Kreuzfahrt abgesagt – Ich will mein Geld – aber zackig! – Darum geht das nicht so schnell!

Kreuzfahrt abgesagt – Ich will mein Geld – aber zackig! – Darum geht das nicht so schnell!

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Die Corona-Krise hat die Kreuzfahrtbranche hart getroffen. Nie war es bisher notwendige Hunderte Reisen abzusagen mit Tausenden Buchungen pro Schiff über viele Wochen. Nun ist das Debakel da. Reedereien haben in Teilen mit über 100.000 offenen Fällen zu kämpfen, Gäste begreifen es nicht, dass das Zeit braucht und beschimpfen Reedereien auf das übelste, bis hin zu krassen Rufschädigungen. Ich habe einmal im Video versucht darzustellen, woran es liegt, wieso es Zeit braucht und dass es durchaus Sinn macht, erst nach zu denken und dann zu schießen.

Hier findet ihr das Video oder wahlweise auch den Podcast dazu: 

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77 Kommentare zu „Kreuzfahrt abgesagt – Ich will mein Geld – aber zackig! – Darum geht das nicht so schnell!“

  1. Denkfehler!
    Unsere Kreuzfahrt mit Costa hätte Ende März stattfinden sollen und würde am 20.03. abgesagt. Wir waren sozusagen die 1. Tranche der Absagen. Wir warten nun seit mehr als 2 Monaten auf die -gewünschte- Erstattung des Reisepreises. Costa ignoriert alles. Uns würde angeblich Ende April ein Gutschein zugesandt. Erst mit der Gutscheinnummer könnten wir über ein spezielles Formular den Reisepreis zurück verlangen. Auf die Zusendung des Gutscheins warten wir noch immer. Jetzt heisst es bei Costa, man habe technische Schwierigkeiten beim Versand der Gutscheine. Costa belügt, beleidigt seine Kunden. Stellt sie als dumm dar. Für mich ist das augenscheinlich eine Insolvenzverschleppung. Denn Costa hat meines Wissens noch nicht einem Kunden in den vergangenen 8 Wochen den Reisepreis erstattet. So sieht es aus. Und nicht wie von Herrn Wepner behauptet,dass es ein logistischer Kraftakt sei, die Rückzahlung abzuwickeln. Denn die findet und fand bislang hat nicht statt. Insofern kann auch von „zackig“ nicht die Rede sein.Costa verliert mit uns einen weiteren Stammkunden. Vor allem weil wir uns nicht belügen und hintergehen lassen. So Herr Wepner, jetzt können Sie wieder beleidigend werden und mir antworten.

    1. Pascal Wepner

      Das hat mit Denkfehlern nichts zu tun, das ist der aktuelle Ablauf. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Costa tatsächlich Probleme beim Versand hat, die hatte AIDA auch. Der Prozess wurde neu eingestellt und war zu Beginn nicht fehlerfrei, kenn ich genug Fälle von AIDA die dann letztlich gelöst wurden in einem erneuten Versand. Wenn Du das als Lüge siehst ist das schön, heißt aber nicht, dass das auch der Wahrheit entspricht.

      Von einer Insolvenzverschleppung zu reden ist auch spannend, das ist rechtlich auch schwierig. Und nur weil Du keinen Kunden kennst, der Geld bekommen hat, heisst das nicht, dass es keine Kunden gibt. Ich kenne zum Beispiel einige die ihr Geld bekommen haben.

      Du bist genau der Kunde, den ich im Video anspreche und sich jetzt wieder beleidigt fühlt.

      1. Da muss ich R. Kraus Recht geben. Wir mussten Anfang März unsere Reise abbrechen und seit dem werden wir hingehalten. Auf den versprochenen Gutschein, warten wir noch heute und es sieht ja fast danach aus, als würde es noch eine lange Zeit so weitergehen, wenn wir überhaupt jemals Gutschein oder Geld sehen.

        1. Pascal Wepner

          Ich weiß nicht welche Reederei hier gemeint ist, bei AIDA und Costa gab es systemseitig mal Probleme bei der Auslieferung der Gutscheine. Sollte aber mittlerweile klappen, kenne da einige die keinen bekamen, auf Nachfrage dann aber schon.

  2. Marcos Alcalde

    Hallo,

    ich war Neugierig auf die Inhalte und die Erklärung. Da ja wohl derzeit jeder seine Erfahrungen macht, wie schwierig das mit dem „Geld-zurück“ momentan ist, glaube ich, dass die Ungeduld der Urlauber gar nicht so sehr an die Wartezeit geknüpft ist. Ich erlebe das bei mir selber, dass es diese häufig mangelhafte Informationspolitik ist. Da wird eine Leistung storniert und diese Stornierung wird dem Kunden mitgeteilt. Ihm wird aber nicht mitgeteilt:

    „Wir können eine von Ihnen bezahlte Leistung nicht erbringen. Selbstverständlich bekommen Sie das gezahlte Geld zurück. Da wir im Moment mit einer sehr großen Zahl von Fällen zu tun haben, benötigen wir dafür Zeit. Bitte kalkulieren Sie acht bis zwölf Wochen ein, bis die Rückzahlung auf Ihrem Konto ist. Für Ihr Verständnis bedanken wir uns und wir freuen uns, sie baldmöglichst wieder ab Bord begrüßen zu dürfen.“

    (Und DAS geht nämlich automatisiert und hätte von Anfang an Ruhe in die Geschichte gebracht und unnötige und unverschämte Nachfragen minimiert.)

    In Wirklichkeit sieht es jedoch so aus, das Dinge storniert werden und dann der Prozess danach nicht klar ist. Melden die sich, melde ich mich, wo melde ich mich, warum erhalte ich keine Antwort, etc. Mehr Transparenz und Offenheit würden vielleicht 75% der Nörgler und Drängler beruhigen. Mich hätte es jedenfalls beruhigt.

    Ich wünsche allen bald wieder gesundes Reisen

    M. Alcalde

    1. Pascal Wepner

      Die Reedereien haben doch klar kommuniziert bei ihren Reiseabsagen wie der Vorgang ist und das es Zeit braucht. Die Meisten haben das auch tatsächlich verstanden.

      1. Trotzdem ist das Verhalten der Anbieter eine Frechheit, da können Sie das noch so schönreden, wahrscheinlich Mitarbeiter,
        bei tausenden Buchungen geht die Verarbeitung und Rechnungsstellung auch Blitzschnell!
        Diese ganze Verschleppung hat System und wird viele Kunden kosten. Das wird noch bitter aufstoßen!

        1. Pascal Wepner

          Hallo Hartmut, schön dass Du NICHTS verstanden hast und ins Klischee fällst. Ich bin jetzt der böse Reedereimitarbeiter, klar.

          Vielleicht hörst Du auch einfach mal zu was man sagt: Buchungen laufen VOLLAUTOMATISIERT, da macht Niemand was, das macht der Computer alles von alleine. Insofern ist dein ganzes Kommentar ein einziger Offenbarungseid.

  3. Welche Rückzahlungen? Aida beantragt Staatshilfen und hat schon seit Wochen hohe Schulden bei der Kundschaft, ohne dass diese auch nur ansatzweise zurück gezahlt wurden oder werden. Bevor man Staatshilfen bekommt, müssten von Aida erstmal die Kunden ausbezahlt werden. Dies sollte Bedingung für Staatshilfen sein. Die Kunden sind es die Aida und all die anderen überhaupt am Leben erhalten werden, erhalten können. Deshalb sollte man die Kunden nicht länger hintergehen, sondern mit offenen Karten spielen. Aber ich denke, nein ich befürchte, dass Reedereien wie Aida, Costa usw. in Kürze insolvent sein werden. Hierfür spricht, dass die Kunden seit Monaten auf ihr zustehendes Geld warten, praktisch keine Kommunikation mit den Kunden stattfindet. Scheinbar sind die Reedereien zahlungsunfähig. Wenn dem so ist, wäre es aber eine Sauerei Kunden Gutscheine anzubieten die nicht abgesichert sind und Kunden auch weiterhin durch Werbung zu Neubuchungen animieren. Hier würde dann eine strafbare Insolvenzverschleppung vorliegen und die würde so manchen Verantwortlichen in grosse Schwierigkeiten bringen. Scheint mir hier ein schmaler Grat zu sein auf dem dich die Reedereien in Deutschland bewegen.

    1. Pascal Wepner

      In erster Linie geht es um einen Kredit der Bank der durch den Staat wie bei vielen anderen Firmen abgesichert werden soll.

      Des weiteren zahlt AIDA seit Wochen schon an die Kunden aus, dauert eben wie im Video erklärt seine Zeit.

      Ich würde an deiner Stelle vorsichtig sein, Firmen als zahlungsfähig öffentlich zu denunzieren, solange nachweislich Gelder rausfließen an Kunden.

      1. Sehr gut erklärt, ich hoffe nur,Herr Ott sieht es jetzt auch so,dass es einfach etwas dauert mit der Zurückzahlung!!!Übrigens wir haben unser Geld schon zurück.

