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Auf dem niederländischen Expeditionsschiff m/v Hondius wurde das Hantavirus nachgewiesen. In den letzten Wochen kam es zu drei Todesfällen, wie Schiffe und Kreuzfahrten bereits berichtete. Mittlerweile arbeitet Oceanwide Expeditions gemeinsam mit der WHO sowie lokalen Behörden am weiteren Vorgehen. Zwei Personen, die dringend medizinische Versorgung benötigen, werden mit Spezialflugzeugen ausgeflogen.
In einem Lageupdate vom Dienstagabend bestätigt die Reederei erste medizinische Evakuierungen. Neben den zwei Personen, die zur medizinischen Versorgung ausgeflogen werden, dürfen auch Angehörige des am 2. Mai verstorbenen Gastes das Schiff vor den Kapverden an Bord von Spezialflugzeugen verlassen. Ihr Flug wird die Passagiere in die Niederlande führen. Sobald diese drei Personen sicher vom Schiff gebracht wurden und auf dem Weg in die Niederlande sind, wird die m/v Hondius ihre Weiterfahrt antreten. Oceanwide Expeditions plant zu den Kanarischen Inseln zu fahren. Derzeit laufen Gespräche mit den zuständigen Behörden. Sobald konkrete Pläne vorliegen, werden diese bekanntgeben.
Bezüglich einer mögliche Quelle des Hantavirus verweist die Reederei auf Äußerungen der WHO-Direktorin Dr. Maria Van Kerkhove und der UN-Sprecherin unter: https://www.youtube.com/watch?v=3w__lSqhmzU. Demnach wird das Hantavirus zwar in der Regel über Nagetiere (Kot/Urin) auf den Menschen übertragen, jedoch untersucht die WHO jedoch eine mögliche Übertragung von Mensch zu Mensch auf dem Schiff. Laut Van Kerkhove wird vermutet, dass sich die erste infizierte Person höchstwahrscheinlich bereits vor dem Einsteigen mit dem Virus angesteckt hat.
Bei den drei Verstorbenen von der m/v Hondius handelt es sich um ein britisches Ehepaar und eine deutschen Staatsangehörigen. Ein weiterer schwer erkrankter Brite wurde aus medizinischen Gründen ausgeschifft und wird aktuell auf einer Intensivstation im südafrikanischen Johannesburg versorgt. Sofern nun alles wie geplant läuft, können weitere Erkrankte das Schiff in Kürze verlassen. Das Hantavirus als Auslöser wurde nicht in allen Fällen nachgewiesen. Für die verbliebende Gäste bereitet man Ausschiffungen auf den Kanaren vor.
Update 7. Mai 2026: Oceanwide Expeditionsschiff nimmt nach medizinischen Evakuierungen Kurs auf die Kanaren
Am späten Mittwochabend bestätigte Oceanwide Expeditions, dass das erste von zwei Sanitätsflugzeugen, das zwei der drei Personen beförderte, die am Mittwochmorgen von der m/v Hondius verlegt wurden, in den Niederlanden gelandet ist. Die beiden Personen an Bord wurden von spezialisierten medizinischen Teams und Untersuchungsteams in Empfang genommen. Das zweite Sanitätsflugzeug, das die dritte Person befördert, war zum Zeitpunkt des Updates leicht verspätet. Die Person an Bord befinde sich in einem stabilen Zustand.
Nach ersten medizinischen Evakuierungen hat m/v Hondius die Kapverdischen Inseln am Abend um 19:15 Uhr Uhr verlassen. Laut aktuellem Plan wird die m/v Hondius zu den Kanarischen Inseln fahren. Dies dauert voraussichtlich drei bis vier Tage. Drei weitere medizinische Fachkräfte sind vor Abfahrt von den Kapverden an Bord gegangen, um während der Überfahrt eine optimale medizinische Versorgung zu gewährleisten.
Oceanwide Expeditions stehe weiterhin in engem und ständigem Austausch mit den zuständigen Behörden bezüglich unseres genauen Ankunftsortes, der Quarantäne- und Screening-Verfahren für alle Gäste sowie eines genauen Zeitplans. Man könne bisher noch keine Details zur Weiterreise der Gäste bestätigen. Dies hänge von medizinischen Empfehlungen und dem Ergebnis strenger Screening-Verfahren ab. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Behörden, darunter die WHO, das RIVM, die zuständigen Botschaften und das niederländische Außenministerium, werde fortgesetzt.
Am Mittwoch wurde darüber hinaus noch ein dritter Fall des Hantavirus in Verbindung mit dem Expeditionskreuzfahrtschiff bestätigt. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete, dass ein Passagier, der auf der ersten Etappe der Reise (Ushuaia nach St. Helena, 1.–24. April 2026) mitgereist ist, positiv auf das Hantavirus getestet wurde und derzeit im Universitätsspital Zürich behandelt wird. Seine Frau, die ihn begleitet hat, zeigt keine Symptome, befindet sich jedoch vorsorglich in Selbstisolation.
Update 10. Mai 2026: Hantavirus-Schiff m/v Hondius hat Teneriffa für Ausschiffungen erreicht – zum Artikel.
Update 13. Mai 2026: m/v Hondius nimmt nach medizinischen Ausschiffungen Kurs auf Rotterdam – zum Artikel.
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