Nach 88 Jahren: Die Peking ist zurück in Hamburg

Nach 88 Jahren: Die Peking ist zurück in Hamburg

Die Elbphilarmonie in Hamburg

Die Peking ist zurück in Hamburg! 

Welch ein Highlight, am gestrigen Tag kam die „Peking“ nach Sage und Schreibe 88 Jahren Abstinenz zurück nach Hamburg. Dort soll sie in Zukunft als Museumsschiff dienen, wird allerdings nicht mehr auf See eingesetzt. 

Die Ankunft der Peking wurde in Hamburg spürbar zelebriert, zahlreiche kleine Schiffe erwarteten den ehemaligen Frachtsegler in der Hansestadt Hamburg. Viele Jahrzehnte lang befand das Schiff sich auf der anderen Seite des großen Teiches, sie lag bis 2017 in New York. Dann wurde sie mithilfe eines Dockschiffs nach Deutschland überführt. Seitdem befand sich die Peking in Wewelsfleth, dort wurde die Restaurierung des Schiffes vorgenommen. 

Auf dem ganzen Erdball gibt es nur noch vier dieser Schiffe, die Peking wurde am 16.05.1911 von der Blohm + Voss Werft in Hamburg in den Dienst gestellt – hat also bereits über 100 Jahre auf dem Buckel und zwei Weltkriege! Dazu muss allerdings auch gesagt werden, dass das Schiff nicht mehr seetüchtig ist, aus diesem Grund wird sie in Hamburg einen festen Platz erhalten. Die Fertigung des Seglers wurde für den Überseehandel vorgenommen. Bevor das Schiff zu Beginn des ersten Weltkriegs festgesetzt wurde, kreuzte die Peking zwischen Hamburg und Chile. 

1921 wurde das Schiff an Italien übergeben – als Reparationszahlung, ab 1923 war sie wieder zwischen Hamburg und Chile unterwegs. Sie wurde durch die Reederei Laeisz, für die sie auch gefertigt wurde, für nur 8500 Pfund, so heißt es, erworben. 1926 erfolgte ein Umbau, fortan wurde das Segelschiff nicht mehr nur für den Frachtverkehr, sondern auch als Schulschiff genutzt. Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise wurde das Schiff 1932 schließlich nach London verkauft. Dort wurde sie fortan als stationäres Schulschiff verwendet, der Frachtverkehr wurde mit ihr nicht mehr ausgeübt. 

1940 übernahm die Royal Navy das Schiff als Unterkunft, die Peking wurde aufgelegt. Nach einer Versteigerung im Jahr 1974 wurde der Rumpf des Schiffes in die USA geschleppt, wo das Schiff wieder neu aufgeriggt wurde – im Stile des Originals. Nach der Überführung in die Staaten fand das Schiff seinen Platz in New York. Schon 2015 wurde der Beschluss gefasst, das Schiff nach Deutschland zurückzuholen und in ein Museumsschiff zu verwandeln, in New York gab es keine Verwendung und auch keinen Platz mehr für die Peking, die nun endlich zurück in Hamburg ist. 

WELCOME HOME #PEKING!Weil es so schön war, müssen wir einfach noch ein paar unserer Schnappschüsse mit Euch...

Gepostet von Hafen Hamburg am Dienstag, 8. September 2020

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