    2. Möchte mich Anja anschließen. Wer sein Gehirn einschaltet, müsste sich darüber im Klaren sein, dass das Bearbeiten und Aufarbeiten von zig……Absagen eben dauert. Aber ich befürchte, die Meckerer meckern weiter. Hier kann man mal Dampf
      ablassen, Beleidigungen und Mutmassungen äußern. Man ist ja schließlich wer.
      Also Leute, bleibt ruhig, es ist doch alles schlimm genug. Wir wollen doch alle vernünftig miteinander umgehen.
      Ich freue mich auf meine nächste Kreuzfahrt 2021.
      Heike
      He

    3. Herbert Ohnebrink

      Msc hat von vornherein behauptet, dass eine Auszahlung des Reisepreises nicht möglich ist – entgegen geltendem Recht. Was ausser einer Klageerhebung bleibt mir als Verbraucher um meine Interessen zu wahren? Unbesicherte Gutscheine muss niemand akzeptieren.

      Jetzt plötzlich die Karte zu ziehen und wegen der logistischen Herausforderung um Geduld zu bitten ist einfach nur armselig und ein weiteres verschleppen der Auszahlung von Kundengeldern.

      1. Pascal Wepner

        MSC hat bis zuletzt, das war bis letzte Woche, wie auch im Video gesagt, an der Gutscheinlösung für sich festgehalten. Das war aber auch der einzige Veranstalter soweit ich weiß. In der letzten Woche wurde final von der Regierung entschieden, dass man die Gutscheinlösung nicht trägt. Seither zahlt MSC auch aus. Zu Deutsch: Mit Geduld hätte man sein Geld auch so ausgezahlt bekommen, hab dazu einige Rückmeldungen in der letzten Woche erhalten. Aber klar, man kann auch immer zum Anwalt rennen, die leben davon.

    4. „Welche Rückzahlungen? Aida beantragt Staatshilfen und hat schon seit Wochen hohe Schulden bei der Kundschaft, ohne dass diese auch nur ansatzweise zurück gezahlt wurden oder werden“

      Woher wissen Sie das so genau? Unser Geld ist zurückerstattet worden. (Wir hätten gerne „nur“ umgebucht, aus organisatorischen Gründen ging es leider jedoch nicht).

      1. Pascal Wepner

        Gibt ganz viele Experten wie Thomas Ott, die wissen viel zu erzählen, können aber nichts davon belegen. Ist das neue Zeitalter. Im Internet kann jeder Rambo sein.

        1. Pascal meine Bitte an dich, du schreibst hier über Rambos im Internet und bist selbst einer. Versuche dich doch etwas höflicher zu verhalten. Du zweifelst bei Personen die Kompetenz an oder beleidigst sie direkt. Das kann man natürlich machen, muss man aber nicht.

          Das ist ein sehr kontroverses Thema und da ist auch vollkommen klar, dass man nicht zwingend immer Zuspruch erhält. Neben den Themen Lehrer-Eltern und Autoprämie wahrscheinlich sogar eines der emotionalsten. Umso wichtiger ist es aber sich mit anderen Meinungen auseinander zu setzen und diese zu akzeptieren.

          1. Pascal Wepner

            Moin Michael. Sollte ich strafrechtliche Beleidigungen ausgesprochen haben, dann stehe ich dafür natürlich auch gerade, da darf jeder sein Recht durchsetzen. Ich weiß allerdings nicht, wo ich das gemacht haben soll. Zwischen sich beleidigt fühlen und beleidigt worden sein, liegen sehr oft Welten.

            Ich höre mir auch gerne jede Meinung an, aber das Problem ist ja, dass Fakten entscheiden und nicht Meinungen.

            Meiner Meinung nach hätte es Corona nicht gebraucht, Corona ist aber da mit allen Auswirkungen die wir gerade erfahren. Wie Du siehst, meine Meinung ist nett, bringt aber nichts, weil die Realität eben anders ist.

            1. Zwischen strafrechtlich relevant und der Einhaltung einer Netiquette liegen auch Welten. Frag doch einfach mal die Leute hier im Forum, wie sie deine Kommentare sehen. Ich finde sie unhöflich und beleidigend aber nicht strafrechtlich relevant.

              Die Fakten, die du als Wahrheit präsentierst sind maximal ein Ausschnitt der Wahrheit. Wenn ich dir nur über den hellen Tag erzähle, dann kann man daraus nicht ableiten, dass es keine dunkle Nacht gibt und nur weil es sehr viele Stornierungen gibt, impliziert das nicht, dass jedes Unternehmen sein bestmögliches versucht um die Gesetze einzuhalten. Soviel zu deinen Fakten, die allesamt nur Interpretationen sind und überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen müssen.

              1. Pascal Wepner

                Beleidigungen sind eben strafrechtlich relevant, also haben scheinbar auch keine Beleidigungen stattgefunden. Hatte mich schon sehr gewundert.

                Nun dann lege doch mal faktisch dar, was die Reedereien derzeit tun um nicht auszahlen zu müssen? Ich kann nur in Summe belegen durch diverse Aussagen von Gästen die Tag für Tag kommmen, das Gelder ausgezahlt werden. Du glaubst das ja nicht und siehst das als Realität. Insofern bitte ich darum dass einmal zu belegen, dass das nicht stattfindet.

  4. Danke für die Erklärung im Video. Ich hoffe das schauen sich ganz viele an und bekommen dann ein Verständnis für die Situation.
    👍

  5. Stornierungen von MyAida sind hochgradig automatisiert. Das jederzeitige kostenlose Storno geht über Internet, Bestätigungsemails gehen binnen Sekunden raus. Wird auch oft genutzt, schon vor Corona. Rücküberweisung auf das verwendete Zahlungsmittel ist auch gut automatisierbar. Normalerweise ist das Geld bei MyAida Storno in 1-2 Tagen da. Hier wurde aber der Automatismus abgeschaltet und das Geld zurück gehalten, über etliche Monate, mit voller Absicht.

    Storno einer kompletten Reise oder Reiseabbruch ist kompliziert und nur teilweise automatisiert. Für nicht angetretene Reisen die über Internet bezahlt sind, aber ebenso trivial rückbuchbar. Selbst über Reisebüros eingebuchte Reisen werden im Direkt Inkasso auf diese Weise bezahlt. Technisch ist es kein Problem, Millionen Stornos mit einem Mausklick auszulösen, eine solche Funktion leicht nachrüstbar. Ist aber nicht vom Management gewollt, und verursacht natürlich Liquiditätsprobleme bis hin zur drohenden Insolvenz.

    Die neuartigen Gutscheine sind da schon mehr Arbeit, aber Guthaben und Gutscheine gab es auch schon immer. Sie sind jetzt aber flecibler rinsetzbar, und müssen massenhaft generiert werden.

    Handarbeit ist eigentlich nur erforderlich, wenn der Kunde nur per Email oder Telefon seinen Auftrag erteilen kann, zB eine Umbuchung, Splitten eines Gutscheins, Stornowunsch seitens Kunde etc.

    Wur selbst haben eine Umbuchung veranlasst, das dauerte ewig, wir sollten über Internet neu buchen, dann per Email alte und neue Buvhungsnummer mitteilen. Heute soll man sich dafür ans Reisebüro direkt wenden. MyAida wurde bei uns wie versprochen Ende April zurück gezahlt, also innerhalb von 6 Wochen, was frech lange ist, aber gerade noch hinnehmbar.

    Andererseits ist BGB 635 nunmal einzuhalten, und sollte Grund genug sein, seine Buchungs Prozesse zu automatisieren, und zwar schon vor einer Krise. Sonst hagelt es eben gerichtliche Mahnbescheide und Klagen werden erhoben. Das ist eben so zu erwarten.

    Uns wurde nicht einmal die Reise offiziell abgesagt. Nicht eine einzige Email. Das wäre nur einmal zu schreiben. Oder die Lage erklären und um Verständnis bitten, und zwar individuell per Email. Hier hat Aida nichts unternommen, andere Veranstalter waren da besser.

    Aidas Automatismen liefen ad absurdum. Uns wurden Ausflüge für abgesagte Reisen (bzgl selbst Nachschlagen auf aida.de) angeboten. Wohl weil andere Kunden ausgebuchte Ausflüge stornierten, die der Roboter dann anderen automatisch anbietet. Man hatte den Eindruck es werde gezielt frisches Geld eingesammelt zwecks rechtswidrigem Behalten.

    1. Pascal Wepner

      Interessant. So viele Experten in der freien Welt. Wundert mich immer, dass die nicht bei den Reedereien arbeiten. Die würden Menschen wie Dich mit Kusshand nehmen, gerade die, die alles wissen und alles können.

  6. Rainer Engelhardt

    Ich schätze Ihre Reportagen sehr, doch diese Darstellung wirkt für mich doch sehr beschwichtigend und als Reederei Unterstützung. Fakt ist, dass alle Reedereien gehofft haben, dass die verbindliche Gutscheinlösung kommt. Dadurch wurde viel Zeit verplempert und jetzt ist die Masse anVorfällen nicht mehr zeitnah abzuarbeiten. Kreuzfahrt wird in Zukunft nicht mehr so einfach zu verkaufen sein, so dass jetzt eine schnelle Abarbeitung Kundenpflege ist.

