Mein Schiff 2: Erste Kreuzfahrt nach Corona-Shut-Down – So funktioniert der Check In

Mein Schiff 2: Erste Kreuzfahrt nach Corona-Shut-Down – So funktioniert der Check In

Pooldeck Mein Schiff 1 am Seetag
Pooldeck Mein Schiff 1 am Seetag

Mal abgesehen von Hurtigruten startet heute Mein Schiff 2 nach rund vier Monaten Stillstand in der Kreuzfahrtwelt, als erstes Kreuzfahrtschiff wieder auf ihre erste Fahrt. Doch wie sehen sie nun aus, die Kreuzfahrten zu Corona-Bedingungen? Was erwartet uns an Bord? Mit welchen Einschränkungen muss man rechnen? Und was ist vielleicht sogar positiv im Vergleich zu „vorher“?

Ich bin heute auf der ersten Reise der Mein Schiff 2 dabei. Von Hamburg geht es raus ins Blaue, ohne Ziel – nicht umsonst heißen die Kurzreisen der Mein Schiff Flotte „Blaue Reisen“. Nun geht es also endlich los, mit ein wenig Aufregung im Gepäck, mehr Aufregung als sonst, das gebe ich zu.

Bis zum heutigen Tag war eigentlich alle wie gewohnt. Man bucht seine Reise, gibt online sein Schiffsmanifest ein, auch der Online-Check-In ist nichts mehr neues. Gesundheitsfragebogen ausfüllen und schon kann es los gehen. Beim Online Check In kann man eine Check In Zeit auswählen, viel Auswahl hatte ich nicht mehr, als war meine Zeit von 16.00 – 17.00 Uhr.

Pünktlich um 16.00 Uhr fand ich mich also am Cruiseterminal in Steinwerder in Hamburg ein. Das Gepäck kann man wie immer hier direkt abgeben, das wird dann wie sonst auch von den netten Mitarbeitern auf die Kabine gebracht, beziehungsweise vor die Kabine. Da ih nur mit einem kleinen Trolley reise, schließlich sind es nur drei Tage, geht dieser noch als Handgepäck durch, und ich nehme meinen Koffer selbst mit an Bord. 

Anstellen durfte ich mich zunächst in einer auf den ersten Blick recht langen Schlange, die war locker so lang wie die Mein Schiff 2 selbst. Das alles noch vor dem Terminal, zum Glück hat es inzwischen zu regnen aufgehört, sonst wäre das ein feuchtes Vergnügen geworden. Petrus war allerdings positiv gestimmt und schickte die Sonne nach Steinwerder. Eine Mitarbeiterin, die aufpasste, dass sich jeder richtig anstellt war optimistisch gestimmt, die Schlange wirke länger als sie scheint, in 20 Minuten sei man da locker durch. Ok, ich gebe zu, durch die Sicherheitsabstände wirkt die Schlange wahrscheinlich wirklich länger, als sie es tatsächlich ist.

Nach den prognostizierten 20 Minuten allerdings hatte ich nicht mal die Hälfte des Weges zurück gelegt – aber was soll’s, die Sonne scheint. Den Eingang des Terminals erreichte ich nach ziemlich genau 60 Minuten. Hier wurde zuerst der Gesundheitsfragebogen kontrolliert, wer den noch nicht ausgefüllt hat, kann das zur Not auch vor Ort noch erledigen. Anschließend hieß es Hände desinfizieren – hier wurde sehr genau darauf geachtet, dass sich am Desinfektionsspender niemand heimlich vorbei schleicht. Endlich im Terminal selbst, wurde als erstes kontaktlos die Temperatur gemessen. Lustigerweise nachdem man eine Stunde in der prallen Sonne stand. Aber die Messgeräte, die irgendwie aussehen wie eine Fotokamera, messen tatsächlich die Körpertemperatur und nicht die der erwärmten Haut.

Den Gesundheitsbogen gab man anschließend ab und von nun an hieß es wieder Schlange stehen. Die Schlange im Terminal ist prinzipiell nichts neues, die kennt man. Neu war lediglich für mich die Schlange vor dem Terminal, obwohl, ehrlicherweise habe ich die im letzten Jahr beim Rockliner bereits in Kiel kennenlernen dürfen – aber das ist ein anderes Thema.

