Mein Schiff 2: Die ersten 24 Stunden an Bord – So funktioniert Kreuzfahrt unter Corona-Bedingungen

Mein Schiff 2: Die ersten 24 Stunden an Bord – So funktioniert Kreuzfahrt unter Corona-Bedingungen

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„Mit solchen Einschränkungen möchte ich nicht fahren!“ – „Den ganzen Tag Maske tragen, das ist doch kein Urlaub!“ – „Wer sowas bucht, ist selber schuld!“ – „Das kriegen die doch nie hin mit den Abständen!“

Seitdem fest steht, dass Kreuzfahrtschiffe wieder in See stechen, spalten sich die Lager. Von „wow, endlich geht es wieder los, egal wie“ bis hin zu den obigen Beispielen, die man Tag für Tag liest, ist alles dabei. Jeder hat eine Meinung zu den neuen Kreuzfahrten mit neuen Bedingungen. Viele sprechen von Einschränkungen. Doch sind wir mal ehrlich, niemand war bis gestern wirklich dabei und kann tatsächlich beurteilen, wie Kreuzfahrt nun in Zeiten von Corona funktioniert oder funktionieren kann.

1.200 Passagiere an Bord der Mein Schiff 2 sind dahingehend nun schon ein bisschen klüger, denn seit rund 24 Stunden befinden wir uns auf der ersten Kreuzfahrt nach einem rund 4-monatigen Stillstand der kompletten Branche.

Doch wie ist das nun auf Kreuzfahrt zu sein? Ist es so wie früher, oder eben ganz anders? Sind die Einschränkungen und Einschnitte, die man nun in Kaufen nehmen muss wenn man an Bord möchte zu stark, oder relativiert sich das Ganze und gibt es vielleicht sogar positive Aspekte?

Gestern berichtete ich euch bereits von meinen ersten Momenten an Bord, vom Check In und von der Seenotrettungsübung. Unterhält man sich, natürlich mit Abstand und Maske, mit anderen Passagieren genau darüber herrscht weitestgehend Einigkeit: der Check In dauerte zu lange, gerne vergisst man hierbei aber, dass das auch auf früheren Kreuzfahrten gut und gerne mal genauso lange gedauert hat, je nachdem zu welcher Uhrzeit und mit welchen Menschenmengen man gleichzeitig im Terminal stand. Auch einig ist man sich bei der neuen Art der Seenotrettungsübung, gerne könne man das doch auch später beibehalten. Später. Wann ist eigentlich später? Wie lange werden wir diesen Zustand, über den ich nun berichte, beibehalten? Wird es wieder ein wie früher geben, oder müssen mir uns an eine neue Normalität rantasten?

An Bord ist vieles wie immer, andere Dinge aber sind komplett neu. Flexible geht man hier an Bord der Mein Schiff 2 mit den Mahlzeiten um, wie auch schon vor Corona kann man essen gehen wo und wann man möchte. Man muss sich nicht schon vorab darüber Gedanken machen und bereits Tische reservieren. Nein, man geht einfach spontan zum Essen. Die meisten Passagiere nutzen auch in der Vergangenheit bereits die Servicerestaurants an Bord, hier ändert sich nicht viel, außer dass man bis zum Tisch eben eine Maske tragen muss. Theoretisch kann man auch mit bekannten gemeinsam Essen gehen, ich würde euch aber empfehlen es nicht zu übertreiben. Händewaschen vor dem Essen und Desinfizieren der Hände sollte eigentlich auch schon vor Corona für einen Kreuzfahrer zur Routine gehören, im Besten Fall sollte auch das also nichts Neues sein!

In den Restaurants ist natürlich Abstand angesagt, zwischen den besetzten Tischen wird genügend Platz gelassen, die Kellner tragen ständig Masken.

Ein wenig anders wie sonst gestaltet sich das natürlich bei den Buffetrestaurants, bekannter Weise gibt es davon auf Mein Schiff 2 ja nicht so viele. Ich war also gestern im Anckelmannsplatz essen, mal schauen, wie das dort nun so funktioniert. Ungewohnter Weise wird man nach dem Händewaschen und Desinfizieren von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin an einen Tisch platziert, natürlich gehen die auf Wünsche ein, wenn man beispielsweise gerne am Fenster sitzen möchte, sofern das möglich ist. Am Tisch angekommen, bekommt man dann dicht in Papier verpackt sein Besteck auf den Tisch gelegt. Die beliebten Besteckständer gehören wohl erst mal zur Vergangenheit. Und ehrlicherweise, so schön und so praktisch sie auch sind, wirklich hygienisch waren sie noch nie. Am Platz kann man nun auch hier seine Maske absetzen, doch wie bekomme ich nun mein Essen?