    1. Pascal Wepner

      Hallo Rainer, ich denke es handelt sich mehr um die Darstellung von Fakten als um eine Beschwichtigung.

      Hätten die Reedereien Ende März mit der Rückerstattung begonnen, wären sie heute auch noch nicht fertig. Es sind seither ja noch mehrere zehntausende Buchungen dazu gekommen und werden weiterhin noch dazu kommen.

      Sicherlich hat man zu Beginn erstmal versucht Herr der Lage zu werden und hat versucht die Kunden bei sich zu behalten durch Umbuchungen. Aber als absehbar war, dass die Gutscheinlösung nicht haltbar sein wird, hat man zusätzlich angeboten die Rückzahlung anzustossen, insofern wird auch schon seit Wochen ausbezahlt und es zeichnet sich ja auch deutlich ab, dass viele Leute bewusst umgebucht haben und das Geld gar nicht ausgezahlt haben wollten.

      Ich weiß auch nicht ob dadurch Zeit verplempert wurde, man wäre jetzt vielleicht 2-3 Wochen weiter, die Auszahlungen aber lange noch nicht durch. Die Anzahl der stornierten Reisen hätte sich dadurch ja nicht geändert, auch nicht die Anzahl stornierter Kabinen, auch nicht die Anzahl der verfügbaren Mitarbeiter und auch nicht die Zeit die dafür benötigt wird.

    2. In Österreich zahlt MSC auch nicht.Meine Reise wurde am 13.März abgesagt abflug war 21 März geplant.Info von MSC telefonisch vor 10 tagen: die rückabwicklung dauert 60 Tage von abfahrstdatum.Das war vorige Freitag.Die Mitarbeiterin von MSC heute am Telefon sehr nett aber keine info sie wissen auch nichts.
      Was die Automatisierung betrifft können sie sich was einbilden die Leute zum Dumm verkaufen!!!Ich habe meine Reise Telefonisch bestellt und den email 5 minuten später mit den angebot gehabt und alles fixieren können.
      Bei Geld kassieren sond die Rederein schnell aber bei zurückzahlen stellen sich alle Taub.
      Mann wartet….und hofft das irgendwann Geld sicht und nicht mit leeren händen da steht.
      😨

      1. Pascal Wepner

        Zur Automatisierung: Sprit in deinen Tank bekommst Du schnell und einfach. Versuch ihn mal rauszuholen ohne Hilfsmittel, die Du ja eigentlich noch nie gebraucht hast, weil Du ja nur reinkippst.

        1. Christian Sester

          Hallo!
          Selten so einen unpassenden Vergleich gehört. Der Aufwand für Überweisungen ist in beiden Richtungen gleich.
          Da bin ich „Experte“ das ist bei mir seit 35 Jahren so und in der Familie haben wir mehrere „Banker“.
          Falls Sie an der Tankstelle den Sprit von ganz vielen Autos wieder der abpumpen möchten verlängern Sie doch die Zapfpistole mit einem Schlauch und ändern die Drehrichtung der Pumpe… das ginge dann auch.
          Wir warten dann mal auf die Überweisung von Hurtigruten… :-(
          Viele Grüße aus dem Schwarzwald
          Christian

          1. Pascal Wepner

            Moin Christian, ist doch super wenn Du das kannst. Dann wende Dich doch an die Reedereien und erkläre Ihnen das was sie genau zu tun haben um mal eben +100.000 Fälle abzuwickeln. Deinem Kommentar entnehme ich, dass Du darin Experte bist. Es kommt nicht klar heraus wie viele Pandemien Du als Konzernlenker bereits durchgemacht hast, aber das kannst Du dort ja dann erklären wenn Du deren Probleme gelöst hast.

            Ja und das Tankstellenbeispiel ist korrekt, aber auch hierzu bedarf es erstmal Hilfsmittel die man im Regelfall nicht zur Hand hat als normaler Autofahrer, genau darum geht es.

            Und ehrlicherweise weiß ich nicht wie Hurtigruten mit dem Thema umgeht.

  7. Ich hatte für Anfang Mai eine Kreuzfahrt mit der MS Amadea von Phönix gebucht. Nachdem die Absage feststand und ich meine Bankdaten angegeben hatte, dauerte es genau 5 Tage bis mein Geld zurück gebucht war. Das nenne ich tollen Service. Hier werde ich wieder buchen.

    1. Genauso lief es bei mir auch. Rückzahlung einer von mir sicherheitshalber selbst frühzeitig stornierten Reise mit MS Deutschland nach später erfolgter Reiseabsage durch Phoenix und Bitte um Rückerstattung der Stornogebühr kulanzhalber bis auf EUR 50,00 innerhalb von 2 (in Worten: zwei) TAGEN erfolgt!!!
      Chapeau für Phoenix, welche den Servicegedanken leben.
      DER und NCL haben hingegen Monate gebraucht, um sich ohne jegliche zwischenzeitliche Informationen zu Rückzahlungen nach Absage durch die Reederei durchzuringen.

  8. Das mag ja alles sein, so wie Sie das in Ihrem Video beschreiben. Wir haben sogar Verständnis dafür, dass die Telefonleitung geschlossen wird. Manche können echt am Telefon unqualifiziert nerven. Aber nacheinander seine Arbeit abarbeiten ist wohl nicht zu viel verlangt.
    Auch wir haben eine Reisabsage bereits am 15.3. zum 20.3. bekommen. Das war die 6. Reiseabsage bzw. Abbruch zu dem Zeitpunkt bei TUI Cruises. Zuerst hieß es „Ihre Stornierung haben wir akzeptiert und zahlen in Kürze den Reisepreis aus“ . Nach 1 Woche hieß es, nach dem 30.4.werden wir automatisch die Stornierungen bearbeiten. Gut, haben wir gewartet. Ende April kam die Info, nach dem 25.5. bearbeiten wir chronologisch nach Abreisedatum die Auszahlung. Mittlerweile hatten Freunde von uns, die mit uns die gleiche Reise getätigt hätten, den Reisepreis, wie sich das gehört, nach 14 Tagen erstattet bekommen. Aida hatte, wiederum bei anderen Bekannten, bis dahin noch nichts erstattet. Andere Freunde, die am 11.3. ihre Reise angetreten hatten und nach 3 Tagen auf dem Weg nach Barbados den Reiseabbruch über sich ergehen lassen mussten, bekamen sogar Mitte April den kompletten Reisepreis erstattet, obwohl sie Flug, Kost und Unterkunft auf dem Schiff in Anspruch genommen hatten. Da war unsere Geduld am Ende. Am nächsten Tag der Termin beim Anwalt. Da wir schon Wochen vorher 2 mal Zahlungsfristen gesetzt hatten, ging gleich der Mahnbescheid raus. Einzige Vorkasse Mahnbescheidsgebühren € 82,50, nach 5 Tagen war das Geld auf dem Konto, inklusive schnell verdientes Geld für den Anwalt ( ca.600 € + Mahnbescheidsgebühr). So verursacht die TUI noch unnötige Zusatzkosten.
    Wir gehören nicht zu denen, die mit zig Emails und Telefonaten die Gesellschaft bombardieren und schon garnicht bei Instagram oder anderen Portalen einen Shitstorm abgeben. Lediglich 2 mal haben wir uns in 6 Wochen höflich und ohne Beschimpfungen per Email an TUI Cruises gewandt.
    Aber die erhaltenen Vertröstungsfloskeln sind nicht gerade professionell.
    Ich glaube man kann schon 4 Wochen nach Reiseabsage erwarten, wenn erst maximal 6mal 1500 Buchungen storniert werden mussten, dass mit der Auszahlung begonnen wird. In 4 Wochen schafft ein Mitarbeiter ca. 56 Rückerstattung pro Stunde bei 9000 Buchungen. Ich gebe zu, das ist für einen ein bisschen viel, aber in der Buchhaltung werden wohl hoffentlich mehr Personen arbeiten. Willkürlich scheint die Rückerstattung wohl auch funktioniert zu haben, aber von Chronologie keine Spur.
    Unsere Vorgeschichte ist auch interessant. Nach der Buchungsbestätigung ( 3 Monate vor Reisebeginn) , worin wir korrekt unsere Bankverbindung angegeben hatten, kam sehr zügig eine Email in der wir darauf hingewiesen wurden, es könnte keine Anzahlung abgebucht werden,wir sollten uns doch mal telefonisch mit Tui in Verbindung setzen. Da waren wir leider im Urlaub und haben nicht sofort reagiert, nach 2 Tagen kam gleich die nächste Aufforderung. Wir waren aber nicht Schuld, jemand hatte bei der Eingabe einen Zahlendreher bei der Iban Nummer eingegeben. Was bitte geht da vollautomatisch?!

