Explora Journeys: Weitere Neubauten – LNG & Brennstoffzellen geplant!

Explora Journeys: Weitere Neubauten – LNG & Brennstoffzellen geplant!

Explora / © Explora Journeys
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LNG und Brennstoffzellen für die Neubauten von Explora Journeys

Bei Fincantieri in Italien werden die Kreuzfahrtschiffe für die neue Luxusmarke Explora Journeys von MSC Kreuzfahrten gebaut. Die Explora I und II werden noch mit konventionellem Antrieb in Dienst gestellt. Die Schiffe werden mit Schweröl und Marinediesel als Treibstoff fahren. Für die weiteren Neubauten hat die Fincantieri Werft nun Änderungen bekanntgegeben.

Die Explora III und IV sollen mit LNG betrieben werden. Für den Betrieb mit LNG müssen an der Schiffbauplattform, auf der bereits die ersten beiden Schwesterschiffe basieren, einige Änderungen vorgenommen werden. LNG Tanks nehmen viel Platz im Rumpf eines Schiffes ein und die Technologie erfordert höhere Sicherheitsstandards im Maschinenraum.  In die LNG Schiffe, deren Auslieferung um jeweils ein Jahr in die Jahre 2026 und 2027 verschoben wurde, hat MSC weitere 120 Millionen Euro in die Umstellung investiert. Für die neuen Technologien werden diese Neubauten um 19 Meter länger als ihre, in Bau befindlichen, Vorgänger.

Gleichzeitig hat Explora Journeys mit Fincantieri einen Vorvertrag zum Bau von zwei weiteren Kreuzfahrtschiffen mit LNG Antrieb und Brennstoffzellen für die Jahre 2027 und 2028 abgeschlossen. Die Flotte der neuen Reederei Explora Journeys wird somit in den nächsten sechs Jahren auf sechs Schiffe anwachsen. In die neue MSC Marke werden insgesamt 3,5 Milliarden Euro investiert.

Das enorme Wachstum der neuen Reederei gleicht dem Neubauten Rhythmus von MSC Kreuzfahrten. Auch hier wird mindestens ein neues Kreuzfahrtschiff pro Jahr in den Dienst gestellt.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman der Kreuzfahrtsparte der MSC Gruppe erwähnte ausdrücklich, dass Explora Journeys schon heute damit beginnt, die Kreuzfahrtschiffe „für Morgen“ zu fertigen. Hierzu kämen die neuesten und modernsten Technologien zum Einsatz. Auch sei man bereits sich an neue und alternative Energielösungen anzupassen sobald diese zur Verfügung stehen werden. Erneut betont er an dieser Stelle auch, dass die Ankündigung der Neubauten mit LNG & Brennstoffzellen ein weiterer Schritt in Richtung des wichtigen Null-Emmissionen Ziels sei.

Zusammengefasst werden also die ersten beiden Neubauten mit herkömmlichen Treibstoff, aber mit modernsten Abgasreinigungstechnologien ausgestattet. Neubau drei und vier werden mit einem LNG Antrieb ausgestattet, dafür kommen die Schiffe aber je ein Jahr später als geplant (nun 2026 & 2027). Der Vorvertrag für Neubau fünf und sechs wurde geschlossen, hier sollen neben einem LNG Antrieb auch Brennstoffzellen und weitere neue Technologien zur Verbesserung des Umweltstandards zum Einsatz kommen. Die Realisierung für die Neubauten fünf und sechs würde in den Jahren 2027 und 2028 erfolgen.

Pressemitteilung zur Meldung 

Explora Journeys, die Luxusmarke der Kreuzfahrt-sparte der MSC Group, und Fincantieri, einer der größten Schiffbaukonzerne der Welt, haben heute die Unterzeichnung einer Absichtserklärung für den Bau von zwei weiteren wasserstoffbetriebenen Luxuskreuzfahrtschiffen bekannt gegeben, womit die Gesamtflotte von vier auf sechs Schiffe anwachsen wird.

Die EXPLORA V und VI werden mit einer neuen Generation von LNG-Motoren ausgestattet, die das Problem des Methanschlupfes bekämpfen. Außerdem werden sie mit einigen branchenweit bisher einzigartigen Umwelttechnologien und Lösungen ausgestattet sein, wie etwa einem Auffangsystem für flüssigen Wasserstoff, das ihnen die Nutzung dieses vielversprechenden kohlenstoffarmen Treibstoffs ermöglicht. Der Wasserstoff wird eine Sechs-Megawatt-Brennstoffzelle antreiben, die emissionsfreien Strom für den Hotelbetrieb erzeugt, und die es den Schiffen ermöglicht, bei abgeschalteten Motoren im Hafen emissionsfrei zu laufen.

Die zwei neu geplanten Schiffe werden 2027 bzw. 2028 in See stechen.