Man darf aufstehen und zum Buffet gehen, allerdings hinter Absperrungen und mit Maske. Man sagt dann den Mitarbeitern hinterm Buffet, was man möchte, die legen das dann entsprechend auf. Wer Sorgen hat, dass der Kellner einem zu wenig auf den Teller packt, der kann ja einfach sagen, dass er etwas mehr möchte. Genauso funktioniert das mit den Getränken und auch an der beliebten Wok-Station. So bleibt das Buffet-Feeling noch ein bisschen erhalten, man bedient sich eben nur nicht mehr selbst.

Zurück am Tisch kann man dann ganz genüsslich essen, die Maske darf man natürlich am Tisch wieder abziehen.

Und so funktioniert das eigentlich überall, man trägt seine Maske bis man irgendwo sitzt und dann zieht man sie ab oder man lässt sie eben auch auf. Beobachten kann man das ganz gut, wenn verschiedene Leute zusammen sitzen, man kennt sich natürlich, man trinkt etwas zusammen oder steht beim Auslaufen zusammen an der Reling, da behält man eben die Maske auf, auch wenn man es theoretisch vielleicht gar nicht müsste, weil man ja sitzt oder sich draußen im Freien aufhält. Aber wenn man den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten kann, dann lässt man die Maske eben auf. Man sieht Masken tatsächlich eher mehr als nötig, als zu wenig, aber grad das Thema kennen wir ja nun aus dem Alltag auch schon mehr als genug.

Doch wie schaut es mit Programm an Bord aus? Es wird einiges geboten, seien es Malkurse, Sportkurse, Workshops, Vorlesungen, Shows und so weiter. Einiges wird mehrfach am Tag angeboten um möglichst vielen Passagieren den Zugang zu ermöglichen mit Einhaltung der Abstandsregeln. Um Schlangen vor Veranstaltungen zu minimieren, sollte man über das kostenfreie Bordportal seine Teilnahme reservieren – auch bei kostenfreien Veranstaltungen. Das nimmt einem vielleicht ein wenig die spontane Flexibilität, gibt einem aber auch die Sicherheit, dass man auch einen Platz bekommt, was spontan ohne Reservierung eben nicht garantiert werden kann und auch vor Corona nie garantiert werden konnte.

Betrachte ich es genau, so viel ist eigentlich gar nicht anders als vorher, am stärksten fällt wohl auf, dass die Mein Schiff 2 mit 1.200 Passagieren verdammt leer ist, auch heute einem Seetag, draußen regnet es, sind die öffentlichen Innenbereiche teilweise wie leer gefegt. Natürlich, die Menschen nutzen die Angebote und Workshops, hier und da laufen ein paar Menschen umher, in den Bars sitzt man, aber Angst haben, dass man irgendwo keinen Platz mehr bekommt, das braucht man bei der Passagieranzahl nicht.

Das ist in meinen Augen auch das was diese Kreuzfahrt am meisten zu der von vorher unterscheidet, es ist noch ruhiger als vorher, es wirkt leer. Auf einem Schiff dieser Größe verlaufen sich 1.200 Passagiere. Wer auf Ruhe und Auszeit steht, für den ist das genau richtig, anderen wird vielleicht die Geselligkeit fehlen.

Und so begegnet man überall auch Abstandsmarkierungen, die aber jedenfalls im Moment noch zum Teil auch überflüssig erscheinen, da man nicht wirklich in Situationen kommt, wo man sie wirklich benötigen würde, da einfach meist nicht viele Menschen aufeinander treffen. Ein gutes Beispiel sind die Fahrstühle, maximal 4 Personen sind erlaubt, Bereiche sind entsprechend abgeklebt in allen Fahrstühlen. Bisher war ich bei meinen Fahrstuhlfahrten immer alleine, lange Wartezeiten davor gibt es aktuell auch keine. Normalerweise nehme ich auf Kreuzfahrten gerne die Treppen, aber ich gebe zu, mit Maske vor Mund und Nase bleibt mir die Luft weg, wenn ich mehrere Decks nach oben muss – man wird ja auch nicht jünger. Und klar Desinfektionsspender trifft man an jeder Ecke und gefühlt überall, vor den Fahrstühlen, vor den Shops, vor den Bars, vor den Restaurants, einfach überall!

