Kreuzfahrt: Sicher und sorglos durch die Corona Pandemie

Kreuzfahrt: Sicher und sorglos durch die Corona Pandemie

Color Magic Heckwelle

Wir befinden uns nun seit vielen Monaten in der Corona Pandemie. Wir haben wahnsinnig viel erlebt und vor allem neue Erkenntnisse gewonnen. Dennoch bestimmt die Panik das Leben vieler Menschen, die sich nicht richtig oder sogar gar nicht informieren, aber dennoch gerne mitreden möchten. Menschen sagen, man solle warten bis die Pandemie rum ist um das oder das zu tun. Man kann doch verzichten bis man dies oder das wieder tut, das Virus wird schon gehen.

Fakt ist, das Virus wird niemals wieder gehen. Wir müssen lernen damit zu leben und das sollten wir sehr schnell tun, denn die Auswirkungen vom Glauben, dass es irgendwann mal wieder weg geht sind bereits heute erschütternd. Viele Firmen gingen bereits kaputt, viele Existenzen wurden zerstört. Viele Menschen wissen nicht wie es morgen in ihrem Job weiter geht, ob sie ihren Laden wieder aufmachen dürfen. Es wird gepetzt und gehetzt im Land, es ist wirklich erschreckend. 

Wir dürfen uns neuerdings gerne anhören, dass wir Pandemietreiber sind, weil wir auf Kreuzfahrten gehen und davon berichten. Weil wir sagen, dass Kreuzfahrten die derzeit mit Abstand! sicherste Reiseform ist, die es gibt. Man wird gerade zu angefeindet. Wieso denken Menschen nicht nach? Wieso informieren sie sich nicht? Wieso lassen sie sich von anderen Menschen treiben, die genau so wenig Ahnung haben wie sie selbst? Das macht mir wesentlich mehr Angst als das Virus an sich.

Medien berichten den ganzen Tag über Corona hier, Corona da und jedes Medium versucht noch mal ein Ding größer und gefährlicher auszuschauen in der Berichterstattung als die Anderen. So ergeht es auch der Kreuzfahrt und immer wieder wird die Diamond Princess in den Vordergrund gestellt. Ja, das war eine absolut schlechte Situation im März. Nur vergessen die Medien hier auch zu erwähnen, dass Niemand wusste was vor sich geht, was zu tun ist – gegen was man überhaupt kämpft. Hotels ging es im übrigen auch so, spricht nur keiner mehr drüber, kann man nicht plakativ mit Drama schüren in der Gesellschaft. Da ist der Neidfaktor nicht hoch genug, da passen elitäre Luxus-Kreuzfahrten viel besser ins Bild.

Die Kreuzfahrt wurde gestoppt, international. Die Reedereien haben aus eigener Kraft ihre Gäste zurückgeführt in ihre Heimatländer, danach wurde die Crew soweit es möglich und nötig war von den Schiffen geholt und nach Hause gebracht. Die wahnsinnig kleine Kreuzfahrtwelt, die als wahnsinnig groß dargestellt wird, stand also still, über Monate. 

Die Auflagen und Regularien für einen Neustart von den diversen Behörden, Institutionen und Flaggenstaaten waren sehr beachtlich, in Teilen auch nicht umsetzbar, man sprach viel mit allen Beteiligten und setzte am Ende sehr detailreiche und umfangreiche Hygiene- Gesundheits- und Sicherheitskonzepte um, die heute sehr gut funktionieren an Bord. Vor allem gibt es nicht ansatzweise ein Konzept an Land, egal ob Tourismus oder nicht, was auch nur annähernd solchen Restriktionen unterliegt. 

Die Kreuzfahrt konnte wieder starten, mit wenigen Schiffen und deutlich weniger Kapazität, mit sehr viel Platz an Bord und noch mehr Abstand. Die Kreuzfahrt hat ihre Hausaufgaben gemacht, sie war nicht demonstrieren gegangen, in Teilen hat sie sich aber Kredite besorgt. In erster Linie hat sie aber ihre Hausaufgaben gemacht. So sind zwischenzeitlich allein für den deutschen Markt fünf Kreuzfahrtmarken wieder im Dienst gewesen. TUI Cruises machte den Anfang, MSC Kreuzfahrten, Costa Kreuzfahrten, Hapag Lloyd Cruises und AIDA Cruises haben Reisen am deutschen Markt angeboten. Bei allen gab es bis heute keinen relevanten Covid-19 Ausbruch, keine Diamond Princess Szenarien, nichts. 

