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MSC Seaview: Corona-Eskalation in der Karibik & auf Social Media

MSC Seaview: Corona-Eskalation in der Karibik & auf Social Media

MSC Seaview in Nynäshamn
MSC Seaview in Nynäshamn

Coronafälle und unverantwortliche Gäste auf MSC Seaview! 

Die derzeitige Kreuzfahrt von MSC Seaview in der Karibik scheint zu eskalieren, in den letzten Tagen ereilten uns diverse Nachrichten, eine übertraf im Punkt des Dramas die Vorherige. Es geht hierbei um die Zustände an Bord rund um das Coronavirus und das Hygienekonzept des Unternehmens. 

Alleine am Sonntag, so heißt es von unterschiedlichen Personen, seien in der Nacht in St.Maarten über 200 infizierte Reisende ausgeschifft worden und in Quarantäne-Unterkünfte transferiert. Auch Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes seien betroffen. Zuletzt konnten zahlreiche Häfen nicht angesteuert werden, weil die jeweilige karibische Insel keinen Anlauf zugelassen hat. 

Und auch vor dieser Ausschiffung habe es an Bord bereits zahlreiche Infektionen gegeben. Der Aufschrei ist nun natürlich groß, doch bevor sich die Leitmedien nun wieder auf diesen Fall stürzen und die gesamte Kreuzfahrtbranche in den Dreck ziehen (wie es bei ihnen üblich ist), gilt es doch den ein oder anderen Punkt zu hinterfragen. 

MSC Cruises hat ein funktionierendes und geltendes Gesundheits- und Sicherheitskonzept. Es  herrscht Maskenpflicht überall dort, wo es notwendig ist. Die Passagiere müssen vollständig geimpft sein, müssen sich vor der Reise auf das Coronavirus testen. In der Theorie ist eine Infektion an Bord der Kreuzfahrtschiffe eher unwahrscheinlich. 

Doch es gibt einen einzigen Faktor, der das gesamte System sprengt: die Reisenden. Es sind nicht die Reedereien, die die Infektionen fahrlässig in Kauf nehmen, sondern die Reisenden, die sich fehl verhalten. Die Reedereien informieren vor Buchung, vor Reiseantritt, bei Ankunft an Bord und immer wieder während der Reise über die geltenden Maßnahmen. In manchem Reisegebiet, wie beispielsweise bei MSC Seaview und MSC Seashore sind es aber überwiegend die Gäste, die sich nicht an diese Auflagen halten und dafür in unseren Augen einen großen Anteil der Mitschuld an den Infektionen haben. 

Natürlich kann MSC Cruises die Maßnahmen sicherlich noch stärker durchsetzen. Allerdings ist es nicht leistbar, dass jeder Reisende einen Mitarbeiter an die Seite gestellt bekommt, der dauerhaft erwähnt: „Zieh deine Maske hoch“, „Müssen zehn Kontakte auf einmal sein?“, „Musst du jetzt mit anderen Reisenden maskenfrei und abstandfrei feiern?“. 

Die Durchsetzung der Maßnahmen ist Reederei-Angelegenheit, das ist richtig und steht außer Frage. Aber die Unternehmen dürfen doch bitteschön erwarten, dass die Reisenden sich dann auch an die Vorlagen, die jedem bekannt sind, halten. 

Zu beachten gilt bei diesem Fall auch, dass sich verschiedene Märkte an Bord befinden. In Teilen Märkte, die nicht sonderlich viel auf Corona-Maßnahmen geben. An dieser Stelle muss MSC Cruises unbedingt etwas ändern und härter durchgreifen. Ein exemple statuieren. Spätestens dann sollte auch der Letzte an Bord verstanden haben, worum es bei den Maßnahmen geht. 

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