Was ich tatsächlich noch nicht gefunden habe, das sind die großen Einschränkungen, wegen denen man aktuell nicht auf Kreuzfahrt gehen kann. Mich schränkt hier zur Zeit wirklich nichts ein, im Gegenteil, ich fühle mich frei! Frei endlich wieder auf See zu sein!

Hinweis: Leider habe ich aktuell eine sehr schlechte Internetverbindung – sobald diese besser ist, werde ich euch entsprechend auch mit Fotos versorgen!

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43 Kommentare zu „Mein Schiff 2: Die ersten 24 Stunden an Bord – So funktioniert Kreuzfahrt unter Corona-Bedingungen“

  1. Hast Du super geschrieben.
    Inspiriert mich spontan zur nächsten Kreuzfahrt . Miesmacher gibt es immer , und wird es auch zu jeder Zeit geben. Besten Dank. Und weiter so.

  2. Hallo, danke für die Berichterstattung. Fragen habe ich noch.1.) Besteht auf den Fluren und im Treppenhaus eine Maskenpflicht oder ist dies nur empfohlen. 2.) gibt es in den Bars die Getränke nur mit Selbstbedienung, sprich Abholung selber am Tresen oder auch Bedienung am Tisch? Danke für eine Antwort!
    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe Gutsche

      1. Mit großem Interesse haben wir Ihren Bericht gelesen. Wir werden die Panoramafahrt am 7.8.20 machen und freuen uns sehr, dass es wieder losgeht. Der Hygienestandard war ja schon vor Corona sehr gut, wir haben auch hier jetzt keine Bedenken. Wir haben uns immer sehr wohl auf der Mein Schiff Flotte gefühlt und werden dies auch weiterhin tun. Die Miesmacherei der vergangenen Wochen und Monate hilft keinem weiter, zumal auch sehr viele Arbeitsplätze von der Branche abhängig sind, dass betrifft ja nicht nur die Crew an Bord, sondern auch viele Menschen an Land.

  3. Reno Schwedland

    Ja cool hat mir gefallen der Kommentar .Meckern kann man schnell ,aber wenn man weiß worauf man sich einlässt ist das schon in Ordnung .Ich denke nur daran , daß die Möglichkeit das Schiff zu verlassen nicht besteht schon irgend wie komisch ist .Die Landgänge sind ja immer ein Highlight,nun ja aber auf See zu sein und auf so einem schönen Schiff ist dennoch eine Freude . Hoffentlich bleiben alle gesund ,in diesem Sinne Ahoi und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.Ein Seemann und begeisterte Kreuzfahrer aus Rostock .😉👍😌⚓

  4. Schöner Bericht 👍🏻
    Ich wollte nachfragen, ob die Laufstrecke geöffnet ist und ob man ohne Probleme auf die Laufbänder im Fitnessstudio benutzen kann?

    1. Pascal Wepner

      Fitnessstudio ja, da dürfen maximal 20 Leute rein. Bei der Laufstrecke bin ich mir nicht sicher. Zumindest steht da kein Verbotsschild.

  5. Klingt doch optimistisch und gut. Ich wünsche noch viel Spaß die nächsten (wenigen) Tage und freue mich auch schon auf unsere nächste Fahrt (noch ungeplant)

    1. Beim besten Willen, aber ich kann und werde es nicht verstehen wer in diesen Zeiten-sogar wieder mit steigenden Infektionszahlen- Kreuzfahrten genehmigt. Stadien ohne Zuschauer, Schiffe kleiner und enger und da sind 1000 Gäste noch zu viel. Da machen es die britischen Reedereien richtig. Alles für 2020 wurde abgesagt. TUI nehmt euch ein Beispiel daran. Aber Geldgier regiert die Welt. Nicht die Vernunft!

      1. Pascal Wepner

        Hotels sind offen, Gaststätten sind offen, Bars sind offen. Wo ist das Problem? Wenn man unbedingt will, das eine Branche stirbt, kann man natürlich so argumentieren. Ansonsten ergibt das keinen Sinn. Auf den Kanaren ist gerade ein Hotel mit Corona-Positiven Mitarbeitern – Betrieb läuft ganz normal weiter. Wieso schreit da Niemand, dass man weltweit alle Hotels sofort zu schließen hat?

