiffen

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Der „Miami Herald“ beschäftigt sich aktuell  mit der Frage wie viele Coronavirus-Fälle weltweit im Zusammenhang mit Kreuzfahrten stehen

Die überregionale US-Tageszeitung „The Miami Herald“ beschäftigt sich nach eigenen Angaben damit eine Statistik zu führen wie viele Coronavirus-Fälle weltweit in Zusammenhang mit den Kreuzfahrtschiffen stehen. Der Antrieb sich mit dieser Frage zu beschäftigen besteht darin, dass – zumindest offiziell – scheinbar keine Regierung oder Landesbehörde dies zu tun scheint.

Dies sei jedoch laut Bericht äußerst relevant um die richtigen Schlüsse aus der Pandemie in Bezug auf die Wirkung von Kreuzfahrten ziehen zu können. Schließlich sei Zahlen sammeln während einer Pandemie von entscheidender Bedeutung, so Experten. Es müsse hierbei auch festgestellt werden, ob durch Kreuzfahrten eine besonders große „Gefahr“ bei einer Pandemie ausgehe, da sich die Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen oft in geschlossenen Räumen aufhalten und sich Viren dort besonders stark verbreiten könnten.

Im letzten Monat hat der „Miami Herald“ damit begonnen eine entsprechende Statistik im Bezug auf diese Thematik aufzubauen, die seitdem wöchentlich aktualisiert wird und planmäßig bis zum Ende der Coronavirus-Krise geführt werden soll. Berücksichtigt werden Informationen von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen und Medien. Ganz wichtig hierbei zu beachten sei, dass es sich nicht um eine vollständige Erfassung handelt und die Ersteller auf die Lieferung von entsprechenden Daten angewiesen seien. Der „Miami Herald“ geht ebenfalls davon aus, dass es eine gewisse Dunkelziffer geben soll.

Die meisten Kreuzfahrtgesellschaften würden sich weigern Fragen des „Miami Herald“ zu beantworten oder Informationen darüber zu liefern, wie viele Passagiere und Besatzungsmitglieder nach Reisen auf ihren Schiffen krank geworden oder gestorben sind. Dabei geben die Reedereien an, dass es eben schwierig sei zu wissen, ob eine infizierte Person sich während der Kreuzfahrt angesteckt habe oder danach. Zusätzlich würden die Unternehmen im Nachhinein nicht immer über positive Fälle informiert werden.

Mit dem Stand vom 23.04.2020 betrug die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle, die im Zusammenhang mit Kreuzfahrten stehen gemäß Miami Herald: 2592. Diese verteilen sich auf 54 Schiffe. 62 Tote seien bislang zu verzeichnen. Erfasst werden Passagiere und Crewmitglieder.

Besonders betroffen ist hierbei die Carnival Corportaion. Es handelt sich um den größten Kreuzfahrtkonzern der Welt, der über 100 Schiffe betreibt. Dazu gehören u.a. AIDA Cruises (keinen bekannten Fälle), Costa Crociere, Holland America Line und Princess Cruises. Derzeit wurden laut Miami Herald 1740 (1158 Passagiere, 500 Crewmitglieder und 82 nicht näher spezifizierte Fälle) Fälle gezählt. 53 Todesfälle sein zu verzeichnen. Maßgeblicher Treiber hierbei sind die Schiffe Diamond Princess, Grand Princess und Ruby Princess von Princess Cruises.

Die Datenbank ist frei zugänglich und hier zu finden: www.miamiherald.com/covid-cruises bzw. aktueller Artikel.
(Der Zugriff auf die Datenbank (Excel-Tabelle) ist Textabschnitt: „See the Herald’s COVID-Cruises data for information regarding cases tied to specific voyages and ships.“ zu finden.)

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3 Kommentare zu „Coronafälle im Zusammenhang mit Kreuzfahrtschiffen“

  1. Besonders stark betroffen ist die Carinival Coorp??? Naja, wenn man bedenkt, was Japan mit der Quarantäne der Diamond Princess veranstaltete und wieviel Infektionszahlen allein dort produziert wurden, ist es natürlich sehr relativ zu sehen, dass hier die Carnival Coop. Derart viele Zahlen lieferte. AIDA und Costa sind ja beinahe ohne Infektionen geblieben.

    Und dass Schiffe so viel mehr geschlossene Räume hätten als all die Hotelkomplexe dieser Welt, ist natürlich unwahr.

    Man kann jetzt dann schon mal damit aufhören, die Mitschuld von Covid 19 bei Kreuzfahrtschiffen zu suchen.

    1. Die Carnival Corp. ist aber auch besonders stark aufgrund ihres Schiffskonzeptes betroffen. Die Schiffe bieten für viele Passagiere vergleichsweise wenig Raum.

      Ein Oasis Klasse Schiff ist z.B. deutlich größer als eins der Helios Klasse, auf einem Oasis Schiff sind bei Vollauslastung aber 400 Passagiere weniger drauf.

      Die AIDA Nova hatte schon des Öfteren in ihrer kurzen Geschichte Probleme mit Ausbrüchen von Infektionskrankheiten, die dann auch immer schnell groß wurden.

      Man kann das Ganze durchaus kritisch sehen und sollte nach Möglichkeit auch eine Begrenzung von Paxkabine zu BRZ einführen um durch den daraus gewonnen Abstand die Verbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen.

      Nichts desto trotz ist die Kreuzfahrt sicherlich ein Faktor aber auch kein großer. Kritisch sind bei Kreuzfahrten unentdeckte Fälle. Wenn sich so ein Schiff ansteckt und die Reise vorbei ist bevor der erste Symptome zeigt sind die 1000 infizierten mal eben schnell in ganz Deutschland oder bei Reedereien wie MSC oder Costa auch in ganz Europa verteilt. Die Mischung in Hotels durch unterschiedliche An- und Abreise Termine ist dann doch günstiger um im Falle einer Infektion die Kontakte leichter nachverfolgen zu können.

      1. Pascal Wepner

        So viel Unsinn in einem Kommentar, Respekt. Lern erstmal wie sich die BRZ/Pax-Berechnung darstellt und dann versuche es noch einmal.

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