    Was jetzt deine Leser jetzt aus meinem Kommentar machen, ist jedem selbst überlassen. Wir haben unser Geld und wir werden auch wieder mit TUI fahren, falls sie das Überleben.

    Grundsätzlich sollte sich die gesamte Reisebranche mal Gedanken dazu machen, wie mit dem im Voraus gezahlten Reisepreis umgegangen werden müsste. Nirgendwo geht man so hoch in Vorkasse, wie bei Reisebuchungen, teilweise sogar um 100% z. B. bei Flügen. Kein Handwerker, Arzt, Angestellter, etc. bekommt soviel Vorschuss, obwohl er noch keinen Handschlag geleistet hat. Braucht es erst ein Gesetz, damit der Verbraucher erst am Ende der Reise seine vollständige Rechnung bezahlen muss?
    Darüber mal nachdenken,vielleicht auch mal diskutieren.

    1. Pascal Wepner

      Ich habe beispielsweise überhaupt kein Verständnis dafür, dass man Telefonleitungen abschaltet und alles auf die Reisebüros, die man nicht bezahlt abwälzt.

      Und ja, die diversen Termine die TC genannt hat, kann ich auch nicht nachvollziehen und das muss man sich ankreiden lassen wenn man sie nicht einhält. Das haben andere Reedereien anders gelöst in dem sie sagten, dass es seine Zeit braucht, aber wie man sieht werden die dafür auch angefeindet.

      Ich weiß im Detail nicht was TUI Cruises veranstaltet hat, ich weiß auch nicht nach welchem Schema die Rückerstattungen erfolgen. Ich weiss nur, dass es auch Gäste gab, die das Ganze ohne Anwalt bekommen haben was Du mit Anwalt bekommen hast. Vielleicht zuckt TC ja tatsächlich nur wenn der Anwalt schreibt, das wäre aber wahnsinnig dreist.

      Was deinen Einwand mit den Buchungen betrifft, nur mal eben 6 x 1500 Buchungen. Du vergisst dass normale Reedereien sich dann auch noch um Gäste an Bord deren Rückführung und um die Crew kümmern musste, das sind schon auch essentielle Dinge die wahnsinnig viel Zeit und Kraft gekostet haben.

      So richtig um die Gäste und die Rückbuchungen hat man sich bei allen erst gekümmert, als das mit den Schiffen geklärt war, was auch absolut nachvollziehbar ist.

      Naja, es ist im Reisebereich so, dass die Firmen vom laufenden Cashflow leben, war immer so und ist erstmal so. Die Frage ist wie man das löst, vielleicht hast Du einen Vorschlag. Weder der Arzt, noch der Handwerker hat mehrere tausend Angestellte und wahnsinnig teure laufende Kosten für Immobilien (Hotels), Schiffe, Treibstoff usw.

      1. Sie vermuten nicht wirklich, dass sich die Buchhaltung plötzlich darum kümmern musste, Rückflüge für die gestrandeten Reisenden zu organisieren, oder logistische Abläufe wie Lebensmittellieferungen zu den jeweiligen Häfen zu stornieren/koordinieren. Egal wie groß die Firma ist, es wechselt nicht zusätzlich die Putzfrau eines Reifenhändlers die Winterreifen, damit die hohe Nachfrage abgearbeitet werden kann , oder der Maschinenbautechniker hilft nicht mal eben in der Logistik aus, damit Liefertermine bei Kunden eingehalten werden können .
        Aber nichts desto trotz. Egal was die Ursache ist, der Verbraucher hat ein Rechtsanspruch nach 14 Tagen auf die Erstattung des Reisepreises, nach Absage der Reise durch den Veranstalter. Umgekehrt, wird der Reisende, oder der Verbraucher in allen anderen Branchen sehr schnell gemahnt, eine Mahngebühr aufgeschlagen und ggf. über einen Anwalt/Inkassounternehmen das Geld eingefordert.
        Mal ehrlich, ich finde Sie müssen sich nicht für die Reedereien entschuldigen/rechtfertigen und die Mühe machen Videos zur „Aufklärung“ erstellen. Wie wäre es, wenn die Reedereien Sie mal damit beauftragen würden, damit die Kunden informiert werden. Es scheint wohl keine Spezialisten dafür in den Unternehmen zu geben.
        Es ist nun wie es ist und die Betroffenen sollte nicht in diversen Apps und Foren herumjammern, sondern für sich selbst aktiv werden. Und dann läuft’s eben nur über den Anwalt. Schließlich geht’s hier nicht um eine neue Jeans, ein Sofa, oder ein neues Smartphone. Für viele geht’s um viel Geld, dass unter Umständen in Corona Zeiten sogar dringend benötigt wird, weil vorher lange dafür gespart wurde, oder sogar ein Kredit dafür aufgenommen wurde!
        Und wer hat eigentlich für seinen Handwerker/Lieblingscafe/Autohändler/Kino etc. einen Gutschein gekauft, damit sie sich im bzw. nach dem Lockdown über Wasser halten können? Und wenn man ihn irgendwann einlösen möchte, hat das Unternehmen unter Umständen die Insolvenz angemeldet? Wo gibt es denn sowas?
        Auch der Handwerker, große Firmen, oder der niedergelassene Arzt haben mal klein angefangen. Da musste auch der Mitarbeiter, die entsprechende Investition für Fahrzeuge, Geräte, Gebäude, etc., vorfinanziert werden. Wenn dann erstmal der Betrieb läuft, ist alles in trockenen Tüchern. Wehe es kommt was dazwischen und es sind keine Rücklagen gebildet.
        Vielleicht hätten die Reedereien erstmal ein paar hundert Millionen zu Seite legen sollen , anstatt die Flotte gigantisch zu erweitern, um zu versuchen mit anderen Reedereien zu konkurrieren, oder auf einer Bestenliste ganz oben zu stehen. Aber der Steuerberater gab da diverse andere Empfehlungen.
        Jetzt müssen sie ALLE wieder bei Null anfangen und es wird lange dauern, bis es wieder so wie früher sein wird. Mal sehen wer vorher schon gut gewirtschaftet hat.
        Vorschlag zu Anzahlungen : 20% Anzahlung bei Buchungsbestätigung mit Nachweis einer Bankbürgschaft für den kompletten Reisepreis, 30% 7 Tage vor Reiseantritt, 30% nach der Hälfte des Urlaubs und 20% + Extrakosten am Abreisetag.
        Und nebenbei bemerkt: Das nächste Virus kommt bestimmt. Es ist schon Nr. 7 in diesem Jahrhundert.

        1. Pascal Wepner

          Ich weiss nicht wie Du Dir das alles so vorstellst, in der Buchhaltung sitzt Niemand der was entscheidet. Man hat sich zu Beginn natürlich erstmal um alle relevanten und sofort notwendigen Dinge gekümmert und das war eben nicht Kundengelder zu erstatten, sondern Gäste und Crew in Sicherheit zu bringen, da war der absolute Fokus drauf, danach hat man angefangen Prozesse zu entwickeln und zu schauen in welcher Form man was machen möchte. Es spricht außer Dir auch Niemand davon, dass die Putzfrau auf einmal CEO ist. Ich habe keine Ahnung woher Du deine Erkenntnisse nimmst.

          1. Da muss ich mir garnichts vorstellen. Ich kenne die Abläufe in den oberen Etagen. In dem Fall herrscht ein glasklarer Rechtsanspruch auf die Rückzahlung. Der/die Verantwortliche/n kommunizieren einmal „alle Stornos bekommen ihr Geld zurück“, und dann fängt die Buchhaltung an zu arbeiten.

            Das die Putzfrau plötzlich der CEO sein soll habe ich nie geschrieben. Das war lediglich ein Vergleich zu der Aufgabenverteilung in einem Unternehmen und sollte darstellen, dass auch in ungewöhnlichen Situationen jeder seinen Job weitermacht und nicht auf einmal andere berufsfremde Aufgaben erledigen muss. Quasi eine Stellungnahme zu Ihrem Text :… „dass sich die Reedereien dann auch noch um Gäste an Bord, deren Rückführung und um die Crew kümmern musste,…. “ Da wird sich keine Buchhaltung drum kümmern können.

            Wir wissen alle nicht ganz genau was bei den Reedereien abgeht und man will vielleicht auch nicht genau im Detail den Kunden informieren, aber die Rechte der Kunden sollten respektiert werden.

            Sie machen einen guten Job auf dieser Seite, weil wir alle vielfältige Infos bekommen und Meinungen vertreten können. Lassen Sie sich nicht ärgern, bleiben Sie gesund. Hoffen wir auf bessere Zeiten und in naher Zukunft auf schöne Urlaubsmomente auf See.

            1. Pascal Wepner

              Ich weiß nicht was Du liest, aber den Rechtsanspruch hat Niemand bestritten, genau deswegen zahlen die Reedereien ja auch aus, da es den Rechtsanspruch gibt.

              Und die Ansage, dass die Reisepreise auszuzahlen sind gab es ja, dass ist ja das was gerade abgearbeitet wird. Liest man Tag für Tag von neuen Leuten, dass sie ihr Geld bekommen haben. Geht halt nicht für alle gleichzeitig.

