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Klima Protest in Altona: „apokalyptisches Kreuzfahrtdinner“

Die Proteste gehen weiter – gestern gab es einen Protest in Altona, vor Ort war die MS Amadea

Die Kreuzfahrt ist aufgrund des Klimatrends in eine unschöne Schublade verfrachtet worden. Immer wieder kommt es zu Protesten und Demonstrationen – gegen eine Branche, die sich darum bemüht sauber und emissionsfrei zu werden. Zu den Cruise Days in Hamburg wurde mit Kunstblut demonstriert. Gestern kam es in Altona zum „apokalyptischen Kreuzfahrtdinner“, wie die MoPo berichtet. 

Vor Ort war am Dienstag die MS Amadea vom Bonner Reiseveranstalter Phoenix Reisen, der in diesem Jahr mit der MS Amera seit fünftes Hochseeschiff empfangen hat. Etwa 50 Anhänger der Gruppe „BUNDjugend“ sollen in Altona mit Gasmasken ein „apokalyptisches Kreuzfahrtdinner“ vollzogen haben. Dabei haben sich die Protestanten in typische Kreuzfahrtrollen begeben, es gab Gäste und auch Kellner, auf den Tellern soll Schweröl serviert worden sein. Musik und Tanz rundeten diese Kreuzfahrtparodie, wenn man sie so nennen möchte, ab. 

Für die MS Amadea war es der vorletzte Anlauf in Hamburg in diesem Jahr, sie wird erst am 05.11.2019 noch einmal in Altona festmachen. 

Technische Daten der MS Amadea

ReedereiBSM/Zypern  
VeranstalterPhoenix  
FlaggeBahamas  
Baujahr/Renovierung1991 / 2018 /  regelmäßige Renovierung  
BordspracheDeutsch  
Internationaler GästeserviceDeutsche Reiseleitung  
BordwährungEUR/Euro  
Tonnage29.000 BRT  
Länge / Breite / Tiefgang193,00 m / 25,00 m / 6,50 m  
AntriebMitsubishi MAN /  17.210 KW  
Stabilisatorenvorhanden  
Geschwindigkeit15-18 Knoten  
Decks / Passagierdecks(davon Passagierdecks: 8)  
Besatzung315  
Passagiere / Kabinen600 (bei Doppelbelegung)  / 300  
Rollstuhlgerechte Kabinen vorhanden  2  
Spannung110 V / 220 V  
MSC Meraviglia Erstanlauf Hamburg

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2 Kommentare gepostet

  1. Wenn ihnen das Schweröl schmeckt, sollen sie es essen. Ich sehe die Konzerne jedenfalls als missbrauchte Opfer. Man kann nur hoffen, dass sie auf Billkigflagge und ähnliches setzen, um den Pro0fit zu maximioeren. Die einzigen, die etwas fürs Klima tun, sid´nd die Konzerne. Wie viele Emissionen wurden durch diese Aktion denn vermieden? Die einzigen, die etwas gutes für die Umwelt tun, sind die Konzerne.

  2. Jeder sollte sich die Anzahl der Schiffe vor Augen halten, die auf den Weltmeeren unterwegs sind. Es sind ca. 40.000 Schiffe, die Waren aus aller Welt nach z.B. Deutschland bringen, darunter jede Menge Waren aus China z.B. Bekleidung, Schuhe, Smartphone‘s, Elektronik und ähnliche Produkte. Aber diese Produkte kauft ja niemand!!!!
    Es sind weltweit aber ca. 300 Kreuzfahrtschiffe unterwegs, die derzeit für den Klimawandel verantwortlich sind. Richtig ist, das diese in den Häfen für die Aufrechterhaltung des „Hotelbetriebs“ auch ihre Maschinen laufen lassen müssen. Dort fehlen die Alternativen, den Reedereien z.B. den entsprechenden Landstromanschluss zur Verfügung zu stellen und die Forderung der Häfen diesen dann auch zwingend zu nutzen. Wie immer gibt es nie den Einen, der für Alles die Verantwortung trägt. Aber es ist sehr einfach Einen auszuwählen dem man Alles in die Schuhe schieben kann. Neben den Fahrern von Dieselfahrzeugen und den Kreuzfahrern sind demnächst auch die dran, die Produkte aus der Tierproduktion zu sich nehmen.
    Ein Lob denen, die Sojamilch trinken und Biodiesel tanken die auf ehemaligen Flächen von Tropenwäldern produziert werden, oder auch Bio Bananen aus Mittelamerika genießen und damit ihr grünes Gewissen beruhigen können.

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