Dennoch werden die Medien nicht müde zu erklären wie böse und unsicher das alles ist. TUI Cruises hat für sich gemeldet, dass man mittlerweile 40.000 Gäste auf der Mein Schiff Flotte hatte seit dem Restart. Auch MSC Kreuzfahrten hat mehrere zehntausend Gäste mittlerweile befördert, bei Costa Kreuzfahrten waren auch Tausende Gäste an Bord selbst AIDA hat mit nur zwei Fahrten mehrere Tausend Menschen mitgenommen auf eine Reise, die nicht von Panikmache getrieben war, sondern von Vorsicht und Umsicht und das hat alles sehr gut funktioniert.

Ich bin nun auf meiner zweiten Kreuzfahrt seit dem Restart, ich persönlich habe mich auf die Großen fokussiert, AIDA Cruises und TUI Cruises. Ich musste für mich nicht von Schiff zu Schiff springen um wichtig zu erscheinen am Markt. Für mich war es wichtig wem ich vertrauen und da war für mich klar, bei den Auflagen die in der Hochsee-Kreuzfahrt gestellt wurden, kann das eben nur ein Hochsee-Schiff sein, auf das ich gehen möchte. Melanie war bereits mit Mein Schiff und MSC Kreuzfahrten unterwegs, Costa musste sie kurzfristig absagen. 

Gemeinsam waren wir dann auf der Bella Italia Reise von AIDA Cruises, die mehrmals ihren Neustart verschoben haben. Das hat auch zum Grund gehabt, dass AIDA Cruises mit der italienischen Flagge, einen Flaggenstaat hat, der es mehr als genau nimmt in diversen Dingen und der abzuarbeitende Katalog für die Konzepte schon auch anders ausgesehen hat, als bei anderen Flaggenstaaten.

AIDAblu war also mein erstes Kreuzfahrtschiff, welches ich seit vielen Monaten, gefühlt seit Jahren betreten habe. Nachdem ich zuvor schon einen PCR-Test machen musste, wie alle anderen Gäste auch, ebenso wie die Crew und alle Menschen die mit meiner Kreuzfahrt zu tun haben, mittelbar und unmittelbar, war ich zu keiner Zeit in Sorge das mir was passieren kann. Wieso auch, Zuhause ist Niemand getestet, alle Menschen die ich täglich treffe, ob ich das möchte oder nicht, bewegen sich frei in der Welt, ohne Test und oft auch ohne Masken oder ähnlichen Schutz wenn sie hustend und niesend auf der Strasse umherlaufen. 

Ich habe die Kreuzfahrt bei AIDA neu kennengelernt. AIDA ist aber auch ein Extremfall, so mussten sie wahnsinnig viele Prozesse anfassen, verändern und in Teilen komplett neu aufbauen. Buffets verboten, Menschenmengen verboten, Parties verboten und so weiter. Die AIDA-DNA so dachte ich wird schwer darunter leiden, aber ich habe das ganz anders wahrgenommen. Mir gefiel AIDA auf der Sphinxklasse viel viel besser als vorher. Ich hatte wahnsinnig viel Platz für mich, die Leute verhielten sich wunderbar, jeder blieb für sich und wenn man sich mit Dritten traf, so hat man die Maske aufgehabt und dennoch Abstand gehalten. In den Restaurants und Bars war Abstand, die Crew war aufgeteilt in verschiedene Teams, man hat also diverse Fall-Back-Lösungen in den Konzepten eingebaut, das in einem Fall der Fälle so wenig Probleme wie möglich auftauchen. Ich fühlte mich einfach wahnsinnig sicher und vor allem frei, trotz aller Einschränkungen und Hygienebestimmungen. Man hat sich automatisch an alles gehalten und es hat einem trotzdem an nichts gefehlt. Und vor allem wurde man nicht permanent mit Panik-Zahlen von Zuhause konfrontiert, das war ein richtiger Urlaub für das Gehirn, das kann man sich kaum vorstellen. 

