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DRV übergibt Positionspapier für Kreuzfahrtstandort Deutschland an die Bundesregierung

© DRV / Marcel Kautz
© DRV / Marcel Kautz
Zuletzt aktualisiert: 21.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat am 21. September 2026 in Berlin ein Positionspapier zur Stärkung des Kreuzfahrtstandorts Deutschland an Christoph Ploß, den Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, übergeben.
  • Laut DRV gaben deutsche Gäste 2025 rund 6,7 Milliarden Euro für Hochsee- und Flusskreuzfahrten aus – ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Das Papier fordert unter anderem schnellere Genehmigungsverfahren, mehr Investitionen in die Hafeninfrastruktur und wirksame Maßnahmen gegen Niedrigwasser auf Rhein, Mosel und Donau.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat der Bundesregierung ein Positionspapier zur Stärkung des Kreuzfahrtstandorts Deutschland übergeben. Die Übergabe an Christoph Ploß, den Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, fand nach Angaben des Verbands am 21. September 2026 in Berlin statt.

Laut DRV fand die Übergabe im Rahmen eines Treffens in der Landesvertretung Hamburg statt, an dem zahlreiche Führungskräfte der großen am Markt vertretenen Kreuzfahrtunternehmen teilnahmen.

Kreuzfahrt als Wachstumsmotor

Der Verband hebt in seinem Positionspapier die wirtschaftliche Bedeutung von Hochsee- und Flusskreuzfahrten für den Tourismusstandort Deutschland hervor. Nach DRV-Angaben gaben deutsche Gäste im vergangenen Jahr rund 6,7 Milliarden Euro für solche Reisen aus – ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kreuzfahrten blieben damit ein Wachstumsmotor für die deutsche Reisewirtschaft.

Niedrigwasser 2026 als Warnsignal für die Flusskreuzfahrt

Der DRV verweist in dem Papier ausdrücklich auf das extreme Niedrigwasser im Sommer 2026, das gezeigt habe, wie verwundbar die Flusskreuzfahrt gegenüber extremen Pegelständen und infrastrukturellen Engpässen sei. Auf Rhein, Mosel und Donau sei es zu erheblichen Einschränkungen gekommen: Reisen mussten laut Verband umgeroutet, Ein- und Ausschiffungsorte verlegt, Schiffe gewechselt oder Teilstrecken durch zusätzliche Bustransfers ersetzt werden. Auch die Nutzbarkeit von Liegestellen und die sichere Ein- und Ausschiffung der Gäste seien bei extremen Pegelständen zunehmend beeinträchtigt gewesen.

Der Verband fordert deshalb, dass die von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger angekündigten weiteren Dialoge und Maßnahmen auch die besonderen Belange der Flusskreuzfahrt einbeziehen. Über die akute Krisenbewältigung hinaus müssten die Bundeswasserstraßen dauerhaft widerstandsfähiger gegen Niedrigwasser werden – nötig seien insbesondere eine beschleunigte Umsetzung der Niedrigwassermaßnahmen am Mittelrhein, verlässliche Wasserstandsprognosen und europaweite Informationsangebote sowie eine langfristig gesicherte Finanzierung für Erhalt, Modernisierung und Ausbau der Wasserstraßen.

Weitere Forderungen: Häfen, Genehmigungen, klimafreundliche Technik

Darüber hinaus fordert der DRV laut Positionspapier unter anderem eine bessere Verkehrsanbindung der Häfen, verstärkte Infrastrukturinvestitionen – insbesondere für die Flusskreuzfahrt –, beschleunigte Genehmigungsverfahren, die Förderung nachhaltiger Technologien und klimafreundlicher Kraftstoffe sowie verlässliche, international abgestimmte Rahmenbedingungen.

Stimmen aus der Kreuzfahrtbranche

„Die Nationale Tourismusstrategie zeigt explizit die Notwendigkeit moderner, auf Nachhaltigkeit ausgerichteter, leistungsfähiger Häfen und deren Anbindung als wichtige Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg, die erfolgreiche Umsetzung der nationalen Energie- und Klimaziele sowie den allgemeinen Wohlstand in Deutschland auf. Entscheidend ist nun eine zügige und konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen“, wird Felix Eichhorn, Präsident von AIDA Cruises und DRV-Vizepräsident, in der Mitteilung zitiert.

„Deutschland verfügt über hervorragende Voraussetzungen als Kreuzfahrtstandort“, ergänzt Benjamin Krumpen, Geschäftsführer von Phoenix Reisen und Vorsitzender des Ausschusses Kreuzfahrt im DRV. „Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müssen Infrastruktur, politische Rahmenbedingungen und administrative Prozesse jedoch mit der Marktentwicklung Schritt halten. Schnelles politisches Handeln ist hier unabdingbar.“

Der DRV betont abschließend, dass die Kreuzfahrt erheblich zur Wertschöpfung, Beschäftigung und internationalen Sichtbarkeit Deutschlands beitrage.

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Häufige Fragen zu dieser Meldung

Der Deutsche Reiseverband fordert unter anderem eine bessere Verkehrsanbindung der Häfen, mehr Infrastrukturinvestitionen, schnellere Genehmigungsverfahren, die Förderung klimafreundlicher Technologien sowie wirksame Maßnahmen gegen Niedrigwasser auf Rhein, Mosel und Donau.

Das Papier wurde laut DRV am 21. September 2026 in Berlin an Christoph Ploß übergeben, den Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus.

Laut DRV gaben deutsche Gäste 2025 rund 6,7 Milliarden Euro für Hochsee- und Flusskreuzfahrten aus, ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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