MSC Kreuzfahrten verbietet das Kürzen und Streichen vom Serviceentgelt in verschiedenen Märkten

MSC World Class Vollansicht / Foto: © STX France - MSC Kreuzfahrten
MSC verbietet die Möglichkeit der Serviceentgelte in verschiedenen europäischen Märkten

Bei MSC Kreuzfahrten sorgt gerade ein Schreiben für einen großen Aufschrei in den MSC Kreuzfahrten Gruppen. Der Deutsche hat Angst, dass er sein Serviceentgeld nicht mehr streichen lassen kann, da er ja immer die ganzen Crewmitglieder persönlich an Bord mit einem Trinkgeld versieht. Von den Menschen in der Wäscherei bis hin zur Küche. (Wer es glaubt wird selig)

Zurück zum Thema, der Country Manager für Italien, Spanien und Frankreich hat seine Agenturen angeschrieben, dass das Serviceentgelt nicht mehr wie bisher gekürzt oder komplett gestrichen werden kann in den jeweiligen Märkten. Deutschland ist hiervon allerdings erstmal nicht betroffen, jedenfalls habe ich keine Kenntnis darüber, dass auch in Deutschland die Reisebüros informiert wurden.

In den Facebook-Gruppen wurde zum Teil schon ausgemacht wer dann für welche Klage sorgt und erste BGH-Urteile wurden auch schon ausgekramt von den Serviceentgelt- Verweigerern. Es wurde deutlich erklärt, dass diese Vorgehensweise nicht dem in Deutschland gültigen Recht entspricht.

Andere wiederum waren der Meinung, dass es doch nun endlich Zeit wird, dass MSC Kreuzfahrten die Reisen pro Tag und Kopf um 10 Euro zu verteuern, damit dieses leidige Thema endlich ein Ende nimmt, so wie bei Costa Kreuzfahrten, die ja das SE bereits in den Reisepreis inkludiert haben.

Ich persönlich möchte ja anmerken, dass ich mich regelmäßig schäme wenn ich solche Diskussionen verfolge, in welchen erklärt wird, wie man die Crew um ihr Serviceentgelt bringt, denn das ist bei MSC tatsächlich ein Gehaltsbestandteil, ich finde die Lösung so auch nicht in Ordnung, aber der kleine Mitarbeiter, der niemals auch nur einen Cent von den tollen Gästen erhält, die behaupten die Crew selbst zu entlohnen mit einem Trinkgeld, können dafür mal überhaupt gar nichts.

Fazit: Der arme Deutsche, der sich das Serviceentgelt nicht leisten kann und will, weil er ja jeden einzelnen Mitarbeiter einzeln mit einem Trinkgeld an Bord empfängt, muss keine Sorgen haben, das Ganze hier betrifft nicht den deutschen Markt. Ihr könnt weiterhin das Gespött der Kreuzfahrer in den Gruppen bleiben und das Trinkgeld streichen

Der Brief an die Agenturen auf deutsch übersetzt:

 
 

Lieber Agent,

Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie für alle Abfahrten ab dem 31. März 2019 die Zahlung von Servicegebühren nicht mehr obligatorisch erfolgt und diese auch nicht mehr geändert oder storniert werden können.

Die Zahlung von Servicegebühren dient dazu, die Einhaltung höchster Qualitätsstandards für unsere Gäste sicherzustellen. MSC Cruises ist der Ansicht, dass kein faires System garantiert, das alle Besatzungsmitglieder für ihren außergewöhnlichen Service entlohnt werden, weshalb das Serviceentgelt nun verpflichtend wird.

Die Kosten für den täglichen Service werden automatisch auf das Kabinenkonto gebucht, das am Ende der Kreuzfahrt bezahlt werden muss, oder vorab mit der Buchung der Reise.

Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden wissen, dass die Servicekontingente verpflichtend sind, und die einzelnen Tipps für die Besatzungsmitglieder keine Pflicht sind und wir davon abraten.