              Auch Dir eine hoffentlich gesunde und schöne Zukunft.

  9. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht so ganz. Die meisten Reedereien haben Gutscheine angeboten, mit z.T. hohen Zinsen (Vorteil wie sie es nennen) und diese Gutscheine will die Regierung jetzt auch noch absichern. Wo liegt das Problem? Die geplante Reise kann man doch zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.
    Die meisten Leute wollen doch nach der Krise auch wieder aufs Schiff (auch wenn sie aktuell etwas anderes behaupten), ziehen jetzt in der Krise jedoch das Geld aus den Unternehmen. Verstehe es nicht, sorry. Es geht schließlich auch um ein paar Arbeitsplätze (nicht nur bei den Reedereien).
    Und ja, wir haben den Gutschein akzeptiert und nein, es war nicht nur eine Anzahlung. Unsere Reise wurde 6 Tage vor Start abgesagt. Der Gutschein kam übrigens pünktlich, wie angekündigt und wir haben sogar das Geld der gebuchten Gourmetgutscheine, unaufgefordert überwiesen bekommen.

      1. Es gibt Menschen die jetzt auch finanzielle Probleme haben. Soll man dann da einen Gutschein akzeptieren, denn man nicht akzeptieren muss? Sorry aber das Forum hier ist extrem einseitig und die Sichtweisen auch sehr eingeschränkt.

        Bisher ist übrigens keiner der Gutscheine abgesichert und ich befürchte, dass da auch kein Sicherungsschein greift. Bei einer Buchung hätte man zumindest das.

        1. Pascal Wepner

          Es gibt sogar super viele Menschen die durch Corona in finanzielle Probleme geraten sind, sogar ganz ohne vorab eine Reise zu buchen. Insofern halte ich gerade dieses Argument für vollkommenen Quatsch. Nehmen wir an, die Reise hätte stattgefunden, wäre das Geld auch weg und Corona dennoch da – nur eben später. Insofern muss man sich dann die Frage ja gefallen lassen, ob man sich die Reise überhaupt hat leisten können, wenn die Rückzahlung der Kosten bei den Reiseveranstaltern jetzt das einzige Heilmittel aller Probleme ist.

          Auch wir und unser Umfeld hat wahnsinnig viel Geld verloren durch Corona. Einige Freunde und Bekannte mussten ihre Firmen für immer schließen – Niemanden hätte eine Anzahlung oder ein Reisepreis einer bevorstehenden Reise gerettet.

          Und was die Gutscheine betrifft: Natürlich sind diese durch die Regierung besichert, ebenso sind die Reisen besichert durch einen Sicherungsschein. Nur die Summen der Rückversicherer sind zu gering, weshalb der Staat dann im Nachgang eh einstehen muss, genau so wie bei Thomas Cook.

          Am Ende, also auch wenn Insolvenzen kommen, wovon ich nicht ausgehe, wird jeder sein Geld bekommen. Aber auch dann nur mit viel Geduld.

          Ich weiß auch nicht was hier einseitig ist oder welche Sichtweise falsch ist. Die Rechtssprechung ist klar, der Anspruch der Gäste auch, es ist aber eben auch klar, dass bei den Reedereien nur Menschen arbeiten und eben nur eine begrenzte Arbeitsleistung bringen können.

          Ich sagte es ja recht deutlich, wenn man pro Tag im Haus 800 Buchungseingänge hat die in weiten Teilen bis zur Ticketerstellung vollkommen automatisiert abgewickelt werden, hat man massivste Probleme wenn man auf einmal mit dem selben Personal und einer Einbahnstrassen-IT über 100.000 Fälle abzuwickeln hat. Das sind eben die Fakten, da spielen Meinungen und Wünsche keine Rolle – der Fakt an sich wird nicht geändert – da kann man auch drauf schauen aus welcher Sichtweise man möchte – das Grundproblem verschiebt sich dadurch nicht wieso die Zahlungen so viel Zeit beanspruchen.

          1. Wieso ist das Argument Quatsch? Wenn ich finanzielle Probleme habe und jetzt die Wahl habe zwischen einem Gutschein und dem Geld, soll ich dann auf den Gutschein ausweichen? Viele konnten sich zum Zeitpunkt der Buchung die Reise leisten und kamen dann in finanzielle Nöte. Diese Menschen sind weder dir noch der Reederei überhaupt eine Rechenschaft schuldig. Alles weitere was du schreibst ist getreu dem Motto: „Hätte, hätte, Fahrradkette“.

            Aktuell ist kein Gutschein abgesichert. Es existiert gerade mal ein Gesetzesentwurf der am 27.Mai beschlossen wurde. Das ist nicht mehr als eine Absichtserklärung und nichts auf was man sich aktuell berufen kann.

            Pascal, ich bin mir nicht sicher, ob das für mich zielführend ist hier in diesem Forum zu schreiben. Die Darstellung hier ist von soviel ankedotischer Evidenz geprägt und die Auseinandersetzung mit anderen Sichten findet nicht statt.
            Letztlich kennst du nur deine Wahrheit, die du durch ein paar Fakten als die eine Wahrheit darstellen willst.

            Welchen Sinn hat da ein Kommentar mit Fakten, die nicht zu deiner Wahrheit passen? Das ist reine Zeitverschwendung. Da suche ich lieber den intellektuellen Austausch mit meinen Kindern.

            Übrigens kommst sowas vom DRV:
            „Reiseveranstalter müssen daher weiterhin an den Großteil ihrer Kunden Geld rückerstatten, Geld, das schlicht nicht vorhanden ist“
            Evt. ist auch das einfach ein Grund für langsamere Rückzahlungen. Da müssen halt erst mal fünf Leute anzahlen um einmal den kompletten Reisepreis auszuzahlen…….

            1. Pascal Wepner

              Fakt ist: Binnen 14 Tagen ist zurückzuzahlen, Fakt ist aber auch, dass aufgrund der Menge das nicht leistbar ist. Ich weiß nicht was das Problem ist. Es wurde nun auch alles millionenfach gesagt, es ändert an den Tatsachen nichts. NIE und an keiner Stelle wurde der Anspruch abgesprochen oder erklärt, dass Reedereien nicht auszahlen wollen.

  10. Tino-Kristian

    Das es mit einem Anwalt auch nicht schneller geht, kann ich so nicht bestätigen. Nachdem TUI schon fast im dritten Monat im Verzug mit der Rückzahlung angelangt war, vorletzte Woche Mittwoch den Rechtsanwalt besucht. Mahnschreiben ging noch am selben Tag nach Hamburg, Freitag kam die Mail von TUI, dass der ganze Fall zur Buchaltung geht, man die Reise sofort rückerstattet, incl. Kosten des Rechtsgelehrten. Montag war das Geld auf dem Konto. Ich hatte TUI genug Zeit gegeben. Aber fast drei Monate geht gar nicht. Aber egal, ich kann mir in den kommenden Monaten und wer weiß vielleicht auch Jahren eh keine Kreuzfahrt wie zu „Vorcorona Zeiten“ vorstellen. Deshalb nehme ich davon für einen längeren Zeitraum erst mal Abstand.

    1. Pascal Wepner

      Augenscheinlich scheint das bei TUI Cruises der Weg zu sein. Du bist jetzt einer von Vielen der das berichtet. Bei anderen Reedereien läuft das auch ganz ordentlich ohne Anwälte.

      Ich möchte aber noch immer bezweifeln, dass Du dein Geld nicht auch ohne Anwalt bekommen hättest.

      1. @ Tino-Kristian/Pascal:
        Ich hatte auch eine Reise für 23.03. bei TUI Cruises online gebucht, komplett bezahlt (auch lange darauf gespart)
        Habe am 15.03. die Absage bekommen und am 16.03. die Stornierungsbestätigung erhalten.
        Erst sollte ich mein Geld Ende April bekommen, dann Ende Mai.
        Ich habe auch nur 2 mal an TUI geschrieben (Standard-Antwort erhalten), da ja kein Reisebüro involviert war.
        Habe am 20.05. mein Geld zurücküberwiesen bekommen. Ohne Anwalt.

        Das nur zur Info

        Also denke ich dass TUI auch nicht anders wie andere Reedereien ist..

  11. Gerd Habersack

    In Krisen wie der aktuellen sind einfache Antworten am beliebtesten, nur gibt es hier mehr Fragen als Antworten.

    Die Kreuzfahrtbranche wurde durch Corona brutal gestoppt, dies hatte niemand in der Wachstumsbegeisterung in seinen Automatismen eingeplant. Weder die Kunden, deren Urlaubsträume platzten noch die Reedereien, die der Situation auch ziemlich hilflos gegenüberstehen. Niemand kann realistisch sagen, wann die Schiffe wieder in Fahrt kommen können und ob dies dann noch finanziell tragbar sein wird, sowohl von Kunden als auch von Firmenseite.

