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Freedom of the Seas: Großvater des verstorbenen Kleinkindes wird der fahrlässigen Tötung angeklagt

Der Großvater des Kleinkindes, das im Juli 45 Meter von Bord der Freedom of the Seas stürzte, wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Es ist eine der traurigsten Kreuzfahrtgeschichten in diesem Kalenderjahr. Im Juli dieses Jahres stürzte ein 11 Monate altes Mädchen von Bord der Freedom of the Seas – 45 Meter in die Tiefe, das Kleinkind hatte keine Überlebensmöglichkeit. Der Vorfall ereignete sich im Poolbereich des Schiffes, dort war ein Fenster geöffnet. 

Der Großvater nahm das Kind, auf dessen Bitte, hoch und stellte es auf der Reling vor einem geöffneten Fenster ab. Der Großvater soll laut eigener Aussage nicht gewusst haben, dass das Fenster geöffnet war. Als das Kleinkind, wie beim Hockey, gegen die Scheibe klopfen wollte, entglitt das Kind dem Großvater und stürzte in die Tiefe. Der Sturz von Deck 11 des Kreuzfahrtschiffes von Royal Caribbean ereignete sich auf der Landseite im Hafen von San Juan, herbeieilende Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des jungen Mädchens feststellen. 

In der Folge hieß es in Internationalen Medien, dass die Familie sich einen Anwalt genommen habe, um Royal Caribbean International zu verklagen. Die Grundlage sei, dass der Großvater nicht hätte wissen können, dass in der Nähe eines Kinderbereiches ein Fenster geöffnet sein könnte. Fakt ist aber, dass die Fronten in diesem Bereich aus drei Elemente bestehen. Die erste Glasfront geht vom Boden bis zur Brust eines normalgewachsenen Volljährigen. Diese Front ist selbstverständlich nicht in der Lage, geöffnet zu werden. Auf derselben Höhe befindet sich auch eine Reling. Auf dieser soll das Kind abgestellt worden sein. Über der Reling und der ersten Glasfront gibt es eine weitere Glasfront die sich oberhalb der Brusthöhe befindet. Diese Front kann per Schiebefunktion bei Bedarf geöffnet werden. Die Scheiben in diesem Bereich verfügen über eine Tönung, sodass erkennbar wird, wenn ein Fenster geöffnet ist. 

Großvater wird der fahrlässigen Tötung angeklagt

In der Zwischenzeit ist vieles passiert, heute berichtet unter anderem buzzfeednews.com, dass der Großvater nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt wird. Am Montag stellte ein erster Richter fest, dass der Großvater für den Tod des Kleinkindes verantwortlich sei. Seine Kaution wurde auf 80.000 USD gesetzt.

Der Anwalt der Familie, Michael Winkleman, habe weiterhin darauf bestanden, dass es sich hierbei um einen Unfall handelte. Eben dieser Anwalt versuchte bereits im Juli die Schuld auf die Reederei zu verlagern. Ähnliches soll er auch am Montag wieder geäußert haben. 

Der Fall ist noch nicht abschließend geklärt, der Großvater wird am 20.11.2019 vor Gericht aussagen müssen.

Kreuzfahrt-News vom 19.09.2020

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