Gute Verkäufe

Leonardo Massa
Bezirksleiter MSC Cruises

 

Update: Auch in der Schweiz verpflichtend

 

MSC Kreuzfahrten Schweiz hat das Serviceentgelt auch geändert - es kann weder storniert noch geändert werden / © MSC Kreuzfahrten 

MSC Kreuzfahrten Schweiz hat das Serviceentgelt auch geändert – es kann weder storniert noch geändert werden / © MSC Kreuzfahrten

 

In der Schweizer Buchungsmaschine ist das Service Entgelt nun auch als obligatorisch und damit als verpflichtend ausgewiesen und kann damit weder geändert noch storniert werden.

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38 Kommentare gepostet

  1. MSC hat z.B. die höchsten Getraenkepreise der Kreuzfahrer. Trinkgelder sind individuelle Anerkennungen für gute Serviceleistungen. MSC sollte mal sollte mal selbst durch anstaendige Entlohnung daür sorgen, dass das arme Personal nicht von flat zu entrichtenden Tips abhängig ist.

    • MSC hat aber auch die günstigsten Einstiegspreise und relativ humane Getränkepakete. In Summe hat MSC wenn man alles zusammenrechnet noch immer ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

      MSC sorgt ja dafür, dass die Gäste das SE zahlen und damit auch, dass es bei der Crew ankommt. Die Gäste sind ja das Problem, die der Crew das Geld vorenthalten.

      Bei AIDA und TUI geht auch keiner an die Rezeption und verlangt Geld vom Reisepreis wieder weil da das Serviceentgelt schon inklusive ist. Das traut sich dann wieder Niemand.

    • Werte MSC Mitglieder.
      Aufgund des hier doch sehr einseitig verfassten Artikels bleiben offene Fragen. Den Diskurs hier und in den sozialen Plattforen durch Sperrung der Kommentar funktion abzuwürgen, ist auch kein sonderlich guter Stil. Grundsätzlich ist die Argumentation gegen ein personifiziertes Trinkgeld richtig. Persönliches Trinkgeld wird vorrangig ans Hauskeeping und Kellner vergeben. Alles was für die Gäste unsichtbar im Schiff tätig ist, geht leer aus. Allerdings fördert MSC diesen Zustand erst durch ihr Geschäftsgebahren. Die Trinkgeldpauschale dient im Grunde nur als Marketingtool um den reinen Buchungspreis vor Reiseantritt im direkten Preisvergleich attraktiver aussehen zu lassen. Was in der Flugbranche schon lange nicht mehr erlaubt ist, nämlich den konkreten Endpreis zu verschleiern ist in der KF Branche (leider) noch erlaubt. Zudem gibt es immer wieder Transparenzdefizite, was die 100% Weitergabe der Trinkgelder an die Crew betrifft. Um mehr Transparenz zu erreichen sollte MSC letztendlich vieleicht doch den gleichen Weg wie zb Konkurrent Costa gehen. Das wäre wohl im Sinne aller beteiligten.

      • Ich weiss nicht wo das ein Marketingtool ist, denn es steht ja klar dabei: Reisepreis zzgl. Service Entgelt. Das kann man nicht übersehen, egal ob man das möchte oder nicht.

        Welches Unternehmen zeigt Dir die Gehaltszettel der Mitarbeiter um nachzuprüfen ob sie gut oder schlecht bezahlt werden? Ich kenne keine Unternehmen die das tun.

        MSC wird das früher oder später auch tun und das Service Entgelt in den Reisepreis inkludieren und damit die Reisen teurer machen. Dann werden die Leute die das SE bisher gestrichen haben weiterhin meckern und erklären dass die Reisen ja viel zu teuer sind und sie ihren Reisepreis und damit das Gehalt der Mitarbeiter nicht mehr nach eigenem belieben verändern können.

