Flusskreuzfahrt: Niederlande bis auf zwei Provinzen zum Risikogebiet erklärt

Flusskreuzfahrt: Niederlande bis auf zwei Provinzen zum Risikogebiet erklärt

Amsterdam

Reisewarnung für die niederländischen Provinzen wurde stark ausgeweitet – nur noch zwei Regionen sind aktuell kein Risikogebiet

Aktuell ist die Situation im Bezug auf die Einstufung von Regionen in Corona-Risikogebiete sehr dynamisch und fast täglich kommen eher mehr Gebiete dazu. Seit vorgestern Abend sind nun fast alle niederländischen Provinzen vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft werden. Lediglich die Provinzen Zeeland und Limburg sind ausgenommen. In der Folge hat das Auswärtige Amt auch an dieser Stelle eine entsprechende Reisewarnung für die betroffenen Gebiete ausgesprochen.

Schon vor ein paar Wochen wurden die Regionen Nord- und Südholland (u.a. Amsterdam und Rotterdam) als Risikogebiete ausgewiesen, sodass die Flusskreuzfahrtanbieter umfangreiche Änderungen in ihren Routenverläufen vornehmen mussten. Diese Korrekturen passierten in Form von Panoramafahrten ohne Landgang oder alternativ auch dem Anlaufen von anderen Häfen.
Erst Anfang dieser Woche wurde ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen, sodass dies auch ein großer Rückschlag für die Flusskreuzfahrtanbieter war.

Da nun nur noch zwei niederländische Provinzen keine Risikogebiete darstellen, sind nördliche Rhein-Kreuzfahrten in Richtung Niederlande / Belgien nur noch in einem minimalen Maße möglich. Kein Anbieter möchte seine Gäste in ein Corona-Risikogebiet bringen und Landgänge zulassen, da dies mit entsprechenden Nachteilen für die Gäste verbunden ist.

In den sozialen Medien sind bereits Schreiben von Gästen der aktuellen Reise der A-ROSA Aqua zu sehen, in denen auf die besondere Situation aufmerksam gemacht wird. Doch nicht nur das, sondern es wurde auch ein allgemeines Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums dazu gelegt, in dem die Regelungen für Reiserückkehrer nach Deutschland beschrieben sind. Beispielsweise muss man sich bei Einreise aus einem Risikogebiet unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Dies wird wohl nun auch für die aktuellen Gäste der A-ROSA Aqua gelten.

Da die Situation wirklich sehr wandelbar ist und oft auch nicht konkret vorhersehbar, sind das wohl nun Dinge, die – so ärgerlich sie sind – in der aktuellen Corona-Zeit jederzeit passieren können.

Die Flusskreuzfahrtanbieter werden nun sicherlich Alternativen erarbeiten.

A-ROSA beispielsweise hat auf der Internetseite bereits folgendes veröffentlicht:

Rhein
Alle Abfahrten auf dem Rhein finden statt.
Am 30.09.2020 hat das Robert-Koch-Institut Belgien und am 02.10.2020 die Niederlande mit Ausnahme der autonomen Provinzen Zeeland und Limburgzum Risikogebiet erklärt und das Auswärtige Amt daraufhin eine Reisewarnung ausgesprochen. Als Alternativhäfen laufen die A-ROSA Schiffe Vlissingen im Mündungsgebiet der Westerschelde und Bruinisse an, welche in der niederländischen Provinz Zeeland außerhalb des definierten Risikogebiets liegen. Ebenso werden als Alternative Düsseldorf, Bonn und Rüdesheim am deutschen Rhein angefahren. Mit der Ergänzung von Rüdesheim bieten wir unseren Gästen somit auch die Fahrt durch das UNESCO Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“ und das Erlebnis der sagenumwobenen Loreley. Diese Routenänderung gilt aktuell für alle Abfahrten bis einschließlich 11.10.2020. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass sich die Situation aufgrund der getroffenen Maßnahmen schnell wieder beruhigen wird und die niederländischen Häfen sowie Belgien auf den Abfahrten ab dem 17.10.2020 wieder regulär angelaufen werden können.
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