Heute sitze ich auf dem Pooldeck der Mein Schiff 2, irgendwo auf den Kanaren, keine Ahnung wo wir sind, letztlich ist es mir auch egal. Ich bin heilfroh, dass das Internet so schlecht ist, so kann ich, selbst wenn ich es wollte, mich nicht eingehend mit den Thematiken in Deutschland befassen. Corona spielt hier keine Rolle, man weiss sich zu verhalten, man trägt seine Maske, die vielen Hinweisschilder, dass dieser oder jener Platz nicht genutzt werden darf um Abstand zu halten sind mittlerweile bekannt. Ich habe zu weit weniger Menschen Kontakt als Zuhause, es ist einfach nur sehr entspannend für Kopf, Körper und Geist. 

Kreuzfahrtschiffe sind derzeit die einzige Möglichkeit der ganzen Panik, dem Drama und Theater Zuhause im Lockdown zu entfliehen und verdammt noch mal, ja es ist so sicher wie es nur sicher sein kann. Eine hunderprozent Sicherheit gibt es nirgendwo auf der Welt, aber ich kenne auch keinen Platz neben der Kreuzfahrt, der für mich aktuell sicherer ist. 

Auf der Kreuzfahrt sind alle Gäste getestet, alle Crewmitglieder getestet und auch alle Menschen die mit der Kreuzfahrt zu tun haben auf den Landausflügen. Wir leben in einer Blase die für sich komplett autark ist. Alle haben Abstand zu halten, Crew, genauso wie Gäste und das funktioniert. Auch der Mund-Nasen-Schutz wird getragen. Man hält sich einfach an alles was Zuhause gefordert wird und noch viel mehr was durch die Reedereien vorgegeben wird.

Ich höre ständig, bleib Zuhause, nur da ist es sicher, das ist schlimm was ihr da macht, nein, das ist einfach nur Unsinn. 

Was passiert denn Zuhause? Meine Kinder gehen in die Schule und haben dadurch permanent Kontakte mit anderen Menschen die wiederum auch massiv viele Kontakte in die Aussenwelt haben – wer ist davon getestet? Ich denke so gut wie keiner. Wir müssen einkaufen, das müssen auch andere Menschen, so treffen wir jeden Tag auf viele Menschen beim Einkaufen, wer ist davon getestet? Wir müssen ins Büro, dort begegnen wir Menschen, wer ist davon getestet? Ich muss mein Auto tanken, auch dort treffe ich auf Menschen, wer ist da getestet? Zumeist trifft man auf die ganzen Menschen ohne Maske, denn die Masken werden ja nur in Innenräumen getragen, auf der Strasse nicht. 

Ich für mich sehe Zuhause viel mehr Potenzial mich anzustecken als es mir an Bord eines Schiffes passieren kann, jedenfalls bei den Konzepten die ich erlebt habe von den deutschen Reedereien. Dort läuft das in Perfektion, als hätte es nie was anderes vor Corona gegeben. 

Ich verstehe einfach nicht, wieso man Menschen entmündigen will und stigmatisieren muss, die sich nicht ängstlich zu Hause eingraben wollen und dort auf etwas warten, was nie eintreten wird. 

Wir sehen es an der Gastronomie, sie haben wundervolle, funktionierende Konzepte umgesetzt, als sie bewiesen haben dass das alles funktioniert kam die Regierung mit einem Lockdown und hat ihnen die Türen geschlossen, mit dem Wissen, dass sie nichts für die Pandemie und die Entwicklung der Infektionszahlen können. Das hat zur Folge, dass viele Gastronomen ihren Laden danach vielleicht gar nicht mehr aufmachen können, weil sie pleite sind. 

Dann haben wir auch viele Menschen die sagen: Man muss jetzt nicht in eine Bar gehen, man muss jetzt nicht Essen gehen, man muss jetzt nicht auf Kreuzfahrt gehen, man muss hier nicht, man muss da nicht. 