        1. In Barcelona und anderen großen Städten in Spanien sind diese Bars und Lokalr alle wieder geschlossen worden. Es geht weiter. Die Unvernunft der Leute und deren Folgen bringt uns die zweite Welle. Ich kann nur hoffen das Kreuzfahrten auch verboten werden. Brutstätten für Corona ohne Ende.

          1. Pascal Wepner

            Erklär doch mal wissenschaftlich korrekt, wieso ein Kreuzfahrtschiff eine Brutstätte ist? Niemand konnte das bisher darstellen, aber die Papageien quatschen es ständig nach.

            Wenn dem so wäre, wäre es 1:1 so, bei und mit allen Punkten die man öffentlich betreten kann. Das heißt, es dürfe NIEMAND mehr sein eigenes Zuhause verlassen – nur dann hätte man die absolute Sterilität, die Du Dir scheinbar wünschst.

            Corona wird vermutlich immer ein Bestandteil unseres Lebens bleiben, so wie auch die Grippe, daran wird man sich gewöhnen und Lösungen finden. Alles zu verbieten ist zwar ne tolle Idee, aber das wäre dann ja praktisch der Aufruf zum kollektiven Selbstmord. Ich hoffe sehr, dass das nicht dein Wille ist.

            1. Das lässt sich ganz einfach anhand der Realität erklären:
              Kreuzfahrtschiffe sind und waren schon unter normalen Umständen eine Brutstätte für Infektionen.
              Die meisten dieser Ausbrüche schaffen es nicht auf Seiten wie diese, aber sie waren allgegenwärtig.
              Jetzt hat man es mit einer deutlich leichter übertragbaren Krankheit zu tun.

                1. Ich finde es ehrlich gesagt etwas ’schlicht‘ ausgedrückt den Kommentar von Rick als ‚Blödsinn‘ zu bewerten. Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Gaststätten und Hotels an Land und an Bord eines Schiffes. Man kann diese Lüften. Klimaanlagen sind bis heute die einzige Möglichkeit ‚frische‘ Luft ins Innere eines Schiffes zu bringen. Und ich habe bis heute keinen wissenschaftlichen Beweis gefunden ob die Filter ausreichend sind. In sofern ist es eher Blödsinn so zu tun als wäre das Risiko nicht erhöht. Und was passiert eigentlich wenn es einen positiven Fall an Bord gibt? Ausschiffung? In Norwegen? Sicher nicht denn die wollen garantiert niemanden aufnehmen. Und was wenn ich neben dieser Person im Restaurant gesessen habe oder bedient wurde? Isolation bis der Test bei mir gemacht wurde? Der Branche geht es schlecht, stimmt schon. Aber es gibt eben Branchen (z.B. Konzertveranstalter) die können einfach nicht aktuell los legen. Übrigens sind nach Beurteilung des RKI Gesichsvisiere hinsichtlich Tröpfchen ungeeignet.

                  1. Pascal Wepner

                    Es gibt weder wissenschaftliche Beweise für noch dagegen, insofern ist das alles Wunschdenken und Blödsinn. Jeder meint weil er irgendwo was gehört hat, dass das dann Fakt ist.

                    1. Erhöhte Infektionsgefahr und beschleunigte Ausbreitung von Infektionen auf Kreuzfahrtschiffen hat nichts mit Wunschdenken oder Blödsinn zu tun, sondern mit Realität. Dutzendfach erlebt. Ob man das mit den Maßnahmen auf ein Normalmaß gedrückt bekommt, ist zumindest fraglich.

                    2. Pascal Wepner

                      Kannst Du das nun auch belegen, dass das auf einem Schiff schneller passiert als an Land in einem Kaufhaus, Hotel, usw? Geredet wird ja immer viel, bewiesen allerdings nie etwas.

                    3. Hans—Günter

                      @Rick wenn du das ja schon so oft erlebt hast, kannst du uns doch schon erklären, wie man das denn überlebt bzw. warum du denn da immer wieder mitgefahren bist, obwohl du weist, das dies „lebensgefährlich“ ist? Und ja, da gebe ich dir Recht, weiß keiner, ob die Norweger so bekloppt reagieren wie die Australier oder oder. Jedes dieser Schiffe hatte sicherlich ein Problem, ein viel größeres Problem ist aber die absolute Inkompetenz der Behörden. Und nach 6 Monaten „Erfahrung“ kann man aber sicherlich annehmen, das auch die etwas gelernt haben. Zu den Filtern, buche doch eine Balkonkabine, da hast du immer frische Luft.