Nach weiteren 20 Minuten Wartezeit war ich nun mit dem kontaktlosen Check In an der Reihe. Dieser unterscheidet sich nicht wirklich zu früher, außer dass sich zwischen der freundlichen Mitarbeiterin und mir eine Plexiglasscheibe befand, wie man es auch sonst so aus diversen Geschäften kennt. Den Ausweis übergibt man nicht, sondern hält ihn gegen die Scheibe, dieser wird kontaktlos gescannt. Noch schnell ein Foto, ohne Maske und dann war der Check In bereits erledigt. Den Schiffspass, mit dem man an Bord kommt, den hat man entweder schon zu Hause ausgedruckt, oder man bekommt ihn hier nochmal.

Nun ging es nur noch durch die übliche Sicherheitskontrolle und schon war ich an Bord der Mein Schiff 2! So wirklich unterscheidet sich der Check In tatsächlich nicht, zu dem was man von vorher kennt. Klar, die Leute halten Abstand, sie tragen Masken und man bekommt Temperatur gemessen – alles in allem kennt man die Prozedur des Check Ins aber schon, wenn man nicht grad zum ersten Mal auf Kreuzfahrt ist.

Seenotrettungsübung einmal anders

Ganz anders als man es von „vorher“ kennt ist allerdings die Seenotrettungsübung. Bereist beim Check In wurde ich darüber informiert, dass diese nun anders abläuft als man es aus der Vergangenheit kennt. Ich solle mich auch direkt nach betreten des Schiffes dort hinbegeben, eine große Übung gleichzeitig für alle, würde es nicht geben.

Ich brachte also meinen Koffer auf die Kabine und begab mich direkt im Anschluss auf Deck 5 ins Theater zur Musterstation A. Hier waren am Eingang des Theaters 10 rote Punkte als Markierungen mit Abstand auf dem Boden verteilt. Jede Person durfte sich neben einen Punkt stellen, maximal 10 Personen dürfen gleichzeitig an der Einweisung teilnehmen. Natürlich wurde auch hier wie sonst die Bordkarte gescannt, um kontrollieren zu können, dass am Ende des Tages auch wirklich jeder Passagier an der Sicherheitseinweisung teilgenommen hat.

Die 10 Personen inklusive mir, erhielten nun eine Einweisung mit den wichtigsten Punkten. Auch das Anlegen der Weste wurde demonstriert. Im Gegensatz zu einer Seenotrettungsübung, die man aus alten Zeiten kennt, war die richtig schnell zu Ende. Nicht etwa weil man weniger Infos bekommt, nein weil man natürlich nicht erst die Anwesenheit aller Passagiere überprüft und dadurch jede Menge Zeit spart. Ehrlicherweise fand ich diese neue Version sehr charmant und würde mir wünschen, dass man das auch in Zukunft so beibehält.

Masken auf der Kabine

Eine Sache, die fiel mir wirklich sehr positiv ins Auge. Ich weiß ja wie ich selbst beim Koffer packen bin, irgendwas vergisst man immer. Und ja, auch wenn sich inzwischen eigentlich an den Mund-Nasen-Schutz gewöhnt haben sollte, so denkt man vielleicht beim Kofferpacken nicht unbedingt daran genügend Masken für die komplette Reise einzupacken.

Sollte man also tatsächlich Masken vergessen haben, kein Problem, auf der Kabine, verpackt in eine Tütchen, liegt ein Stoß Masken bereit – hier denkt man also an alles! Die Ausrede „Ich kann keine Maske tragen, denn ich hab sie vergessen“ die zählt hier schon mal nicht!

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8 Kommentare gepostet

  1. Wow, vielen Dank für deinen sehr schnellen Beitrag – gibt bereits einen tollen Überblick. Schätze ich wirklich sehr!

  2. Vielen Dank für die ausführlichen Infos :-)
    Viel Spaß auf der ersten Reise, ich bin gespannt wie die weiteren Erfahrungen sind.

  3. Hallo Melanie
    vielen Dank für deinen Bericht
    Meine Frage zum Checkin. Hast du den Online-Checkin sofort gemacht, als es möglich war, oder Tage später?
    Mich würde auch abschließend das Auschecken interessieren, auf welche Hindernisse man trifft.

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