    Es ist wahrscheinlich sehr viel Zweckoptismus in der Einschätzung, irgendwann ist Corona vorbei und dann geht mit dem Wachstum alles weiter wie bisher. Selbst wenn der Virus behandelbar behandelbar sein wird, werden die wirtschaftlichen Folgen noch deutlich länger spürbar sein.

    Und Tourismus lebt auch von der Generierung von Traumwelten, besonders die Tendenz in der Kreuzfahrtbranche entfernte sich ja in Teilen in den letzten Jahren von der Reise als notwendiges Übel, um bestimmte Ziele zu erreichen hin zu der Reise als Erlebnis selbst. Eine Branche, die Träume als Geschäftsmodell generierte, erzeugt nun bei vielen gefühlte Alpträume und hat kein vernünftiges Konzept, damit umzugehen. Auf pure Abwicklung von statt auf Generierung neuer Reiseträume war man nicht eingestellt, aber welches Unternehmen kann schon öffentlich vermitteln, dass man auch nicht weiß, wie es wirklich weitergehen wird. So bleibt nur Zweckoptimismus, der aber von den Kunden nicht mehr so leicht geglaubt wird.

    Natürlich hat der Tourismus viele regionale Krisen in der Vergangenheit schnell überwunden, aber die jetzige Situation ist einzigartig und global und es bleibt die Frage, welche langfristige Folgen das haben wird. Dass alles wieder so wie vorher werden wird, könnte leider eine schöne Illusion bleiben, aber von Illusionen hat ja bisher die Branche recht gut gelebt.

    Wer in meinen Zeilen einfache Antworten vermisst, ich habe keine und ich habe auch noch keine gehört, die mir glaubhaft erschienen wären. Natürlich habe ich auch Hoffnungen, vielleicht schon Ende des Jahres auf Schiffen wieder reisen zu können, aber die frühere Sicherheit besteht nicht mehr.

    Hauptsache, erstmal gesund zu bleiben, selbst das ist ja nicht sicher.

    1. Pascal Wepner

      Das ist ja genau der Punkt, die Leute erwarten Antworten die Niemand geben kann. Sie werfen mangelnde Kommunikation vor, aber die Reedereien haben eben keine Glaskugeln und wollen auch nicht irgendwas sagen was nachher nicht haltbar ist. Es ist eine mehr als unschöne Situation.

      Und was das Wachstum betrifft: Ich glaube es dauert Jahre bis wir wieder da sind wo wir vor Corona waren – wie das alles aussieht steht in den Sternen.

  12. wolfgang fuchs

    ich bin ein bisschen von diesem Video enttäuscht.
    Ist das eine „Ich halte den Reedereien die Stange“- Seite?
    Bisher nicht, da wurde ja wohl auch mal kritisch über TUI und Co. berichtet.
    Jetzt sind Sie wohl eingeknickt vor den großen Konzernen.

    Zu meinem Fall kann ich nur sagen:
    Erst im letzten Moment wurde die Kreuzfahrt abgesagt, Gott sein Dank habe ich nicht auch noch den hohen Restbetrag überwiesen, der schon fällig gewesen wäre.
    Ja, ein Anwalt hilft, das ist für Konzerne beeindruckender als ein kleiner Kunde.
    Und der Anwalt kostet dem Kunden nichts, für den/die Brief/Briefe kassiert er bei der Reederei.

    1. Pascal Wepner

      Nette Unterstellungen, aber wer mich kennt, der weiß, dass ich ausschließlich meine eigene Stange halte.

      Das hier hat einfach mit klarem Sachverstand zu tun. Kein Mensch kann das Tausendfache seines Arbeitspensum in gleicher Zeit erledigen wie das normale Pensum.

      Kannst Du denn auch belegen, dass Du das Geld ohne Anwalt nicht auch bekommen hättest? Das ist ja der springende Punkt. Klar kann man noch dreißig andere Menschen in die Fälle einbeziehen damit die auch noch Geld verdienen. Die Frage ist ob es notwendig ist. Die Rechtslage ist ja klar und deutlich kommuniziert, ebenso der Auszahlungswille und wie man sieht wird permanent auch ausgezahlt.

  13. Meine Meinung:
    Aufwand für teilweise durchgeführte Reisen sicher hoch und nicht einfach, ok.

    Aber alle anderen Reisen. Es ist durchaus möglich eine Email aufzusetzen für jede Buchung, direkt oder an Reisebüros, die abgesagt wird mit einem Link wo man auswählen kann, Gutschein oder Geld zurück.
    Das dauert dann vielleicht mal ein oder zwei Wochen zu programmieren, aber so hätte man von diesen Fällen schnell viele abgearbeitet. Weil die Daten der Buchung liegen vor, wie viel bezahlt auch und dann die Entscheidung Gutschein oder Geld. Da kann man viel automatisieren, wenn man es richtig aufsetzt und das kann man relativ schnell machen.
    Klar kann es auch lange dauern, wenn man da erst alle möglichen Leute und vllt noch bestehende Vorschriften im Unternehmen mit beachtet.
    Mal zum Vergleich die Lufthansa hatte eine Funktion wo man sich Steuern und Gebühren für seinen Flug zurück erstatten lassen konnte. Hat auch super geklappt. Bis man es jetzt bei Corona abgeschaltet hat. Für abgesagte Flüge wäre es ein leichtes gewesen es zu erweitern. Man wollte das aber offensichtlich nicht. Ich schweife ab, die Bedingungen der angebotenen Gutscheine bei LH war am Anfang auch unter aller Sau. Klar das da viele lieber Geld wollen als einen neuen Flug. Aber das ist die LH halt.

    Die Kreizfahrtunternehmen haben sich halt jetzt für diesen Weg entschieden und es ist schön wenn sie jetzt alle zahlen.
    Im Vergleich zu Absagen wegen Bauverzögerung in der Vergangenheit. Da war ein Schiff betroffen und klar waren die Leute da gelassener. Heute sind alle betroffen und mit den täglichen Neuigkeiten in den Medien wächst auch die Angst, dass dann doch das eine oder andere Unternehmen pleite macht und wenn man dann Pech hat nicht mehr viel bekommt.

    Meine Erfahrung:
    NCL hat innerhalb 7 Tage mein gesamtes Geld wieder zurück gebucht. Ob ich einen Gutschein haben will, wurde nicht einmal gefragt. Den hätte ich vielleicht auch genommen, habe ich doch 11 Fahrten mit NCL schon gemacht und 2 weitere sind schon gebucht.

    MSC will jetzt nach 60 Tagen ab ursprünglichen Kreuzfahrtbeginn beginnen mit auzahlen nach der letzten Info die mir geschickt wurde. Wäre meine erste Reise mit MSC seit langer Zeit gewesen. Die Route gibt es nächstes Jahr nicht mehr und eine Alternative sah ich bisher auch nicht zu 100, max 50%. Daher dann doch das Geld, auch wenn mir ein Bonus als Bordguthaben von 25% geboten wurde.

    LH wollte nach 4-6 Wochen zahlen laut Hotline, bei der ich laut Ansage ewig warten könnte, aber am Ende war es 1min bis ich mit jemanden sprach. Geld bisher nicht da. Einen weiteren Flug werde ich wohl jetzt umbuchen lassen, nachdem die Bedingungen dies nun vermeintlich zulassen.

    EW reagierte bisher gar nicht. Gutschein nützt mir aber nichts, da ich in absehbarer Zeit nicht mit EW fliegen werde und mein Grund der Reise momentan auch nicht absehbar ist ob der wieder kommt.

    Aber ich würde wieder gerne reisen, 19 bisher, 11 NCL, 4 Aida, 2 Costa, 1 MSC u 1 Phoenix. Wobei NCL mein Favorit die letzten Jahre war.

    Wie gesagt, alles nur meine Meinung.

    Aber macht grundsätzlich weiter so und lasst euch von blöden Kommentaren nicht ärgern. Ich lese sowas im Moment gar nicht erst.

  14. Gerd Habersack

    Mir fällt aktuell folgender Vergleich ein: Man hat Kreuzfahrten ja ein Suchtpotential nachgesagt: Entweder es war ein einmaliges Ereignis (jetzt mal den Zahlaspekt betont) oder man buchte gleich die nächsten. Jetzt ist man brutal auf kaltem Entzug gesetzt, würde viele Kommentare erklären. Für die Anbieter als „Dealer von Urlaubsträumen“ bleibt dabei die große Frage: Hat nach der Krise eine Grundimmunisierung der bisherigen Süchtigen stattgefunden oder wird der Rückfallquote groß sein? Kreuzfahrten gehören ja nicht gerade zu den elementaren Lebensbedürfnissen wie Toilettenpapier.

