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In weiten Teilen Europas und Nordamerikas läuft das Kreuzfahrtgeschäft derzeit hervorragend. Dennoch sind einige Kreuzfahrtschiffe mittlerer und kleiner Größenordnung aktuell ohne Gäste aufgelegt und warten auf ihren nächsten Einsatz. Darunter drei Seajets Hochseeschiffe, die seit über fünf Jahren in Griechenland liegen, sowie seit ein paar Monaten auch drei Kreuzfahrtschiffe vom chinesischen Markt.
Die Eigentümer dieser Schiffe sind mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Bei den Seajets Schiffen Aegean Majesty (1996 als Veendam für Holland America Line gebaut), Majesty of the Oceans (1992 als Majesty of the Seas für Royal Caribbean International gebaut) und Queen of the Oceans (2000 als Ocean Princess für Princess Cruises gebaut) dürfte der Zustand der Schiffe das Hauptproblem sein. Nach mehr als fünf Jahren außer Dienst müsste ein neuer Betreiber große Summen investieren, um die seit der Coronazeit aufgelegten Schiffe zurückzuholen. Mit jedem Jahr außer Dienst sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine Rückkehr.
In den vergangenen Monaten hat sich die Entwicklung des chinesischen Marktes als relativ schwierig erwiesen. Es gab Berichte von schwach ausgelasteten Schiffen und Dumpingpreisen. Vor ein paar Monaten hat beispielsweise Blue Dream Cruises die eigene Flotte außer Dienst genommen. Zuvor wurden offenbar Lohn- und Treibstoffrechnungen nicht bezahlt. Die Schiffe stehen offenbar zum Verkauf. Konkret sind in China die Schiffe Blue Dream Melody, Blue Dream Star und Chinese Taishan außer Dienst und auf der Suche nach einem neuen Betreiber.
Alle drei Schiffe wurden vor rund 25 Jahren in Deutschland gebaut. Bei der Blue Dream Melody handelt es sich um die ehemalige AIDAvita, die 2002 für AIDA auf Jungfernfahrt ging. Die Blue Dream Star und die Chinese Taisahan sind Schwesterschiffe und wurden ursprünglich für eine griechische Reederei bei Blohm und Voss in Hamburg gebaut. Sie landeten nach Eigentümerwechseln bei unterschiedlichen Eigentümern.
Im Fall der in China aufgelegten Kreuzfahrtschiffe dürfte eine Rückkehr in den Betrieb gar nicht so unwahrscheinlich sein. Schließlich waren die Schiffe in den letzten Jahren in Dienst. Möglicherweise bewegen sich die Schiffe wieder in Richtung erfolgreicherer Kreuzfahrtmärkte. In Laufe dieses Sommers soll bereits ein Hochseeschiff nach Europa zurückkehren. Das ursprünglich als P&O Oriana auf der Meyer Werft gebaute Kreuzfahrtschiff, welches aktuell noch als Piano Land in China fährt, soll ab Juli unter dem Namen Buenavista für Corazul Cruceros im Mittelmeer unterwegs sein.
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