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Die neue Netflix Dokumentation über das Unglück der Costa Concordia ist abrufbar.
Seit dem gestrigen Freitag ist die neue Netflix Dokumentation über das Unglück der Costa Concordia verfügbar. Der Streamingdienst führt die 90-minütige Dokumentation unter dem Namen „Costa Concordia – Albtraum auf See“. Thematisiert wird hier entsprechend das Unglück vom 13.01.2012, bei dem 32 Menschen ums Leben kamen und weitere 193 verletzt wurden. Innerhalb der Präsentation wurde von den Produzenten bisher unveröffentliches Material verwendet. Auch bei den Interviews mit Betroffenen kommen nie genutzte Dateien zum Einsatz.
Costa Concordia kollidierte am 13.01.2012 auf dem Weg von Civitavecchia nach Savona vor der italienischen Insel Giglio mit einem vorgelagrten Felsen mit der Backbordseite nach einem nicht notwendigen Fahrmanöver, das zu nah an der besagte Insel vorbeiführte. Durch die damaligen Witterungsbedingungen kam es dazu, dass das Schiff in Richtung der Insel gedrückt wurde und in der Folge auf grund lief. Im Anschluss havarierte das Kreuzfahrtschiff, durch einen 70 Meter langen Riss in der Bordband gelang Wasser ins Innere und sorgte für eine Neigung um bis zu 65 Grad.
Die anschließende Evakuierung des Kreuzfahrtschiffes lief chaotisch, was zu Panik an Bord sorgte. Ebendiese kostete einige Menschen das Leben. Viele weitere wurden verletzt und umso mehr Personen schwer traumatisiert. Widerrechtlich verließ der damals verantwortliche Kapitätn Francesco Schettino das Kreuzfahrtschiff vorzeitig. Das Rescue Coordination Centre Livorno habe anderslautende Befehle erteilt. An Bord befanden sich auf der Reise 4.231 Personen.
Für die Evakuierung erwies sich das Auflaufen des Schiffes auf den Felsen als positiver Effekt. Ein mögliches Abtreiben an einer anderen Position hätte den Gesamtschaden der Situation womöglich deutlich verschlimmert. Das Costa-Schiff hatte nach dem Unglück ausgedient, nach aufwändiger Bergung, die zweieinhalb Jahre andauerte, wurde es in Genua verschrottet.
Im Jahr 2017 wurde Costa-Kapitän Francesco Schettino in einem Gerichtsprozess wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und mehrfacher fahrlässiger Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren und einem Montag verurteilt. Heute sitzt der inzwischen 65-jährige weiterhin im Gefängnis.
Durch das Ereignis – wurden unter Feederführung der Carnival Corpation als Eigner von Costa Crociere – zahlreiche Maßnahmen bei Costa Crociere und der deutschen Tochtermarke AIDA Cruises implementiert, um eine Wiederholung solch einer Tragödie zu verhindern. Unter anderem wurde im Jahr 2015 in Hamburg ein modernes Fleet Operations Center der Carnival Maritime GmbH eröffnet, das alle Schiffe der Flotte in Echtzeit überwacht und bei Abweichungen zum Soll einschreitet.
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