        Was die Kommentarfunktion bei Facebook betrifft:

        Unglaublich was man da lesen muss. Da muss man dann auch irgendwann mal die Kommentare zu machen, wir sind keine Kindergärtner um das 24/7 überwachen zu können was da passiert. Wir liefern Informationen und sind nicht dafür verantwortlich was die Message der Information ist. Und wir wollen für die SE-Verweiger und damit die Leute die der Crew das Gehalt streicht auch keine Plattform für ihre wirren Argumentationen geben, wieso sie sich im Recht fühlen den Männern und Frauen das berechtigte Geld zu entziehen.

  2. Ein Zwangstrinkgeld ist Verarschung am Gast und Verschleierung von Kosten und schlicht illegal. Macht auskömmliche Preise und bezahlt die Mitarbeiter vernünftig. Eine Subventionierung der Löhne über die Trinkgelder ist erbärmlich, besonders wenn man sich die riesigen Gewinne der Reedereien anschaut. Abscheulich dafür die Leute die dieses Konstrukt nicht mittragen wollen an den Pranger stellen zu wollen. Trinkgelder sind ein persönliches Extra „on top“ und kein Gehalt oder ein benefit für die Reederei! Dumm wer das nicht versteht… Nur meine Meinung.

    • Serviceentgelt ist in erster Linie kein Trinkgeld und auch keine Verarschung, es wird klar ausgewiesen, Reisepreis zzgl. Serviceentgelt. So ist jeder Mensch der in der Lage ist zu rechnen oder einen Taschenrechner zu bedienen, auch in der Lage den Endpreis zu kalkulieren bevor er bucht.

      MSC ist ein internationales Unternehmen und unterliegt eben auch internationalen Gepflogenheiten, bei den US-Amerikanischen Reedereien ist das ja genau so.

      In Deutschland ist das unüblich mit dem Serviceentgelt, mit Servicepauschalen und Co. international ist das Standard, da gibt es das nicht inkludiert wie in Deutschland, daher gibt es international solche Diskussionen auch gar nicht.

      Dumm ist zu glauben, dass man den Menschen selbst Trinkgeld geben kann, denn wenn man das SE streicht schadet man den Menschen nur um dann nachher günstiger zu reisen. NIEMAND wird auch nur annähernd die Höhe des Serviceentgeltes gerecht an Bord verteilen auf die Crewmitglieder. Auch wenn man sich das immer selbst vorlügt.

      Die meisten Gäste buchen billig bei MSC und wollen mit 0 Euro von Bord gehen und dann sagen sie aber: Hey, ich streiche das SE weil ich das lieber selbst verteile, ich glaube ich liege nicht falsch, wenn ich davon ausgehe, dass in diesen Fällen nicht mal mehr 5 Euro in der Kabine für das Housekeeping verbleiben am Reiseende.

      • Das sogenannte Serviceentgeld kann bei einer 14-tägigen Kreuzfahrt, je nach Reederei, zwischen 280- 350 Euro pro Kabine betragen. Das sind keine Peanuts mehr und ich verwahre mich dagegen, das mir eine solche Summe pauschal und zwangsweise vom Konto abgezogen wird. Ob und wie dieses Geld bei der Crew ankommt ist übrigens völlig intransparent, zumal man um die Gehälter, sicherlich aus gutem Grund, ein zieimliches Geheimnis macht. Trotzdem finden sich anscheinend genügend junge Leute die diesen Job gerne annehmen. Ob und wieviel Trinkgeld ich verteile, lasse ich mir nicht vorschreiben und schon gar nicht moralisch unter Druck setzen. Diese teilweise aufdringliche Trinkgeldgeierei des Personals finde ich eher abstoßend. Die Leute sollen meine Kabine reinigen und mir keinen Handtuchzoo oder Rosenblätter aufs Bett legen. Nach der 30. Kreuzfahrt ist das nämlich nicht mehr romantisch.

        • Das kann bei einer Weltreise sogar noch viel höher sein, dennoch ist es international vollkommen normal, dass das gezahlt wird. Frage mal einen Amerikaner ob das für ihn unnormal ist oder einen Engländer.

