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Auf einer Alaska-Kreuzfahrt der Ruby Princess vom 12. Juni bis 2. Juli 2026 kam es zu einem Ausbruch des Norovirus, der am 28. Juni 2026 beim Vessel Sanitation Programm der US-Gesundheitsbehörde CDC gemeldet wurde. Insgesamt zeigten auf der Kreuzfahrt 102 der 3023 Gästen sowie 23 von 1144 Crewmitgliedern Krankheitssymptome, die auf das Norovirus zurückzuführen waren.
Noroviren sind hochansteckend und führen zu Durchfall und Erbrechen, weshalb die Besatzung in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden Gegenmaßnahmen ergreifen musste. Diese sind weitgehend standardisiert und wurden zuletzt durch Princess Cruises auf der Ruby Princess eingeleitet. Dazu zählen verstärkte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen gemäß einem Ausbruchspräventions- und Reaktionsplan, Test von Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen auf das Norovirus und die Isolierung kranker Passagiere und Besatzungsmitglieder.
Die Schiffscrews stehen bei einem Krankheitsausbruch in engem Austausch mit dem Vessel Sanitation Programm bezüglich der Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen sowie der Meldung neuer Krankheitsfälle. Die Gesundheitsbehörden überwachen das Geschehen in der Regel aus der Ferne und kommen nur in Ausnahmefällen für Kontrollen an Bord. Virusausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen, die US-Häfen anlaufen, werden ab einem gewissen Anteil an Erkrankten veröffentlicht. In anderen Regionen der Welt entspricht dies nicht dem üblichen Vorgehen, weshalb man davon nur selten etwas erfährt.
Am vergangenen Donnerstag, den 2. Juli 2026, lag die Ruby Princess zum Abschluss der betroffenen Alaska-Kreuzfahrt mit einer Reiselänge von 20 Tagen in San Francisco. Mit einem Gästewechsel, bei dem auch nochmal verstärkte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen ergriffen werden können, lässt sich ein Krankheitsausbruch oftmals eindämmen. Mittlerweile ist die Ruby Princess auf der zehntägigen Folgereise ab/bis San Francisco nach Alaska.
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