Landstrom Warnemünde: Kreuzfahrt-Reedereien wollen sauber sein – tun aber nur wenig dafür!

Landstrom Warnemünde: Kreuzfahrt-Reedereien wollen sauber sein – tun aber nur wenig dafür!

Inbetriebnahme Landstromanschluss am WCC8 zur Nationalen Maritimen Konferenz am 10.5.21
Foto: rostock port/ nordlicht
Inbetriebnahme Landstromanschluss am WCC8 zur Nationalen Maritimen Konferenz am 10.5.21 Foto: rostock port/ nordlicht

Im Mai 2021 hat der Warnemünder Hafen endlich eine Landstromanlage bekommen. Hamburg hat sie schon lange, Kiel bekam sie auch in diesem Jahr. Das Problem, der beste Landstromanschluss nutzt nicht, wenn man ihn nicht benutzt. 

Es heisst jetzt wieder „Ach der AIDA Fanboy“, aber halten wir uns doch bitte einfach nur an die Fakten, persönliche Befindlichkeiten sind fehl am Platz, das einmal zur Einleitung.

AIDA Cruises hat vor vielen Jahren den Anfang gemacht mit einer LNG-Barge in Hamburg, der „Hummel“ um den Schiffsbetrieb sauberer zu gestalten. Weiter ging es mit der Landstromanlage in Altona die vor allem von den Sphinxen insbesondere von AIDAsol genutzt wurde. Es handelt sich also nicht um eine neue Technik die gestern vom Himmel gefallen ist. 

So hat Warnemünde am 10.Mai 2021 offiziell ihre Landstromanlage in Betrieb genommen, im übrigen wurden die wichtigen Lasttests und Freigabetests auch mit AIDA Cruises durchgeführt, hierzu waren AIDAprima und AIDAsol im Hafen. Kurz angemerkt: Auch in Kiel und Hamburg war AIDA Cruises mit ihren Kussmundschiffen vor Ort um die Landstromanlagen zu testen im Regelebtrieb. 

Die Landstromanlage in Warnemünde ist nutzbar für zwei Schiffe und das sogar gleichzeitig, allerdings nur an den Liegeplätzen P7 und P8, aber genau dort liegen auch immer die Kreuzfahrtschiffe, insofern passt das als Voraussetzung schon mal ganz gut.

19 Millionen Euro wurden investiert in die derzeit größte Landstromanlage Europas, die zusätzlich ihren Strom aus Wasserkraft gewinnt und damit auch noch klimaneutral arbeitet.

Ziehen wir ein erstes Resümee für die Nutzung der Anlage seit der Indienststellung und 39 Kreuzfahrtanläufen.

AIDAsol, die ja bereits in Hamburg nahezu immer ihren Strom in Altona bezieht war 18 mal im Hafen und hat auch 18 mal Landstrom bezogen aus der 20 Megavoltampere Anlage. Hier kann mal also resümieren, dass man zu 100% das Angebot nutzt und entsprechend der Möglichkeiten „sauber ist“. 

TUI Cruises war in diesem Jahr mit drei Schiffen im Hafen von Warnemünde, insgesamt gab es sechs Anläufe von Mein Schiff 1, Mein Schiff 3 und Mein Schiff 6, ich merke kurz an, dass alle drei Schiffe zum Teil deutlich jünger sind als AIDAsol die bereits seit vielen Jahren Landstrom bezieht. 

Die Mein Schiff Flotte wird gerne und oft als sauberste Flotte beworben, allerdings bestätigt die Hamburger Reederei gegenüber „Der Warnemünder“ auch, dass sie derzeit gar keinen Landstrom beziehen. Die Schiffe der Mein Schiff Flotte seien zwar vorbereitet, allerdings sei man bisher nur mit der Mein Schiff 4 einen Schritt weitergekommen die im letzten Jahr ihren Landstromanschluss in der Werft nachgerüstet bekam. Heisst im Klartext, dass ausschließlich die Mein Schiff 4 einen wirklichen Landstromanschluss besitzt, dieser aber bisher nicht benutzt wurde. Alle anderen Schiffe der Flotte müssen in der Hinsicht erst einmal endausgerüstet werden.

Zumindest möchte man mit der Mein Schiff 4 wenn weitere „Nachjustierungen“ vorgenommen wurden, den Anschluss auch aktiv nutzen in den Häfen, die wiederum einen Landstromanschluss bieten. Im nächsten Jahr ist die Mein Schiff 4 in Warnemünde geplant, mit Passagierwechsel, ob man dann bereits soweit ist auch den Landstromanschluss zu nutzen, weiß man noch nicht gesichert.

MSC Kreuzfahrten schreibt sich Nachhaltigkeit auch ganz groß auf die Fahne. Mit ihrem noch sehr jungen Schiff „MSC Seaview“ wird die Reederei in diesem Jahr auch zwölf Mal den Warnemünder Hafen anlaufen, auch mit einem Teil-Passagierwechsel. Laut MSC ist das Schiff bereits mit einem Landstromanschluss ausgerüstet, wird aber nicht benutzt. Es sei ein sehr komplexes Projekt und Thema, welches noch einige Zeit und Tests benötigt.

Die Schiffe müssen ihre Landstromtechnik an Bord zertifizieren lassen von ihrer Klassifikationsgesellschaft, beispielsweise der germanischen Lloyd oder der RINA in Italien. MSC habe derzeit für die MSC Seaview eine solche Zertifizierung noch gar nicht, so das Resümee vom Sprecher des Rostocker Hafens.

Abschließend gilt festzuhalten wie eingangs erwähnt, Landstromtechnik ist nicht neu und die Rostocker-Reederei hat deutlich gezeigt, dass man alle Vorgaben erfüllen kann und das auch im laufenden Betrieb erledigen kann. Tests, Zertifizierungen und alles was notwendig ist, wurden mit AIDAsol, AIDAprima und anderen Schiffen ja bereits vor Jahren durchgeführt. Ich behaupte, wenn AIDA das kann, dann können das auch alle anderen Reedereien, vor allem wenn sie sagen Vorreiter im Umweltschutz zu sein. 
 

 

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