                    4. Ich habe jahrelang an Bord vieler Kreuzfahrtschiffe gearbeitet. Ich will das gar nicht verteufeln und von „lebensgefährlich“ habe ich auch nie was gesagt. Gleichzeitig habe ich aber in meinem ganzen Leben an Land noch nie so ein explosionsartiges und oft hartnäckiges Infektionsgeschehen gesehen, wie ich es trotz aller Gegenmaßnahmen unzählige Male an Bord miterlebt habe. Wenn der Gast über sowas informiert wird oder sich das Ausmaß der Gegenmaßnahmen nicht mehr verbergen lässt, dann ist die Kacke bereits richtig am dampfen. Ein Großteil dieser Vorfälle wird sehr…diskret behandelt und wird gar nicht öffentlich.
                      Diese Häufung liegt auch nicht an mangelnder Sorgfalt der Reedereien oder der Crew (in aller Regel schleppen schlampige Passagiere was ein und verteilen es munter, das wird auch bei Corona nicht zu verhindern sein), es liegt vor allem an vielen speziellen Gegebenheiten eines Schiffs und einer Kreuzfahrt, die man schlicht weder leugnen, noch abstellen kann.

                    5. Pascal Wepner

                      Ist Ischgl ein Kreuzfahrtschiff? Die USA? Italien? Tönnies? – Ich frage für einen Freund.

                    6. Nein, aber Dein Freund nennt schöne Beispiele dafür, wie schwer dieser aktuelle Virus selbst an Land zu kontrollieren ist. Ich habe dagegen erzählt, wie schwierig schon „normale“ Erreger in der Vergangenheit an Bord zu kontrollieren waren. Vielleicht erkennt Dein Freund ja, wohin das führen KANN.

                    7. Hans-Günter

                      @Rick deine Antwort befriedigt mich absolut nicht. Ich war im März auch noch auf einem Schiff und über Nacht wurden, heutige gängige Praxis, Massnahmen eingeführt. Wenn ich also dir jetzt glauben würde, dann ist dies nur gemacht worden, weil wir an Bord mindestens einen oder auch mehrere Covid Verdachtsfälle gehabt hätten. Gleichzeitig wurde vom Kapitän auf seinen täglichen Briefing diesem Verdacht vehement widersprochen. Muss ich mir jetzt ernstlich Gedanken darüber machen, das er ein „Lügner“ war? Und abschliessend, es ist vielleicht auch eine Frage, auf welchem Schiff du angeheuert hattest und damit, welches Publikum denn der oder die Auslöser waren. Diese alle über einen Kamm zu scheren finde ich weit hergeholt. Und auch in Ischgl waren nicht alle infiziert sondern nur diejenigen, die bestimmte Etablissements aufgesucht haben.

                    8. Wer für nen Freund fragt, kriegt ne Antwort für nen Freund.
                      Aber da ich keinen Widerspruch zu den Fakten höre, gehe ich davon aus, dass die Problematik verstanden wurde.

          2. Andrea Rögels

            Einen schönen guten Morgen,Georg,
            wenn ich in Deutschland die hunderten feiernden Leute in Stuttgart,Frankfurt oder 3000 Menschen im Berliner Park sehe,ohne Maske natürlich,dann komme ich doch ins grübeln.Da wäre Ihre Kritik sehr angebracht.Wir leben in Spanien,und haben einen sehr strengen Lockdown hinter uns,noch heute,gelten hier ordentliche Regeln,welche von den Spaniern und uns Residenten gerne befolgt werden,aber so langsam müssen wir damit zu leben lernen,bis es die jeweiligen Impfstoffe gibt,schon allein um die Wirtschaft wieder anzukurbeln,welche in Spanien sehr vom Tourismus abhängig ist.Mallorcas Partymeile zu schließen,war nur konsequent,da sich Touristen in kleinster Weise dementsprechend benommen haben.Kultivierte Gäste an Bord gehen zu lassen,welche die Regeln kennen,sollte da das wirklich kleinere Problem sein.Das die Schiffe kleiner und enger werden,entspricht zur Zeit nicht den Tatsachen.Mit freundlichen Grüßen .