          Da die Crew mitunter Listen bekommt, wer das SE hat streichen lassen, zeigt wohl recht deutlich, dass es eigentlich dort ankommt.

          Das Problem zeigst Du auch offen auf: Für Dich bekommt maximal der Kabinensteward der die Kabine reinigt Trinkgeld. Was ist mit den Menschen im Bauch des Schiffes die Du niemals zu Gesicht bekommst, die aber deine Handtücher und Bettwäsche waschen, dein Essen kochen usw. die bekommen nichts. Und schon gar nicht wenn man das Service Entgelt streicht.

        • Eigentlich habe ich immer ganz gerne hier gelesen, aber nachdem hier kritische Meinungen den Autor gegenüber nicht veröffentlicht werden werde ich diese Seite an heute meiden. Meinungsfreiheit wird nicht gerne gesehen und es werden auch nur Antworten veröffentlicht auf die der Autor eine Antwort hat. Schade eigentlich den Kritik fähig sollte jeder sein. Ich verabschiede mich und werde diese Seite auch nicht mehr weiter empfehlen.

          • Was genau wird nicht veröffentlicht? Kannst die Seite auch gerne meiden, kein Problem. Aber vielleicht erzählst Du ein paar Unwahrheiten weniger, denn wie man sieht, kann hier tatsächlich solange es im gesetzlichen Rahmen erlaubt ist, seine Meinung äußern.

      • Als Kreuzfahrtneuling verfolge ich diese Diskussion mit Kopfschütteln. Ich habe mich für die MSC-Route im westlichen Mittelmeer entschieden und dabei die Preise und Leistungen mehrerer Anbieter verglichen. Wenn das SE aufgrund der international üblichen Gepflogenheiten extra ausgewiesen ist, dann sollte es selbstverständlich sein, dies nicht in Frage zu stellen.
        Ich finde es schon geradezu unverschämt in diversen Blogs zur Streichung bzw. Kürzung des SE hinzuweisen und zu animieren.
        Wer sich das nicht leisten kann oder will sollte besser zu Hause bleiben. Maximale Leistung zum Discountpreis erwarten, diese Rechnung geht nicht auf.
        Alternativ gäbe es für diese Kritiker das Komplettpaket der All-Inklusiv-Schiffe, die dann aber auch in einer ganz anderen Preisklasse liegen.
        Ich freue mich jedenfalls die Kreuzfahrt mit der Belissima und hoffe diese Meckerer überlegen sichs noch anders oder fahren erst gar nicht mit. So eine Reise sollte ein positives Erlebnis für alle Gäste und Mitglieder der Crew sein.

  3. Das mag schon alles stimmen und Trinkgeld ist schon wichtig aber es fällt auf das MSC auch an anderen Stellen fleißig weiter kassiert, so wird ständig und überall 15% Service kassiert! Wir zahlen unser Trinkgeld schon aber es sollte die Art wie MSC die Mitarbeiter bezahlt mal überdacht werden und die 15% Servicegebühr sollten mal genau erklärt werden?

    • MSC ist eine internationale Reederei, das Service Entgelt und auch die anfallende Service Pauschale ist international üblich.

      Ich denke als Deutscher kann man sich den internationalen oder ortsüblichen Gegebenheiten schon anpassen, wenn Einem das nicht gefällt, sollte man eben nur Produkte wählen die explizit auf den deutschen Markt ausgerichtet sind, dann gibt es diese unnötigen Diskussionen nicht. International fahren ja wesentlich mehr Menschen auf Kreuzfahrt als in Deutschland. In Deutschland sind es 2 Mio. davon ein kleiner Bruchteil verteilt auf die Internationalen Märkten und davon ein kleiner Bruchteil fühlt sich gestört dadurch, dass MSC nicht handelt wie eine deutsche Reederei.