Das kann man alles so machen, die Realität wird dann aber sein, dass man das, was man jetzt nicht muss, im Nachgang nicht mehr da sein wird. Dessen sind sich die Menschen nicht bewusst. Übernachtungen, Essen, Trinken, Reisen – holt man nicht nach, nie! Die Unternehmen können die Umsätze nicht einfach auf ein paar Monate später schieben, sie sind auf den laufenden Cashflow angewiesen, sie haben hohe Mieten zu zahlen, Mitarbeiter zu bezahlen. So viele Rücklagen kann man sich gar nicht bilden um über Wochen und Monate einen 0 Umsatz zu kompensieren, das ist schlichtweg unmöglich. Die Staatshilfen sind nett, aber meist nicht hilfreich. 

Wir alle sollten uns überlegen, was wir für die Zukunft noch haben möchten, wenn wir wissen was wir noch haben möchten, dann haben wir auch direkt eine Arbeitsanweisung wen oder was wir zu unterstützen haben, um zu hoffen, dass genau das am Ende auch noch da ist, wenn wir gelernt haben mit Corona zu leben.

Fazit, da ja nur 2% aller Deutschen auf Kreuzfahrt waren, werden auch weiterhin viele Millionen Menschen gegen Dinge hetzen die sie nicht kennen. Es wäre doch aber schön, wenn jeder mal anfängt nur über das zu reden wovon er Ahnung hat oder sich aber informiert, bevor polemische Parolen Dritter wiedergibt.

Ich für mich würde sofort über Wochen ein Kreuzfahrtschiff buchen und dort bleiben bis sich das alles beruhigt hat, es gibt Menschen die das sogar tun. Allerdings kollidiert das bei uns mit der Schulpflicht unserer Kinder und auch mit unserem Geldbeutel. 

TUI Cruises hat gerade eine neue Reise aufgelegt ab/bis Deutschland in die Karibik – 35 Tage lang über Weihnachten und Silvester. Ich hätte keine bessere Idee für den Zeitraum wie man seine Zeit trotz und mit Corona bestmöglich gestalten könnte.

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11 Kommentare zu „Kreuzfahrt: Sicher und sorglos durch die Corona Pandemie“

  1. Mareike Schomber

    Wahre Worte, du sprichst mir aus der Seele. Ich war vor 4 Wochen auf der Griechenland Tour dabei, Kreuzfahrt ist aktuell sicherer als zuhause. Und diese Branche verdient es, erhalten zu bleiben. TUI handelt meiner Meinung nach genau richtig. Und es funktioniert 💪🏻

  2. Bin momentan auf der MSC Grandiosa und kann deine Einschätzung voll und ganz nachvollziehen. Leider ist es aber so, dass die enormen Anstrengungen von Personal und Reederei viel zu wenig belohnt werden und es momentan fast eine Mission Impossible für die Branche ist… So sieht es für mich z. B. nach Absage der heutigen Einschiffung in Neapel (und Streichung aller morgigen Landgänge in Palermo) stark danach aus, dass MSC wohl den Betrieb wieder einstellen muss…

  3. Wer die Situation permanent als vermeintliche „Panik“ bezeichnet, disqualifiziert sich für jede vernünftige Diskussion.

    1. Moin, ich habe mit keiner Silbe die Situation abschwöchen wollen, nur die Panikmache der Medien. Das habe ich auch so geschrieben. Auch habe ich geschrieben dass man lernen muss mit dem Virus zu leben. Das zeigt denke ich sehr deutlich, dass ich mich nicht disqualifiziere, sondern mich damit beschäftige.

      1. Wer die objektive, faktenbasierte Berichterstattung der allermeisten Medien als „Panikmache“ bezeichnet, disqualifiziert sich für jede vernünftige Diskussion.

        1. Funktioniert bei Dir ja super. Das freut mich. Ich denke gerne auch für mich selbst nach und informiere mich breitflächig um eine eigene Meinung zu erstellen.

            1. Schade, dass meist nur sinnlose Kommentare ohne Inhalt kommen. Dann erkläre doch dein Problem und höre auf zu pöbeln. Was ist das für eine Diskussionskultur? Nichts zu sagen, aber dennoch quaken.

  4. Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich war auf der Restart Bella Italia Tour von Aida dabei und kann nur alles bestätigen. Aber, wie du schreibst, der Neidfaktor spielt eine große Rolle und die Unwissenheit derer, die es nicht nötig haben, sich vor dem Reden zu informieren. Traurig.

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