ms-artania-santorin-2

MS Artania: Ausschiffung 236 Crewmitgliedern in Manila – via Singapur nach Bremerhaven

236 Crewmitglieder der MS Artania wurden erfolgreich in Manila / Philippinen ausgeschifft – über Singapur geht es nun nach Bremerhaven 

Schon am 18.04.2020 hatte die MS Artania, die für den Bonner Reiseveranstalter Phoenix Reisen unterwegs ist, den Hafen der westaustralischen Stadt Fremantle verlassen. Vor der Abfahrt aus Australien wurden dort die Passagiere der letzten Reisen ausgeschifft und mit Charterflügen in ihre Heimat gebracht. Da es auch mehrere bestätigte Coronavirus-Fälle unter den Personen an Bord (Crew und Passagiere) gab, wurde das Schiff in Fremantle zwischenzeitlich unter Quarantäne gestellt und ein vollständiger „Lock Down“ vollzogen, der erfolgreich beendet wurde. Leider wurden auch drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldet.

Seit dem 18.04.2020 ist die Artania nun also unterwegs gewesen. Als erster Zwischenstopp war der Hafen von Manila auf den Philippinen geplant, dieser wurde entsprechend auch angesteuert. Grund hierfür war die Ausschiffung von Crewmitgliedern, die auf den Philippinen leben. Im Bereich rund um die philippinische Hauptstadt traf die MS Artania auf zahlreiche weitere Kreuzfahrtschiffe der unterschiedlichsten Reedereien, die alle dort Crewmitglieder ausgeschifft haben oder dieses Vorhaben noch anstreben. Am gestrigen 01. Mai war es für MS Artania soweit und sie konnte die nicht mehr für den Schiffsbetrieb notwendigen Mitarbeiter in Manila ausschiffen – dabei handelte es sich an dieser Stelle um 236 Besatzungsmitglieder. Direkt nach der gestrigen Ausschiffung verließ das Schiff am Abend den Hafen wieder und steuert nun in Richtung Singapur, wo das Schiff in den Abendstunden des 05.05.2020 erwartet wird. Hierbei handelt es sich wohl um einen technischen Stopp zur Aufnahme von Proviant und zur Bunkerung von Treibstoff. Der genaue Hintergrund wurde allerdings noch nicht kommuniziert seitens des Reiseveranstalters. 

Nach diesem Halt soll es dann direkt nach Europa, genauer gesagt nach Bremerhaven, gehen. Die Ankunft der MS Artania ist für den 03.06.2020 angegeben. Möglicherweise könnte sich das Datum nochmal ändern, je nachdem ob bei dem Halt in Singapur und auf der 10.000 Seemeilen langen Überfahrt nach Bremerhaven alles komplikationslos verläuft.

Der in Dienst befindliche Kapitän Morten Hansen, der auch aus der TV-Serie „Verrückt nach Meer“ bekannt ist, hat gestern Abend auch eine Videobotschaft veröffentlicht und von der erfolgreichen Ausschiffung in Manila und der anstehenden Fahrt nach Europa berichtet. Er gibt zwar den Halt in Singapur nicht an, jedoch ist dieser auch auf dem Internetauftritt von Phoenix Reisen und in den Trackingsystemen für Schiffe verzeichnet, sodass man zum derzeitigen Zeitpunkt davon ausgehen kann, dass dieser Stopp erfolgen wird.

Nach aktuellem Stand hat Phoenix Reisen alle Kreuzfahrten mit der MS Artania inklusive der Reise vom 29.06. bis zum 09.07.2020 abgesagt.

[angebot id=“129810″]

9 Kommentare zu „MS Artania: Ausschiffung 236 Crewmitgliedern in Manila – via Singapur nach Bremerhaven“

  1. Dieter Donath

    Wir wünschen der,MS Artania,
    eine gute Heimfahrt unter Leitung v.Morten Hansen.
    Fam.Dieter u.Veronika Donath
    Im Nov.sind wir wieder Gast auf unserem Schiff.

  2. Frank-M. Barth

    Wir wünschen der Restbesatzung der MS Artania und vor allem dem Kapitän Morten Hansen eine problemlose und gesunde Heimfahrt.
    Prof. Dr. Frank Barth und Frau.
    Wir hoffen, bald wieder Gast auf diesem schönen Schiff zu sein.