  4. Lieber Herr Wepner, ich kenne Ihre Intention nicht, warum Sie das Zwangstrinkgeld bei MSC so vehement verteidigen. Bei der Masse an Kreuzfahrtschiffen die jedes Jahr auf den Markt kommen, dürften Schiffscrews ziemlich begehrt sein. Auch für diese Leute gibt es Gewerkschaften und niemand wird gezwungen auf einem Schiff zu arbeiten. Wer also bei MSC anheuert, der weiß worauf er sich einläßt. Der eigentliche Skandal ist, dass die Reederei ihre Personalkosten durch eine Zwangsbeteiligung der Passagiere gegenfinanziert.Das ist nicht zeitgemäß und rechtlich ziemlich bedenklich. Trinkgelder an Bord sollten der Freiwilligkeit unterligen und sind als Belohnung für Extraleistungen durchaus in Ordnung. Die Reinigung meiner Kabine ist allerdings eine Standardleistung und die ordentliche Ausführung setze ich auch ohne Trinkgeld voraus. Leider versucht das Personal die ach so reichen Passagiere mit allen Tricks anzuzapfen, selbst bei Reedereien wo das Trinkgeld inkludiert ist. Mit der Zahlung des Passagepreises habe ich meine Pflicht getan, ich habe keine Lust aus lauter Dankbarkeit das man meine Labine reinigt ständig Geld auf das Bett zu legen. Auch möchte ich mich mit der sozialen Situation der Crew in meinem Urlaub nicht beschäftigen. Kreuzfahrtschiffe sind schließlich keine Spendensammelstelle , sondern hoch kommerzielle Einheiten. Die Reedereien können es sich leisten Milliarden für Neubauten zu bezahlen, dann sollten sie auch in der Lage sein ihr Personal angemessen zu bezahlen. Zwangstrinkgeld ist nicht das Geschäftsmodell das ich unterstütze.

    • Ich verteidige hier gar nichts, ich kläre nur darüber auf das Deutschland nicht die Welt ist und das was der Deutsche glaubt richtig zu sein, nicht für die ganze Welt gilt. Wenn man als deutscher Gast ein internationales Produkt buchen möchte, muss man sich eben auch den internationalen Gepflogenheiten anpassen. Wem das nicht gefällt, dem bleibt ja die Möglichkeit mit den deutschen Reedereien zu fahren, die das Service Entgelt im Reisepreis inklusive haben. Da kann man dann auch nicht an die Rezeption rennen und sich den Reisepreis schöner machen und die Crew bestrafen.

      MSC finanziert wie jede andere Reederei auch ihr Personal über den Reisepreis, wie Du ja selbst weisst gibt es mehr als genug Leute die das SE streichen und damit der Crew Gelder nehmen. Würde das SE allein als Gehalt gewertet werden, hätten die Mitarbeiter keinen Cent am Monatsende. Das SE ist ein Gehaltsbestandteil, wie international eben üblich, nur in Deutschland eben nicht.

      Wir reden hier ja von einer absolut billigen Reederei wo die Einstiegspreise weit unter dem hiesigen Hartz-IV-Satz liegen. Damit wird keine Reederei Milliarden verdienen, auch wenn ihr das gerne glaubt, das passiert bei Reedereien die marktgerechte Preise verlangen, davon ist MSC aber weit entfernt. Und genau die Gäste die dann schon kaum einen bezifferbaren Reisepreis zahlen, streichen noch das Serviceentgelt und meckern am Ende am lautesten.

      Das macht für viele Leute die Reederei MSC leider unattraktiv, was sehr schade ist, denn MSC kann durchaus tolle Produkte liefern, aber nicht zu dem Geld was sie verlangten in der Vergangenheit.