Explora Journeys teilte außerdem mit, dass die bereits angekündigten Schiffe EXPLORA III und IV mit LNG betrieben werden. Die beiden Schiffe werden um 19 Meter vergrößert, damit ein neuartiges, auf LNG und Wasserstoff basierendes System installiert werden kann. Dies bietet die Möglichkeit, die Auswahl an Suiten mit einer größeren Anzahl an geräumigen und luxuriösen Ocean Residences und größeren öffentlichen Bereichen zu verbessern − für ein echtes Gefühl von „Zuhause“ auf See.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman der Cruise Division der MSC Group, sagte: „Explora Journeys baut Schiffe für die Zukunft, in denen neueste Technologien zum Einsatz kommen. Wir nutzen alternative Energielösungen für unsere Schiffe, sobald diese verfügbar werden. Die Ankündigung von heute ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg, bis zum Jahr 2050 den gesamten Kreuzfahrtbetrieb der beiden Marken emissionsfrei zu gestalten. Sie ist außerdem ein Beweis für unser Engagement in die fortschrittlichsten Schifffahrtstechnologien zu investieren, um nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln. Der Übergang zu einem emissionsfreien Betrieb der Schifffahrtsbranche ist die größte Herausforderung, der wir uns jemals stellen werden. Wir können dieses Ziel nur erreichen, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt – durch Investitionen in Forschung und Entwicklung und durch erhebliche Investitionen sowohl von Unternehmen als auch von Regierungen.“

Flüssigerdgas (LNG) ist der sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in großem Maßstab verfügbar ist, und eliminiert praktisch alle Luftschadstoffemissionen wie Schwefeloxide (99 Prozent), Stickoxide (85 Prozent) und Feinstaub (98 Prozent). Im Hinblick auf die Emissionen mit globalen Auswirkungen spielt Flüssigerdgas (LNG) eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung des Klimawandels, da die Motoren das Potenzial haben, die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen um bis zu 25 Prozent zu reduzieren. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von biologischem und synthetischem Flüssigerdgas (LNG) in der Zukunft wird diese Energiequelle zudem einen Weg zu einem CO2-freien Betrieb eröffnen.

Mit den beiden zusätzlichen Schiffen, die Gegenstand der heutigen Absichtserklärung sind, erhöht sich die Investition von Explora Journeys in seine Flotte auf 3,5 Mrd. Euro. Darin enthalten sind jeweils 120 Millionen Euro für die Ausstattung der EXPLORA III und IV mit LNG-Motoren, eine Änderung, die aufgrund der erheblichen Umgestaltung der Schiffe, die nun 2026 und 2027 ausgeliefert werden, eine vorübergehende Arbeitsunterbrechung erforderte.

Michael Ungerer, Chief Executive Officer von Explora Journeys, fügte hinzu: „Diese mutigen Schritte, unsere Baupläne zu ändern, erhebliche zusätzliche Investitionen in laufende Aufträge zu tätigen und trotz der Wirtschaftslage Aufträge für zwei weitere Schiffe mit neuer Technologie zu bestätigen, sind nur bei einem Familienunternehmen möglich. Das zeigt auch deutlich unser uneingeschränktes Engagement, Schiffe zu betreiben, die für künftige Generationen von Luxusreisenden attraktiv und ansprechend sind. Nachhaltigkeit ist die neue Handwerkskunst und wir fühlen uns geehrt, diese Vorreiterrolle in der Branche und im gesamten Reisesektor einzunehmen.“

Pierroberto Folgiero, Chief Executive Officer von Fincantieri, kommentierte: „Dies ist die erste große Vereinbarung für einen Neubau nach der Pandemie und zeugt nicht nur vom weiteren Wachstum unserer langjährigen Partnerschaft mit MSC, denen wir danken, sondern auch vom Vertrauen beider Gruppen in die Zukunft der Kreuzfahrtindustrie. Diese Schiffe werden es uns ermöglichen, Spitzentechnologien zu implementieren, die darauf abzielen, die Umweltbilanz deutlich zu verbessern, und damit den Grundstein für weitere Entwicklungen zu legen.“

Folgiero fügte abschließend hinzu: „Wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit ein Schlüsselfaktor ist, um unser Wachstum mittel- und langfristig zu sichern. Wir werden weiterhin entschlossen handeln, um Vorreiter in einer Branche zu sein, in der wir schon immer eine Führungsposition innehatten.“

Alle sechs Schiffe von Explora Journeys werden mit den neuesten Umwelt- und Schifffahrtstechnologien ausgestattet und verfügen über die neueste Technologie zur selektiven katalytischen Reduktion, die eine Verringerung der Stickoxidemissionen um 90 Prozent ermöglicht. Außerdem sind sie mit Landstromanschlüssen ausgestattet, um die Emissionen im Hafen zu verringern und verfügen über Lärmschutzsysteme, die zum Schutz der Unterwasserwelt beitragen. Alle Schiffe werden außerdem mit einer umfassenden Palette an energieeffizienten Geräten an Bord ausgestattet sein, um die Nutzung der Motoren zu optimieren und so die Emissionen weiter zu reduzieren.

Die Unterzeichnung des Vertrags im Zusammenhang mit der Absichtserklärung erfolgt branchenüblich unter der Bedingung, dass eine Finanzierung gewährt wird.

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