      2. Walter Cremer

        Hoffentlich habe ich es an Bord mit nur wenigen Typen wie Georg zu tun, denn solche Miesmacher versuchen mir die schönen Stunden zu
        vermiesen. Mein Schiff war in der Vergangenheit ein Ort schöner Erinnerungen und wird es auch in Zukunft sein.
        Mein Beitrag zur Starthilfe nach schweren Zeiten ist die Fahrt mit der 2 vom 27. bis 31. Mit dabei Frau und zwei Enkel.
        Liebe Grüße an alle, die meine Meinung teilen.
        Skipper Walter ( Selbst Bootsbesitzer )

  6. Der grosse Vorteil wenn man jetzt an Bord geht. Ich freue mich schon auf den 31.7. wenn es für uns los geht. Genießen wir die geringe Auslastung a la Hapag Lloyd und hoffen, dass es genug Gewinn einbringt und die drei deutschen Reedereien TuiCruises, AIDA und Phoenix es durchhalten. Ich nehme jedenfalls ausfreichend Trinkgeld für die Angestellten mit.

  7. Marguerite H

    Tragen die Kellner in den Restaurants tatsächlich Masken, oder nur Gesichtsvisiere ? In einem Video von tuicruises tragen sie nämlich Gesichtsvisiere, so dass die Aerosole schön auf die Teller kommen.

    1. Aerosole auf dem Teller? Dann dürfte man auch nicht in ein Restaurant gehen oder sich Essen von einem Lieferdienst kommen lassen. Wer weiß schon was vor dem Servieren passiert? Mal abgesehen davon, ist wohl kaum ein Fall bekannt, wo sich jemand auf diesem Weg angesteckt hat.

  8. Denise Rosenow

    Hallo
    Danke für Eure detaillierten Berichte, mich haben die nun bewogen am 7. August die MS 2 zu buchen. Hört sich alles gar nicht so schlimm an, eben anders wie überall seit diesem Jahr. Freuen uns jedenfalls unheimlich endlich wieder aufs Schiff zukommen, egal wie auch wenn es fremdgehen bedeutet ;)
    Eine Frage habe ich auch noch, wie sieht es mit den Poolbereichen aus, sind die geöffnet?
    Lg Denise

    1. Pascal Wepner

      Moin Denise. Ja der Pool hat geöffnet, auch hier gibt es Begrenzungen, allerdings war das bisher an Bord kein Problem und die Höchstzahl an Bord, nach meinen Informationen noch nicht einmal erreicht.

  9. Andreas Dust

    Wenn man sich die gestrigen Artikel aus dem Handelsblatt und dem Managermagazin durchliest, dann sieht es wahrlich extrem schlecht um die TUI aus. In beiden Blättern ein wahrlich bitterer Abgesang mit düsterer Zukunft.

    1. Pascal Wepner

      Naja, die „TUI“ und Tui Cruises liegen ja schon auch noch weit auseinander. Die Anteile von DER Tui an Tui Cruises kauft Royal sicherlich mit Kusshand zum guten Kurs.

      1. Stimmt…wie man lesen kann schwimmt RCCL geradezu im Geld. Und ich bin sicher, dass niemand der gerne TUI Cruises fährt das Konzept von Royal haben möchte. Völlig anderes Kreuzfahrt Erlebnis weil völlig anderes Publikum.

        1. Pascal Wepner

          Du weißt schon, dass Royal Caribbean bereits 50% von TUI Cruises gehört? Du weisst sicherlich auch, das ein Komplettkauf nicht bedeutet, dass man das als Royal Caribbean vermarktet – was überhaupt keinen Sinn macht, sonst hätte man das Joint Venture nie gegründet.

          1. Yep, ist mir bekannt. Allerdings hat RCCL aktuell genug eigene Sorgen und finanziell ist die Last dort sicherlich fast noch größer als bei TUI. Denn die Megaschiffe der Oasis und Quantum Klasse, der enorme Umbau von Coco Cay und die Investitionen auf den Bahamas setzten auch Royal enorm zu. Selbst der Umbau der Zentrale in Miami wurde verschoben. Und dies hat sicherlich auch keine reinen organisatorischen Gründe. RCCL wird sich von Schiffen trennen (müssen) und ich gehe eher davon aus, dass die Anteile von TUI verkauft als ausgebaut werden. Aber abwarten ;-)

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