      • Entschuldigung, aber diese Argumentation ist so daneben, das mir fast die Worte fehlen. Anstatt sich für eine zeitgemäßere und seriöse Entlohnung der Crews einzusetzen, wird hier dem Zwangstrinkgeld das Wort geredet. MSC verkauft nicht nur Kreuzfahrten auf HartzIV-Niveau, sondern hat mit dem Yacht-Club auch ein Premium-Angebot am Markt. Wie alle Reedereien finanziert man sich über eine Mischkalkulation, denn mit Billigangeboten allein könnte man wohl kaum Milliarden für neue Schiffe ausgeben. Die fallen nämlich nicht vom Himmel. Wie MSC sein Personal bezahlt und wie sie das finanzieren ist mir völlig schnuppe, ich will damit nur nichts zu tun haben. Solange ich das Zwangstrinkgeld stornieren kann ist alles ok, sollte das nicht mehr so sein, wird MSC eben nicht mehr gebucht. So einfach ist das. Übrigens ist speziell bei MSC der Service meistens nicht so toll, das ein Trinkgeld angebracht wäre. Ich lasse mich doch nicht unter dem Vorwand, die arme Crew kann ihre Familien nicht mehr unterstützen, als Sozialamt der Reedereien mißbrauchen. Jedes Jahr beobachte ich wie die Crews in die Elektronikläden der Karibik einfallen und mit Taschen beladen wieder an Bord geht. So schlecht kann es denen also nicht gehen.

        • Mir ist es unverständlich wieso man nicht verstehen kann, dass MSC Cruises ein internationales Unternehmen ist und sich demnach nicht wie ein deutsches Unternehmen dem deutschen Gast unterwirft. Bei den Amerikanern wird so ein Theater nicht gemacht, wieso nicht? Weil sie es nicht anders kennen.

  5. Es ist erstaunlich wie auf jeden negativen Kommentar reagiert wird.Meinungsfreiheit wird nicht gern gesehen,hat man den Eindruck.Wenn der eine oder andere sein SE nicht bezahlen möchte,oder es kürzt,dann ist das so.Ich fahre sehr viel mit MSC( Black Card) und ich habe auch schon das ein oder andere Mal das SE gekürzt. Wenn das Gesamtpaket an manchen Tagen nicht stimmt,unfreundliche Kellner,Essen stimmt nicht,Crew unfreundlich usw, dann wird halt gekürzt.Bezahlt ihr alle hier den vollen Preis plus Trinkgeld in einem Restaurant wenn der Kellner patzig ist? Was kann der Koch dafür?Wer das SE nicht bezahlen will sollte nicht so an den Pranger gestellt werden.Es gibt immer zwei Seiten.

    • Was hast Du denn ständig mit der Meinungsfreiheit, Du schreibst hier doch was Du willst.

      Klar kann jeder der Crew das Gehalt kürzen, MSC hat es bisher ja zugelassen. Drehe es aber mal rum auf deinen Job, wildfremde Menschen entscheiden dann ob Du dein volles Gehalt bekommst oder nicht, nur weil sie Geld sparen wollen.

      Und klar gibt es Fälle wo man drüber reden muss im Service, aber ihr straft mit eurer Streicherei doch viel mehr Leute ab die nichts für das Problem können, als das ihr Leute bestraft die etwas für das Problem können.

      Hier geht es auch nicht um das punktuelle Kürzen, IN ist es ja, einfach pauschal das komplette SE zu stornieren weil man ja selbst das „Trinkgeld“ verteilt, wobei Trinkgeld und SE zwei vollkommen verschiedene Dinge sind.

      Eine Frau ist ja auch kein Mann.

  6. Das Thema Trinkgeld ist doch einfach. Als Deutscher mit Aida oder TUI fahren dort gibt es kein Trinkgeld.
    Selbst bei Phönix heißt es:“Auf unseren Hochseeschiffen wird der Barrechnung automatisch noch ein Trinkgeld von 7% hinzugefügt“

    Wenn Sie aber international Fahren möchten gilt halt internationales Recht. Deutschland ist nun mal international betrachtet nicht der Nabel der Welt. Deshalb sind bei internationalen Unternehmen diese Trinkgelder auch üblich. Nicht nur bei den italienern, amerikanern auch bei den franzosen muss das Trinkgeld gezahlt werden.

