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Das Flusskreuzfahrtschiff Thurgau Gold ist am heutigen Donnerstag, den 16. Juli 2026, vor Bonn auf Grund gelaufen. Bei niedrigem Wasserstand havarierte das Schiff und blockiert nun teilweise die Fahrrinne des Rheins. Einsatzkräfte und ein größeres Frachtschiff versuchen das Schiff zur Stunde aus dieser Lage zu befreien. Aktuell befinden sich 100 Gäste und 45 Crewmitglieder an Bord, für die kein Sicherheitsrisiko besteht.
Die Thurgau Gold fuhr sich am Morgen kurz nach ihrem eigenen Ablegemanöver vor Bonn fest. Der Kapitän versuchte das Schiff zunächst aus eigener Kraft wieder in Fahrt zu bringen, was leider nicht gelang. Nach einigen Stunden Wartezeit begann dann am Nachmittag ein nächster Versuch mit Unterstützung des Frachtschiffes Sardius. Zwischen den Binnenschiffen wurde eine Verbindung mit Schiffsleinen hergestellt, um das Hotelschiff möglichst wieder in Bewegung zu setzen.
Bei ihrer Havarie vor Bonn ist der Thurgau Gold wohl ihr Tiefgang von 1,60 Metern zum Verhängnis geworden, wobei der Rheinpegel im Umfeld des Schiffes zuletzt mit circa zwei Metern gemessen wurde. Erstmal steht nun die Befreiung des Flusskreuzfahrtschiffes unter Schweizer Flagge im Mittelpunkt. Im Nachgang gilt es dann wohl zu klären, wie es zu der Havarie kommen konnte. Ob die Thurgau Gold ihre Reise planmäßig fortsetzen kann oder möglicherweise zeitnahe repariert werden muss, ist derzeit noch nicht bekannt.
Die Thurgau Gold ist ein klassisches Flusskreuzfahrtschiff vom deutschen Reiseveranstalter Thurgau Travel. Mit einer Länge von 135 Metern und einer Breite von 11,40 Metern ist sie für die Fahrt auf dem Rhein und Nebenflüssen wie Main und Mosel geeignet. Dort und auf weiteren Flüssen in Mitteleuropa werden in diesem Sommer wieder niedrigen Pegelstände zu einem Problem für die gesamte Binnenschifffahrt.
Am Donnerstagabend konnte die Thurgau Gold mit Unterstützung des Binnenschiffes Sardius wieder wieder in die Fahrrinne gezogen werden. Wenig später legte es am Bonner Stresemannufer an. Vergangene Nacht folgte eine Überführung in den Mühlheimer Hafen nach Köln, der normalerweise als Winterquartier für Flusskreuzfahrtschiffe dient. Dort muss nun vermutlich der Schiffsrumpf auf Schäden untersucht werden. Die laufende Flusskreuzfahrt lässt sich nicht planmäßig fortsetzen.
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