    1. Pascal Wepner

      Der Tenor bei den Lauten akut ist ja: Alle Reedereien sind asozial und wollen die Kunden betrügen, verarschen und abzocken. Aber buchen wollen sie danach dann schon wieder – auch wenn sie mit dem Anwalt an die Reedereien ran getreten sind. Auch das ist eben der Deutsche Gast…

  15. Ungeduldiger Meckerer (!)

    Dieses Video ist eine Unverschämtheit. Die Kunden haben Recht, AIDA, TUI sind im Unrecht. Viele Veranstalter haben es schon längst geschafft, alles zurückzuzahlen. Stattdessen, dass sie sich entschuldigen und ihren Kunden seriös mitteilen, was los ist, brechen sie einfach den Kontakt ab und ignoreien sie sie. Als Krönung werden die Kunden als ungeduldige Meckerer dargestellt, weil Sie seit Monaten nach ihrem eigenen Geld hinterherlaufen. ES IST UNSER GELD und ihre interne Probleme sind nicht unsere Probleme! Wenn das Personal es nicht schafft, dann stellen Sie neue Leute an!
    Wie würde denn die Geschichte laufen, wenn es andersrum wäre? Also wenn wir AIDA Geld schulden und nach zwei Monaten mitteilen würden: „Ach, es tut mir leid AIDA, ich habe momentan viel zu tun, aber sei nicht so pingelig, irgendwann bekommst du Geld.“

    1. Pascal Wepner

      Nennst Du mir bitte nur einen Veranstalter der ALLES zurückerstattet hat, den kennt außer Dir nämlich Niemand, jedenfalls kein Veranstalter mit einem solchen Volumen.

      Im übrigen ging und geht es hierbei nicht darum wer Recht hat und wer nicht, zweifelsfrei ist bekannt, dass eine Rückzahlung binnen 14 Tage im Normalfall zu erfolgen hat – das Gesetz kannte Corona und die Auswirkungen allerdings noch nicht. Ihr scheinbar alle schon und habt dafür Prozesse geschaffen, die Reedereien eben nicht. Die wurden überrumpelt und sind eben nicht in der Lage ein tausendfaches Volumen von dem abzuarbeiten was sie sonst zu leisten haben in kürzester Zeit.

      Deine Argumentation zum Schluss ist im übrigen so unmenschlich wie asozial, zu suggerieren als hätten die Veranstalter Schuld an Corona und keine Lust ihre Leistungen anzubieten.

  16. Andreas Treitz

    Ich finde es erschreckend wie man sich auf die Seite der Anbieter stellen kann Und irgend etwas von automatisierten Verfahren erzählen kann. Wenn die Redereien nicht in der Lage sind in der Zeit von einigen Monaten ihre Systeme anzupassen, dann möchte ich auch in Zukunft nicht mehr auf einen Kreuzfahrer.

    Es gibt Menschen, die sind für Ihre Verhältnisse, in genauso großen Schwierigkeiten wie eine Reederei und brauchen ihr Geld dringend.

    1. Pascal Wepner

      Ich bin sogar mehrfach betroffen, aber eben auch ein Mensch der mitdenken kann. Ich stehe auch auf keiner Seite, ich habe nur festgestellt, dass es Menschen gibt die noch nicht verstanden haben, was die Corona-Pandemie für Auswirkungen hat. Man sieht ja deutlich an deinem Kommentar, dass Du das auch nicht verstanden hast.

      Wenn dein Chef morgen sagt, DU hast jetzt das hundertfache von deinem normalen Arbeispensum zu leisten, in der gleichen Zeit, dann wirst Du das auch nicht darstellen können. Da können Dritte so viel erzählen wie sie wollen, Du kannst nur das was Du kannst abarbeiten und nicht mehr und nicht weniger.

      Und wenn Du in Zukunft nicht mehr auf Reisen gehen möchtest ist das sogar gut für die Allgemeinheit, die Kapazitäten werden geringer, insofern gibts dann auch keinen Ärger um die Plätze wenn all jene die jetzt kein Verständnis haben, dann auch nicht da stehen und wieder mitwollen.

  17. C. Stierwald

    Also es wird nie so heiß gegessen , wie es gekocht wird.Unsere Reise auf einem Aida-Schiff sollte am 15.3.diesen Jahres stattfinden und just Mitte vergangener Woche hatten wir das Geld wieder auf dem Konto. Mitarbeiter waren bei jedem telefonischen Kontakt freundlich und haben mir genau erklärt , warum es noch etwas dauern könnte. GEDULD -ist wohl das Zauberwort !

  18. Danke Pascal, Du sprichst mir aus der Seele. Diese Flachpfeifen verstehen es einfach nicht, sind egoistisch und wollen dann, wenn es wieder losgeht, zu Superschnäppchenpreisen die besten Routen und Kabinen. Danke für die deutlichen Worten.

  19. M.E. nach wird im Video einer der wichtigsten Gründe direkt zu Anfang in Bezug auf MSC genannt. Es ist viel einfacher für die Unternehmen einen Gutschein auszustellen und hält die Liquidität im Unternehmen. Sicherlich ist es auch prozessual ein Kraftakt auszuzahlen, aber zumindest im Fall von A-Rosa glaube ich nicht, dass es an der puren Anzahl liegt.
    Ein Kundensupport der sofort beim zweiten Mal klingeln erreichbar ist und umbuchen würde, aber bei Rückerstattung an eine andere Abteilung verweist, die aber nicht zu erreichen ist, wirkt seltsam. Auch dort hält man an der Gutscheinlösung fest und verweist auf Beschlüsse und Planungen des Kabinetts. Da kommt keine Mail, dass die Auszahlung etwas dauert, sondern es kommt einfach keine Kommunikation mehr. Ich denke nach drei Monaten kann man zumindest eine standardisierte Mail erwarten. Das kann auch der Kundensupport schicken. Hat irgendwer das Geld bei A-Rosa bereits zurück erhalten?

    Seien wir doch mal ehrlich, der wirkliche Kraftakt ist, dass in kürzester Zeit Geld entzogen wird, welches die Unternehmen zum Überleben brauchen. Da wäre mir eine ehrliche Kommunikation einfach mal lieber und würde mich eher dazu animieren, einen Gutschein anzunehmen als schlichte Lügen über Kabinettsbeschlüsse und angeblich abgesicherte Gutscheine. Bei anderen Veranstaltern hat dies zumindest bei mir geholfen. Aktuell müssen Insolvenzen nicht angemeldet werden, aber sobald dies nicht mehr der Fall ist, wird es im Tourismus eine Pleitewelle geben. Reiseveranstalter werden es allgemein deutlich schwerer haben als vorher. Der Illusion des Sicherungsscheins ist spätestens jetzt jedem transparent.

    1. Pascal Wepner

      A-Rosa hab ich tatsächlich nicht auf dem Schirm und hab mich darum auch nicht gekümmert. Sicherlich ist es finanziell ein Problem alles auszuzahlen. Aber ich weiß noch immer nicht wie man sich das vorstellt, selbst wenn jede Reederei noch 12 Milliarden auf das Konto gezahlt bekommt, müssen die einzelnen Fälle noch immer abgearbeitet werden, insofern wird das wohl noch immer nicht das Hauptproblem sein.

      Du kannst hier ja in der Zeit in der Du brauchst auch nur einen Kommentar schreiben, selbst wenn man Dir 12.000 Euro pro Kommentar bietet, kannst Du nur einen Kommentar zur gleichen Zeit schreiben.

  20. Ich finde es schon mutig sich so aus dem Fenster zu lehnen den „Meckerern“ ein schlechtes Gewissen einzureden. Falls nun jemand aus diesem Grund doch nicht auf sein Geld pocht und sein KF Unternehmen geht in die Insolvenz, kann man sich sicher nicht auf Ihren gutgemeinten Rat berufen? Ja, einige haben Ihr Geld zurück. Aber wie lange geht das noch gut?
    Im Übgrigen kann ich davon berichten, dass mir Iberostar eine Stornierung innerhalb von 8 Tagen zurückgezahlt hat. Bei Iberostar sind im März/April weltweit alle Hotels geschlossen gewesen. Hier hat man über 50 Tsd Betten. Und es wird mit den Kunden kommuniziert. Es geht also schon wenn man möchte.

    1. Pascal Wepner

      Du, es braucht Niemand ein schlechtes Gewissen haben und jeder soll so viel meckern und so viele Anwälte einschalten wie er nur will und kann. Es ging einfach auch mal darum die andere Seite zu sehen. Was die Leute daraus machen kann Niemand beeinflussen, das muss jeder für sich entscheiden.

      Sollte eine Reederei in die Insolvenz gehen, gibt es Sicherungsscheine, Rückversicherer und den Staat. Denn die Sicherungsscheine so haben wir es bei TC ja gesehen, sind zu niedrig abgesichert, das hat die Regierung verpennt.

      Es ist also am Ende so, das Geld kommt so oder so, die Frage bleibt nur wann das der Fall sein wird.

      Und ja, sehr gutes Beispiel mit Iberostar, Du warst in der ersten Charge, da gibt es auch welche die sind in der letzten Charge und machen genau so einen Wind wie andere bei den Reedereien. Es kann eben nicht jeder der Erste sein und im Massenmarkt schon mal garnicht, da geht es nämlich um Massen.