    Selbst auf dem „the most luxurious ship ever built“ unterwegs sind, zahlen Sie ein Trinkgeld. Wenn auch alles andere wie z.B. Landausflüge, Flüge, Getränke und Spezialitätenrestaurants im Reisepreis enthalten sind. Das Trinkgeld ist es nicht!

    • Um das hier noch mal klar zu benennen! Ich finde den Diskurs hier pro „internationale“ Geflogenheiten wirklich abwegig. Wenn das Crewmitglied auf „Mein Schiff“ OHNE Servicecharge genauso viel verdient wie das Crewmitglied bei Carnival mit Grundgehalt und wenn es für ihn gut läuft, mit Servicecharge, dann ist doch klar das auch Carnival sein „System“ dauerhaft wird überdenken müssen. Costa, Aida oder Mein Schiff fahren hier eindeutig die für den Gast UND den Angestellten transparentere Strategie. Und eins noch. Das Thema Transparenz bei der !!100!! prozentigen Weitergabe der Trinkgelder an die Crew bitte ich hier nicht einfach so vom Tisch zu wischen. Das Netz ist voll mit kritischen Stimmen dazu. Oft auch von den Crewmitgliedern selber. Lasst auch denen bitte das Recht, sich dazu zu äußern und die Sache zu hinterfragen. Ein finaler Endpreis ohne weitere Kosten und eine dementsprechend sinnhafte Entlohnung für die Crew ist und bleibt der bessere Weg.Punkt.

  7. Wenn man hochrechnet wieviel pro Schiff und Jahr derzeit bei MSC ca. 16 oder 17 Schiffe, geht das SE in die Milliarden!!! Wenn alle bezahlen. Ginge dieses Geld tatsächlich an alle Mitarbeiter verteilt, hätte jeder ein Managergehalt. Aber: neue Schiffe kosten eben viel Geld.

    • Das SE ist international ein Gehaltsbestandteil und wird nach einem gewissen Schlüssel an die gesamte Crew ausgezahlt ja. Deswegen ist es ja so falsch, den Leuten das Geld zu streichen, weil man gerne günstiger reisen möchte, auf Kosten der Besatzung.

  8. Ganz egal wie man zum SE steht, finde ich es nicht ok, nach einer Buchung die „Regeln“ zu ändern. Wenn das nur für zukünftige Buchungen gilt, weiß man, worauf man sich einlässt und worauf nicht.

    Für uns als Familie mit vier Personen summiert sich das SE schon zu einem deutlichen Kostenfaktor, den wir in unserer Urlaubskalkulation mit einplanen müssen. In meinen Augen sollte das SE nicht (ggf. in vollem Umfang) für Kinder gelten, da sich dadurch der Reisepreis für die Kinder nahezu verdoppelt.

    An einfachsten und klarsten wäre es, wenn das SE einfach von vornherein im Reisepreis enthalten wäre. Ganz gleich was im Rest der Welt gilt. „Wir Deutschen“ ticken nun mal etwas anders und darüber kann man sich aufregen oder nicht. Aber nachdem für Flugbuchungen erst umfangreiche rechtliche Auseinandersetzungen geführt wurden, bis die beworbenen Preise alle Kosten enthalten, muss MSC sich doch in unserem (nicht unerheblichen) Markt nicht erst auf die gleiche Reise vor die Gerichte begeben.

    • Naja, der Gesamtpreis der Reise ist ja klar, steht immer dabei zuzüglich Service Entgelt, es ist ja nicht so, dass man das erst an Bord erfährt. Das erfährt man vor der Buchung und dann weiss man das und entscheidet sich proaktiv dazu das genau so haben zu wollen.

      Bei den Flugbuchungen handelte es sich in der Tat um Irreführung da vorab nie erwähnt wurde das im Nachgang noch 30 Positionen draufgehauen werden. Die internationalen Reedereien sagen schon seit jeher: Das ist der Reisepreis und dazu kommt pro Tag und Kopf Betrag X.