  3. Ilse Aschenbrenner

    Ich lese nur gute Kommentare und Wünsche. Wir gehören zu den Passagieren, die die Weltreise gebucht haben und dementsprechend warme und sommerliche Kleidung (zus.4 Gepäckstücke) mitgenommen haben. Nach Abbruch der Kreuzfahrt in Fremantle wurde uns am Vortag ein großes Gepäckstück und 1 Handgepäck (7kg) für den Rückflug zugestanden. Am Abreisetag morgens, wurde uns über Lautsprecher mitge-
    teilt, daß dies eine Evakuierung ist und jeder nur noch 1 Handgepäck mitnehmen darf. Das andere Gepäck würde „schnellstmöglich“ (Frachtflugzeug) zu uns nach Hause geliefert werden. Daraufhin haben wir ein Teil unserer Medikamente, jeder seine Video- und Fotokamera und 1 Surftablet und Kosmetiktasche mitgenommen. Damit war das Gewicht des Handgepäcks ausgeschöpft. Ladegeräte, Akkus, passende Kabel und unsere Garderobe blieben an Bord. Seit dem „30.03.2020“ warten wir auf unser Gepäck. Was geschieht mit der Klei-dung, dem Anzug, der Abendgarderobe, die zum Teil nicht sauber im Koffer liegt? Wie ergeht es den anderen über 330 Passagieren der Weltreise? Müssen wir solange warten bis endlich die MS ARTANIA in Bremerhaven ist und einen passenden Liegeplatz gefunden hat? Wir sind mit dieser Organisation von „Phoenix Reisen“ absolut nicht zufrieden.

    1. Ist es nicht vielleicht wichtiger, dass man gesund nach hause gekommen ist, als sich um Nebensächlichkeiten wie evtl. zerknitterter Abendgarderobe unzufrieden zu äußern? Wäre nicht ein D A N K E an all die Helfer einmal angebracht, die logistisch solch eine Krise zu bewältigen haben. Dies ist das ganze Team der Phönlxflotte, Reisebüro, Crew, Kapitäne und Viele, Viele mehr. Sie sollten sich schämen jetzt an Banalitäten zu denken.
      Sabine

    2. Margret Degener

      Man kann sich eine Weltreise leisten und jammert wegen der zurückgebliebenen Klamotten? Auch ich warte auf meine Sommersachen. Da der Reisepreis voll oder anteilig erstattet wurde, kann man sich sicher auch eine oder zwei Sommerhosen und ein paar neue Shirts kaufen, – müssen ja nicht gerade von Armani sein. Die Sachen kommen doch bald. Wichtig ist und bleibt, daß die Crew, die sich um unser Wohl gesorgt und lange und hart für wenig Geld für uns gearbeitet hat gut nach Hause gekommen sind. Auch sie haben Angst um ihre Familien. Ich sage Phönix danke und habe die nächste Reise schon gebucht. Es hätte alles Schlimmer kommen können.

  4. Hi,
    mir geht es ähnlich bezüglich des Gepäcks. Ich hatte sogar schon per Mail bei Phoenix nachgefragt und die Antwort lautet:
    „Wir können gut nachvollziehen, dass Sie Ihr Gepäck so schnell wie möglich wieder zu Hause haben möchten und Sie können gewiss sein, dass wir alles dafür tun, die „Grand Lady“ so schnell wie möglich samt des Gepäcks unserer Gäste nach Europa zu bringen.“
    und
    „Wir gehen nach wie vor davon aus, in der ersten Juniwoche in Bremerhaven anlegen zu können.“
    Wobei der letzte Satz ja schon nicht mehr so ganz stimmt, zur Zeit wird der 7/8 Juni angegeben. Dann muss das Gepäck ja noch verteilt werden.
    Insofern bin ich ebenfalls nicht sehr zufrieden und hoffe, dass das Schiff in nächster Zeit etwas schneller durch die Meere fährt. Teilweise war es mit 8 Knoten unterwegs.
    Dass Phoenix die Crew Mitglieder soweit wie möglich nachhause gebracht hat,finde ich sehr positiv.
    Dass die Verantwortlichen an Bord, während der 3 Wochen Sydney-Perth, absolut überfordert waren und die Versorgung in der Zeit als wir auf den Kabinen bleiben mussten „unterirdisch“ war muss ich aber jetzt auch einmal erwähnen. Noch eine Woche länger und ich hätte ein Magengeschwür bekommen. Die nächsten Jahre werde ich 100% kein Sandwich mehr essen und wie gut ein Tee oder Kaffee schmeckt wurde mir auch klar, nachdem wir nach 1 1/2 Tagen endlich mal einen bekommen haben. Dabei habe ich noch die Worte des Kapitäns aus den ersten Tagen in den Ohren „hier sind sie sicher“ „hier ist alles gut“ „sie sind auf der Arche Noah..“ (die war über 7 Monate unterwegs – das hätten wir mit der Verpflegung nicht überlebt)
    Ich kann verstehen, dass alle überfordert waren – aber dann – bitte – kann man es auch zugeben und nicht erzählen, wie toll alles geklappt hätte.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.