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Die Meyer Werft aus Papenburg konnte den Auftrag für den Bau der 320 Meter langen Megayacht Ulyssia nicht für sich gewinnen. Aus einer Absichtserklärung zwischen Meyer Yacht und der Ulyssia Residences AG aus dem Frühjahr vergangenen Jahres wird definitiv keine feste Bestellung mehr, da sich der Auftraggeber für den Bau bei China Merchants Shipbuilding entschlossen hat.
Das Projekt im Wert von 2 Milliarden Euro kommt somit aus China und nicht aus Deutschland. Zuletzt standen bereits gewisse Fragezeichen hinter dem Bau der Ulyssia in Papenburg. Bei Verkündung der Absichtserklärung im Frühjahr 2025 war noch von einem Baubeginn Ende 2025 die Rede. Dieser Termin wurde bekanntermaßen verpasst, was jetzt eindeutig darauf zurückführbar ist, dass die Megayacht nicht auf der Meyer Werft gebaut wird.
Ein Auftrag der Ulyssia hätte sich positiv auf das Auftragsbuch der Werft ausgewirkt, die voraussichtlich noch bis Ende 2028 in einem umfassenden Sanierungs- und Restrukturierungsprozess steckt. Was gegen einen Auftrag von Ulyssia Residences bei der Meyer Werft sprach, ist nicht bekannt. Die Bauwerft aus Papenburg gibt zu solchen Vorgängen wie üblich keine Stellungnahme ab. Im Zeitraum von 2027 bis 2031 steht aktuell jährlich mindestens ein Kreuzfahrtschiff im Auftragsbuch, wobei in Papenburg grundsätzlich Kapazitäten für den Bau von zwei großen und einem kleinen Kreuzfahrtschiff pro Jahr existieren.
In China dürfte man sich indes über den Milliardenauftrag von Ulyssia Residences freuen. Der Baubeginn für die Ulyssia ist nun im Oktober diesen Jahres geplant. Die Auslieferung soll dann im zweiten oder dritten Quartal 2031 stattfinden. Das Unternehmen des Schweizer Milliardärs Frank Binder möchte einer der luxuriösesten Wohnyachten der Welt bauen. Bei Planung, Bau und Ausstattung des Schiffes setzt man dazu auch auf Expertise aus Europa.