      Deutschland hat ja nur 2 Mio. Kreuzfahrer, international gibt es wesentlich mehr, die verstehen auch alle wie das Ganze funktioniert. Nur die paar Deutschen die sich zu den internationalen Reedereien hingezogen fühlen haben damit ein Problem, gut nicht alle, aber wie man den vielen Diskussionen entnehmen kann, doch schon recht viele.

  9. PS: Auch wenn man mal durch eine Formulierung oder Aussage etwas „angefressen“ ist, sollte der Ton hier sich doch weiterhin in einem möglichst sachlichen Rahmen bewegen. Alles führt doch zu einer Kneipendiskussion…

  10. Wir fahren dieses Jahr zum siebten mal mit MSC Kreuzfahrten und haben das SE bei schlechtem Service auch schon mal gekürzt. Das es Bestandteil des Gehaltes der Angestellten ist ,finde ich schäbig von MSC. Geld für mehrere Schiffsneubauten jedes Jahr ist vorhanden, aber für eine vernünftige Bezahlung der Angestellten ist der Passagier zuständig. Das kann so nicht sein. Dann soll MSC seine Preise halt erhöhen damit alle angemessen entlohnt werden können. Als Arbeitgeber hat MSC auch eine soziale Verantwortung für seine Leute. Aber wie so oft steht nur der Profit im Vordergrund. Schade, ich habe die Reederei anders eingeschätzt.

    • ein internationales Unternehmen das nach internationalen Maßstäben arbeitet als schäbig zu bezeichnen schaffen auch nur Deutsche.

  11. Es ist sicher richtig, dass der Reisepreis jeweils zuzüglich SE benannt wird. Genauso steht in der Regel aber auch in den Bedingungen, dass das SE vor Ort angepasst oder gestrichen werden darf.
    Hier nur von Billigkreuzfahrten zu Discountpreisen zu sprechen, wie in oben stehenden Kommentaren, ist auch nicht immer richtig. Wir zahlen für eine 12 tägige Kreuzfahrt in diesem Jahr knapp 1.300,– EUR in der Innenkabine – das ist für mich kein Schnäppchen. Wir haben diese Reise als „Frühbucher“ ca. ein Jahr vor Beginn der Kreuzfahrt gebucht. In den Monaten November bis Januar wurden diese Fahrt als „Frühbucherangebot“ plötzlich incl. Getränkepaket easy angeboten. Wir fühlen uns hier übervorteilt, ein Upgrate – selbst mit einem Zuschlag auf unseren Reisepreis – wurde uns verweigert. Selbst Schuld, wenn man früh bucht.
    Wir werden sehr wahrscheinlich auch das SE kürzen oder streichen, weil wir uns nach wie vor ungerecht behandelt fühlen. Dies machen wir allerdings nicht grundsätzlich. Aber MSC macht hier in vielen Bereichen auch willkürlich Änderungen zum Nachteil der Kunden. Dann muss auch mit Nachteilen für das Personal gerechnet werden, sofern das SE dann überhaupt bei diesem ankommt. Im übrigen geben wir gern Trinkgeld, aber bei keiner anderen Pauschalreise mehr als 200,– EUR und schon gar nicht zwangsweise

    • Deinen Unmut verstehe ich. SE ist aber noch immer kein Trinkgeld und die Mitarbeiter können auch nichts für die Preisgestaltung der Reedereien. Zumal das schon seit Jahrzehnten der gleiche Prozess ist, Frühbucher zahlen den Abverkauf am Ende mit. Das jetzt den Mitarbeitern auf dem Gehaltszettel deutlich zu machen halte ich für falsch. Zumal jetzt 100 Euro pro Tag und pro Person auch nicht wirklich teuer ist, das ist normales Mittelfeld im Land der Kreuzfahrtpreise.

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