    2. Nun es war genau andersrum, bei AIDA war ich bei den ersten Betroffenen und habe von dort bis heute keinerlei Reaktionen bekommen, sodass ich eine vollbezahlte Reise (März 2020) erst vor Kurzem mit dem PayPal Käuferschutz zurück bezahlt bekam. Bei Iberostar war Storno erst viel später als das ganze Ausmaß bereits zu sehen war und trotzdem hat es dort mit der Rückzahlung sofort geklappt. Sorry, aber es ist doch kein Wunder wenn die Kunden das Vertrauen vollends verlieren und nervös werden und möchten, dass das Geld möglichst bald wieder da ist. Viele Wochen wurden auf Zeit gespielt und man sich auf ein Gesetz (Gutscheine) berufen, dass dann doch nie kam. Ich glaube nicht, dass die Überlastung der alleinige Grund war, dass Anfangs gar kein Geld geflossen ist. Damit hat man sich über geltendes Recht hinweggesetzt und Zeit verplempert. Und dass die Sicherungsscheine nicht die Lösung aller Unsicherheiten sein kann, hat sich ja letztens erst gezeigt. Ich finde es nicht gut die zu Recht ungeduldigen Kunden an den Pranger zu stellen. Andersrum wird ein Schuh draus.

      1. Pascal Wepner

        In den ersten Wochen war das Thema glaube ich nicht die Rückzahlung, sondern die Sorge die Gäste nach Hause zu bringen und sich um die Crew zu kümmern. Das sind ja essentielle Punkte gewesen die akut wesentlich wichtiger waren als das Finanzielle was natürlich auch drückt, aber noch immer sind Menschenleben relevanter als Geld.

        Ich weiss nicht was sich bei Dir zuletzt gezeigt hat, wer sich an den Zahlungsplan der Sicherungsscheine gehalten hat, hat spätestens durch den Staat bei der Thomas Cook Pleite sein Geld bekommen.

        Und nochmal: Nirgendwo wird der Zahlungsanspruch oder auch die Pflicht der Rückzahlung in Frage gestellt. Das passiert nur durch die Gäste, nicht einmal durch die Reedereien.

  21. Herr Wepner,

    ich habe Verständnis für die Situation, nicht jedoch für absolute Funkstille. Wie erklären Sie denn, dass Kommunikation bei anderen Firmen (DB/easyjet) funktioniert, obwohl dort ebenfalls eine enorm grosse Zahl von Stornierungen und anderen Anträgen aufläuft.

    1. Pascal Wepner

      Moin Marius, ich habe keine Ahnung wie die Bahn oder Easyjet kommunizieren, ich hatte Bahntickets die mir nicht ersetzt wurden, soweit kann ich mich zur Bahn äußern. Im Airline-Bereich ist es ja schon so, dass die gewisse Return-Prozesse haben, da sind Flugausfälle ja an der Tagesordnung, insofern schätze ich das Thema bei denen als deutlich einfacher ein, da es zum normalen Tagesgeschäft gehört das mal eben verschiedene Flieger nicht gehen.

      Ich höre das oft dass man glaubt die Reedereien kommunizieren zu wenig. Ich frage mich dann immer was man hören will. Ich kann behaupten und nachvollziehen, dass die Reedereien mit essentiellen Aussagen auf der Webseite vorgetreten sind: Gutscheine, Gutscheine können ausgezahlt werden, es dauert ewigkeiten.

      Das sind Dinge die in Stein gemeißelt sind, alle anderen Fragen, findet meine Reise statt? Wann genau kommt mein Geld? Wann geht es weiter? Wie geht es weiter? Kann Niemand final beantworten. Insofern tut man sich auch keinen Gefallen damit. Sieht man ja bei TC, die haben wohl Auszahlungstermine genannt, konnten sie nicht halten und schon war das Geschrei groß. Am Ende ist es wohl egal ob und was man sagt, es wird immer eine Unzufriedenheit herrschen.

  22. Christian Sester

    In welcher Branche Arbeiten Sie Herr und Ihre Frau Herr Wepner?
    Laut Google, Facebook & Co. stehen Sie ja den Kreuzfahrtanbietern sehr positiv gegenüber…
    Was zu erwarten war…

    1. Pascal Wepner

      Also wenn die Frage dein Ernst ist, ist es eine Antwort nicht wert. Und scheinbar hast Du auch nicht verstanden um was es geht. Hier geht es nicht um Opfer und Täter sondern darum, dass man es mit Menschen zu tun hat und einer Pandemie die keine Grenzen und Gesetze kennt. Versteht aber nicht jeder deswegen, muss man weder Jemandem nahe stehen noch weit entfernt sein, es reicht etwas Menschlichkeit zu zeigen. Fällt Vielen aber sehr schwer.

      1. Chris Sester

        Wie Menschlich / Kulant waren die Anbieter den Kunden gegenüber vor Corona?
        Meinen Sie die Menschlichkeit unserer Oma gegenüber jetzt während Corona?
        Verzichtet der Geschäftsführer der Hurtigruten GmbH auf sein Gehalt ode lebt er von Omas Erspartem?
        Das ist ähnlich wie bei den Fitnessstudios: Vor Corona keine vorzeitiges Vertragsende wegen eines „Schicksalsschlages“ genehmigen und jetzt Briefe schreiben mit der Bitte die Zahlungen nicht einzustellen.
        Ich kann mich auch nicht erinnern mit Ihnen per „Du“ zu sein wenn Sie schon mein Menschlichkeit anzweifeln…

        1. Pascal Wepner

          Ich glaube kein Mensch ist vor Corona von einer Pandemie so derart getroffen worden. So ein Vergleich ist absolut nicht haltbar – wird aber gerne aufgeführt. Ich hab da auch keine Lust mehr drüber zu diskutieren, die Masse versteht es ja.

          Keine Ahnung was der Hurtigruten-GF macht, spielt auch überhaupt keine Rolle, die erstatten das Geld ja ebenfalls, insofern weiß ich nicht was die Anspielung soll.

          Und wenn Du hier kommentierst, dann Duze ich Dich, passt es Dir nicht, kommentierst Du halt einfach nicht.

          1. Was passiert bei meinem Friseur, wenn er meine Kreditkarte irrtümlich mich 50,– € falsch belastet? Er belastet sie erneut, aber diesmal mit -50,– €, so dass mir das Geld wieder gutgeschrieben wird.
            Und TUI Cruises ist dazu nicht in der Lage?
            Glaube ich, sind ja auch nicht in der Lage Steuern in Deutschland zu bezahlen!
            Ich warte seit mehr als einem Viertel Jahr auf MEIN Geld und TUI Cruises zahlt nicht.

            Für mich gilt:
            1) NIE MEHR TUI CRUISES!!!
            2) Ich werde bei keinem Reisebüro mehr buchen, welches TUI-Produkte anbietet (nur noch online direkt bei ehrlichen Reedereien)

  23. Hallo Pascal
    Ich wollte nur einmal Danke sagen für das wirklich gut gemachte Video. Hoffentlich peilen es nun endlich die Dauernörgler.
    Wir im RB haben ständig mit solchen Kunden zu tun und es ist echt zum kotz…

    1. Pascal Wepner

      Danke Dir. Ja es ist beschämend wie sich die Menschen verhalten und wie man aus Opfern ständig versucht Täter zu machen. Wenn man die so hört ist Corona ja eine Erfindung der Reedereien um die Kunden um Geld zu prellen. Das ist noch wahnwitziger als die Geschichten mit Bill Gates… :)

  24. Ein Gleichnis:
    Beim Bäcker wünsche ich einen Laib Brot. Der Bäcker verlangt 5,00 Euro, die ich ihm gebe. Darauf der Bäcker: „Es gibt kein Brot mehr.“ Ich verlange meine 5,00 Euro zurück. Der Bäcker argumentiert: „Du kannst einen Gutschein für einen Laib Brot haben. Wenn ich in den nächsten Monaten irgendwann mal wieder Brot habe, kannst Du Dir eines holen – falls ich bis dahin nicht insolvent bin, weil ich all meine Kunden vergrault habe. Das Geld kann ich Dir gerade nicht zurückgeben, weil ich derzeit in einer finanziellen Notlage bin und es mir an Personal fehlt, diesen logistischen Aufwand der Rückzahlung zu betreiben.“
    Beim Bäcker käme ich mir betrogen vor, aber bei den Reedereien ist das natürlich anders.
    Man kann ja lt. Hr. Wepner zuletzt auf Staatshilfen hoffen – die ich als Steuerzahler finanziere.

    1. Sehr gutes Beispiel, welches klar darstellt, dass Du keinerlei Ahnung von Touristik hast. Staatshilfen hat die TUI AG und Lufthansa bekommen, aber ich bezweifle tatsächlich, dass Du so viele Steuern zahlst, dass das spürbar für irgendeinen Konzern wäre…

  25. Karl-Heinz Then

    Ich verstehe ja, dass die Veranstalter ein gewisse Zeit benötigen, um eine Reiseanzahlung zurück zu erstatten.
    Costa hat unsere Reise im April abgesagt und bis heute (13.11.2020) die Anzahlung nicht erstattet. Unglaublich.
    Per Mail hat man anfangs überhaupt nicht reagiert, jetzt gibt es Vertröstungen.

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